Swen Ennulat. (Quelle: rbb/Brandenburg Aktuell)
Audio: Antenne Brandenburg | 08.03.21 | Oliver Soos | Bild: rbb/Brandenburg Aktuell

Bürgerentscheid in Königs Wusterhausen - Swen Ennullat als Bürgermeister abgewählt

Der Bürgermeister von Königs Wusterhausen muss seinen Posten räumen. Bei einem Bürgerentscheid haben sich am Sonntag rund zwei Drittel der Wähler gegen Swen Ennullat entschieden.

Swen Ennullat ist als Bürgermeister von Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) abgewählt worden. Bei einem Bürgerentscheid stimmten am Sonntag fast zwei Drittel der Wähler gegen den Amtsinhaber.

Nach dem vorläufigen Ergebnis haben sich 63,5 Prozent gegen den 44-Jährigen entschieden, 36,5 Prozent der Wähler wollten ihn im Amt bestätigen. Auch das notwendige Quorum von einem Viertel der rund 31.000 Wahlberechtigten wurde erreicht, die Wahlbeteiligung lag bei 47,3 Prozent.

Amtliches Ergebnis am 11. März

Es handle sich ein vorläufiges Wahlergebnis, sagte der Pressereferent der Stadt, Reik Anton. Einer der 33 Stimmbezirke wurde ihm zufolge am späten Abend noch ausgezählt, das Ergebnis habe aber keinen Einfluss mehr auf den Ausgang des Bürgerentscheids.

Am 11. März werde der Wahlausschuss das amtliche Endergebnis feststellen. Bis dahin bleibe Ennullat (Freie Unabhängige Wählergemeinschaft Königs Wusterhausen) im Amt.

Die Amtsgeschäfte übernimmt dann der Vertreter des Bürgermeisters. Ein Amtsnachfolger muss laut dem Brandenburger Wahlgesetz innerhalb von fünf Monaten gewählt werden.

SPD, CDU, Linke, Grüne und "Wir für KW" wollen gemeinsamen Kandidaten

Der Abwahl-Bürgerentscheid wurde von den Stadtparlamentsfraktionen SPD, CDU, Linke, Grüne und "Wir für KW" durchgesetzt. Sie werfen Ennullat unkooperatives Verhalten und eine systematische Blockade von Parlamentsentscheidungen vor und wollen einen gemeinsamen, überparteilichen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt schicken.

Ennullat war 2017 als Bürgermeister gewählt worden.

37 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 37.

    Weil damit vom wahren Thema abgelenkt werden soll, nämlich den Verfehlungen des Herrn Ennullat. Da werden Tatsachen verbogen und ignoriert und Geschichtsklitterung betrieben, dass sich die Balken biegen.

    Da wird von Dingen erzählt, die mit den Vorgängen in KW nicht das geringste zu tun haben, von Loveparade bis Lügen über die sogenannten Altparteien. Als wenn nur die Linken ein Problem mit SED Alt-Kadern hätte. Und als das noch nicht reicht verweist man noch nach Berlin. Was hat der Berliner OB mit den Vorgängen in KW zu tun?

  2. 35.

    Schlimm, wenn man von der ehemaligen DDR so gar keine Ahnung hat. Kindergartenplätze waren kein Privileg, die waren da, einfach für alle. Nannte sich Sozialpolitische Errungenschaften. Und alles andere, was sie an angeblichen Privilegien für Parteibuchinhaber hier hinstellen ist schlicht und einfach falsch. Solche Privilegien hat es, für den Genossen "Normalo" nie gegeben. Höchstens weiter oben, aber das war ja hier kein Thema .

  3. 33.

    Ein Bürgermeister sollte durch und durch menschliche Züge haben; einen hochwertigen Beruf, nicht unbedingt Jurist; eher Praktiker, Fach- oder Hochschulstudium mit Abschluss. Ganz schnell in Verwaltungsrecht etc. einsteigen können.Vorbild sein, positiv ist immer Ausstrahlung. Eben wie ein Firmeninhaber, der mit seinem Team im Einklang ist und seinen Ort nachweisbar vorranbringt. Paul sollte der aber nicht heißen.

  4. 32.

    100% Zustimmung. Schlimm die Besserwisser..
    Selbst in der SED tumelten sich Altnazis. Wird ihnen nicht gefallen Fr. Martina ist aber so

  5. 31.

    Ach noch ein Nachtrag: Nein, imeine Frau und ich waren nicht in der Partei SED und unsere Kinder waren auch im Kindergarten. Und für ein Auto brauchte ich auch kein Parteibuch. Und auf der Straße haben wir auch nicht gelebt. Wie gesagt erklären Sie mir bitte nicht den Werdegang der DDR. Und wenn Sie alle meine Kommentare zum Bürgermeister in KW über die gesamte Zeit gelesen hätten, wären Sie vielleicht auch zu einem anderen Schluss gekommen. Und nun bin ich einfach gespannt wer zum Bürgermeisterkandidat gekürt wird.

  6. 30.

    Sie brauchen mir die DDR und die SED nicht erklären. Ich habe diese "Errungenschaften" lange genug mit erleben dürfen. Und lesen Sie einfach alle Kommentare. Dann erkennen Sie vielleicht auch eine Verbundung zu meinem Kommentar. Und ich möchte mich zu Ihrem Kommentar eigentlich gar nicht weiter äußern, denn vieles darin liest sich wie vom hören/sagen. Schönen Abend

  7. 29.

