Berlin - Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen können Impfung per Mail beantragen

Symbolbild: Eine Pflegerin schiebt eine ältere Frau im Rollstuhl durch einen Flur im Seniorenzentrum (Bild: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Die Senatsgesundheitsverwaltung hat das Verfahren für die Anmeldung zur Corona-Schutzimpfung für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen bekannt gegeben.

Meldung per Mail an die Pflegestützpunkte

Pflegebedürftige über 70 Jahren, die in der eigenen Wohnung oder in einer Pflege-Wohngemeinschaft leben, sowie Vertreter pflegebedürftiger Kinder und Jugendlicher können demnach bis zu zwei enge Kontaktpersonen zur Impfung vorschlagen.

Die Senatsverwaltung teilte mit, dass Personen, die nachgewiesenermaßen zu den engen Kontaktpersonen dieser Zielgruppen gehören, sich per Mail an die Berliner Pflegestützpunkte wenden könnten.

Nach Angaben der Behörde geht es dabei um die Kontakte, die nicht über Pflegedienste oder Pflegekassen zu einem Impftermin eingeladen werden konnten. Aktuell seien rund 130.000 Impfcodes an die ambulanten Pflegedienste zur Weitergabe an die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen verteilt worden.

Der Senat hatte vor zehn Tagen mitgeteilt, dass Menschen, die zu Hause gepflegt werden, zwei Kontaktpersonen benennen können, die geimpft werden könnten. Daneben werden aber auch die Pflegebedürftigen selbst bei Impfungen vorgezogen, auch wenn sie unter 65 Jahre alt sind. Zur Begründung dieser Regelung hieß es, dass auf diesem Weg die extrem wichtige Betreuung pflegebedürftiger Menschen durch das soziale Umfeld in Corona-Zeiten abgesichert werden solle.

Sendung: Inforadio, 25.3.2021, 12 Uhr

7 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 7.

    Das wäre ja auch das erste mal, dass man erst einmal etwas plant, vorbereitet, also eine Struktur schafft, die voreinander weiß und aufeinander abgestimmt ist und dann die Öffentlichkeit informiert.
    In Berlin muss man erstmal ein Problem durch die Gegend brüllen, dass es überhaupt gehört wird + 500 Mails an alle möglichen Stellen schicken, die 200 Belastungsanzeigen in den Ämtern erzeugen, dann gibt es eine PM, was man sich als Lösung ausgedacht hat, dann stellt man fest, dass keiner von etwas weiß, dann werden einige informiert, dass es eine Klärung für ein Problem x, Y geben soll und dass sie ab vorgestern bei was auch immer mithelfen müssten, ob sie das können od. nicht, dann melden sich 2000 genervte Bürger und monieren, dass es noch immer nicht funktioniert, dann wählt man eine ganz andere Lösung, von der auch wieder keiner weiß, dann versichert die Senatorin per Interview im RBB persönliches Kümmern um Lösung und dann, und dann, und dann........

  2. 6.

    Da sind Sie aber falsch informiert.
    Ein enger Angehöriger einer pflegebedüftigen Person über 80 war von Beginn an in Prioritätenliste unter "hohe Priorität" angegeben (§ 3, Nr. 3a Coronavirus-Impfverordnung vom 18.12.2020).
    In einer späteren Fassung wurde diese Zahl auf 2 erhöht.
    Also nix mit "Vorziehen" oder "wer am lautesten schreit, wird erhört"...

    Diese jetzige regelung entspricht voll und ganz der gesetzlichen Grundlage.

  3. 5.

    Zur Info:
    https://www.pflegestuetzpunkteberlin.de/

  4. 4.

    Ich habe heute einem pflegestützpunkt eine Mail geschickt. Antwort: da war der Senat etwas voreilig. Sie warten auf irgendwelche weitere Hinweise und melden sich in der nächsten Woche bei mir. Bin gespannt!!!!!

  5. 3.

    Erst gibt es eine Prioritätenliste, zuerst die 80 jährigen, dann Priorität 2 und so weiter. Dann wurden die Lehrer vorgezogen, dann wird die nächste Gruppe vorgezogen. Dann fordern chronisch kanke ein Aufruecken, jetzt die Angehörigen von Pflegebedürftigen, morgen eine andere und Übermorgen schreit die nächste Gruppe. Eine allgemeine Solidarität mit dem Normalbürger gibt es nicht mehr. Jeder sucht nur nach Gründen warum er vor allen anderen geimpft werden muss. Das ist zum Kot....

  6. 2.

    Hallo liebe reassertion - was sind denn pflegestützpunkte ? Das ist aus diesem Artikel nicht ersichtlich !

  7. 1.

    Und dann ruft man die zuständige Pflegestation (erhalten morgen die Schulung umd dann geht's los) an. Antwort, die Schwesternstation, die den Pflegenden betreut, muss die Daten an den Senat übermitteln. Ich rufe da an, die wissen von Nichts!!! So schlau als wie zuvor. Seit 2 Wochen gibt es das Thema und noch immer weiß keiner bescheid. Das schafft nur noch mehr Verunsicherung in diesen Zeiten. Vielleicht sollten die Verantwortlichen erst an die Presse gehen, wenn die Durchführenden auch informiert sind.

Nächster Artikel