Archivbild: Christopher Lauer während einer Wahlkampfveranstaltung der SPD am 16.09.2016 (Bild: imago images)
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Direktmandat in Pankow angestrebt - Ex-Pirat Lauer will für die Grünen zurück ins Abgeordnetenhaus

Der Berliner Ex-Piratenpolitiker Christopher Lauer will nach eigenen Angaben für die Grünen ins Abgeordnetenhaus kandidieren. Auf Twitter schrieb er am Dienstag, er sei Mitglied der Grünen und wolle sich um ein Direktmandat in Pankow bewerben.

Im Abgeordnetenhaus gerne da weitermachen zu wollen, wo er aufgehört habe, schrieb Lauer weiter. Dem Abgeordnetenhaus gehörte er von 2011 bis 2016 für die Piratenpartei an. Später war er für einige Jahre Mitglied der SPD.

Lauer schrieb auf Twitter weiter, er wolle künftig wieder "Polizei und Verfassungsschutz auf die Finger schauen und für eine evidenzbasierte Innenpolitik kämpfen" sowie "den Ausbau der Gewaltschutz-Ambulanz an der Charite" vorantreiben. Außerdem kämpfe er für die CO2-Neutralität Berlins und "interessiere sich für sehr für Katastrophenschutz und Pandemien", so der 36-Jährige.

Die Wahl zum 19. Berliner Abgeordnetenhaus findet voraussichtlich am 26. September 2021 statt.

14 Kommentare

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  1. 14.

    Dass ein kleineres Parlament - selbst ein solches ehrenamtliches in den Bezirken - den Wettstreit befördert, mag schon so sein. Inhaltliche Tiefe wird dadurch jedoch m. E. nicht erlangt. Denn die erforderte einen gehörigen "Personalbedarf".

    Es ist ja heutzutage Mode geworden, "die Politik" für alles Erdenkliche verantwortlich zu machen. Und sie zieht sich aus Gründen eigenen Gefragtseins offenbar auch immer wieder diesen Schuh an. Mehr Verantwortung in Bürgerhände zu legen, hat in meinen Augen v. a. damit zu tun, erst einmal die eigene Verantwortlichkeit zu sehen.

    Wer bei Eisesglätte und bei Tempo 90 aus der Kurve ins Feld getragen wird, zieht zu Unrecht die Verkehrsnachrichten für einen solchen Vorfall heran oder "die Politik", die die Straße nicht richtig gebaut habe. Nach den Umständen zu schnell gefahren zu sein, ist dann schon eben diese Verantwortung des Bürgers. Gleich, wer sich trotz erwartbaren Staus dennoch ins Auto setzt und anderen dann die Zeitverzögerung anlastet.

  2. 13.

    Ich bin zunächst mal dafür, dass das Abgeordnetenhaus von 130 auf 65 Sitze verkleinert wird.
    Ebenso reichen 25 Sitze in einer BVV.
    Dann gibt es auch wieder mehr Wettstreit um politische Positionen und die besten Köpfe für unsere Stadt.
    Ebenso sollte die politische Verwaltung massiv auf das Wesentliche gekürzt werden.
    Die Bürger sollen wieder mehr selbst entscheiden.

  3. 12.

    Für lau macht Lauer alles.
    Da werden schon einmal die Fahnen in den Wind gehalten.
    Fragwürdig aber ist auch das Verhalten, die einen solchen Menschen in ihren Reihen aufnehmen.
    Einen Menschen, der ihnen später in den Rücken fallen wird. Gut, er hat bestimmt einen Fürsprecher, der auch einmal "Pirat" war und heute seine Unfähigkeit als Grüner Justizsenator auslebt. WaRum also sollte sich dieser Lauer nicht der Verbindung aus alten Zeiten bedienen? Und Selbstherrlichkeit und Bedeutungslosigkeit ist bei RRG noch nie ein Kriterium des Scheiterns gewesen.

  4. 11.

    Das Konzept der so bezeichneten "liquid democracy" hörte sich erstmal klug an, scheiterte dann aber an der Ungeguld und auch an der mangelnden Sensibilität der Akteure innerhalb der Piraten. Christopher Lauer ist einer davon. Die Implosion, die angesichts der heraufziehenden Rechthaberei unabdingbar war, brachte die Piraten dann in alle Richtungen drumherum. Er, Lauer, ging zur SPD und jetzt zu den Bündnisgrünen. Die anderen haben den Weg zur FDP, zur Partei Die Linke oder sonstwohin gefunden. Nur die Völkischen und die bis in die Knochen Autoritären von der AfD bleiben dabei außen vor. Gut nachvollziehbar.

  5. 10.

    Vom schwarzen Fähnchen über rot zu grün. Und wenn ihn dort keiner möchte, dann gelb, blau, braun? Oder ürkis, orange......Er könnte auch die Bundesländer wechseln oder die Orts- und Kreisverbände oder " Bäumchen wechsele dich" spielen. Hoffentlich lehnen die Parteien ab. Passen könnte er ins CSU-Ministerium für Digitale Infrastruktur und Verkehr. Dort sammeln sich die hellsten Köpfe der Republik, denen nichts peinlich ist.

  6. 9.

    Guter und sachlicher Kommentar, der es voll auf den Punkt bringt ! Die Liste weiterer parteilicher " Karrierist*innen " ist mittlerweile schon ziemlich lang geworden. Auf jeden Fall ist es ein entlarvendes Beispiel und unverzerrtes Spiegelbild der Gesellschaft und seiner politischen Akteure.

  7. 8.

    Herr Lauer ist sich zu schade für das richtige arbeiten. Ist viel einfacher als Hinterbänkler im Senat zu sitzen als wirklich was im Leben etwas zu bringen.
    Sorry für Karrieregeile habe ich null Übrig. Weit weg vom realen Leben

  8. 7.

    Früher nannte man solche Leute „ Wendehälse“. Diese Sorte von Abgeordneten brauchen wir ganz und gar nicht. Faule und Nichtstuende haben wir genug.

  9. 6.

    Um Gotteswillen!Hoffentlich bewahrt man uns von diesem Karrieristen.So schnell wie der die Parteibücher wechselt,ist doch wohl der Gedanke nah, dass er eigene Interessen im Kopf hat. Soll er erstmal richtig arbeiten.

  10. 5.

    Sehr schön formuliert, sehr schön dargestellt. Danke für die Informationen. Die anderen Kommentare gehen in eine ähnliche Richtung und es ist dann wohl deutlich mehr als ein Verdacht.

  11. 4.

    Kein Problem ständig die Partei zu wechseln, Hauptsache einen Posten? Ich nennen solche Leute Opportunisten, interessiert nur sich selbst und von vorne und hinten nicht zu trauen

  12. 3.

    Vielleicht sollte es der Herr mal mit ehrlicher Arbeit versuchen! Na ja, manche wechseln die Partei wie das Hemd.

  13. 2.

    Ein "parteilicher" Karrierist!?

  14. 1.

    Herr Christopher Lauer lauert wohl auch die Chance, sich wieder an den dargebotenen Topfen der Demokratie zu nähren.
    Nach den Piraten im Galopp zu der SPD gesprungen und nun hofft er auf den Wahlerfolg der Grünen, und wechselt mal schnell von Rot auf Grün.
    Nun, als freiberuflicher Berater des Axel-Springer-Medienkonzerns passt er gut zu den Grünen.

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