Angehende Polizistinnen und Polizisten heben am 29.05.2019 bei der feierlichen Vereidigung des Einstellungsjahrgangs 2018 an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg die rechte Hand. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

Plus 30 Prozent seit 1992 - Zahl der Landesbediensteten in Brandenburg deutlich gestiegen

Die Zahl der Angestellten im Landesdienst in Brandenburg ist seit der Wende stark gestiegen. Zuwachs verzeichneten vor allem Finanz- und Wirtschaftsministerium. Und es arbeiten deutlich mehr Frauen im Landesdienst als Männer.

In Brandenburg gibt es heute fast 30 Prozent mehr Landesbeschäftigte als noch 1992. Das geht aus der Antwort des Finanzministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervor. Danach gab es Ende des vergangenen Jahres 2.812 Landesbeschäftigte. Mitte 1992 lag die Vergleichszahl bei 2.186. Werden die 745 Studenten im Vorbereitungsdienst ihrer Lehramtsausbildung mitgezählt, die dem Bildungsministerium zugeordnet sind, beträgt der Zuwachs sogar rund 63 Prozent.

Bis auf die Staatskanzlei haben alle Ministerien ihren Personalbestand im Berichtszeitraum erweitert. Die Staatskanzlei verringerte ihre Belegschaft um sieben Prozent auf 188 Mitarbeiter. Den stärksten Zuwachs gab es beim Finanzministerium mit einem Plus von 90 Prozent auf 355 Beschäftigte gegenüber 1992. Um 64 Prozent auf 272 Beschäftigte stockte das Verkehrsministerium seinen Personalstand auf.

1.762 Frauen und 1.050 Männer

Um rund 60 Prozent auf 323 Mitarbeiter wuchs das Agrar- und Umweltministerium im Berichtszeitraum. Hier muss allerdings berücksichtigt werden, dass das Ministerium im Jahr 2000 den weitaus größten Teil der 340-köpfigen Belegschaft des aufgelösten Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung übernahm. Die Mitarbeiterzahl von damals 556 wurde dann im Laufe der Jahre bis Ende 2020 auf 323 reduziert. Den geringsten Zuwachs gab es im Wirtschaftsministerium. Dort stieg der Personalbestand von 1992 bis 2020 um 23 Prozent auf 270 Mitarbeiter.

Von den 2812 Landesbediensteten waren 1.762 Frauen und 1.050 Männer. 2795 waren deutsche Staatsbürger, zwölf EU-Staatsangehörige. Fünf Beschäftigte hatten eine Staatsbürgerschaft außerhalb der EU.

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.02.2021, 5 Uhr

17 Kommentare

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  1. 17.

    Sorry, aber das ist schlichtweg Blödsinn. Anzahl der Beschäftigten im Landesdienst 2001: 72035. 2019: 50070. Zielzahl der Personalentwicklung war mal 40000, davon ist man inzwischen ab, da mann offensichtlich gemerkt hat, dass man Lehrer und Polizei z.B. nicht unbegrenzt wegsparen kann.
    Was aufgebläht wurde sind die Ministerien, teilweise auch durch Umsetzung oder Abwerbung aus den nachgeordneten Behörden. An der Basis knirrscht es teilweise kräftig im Getriebe.
    @rbb wieder mal ein schlecht recherchierter Artikel, oder halt einfach mal den Titel und den Teaser ändern.

  2. 16.

    Auf dem Bild oben werden z.Z. dieser Antwort PolizeianwärterInnen bei der Vereidigung gezeigt.

    Aber ich kann Ihnen zumindest sagen, dass z.B. bei der DRV Bund 1993 alle Azubis die Hand heben "mussten" um sich zu verpflichten, dass keine durch die Arbeit erlangten persönlichen Informationen an unbefugte weiterzugeben.
    Irgendwo habe ich auch noch den genauen Wortlaut abgeheftet.
    Bei beamtInnen wäre es das Dienstgeheimnis.

  3. 15.

    Mit anderen Worten den öffentlichen, steuerfinanzierten Sektor schön aufgebläht, und zwar mit einem deutlichen Frauenüberschuss. Na wenn das keine nachhaltige Landeswirtschaftpolitik ist und soviel zum Thema Gleichberechtigung.

  4. 14.

    Die Überschrift und der Inhalt sind irreführend. Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ist die Anzahl der Personalstellen per 30.06.2019 in Brandenburg 50.070 (siehe entsprechende Homepage). Hier geht es wohl um die Anzahl der Beschäftigten in den Ministerien.

    Man sollte den Inhalt des Artikels dahingehend überarbeiten. Offenbar ist der mit der heißen Nadel gestrickt worden.

  5. 13.

