Symbolbild: Ein junger Mann steht vor Gericht. (Quelle: dpa/D. Karmann)
Audio: rbb 88.8 | 11.02. 2021 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/D. Karmann

Staatsanwaltschaft Berlin - 242 Tablets aus Schule geklaut - 26-Jähriger in Untersuchungshaft

Die Nachricht, dass in einer Oberschule in Berlin-Gesundbrunnen 242 Tablets gestohlen wurden, sorgte Ende Januar für Empörung. Am Mittwoch teilte die Staatsanwaltschaft Berlin auf Twitter mit, dass sich nun auf ihren Antrag hin ein 26-Jähriger in Untersuchungshaft befinde. Die gestohlenen Tablets seien bislang jedoch nicht gefunden worden. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es.

Festnahme in Brandenburg an der Havel

Am Donnerstag teilte die Berliner Polizei weitere Einzelheiten mit: Der Verdächtige wurde am Mittwochvormittag in der Carl-Ferdinand-Wiesike-Straße in Brandenburg an der Havel festgenommen. Er wurde danach dem Amtsgericht Tiergarten überstellt, dort wurde der Haftbefehl ausgesprochen. Währenddessen wurden vier Wohnungen durchsucht - darunter eine in Berlin und drei in Brandenburg an der Havel. Die Polizei agierte in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Berlin.

Die Polizei teilte direkt nach dem Diebstahl mit, dass Unbekannte in das Schulgebäude in der Grüntaler Straße eingebrochen seien. Türen wurden gewaltsam geöffnet. Der Gesamtschaden wurde auf knapp 100.000 Euro beziffert.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte nach dem Einbruch Hilfe für die Schule angekündigt, der Senat wolle sich um die Beschaffung neuer Geräte kümmern. Während der Corona-Pandemie hat digitales Lernen als Alternative oder Ergänzung zum Unterricht in der Schule erheblich an Bedeutung gewonnen.

Sendung: rbb24, 10.02.2021, 21:45 Uhr

21 Kommentare

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  1. 21.

    "Die gestohlenen Tablets seien bislang jedoch nicht gefunden worden. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es."
    siehe Bericht.

  2. 20.

    Das waren Anfänger. Die Laptopdaten waren doch bekannt und konnten somit für einen Gebrauch gesperrt werden.

  3. 19.

    Hi, das Aufüllen der Digitalpaktanträge war im übrigen ein Alptraum. Pädagogische Konzepte der Fachbereiche mussten mit eingereicht werden, das sollten die Fachleitungen übernehmen. Rückmeldungen 2 von 12. So stellten wir (Administratoren) das digitale Konzept auf. Im übrigen waren wir damals schon voll Digital. 2015er Server, W Lan, 16 MB LWL Leitung, In jedem Raum ständige Netzwerkverbing über interaktive Tafeln (Beamer oder 86 Zoll Touch) Jetzt ist das alles ein bischen aufgepeppt. Neuer Server, 1 GB LWL usw. Leider steigt die Leistungskurve der Teilnehmenden nicht proportional zu unseren (Steuerfinanzierten) Ausgaben. Ist leider so. Da ändert auch noch so gutes saLzH nichts.
    LG

  4. 18.

    Das hat man versucht, indem man die Arbeit auf die Schulen, ohne Unterstüzungskonzept, verlagert und "Digitalpakt" genannt hat. Bei der Anschaffung der Tabletts hat man augenscheinlich die eigens dafür entwickelten Formblätter nicht gelesen, wenn sie überhaupt ausgefüllt waren.
    Tastaturen gibt es wie Bildschirme in jedem Haushalt? Mein Dikussionsvorschlag bezieht sich auf die Software (cloudbasiert per App vom Smartphone abrufbar, aber nicht nur), nicht auf die Hardware, die sich im nächsten Schritt ergibt. Digitalisierung ist etwas ganz anderes als in den Bildungsverwaltungen bisher gelebt wird bzw. gar nicht "angefasst" wird - für die Schulen. An der Stelle kann uns Corona weiterbringen - nur wenn man will. Der Digitalpakt ist nur ein Abruf von Mitteln, weder digital noch Pakt, bisher hat sich die BV üppig ausgestaltet? Hier fehlt ein "Woidschker Kontrollgipfel"?
    Das "digitales Lehrerwissen absaugen" ist etwas anders gemeint, führt aber hier zu einem anderem ernsten Thema.

  5. 17.