    Die Polizei hat in den vergangenen Jahren massiv Personal aufgestockt und sind noch dabei. Wachstum ist richtig und wichtig, auch wenn die Digitalisierung zu Einsparungen führen kann, ist es dennoch erforderlich den Wachstum der Gemeinden und den damit wachsenden Arbeitsaufwand mit personellem Wachstum zu begleiten. Was mir bei der Personalplanung der Landesregierung Sorgen macht, ist das für Neueinstellungen Haushaltsmittel bereitgestellt werden, jedoch die Beförderung und Förderung vom bestehenden Personal massiv unterfinanziert zu sein scheint, wenn man sich die Beförderungsquoten ansieht, lässt es keine anderen Schlüsse zu. Das kann man speziell bei der Polizei beobachten. Ich finde es verantwortungslos neues Personal einzustellen im Wissen, dass man dieses Personal nicht rechtzeitig befördern kann, weil die Mittel fehlen. Der Inflationsausgleich (durch Gehaltserhöhungen) ist keine Beförderung, sondern dient dem Erhalt der Kaufkraft. Das ist obligatorisch / Fürsorgepflicht.

  6. 11.

    Ich wusste gar nicht das die Landesbediensteten vereidigt werden. Ich schwöööre..... Ein Vergleich mit vor 100 Jahren hätte auch kein anderes Ergebnis gegeben.

  7. 10.

    Da werfen Sie jetzt ein paar Dinge durcheinander. Grundsätzlich haben Sie Recht, alle Stellen müssen aus Steuern gezahlt werden. Das dadurch aber AN der freien Wirtschaft fehlen, ist nur zum Teil richtig. Grundsätzlich verdienen AN im ÖD von den Entgeltstufen E1 bis ca. E6/E7 mehr als AN in der freien Wirtschaft. Danach wird es für den ÖD schwierig, gut ausgebildete Fachkräfte zu bekommen. Das betrifft angefangen von Erziehern auch Sozialarbeiter, Ingenieure, Ökonomen, Architekten, Ärzte, Technische Berufe etc. Dort beziehen die AN in der freien Wirtschaft i. d. R. deutlich mehr als im ÖD.

  8. 9.

    Ist die Anzahl der Beschäftigten im Wirtschaftsministerium am stärksten oder am schwächsten gestiegen?
    Von beidem ist die Rede.

  9. 8.

    Der Vergleich mit 1992 ist ziemlich sinnlos unduninteressant. Eine Entwicklung der letzten 5 Jahre wäre viel aussagekräftiger.

  10. 7.

    Eine solche Statistik ist stark irreführend und manipulativ. Es wird ein Zeitraum von 29 Jahren abgedeckt und nicht nur das, es sind darin inbegriffen die Veränderungen, die die Wende mit sich brachte. Darüber hinaus gab es immer wieder Berichte über zu wenige Stellen z.B. im Bereich Bildung oder Verwaltung. Derartige Aufstockungen, die notwendig waren müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
    Hilfreich bzw. aussagekräftig wären eher eine Gegenüberstellung zu Daten anderer Bundesländer (natürlich dann in Relation zur Einwohnerzahl) oder eine genaue Auflistung der Daten nach Bereichen, um Zuwachs und Verringerung erkennen zu können, und nach Jahren, um Zeiten höheren Bedarfs zu erkennen.
    Mit so nackten Zahlen putscht man nur diejenigen auf, die dann wieder rumwettern, wer das denn bezahlen soll.

  11. 6.

    Jede Planstelle, die das Land neu schafft, muss vom Steuerzahler finanziert werden und diese AN fehlen auch in der freien Wirtschaft. Der Trend im Land sollte umgekehrt werden. Rationalisierung muss auch im Land zur Personalreduzierung führen

  12. 5.

    Wenn man bedenkt, dass die Verwaltungen auch noch einen immensen Informationsbedarf haben und ständig Daten "von der Front" abrufen, dann ist die Mehrarbeit nur gerechtfertigt, wenn Ergebnisse in "Teslageschwindigkeit" erreicht werden. Mitunter gelingt das ja...

  13. 4.

    1.762 Frauen und 1.050 Männer

    hmm, sollte man da nicht mal an eine maennerquote denken? ;)

  14. 2.

    Im Text von ANGESTELLTEN im Landesdienst sprechen, aber ein Bild von Anwärtern der Polizei, also BEAMTE, zeigen. Passt wieder super zusammen!

    Interessant wäre, wenn von ALLEN Landesmitarbeitern geschrieben worden wäre.

  15. 1.

    Das Bild vermittelt einen falschen Eindruck und passt nicht wirklich zum Text. Da es hier eher um die Landesbediensteten in den Ministerien geht. Bei der Polizei ist doch seit den 90iger Jahren eine gegenläufige Tendenz erfolgt. Ein anderes Bild wäre korrekter und nicht so irreführend.

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