    Hi Wossi,
    Ich wäre froh, wenn Fr. S. oder die Ihr nachgeschalteten DAUs nur EIN EINZIGES MAL Informationen bei uns an den Schulen -abgesaugt- :-) hätten. Stattdessen werden wir ohne Bedarfsabfragen o.ä. mit Geräten überschüttet, die bis zur Untauglichkeit Softwareseitig verstümmelt sind. Ausserdem müssen die Eltern die Überlassungserklärung unterschreiben, was vielen unangenehm ist. Ausgeblendet wird vollkommen das es auch Mehrkinderhaushalte gibt, die nicht in vorgenannte Kategorie fallen, sich aber 1 Endgerät teilen müssen. Die bekommen bei mir z.B. trotzdem ein weiteres Endgerät.

    P.S. Der vielfach gescholtene Norbert hier hat vermutlich ein Mobiltelefon benutzt, um seine Meinung zu äussern. Genau so sehen Texte nämlich aus, wenn sie auf der kleinstmöglichen Tatatur getastet (nicht getippt) werden. Woher ich das wohl weiß? LG

  6. 16.

    So eine dumme Aussage... Es gibt nunmal Kriminelle. Das hat nichts mit deren Bildung zu tun.

  7. 15.

    450 € Kinderbonus reicht da nicht?

    Aber anders gedacht: Lehrinhalte gehören cloudbasiert auf das Smartphone, macht das Tablett überflüssig und Bildschirme gibt es genug (TV). Da echte Konzepte fehlen, wird angeschafft, was gerade verfügbar ist - ohne Plan dahinter! Manchmal hat man den Eindruck, das die Bildungsverwaltungen noch nicht einmal wissen, wie man Digitalisierung schreibt. Wetten das die sich noch per Fragebogen in den Schulen melden werden, um "(Lehrer-)Wissen abzusaugen" um es als "Eigenes zu verkaufen"? Für die "Wissensaufarbeitung" müssen dann nur noch die Lehrer aus den Schulen "abgezogen" werden...und das ist erst der Anfang der Mehrarbeit?

  8. 14.

    Mein Glückwunsch an die Polizei und für den Täter eine hohe gerechte Strafe

  9. 13.

    Die viel größere Frage ist doch, was mit den gestohlenen, unbrauchbaren Tablets nun passiert. Die Dinger sind für den Dieb nutzlos, da die SN bzw. Mac bzw. IMEI dem Hersteller bekannt ist und er über diese die Geräte wahrscheinlich zur Nutzung gesperrt hat.

    Der Dieb kann die Dinger nun entweder als teures Essenstablett nutzen, oder zurückgeben.

    @RBB:Wie ist hier der Stand?

  10. 12.

    Mein erster Gedanke war auch die Überlegung, warum die Dinger mit so hohem Warenwert offenbar relativ ungesichert einfach im Schulgebäude rumliegen. Warum sind die nicht gleich nach der Lieferung bespielt, bestückt und an die Kinder ausgeliefert worden?

    So, so. Wenn ein Dieb ordentlich die Schule besucht hätte etc. Wenn ich diesen Kommentar und die vielen Fehler darin lese, hat es wohl mit dem eigenen ordentlichen Schulbesuch auch nicht so recht geklappt.

  11. 11.

    Mein erster Gedanke war auch die Überlegung, warum die Dinger mit so hohem Warenwert offenbar relativ ungesichert einfach im Schulgebäude rumliegen. Warum sind die nicht gleich nach der Lieferung bespielt, bestückt und an die Kinder ausgeliefert worden?

    So, so. Wenn ein Dieb ordentlich die Schule besucht hätte etc. Wenn ich diesen Kommentar und die vielen Fehler darin lese, hat es wohl mit dem eigenen ordentlichen Schulbesuch auch nicht so recht geklappt.

  12. 10.

    @Norman
    So etwas lernt man nicht in der Schule. Rechtschreibung aber offenbar auch nicht.

  13. 9.

    Weil, wie schon erwähnt und man mit nachdenken auch rausfinden kann, die Dinger sind optional und KÖNNEN geliehen werden.

  14. 8.

    Vielleicht waren die noch nicht mit der nötigen Software bespielt und entgültig für den Einsatz eingerichtet?

  15. 7.

    Weil die Tablets nicht verschenkt, sondern (unentgeltlich) verliehen werden - falls das Ding weggkommt, müssen sie dafür haften (die Eltern für ihre Kinder), das wird auch vertraglich festgehalten. Da das nicht alle Eltern wollen, bleiben leider auch bereitgestellte Tablets ungenutzt.

  16. 6.

    Vielleicht waren die noch nicht mit der nötigen Software bespielt und entgültig für den Einsatz eingerichtet?

  17. 5.

    Und wenn sie nochmal 8 Wochen in der Schule gelegen hätten. Die sollen arbeiten gehen und nicht klauen. hätte der Dieb die Schule ordendlich besucht wüsste er das es strafbar ist.

  18. 4.

    Weil diese Leihgeräte für Schüler/innen sind, dessen Eltern kein Geld für ein Tablet haben.

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