    Als Bürger König Wusterhausens habe ich in der Vergangenheit etliche Stadtverordnetenversammlungen besucht und mich in der Corona-Zeit (über die teilweise vorhandenen) Audiopodcasts informiert. Ich bin jedenfalls heilfroh, dass der Bürgermeister abgewählt ist. Schrecklich empfinde ich die unpassenden Phrasen in einigen Kommentaren. Leute, nicht nur meckern, sondern mal zu den Stadtverordnetenversammlungen gehen und sich ein eigenes, realistisches Bild machen!

  8. 28.

    Ich weiß nicht ob man von "aufgerafft" sprechen darf bei der lahmen Wahlbeteiligung, dass sieht für mich eher nach Verlust auf ganzer Linie aus für die Politik, man sollte dabei auch nicht vergessen wer Herrn Ennulat durch seine verdrusslich stimmende Politik ins Amt befördert hat ...

  9. 27.

    Erstaulich- wie viele Experten sich hier zu Wort melden , die die Zusammenhänge sehr gut darstellen- Selbst voN Demokratie wird geredet.

    Des BM Fehler sind nur zwei : Er ist in der falschen Partei und hat sich mit dem Landrat SPD wegen einer zu hohen Kreisumlage angelegt.

    Alles andere ist billiges Theater ! Aber soetwas nennen die Parteien Kultur.

  10. 26.

    Man muss eigentlich gar nicht alle Einzelheiten hier wissen - allein die vielen Auseinandersetzungen zeigen doch, dass Ennullat nicht der Richtige war. Als BM muss man eben auch diplomatisch sein und verschiedene Lager zusammenführen können. Wenn ich dann noch höre, dass Mitarbeiter im Rathaus mit Angst zur Arbeit gingen, dann konnte es nur die Abwahl geben.

  11. 25.

    "Und wie viel von den ehemaligen SED Genossen/innen haben zur Wende schnell das Parteibuch weggeschmissen und waren auf einmal gar nicht mehr "Rot"?"

    Diese Leute waren schon bei Eintritt in die Partei nicht "rot". Sie verkennen die Realitäten in der DDR. Die Parteimitgliedschaft war ein Clubausweis, der Privilegien mit sich brachte wie zum Beispiel Kindergartenplätze, ordentliche Arbeitsstellen oder gar eine eigene Wohnung. Langfristig war sogar ein Trabbi oder ein Telefon drin, also Fernkommunikation und Mobilität. Das kann man sich heut gar nicht mehr vorstellen wie eingeschränkt zu der Zeit alles war. Wer einen Parteipass hatte stand in der Mangelwirtschaft nicht am Ende der Kette, weil dort die ohne Parteibuch standen.
    Wie jetzt die verbindung zwischen dem Artikel und der nicht mehr existierenden SED hergestellt ist mir schleierhaft, womöglich weil es sich um ein Gebiet der ehemaligen DDR handelt.

  12. 24.

    Aus einer angeblichen öffentlichen Auseinendersetzung ist eigentlich nur in Erinnerung geblieben das sich Die Linke veigert die DDR als Unrechtsstaat zu akzeptieren. Das sagt alles.

  13. 23.

    Gegenfrage: Welche Qualifikation muss denn ein Bürgermeisterkandidat haben? Gibt es da auch schon ein Studiengang? Oder hat die Stadt/Gemeinde Sachgebietsleiter? Es wird keinen Bürgermeister/in geben der sich in allen Gesetzen und Verordnungen auskennt. Und wie viel von den ehemaligen SED Genossen/innen haben zur Wende schnell das Parteibuch weggeschmissen und waren auf einmal gar nicht mehr "Rot"? Diese "Wendehälse"gab es wohl in jeder Partei?

  14. 22.

    Ich verstehe nicht was das SED-Gefasel schon wieder soll?! Da haben sich die KW´ler aufgerafft und einen Querulanten aus dem Amt gejagt und dann kommen solche an den Haaren herbeigezogenen Vergleiche.
    Es ist jetzt auf jeden Fall an den Parteien zu zeigen, dass es ihnen ernst ist und einen Kandidaten hervorzaubern, der sich tatsächlich für die Region einsetzt, statt sich zu präsentieren und ernsthafte Politik verhindert.
    Vielleicht ist ja Fürstenwalde als nächstes dran ;-)

  15. 21.

    In der BRD nannte man die CDU-Ost und die anderen SED-hörigen Parteien BLOCKFLÖTEN. Waren die ja auch. Es war so leicht in eine "Westpartei" einzutreten. Mir ist ein wirklich ehrlicher Linke lieber als ein Wendehals, der sich und sein Amt rettete. Wie kann man solch Leuten vertraut haben ? Welch Qualifikation hatte übrigens der abgewählte KW-Bürgermeister ? Welche hat der heutige Liebling der Bürger ?

  16. 20.

    Na da ist er ja endlich wieder "der parlamentarische Arm des Rechtsterrorismus". Ihre Kommentare strotzen nur so von Demokratie. Und wie soll ein neuer BM der von allen Fraktionen, die die Abwahl herbeigeführt haben aussehen? Angeblich soll er überparteilich und neutral sein? Und "Die Linke" hat die Vergangenheit noch lange nicht aufgearbeitet. Außer in Ihren Gedanken. Siehe den ehemaligen Stasi IM Thomas Nord, der heute im Bundestag sitzt und der Ehemann der Senarorin Breitenbach ist. Hören Sie einfach auf permanent andere Menschen anzugreifen, nur weil Ihnen der politische Weg nicht passt.

  17. 19.

    Meinen Sie das buhlen der SED um Mitglieder der NSDAP in Thüringen mit Aufarbeitung. Oder die Mauertoten, die Stasivergangenheit, Schießbefehl, Mauerbau, Zwangskollektivierung, Spitzeltum.
    Stasispitzel, die heute in Amt und Würden sind.
    Ja, da hat die SED-Linke aufgearbeitet.
    Sagen Sie das mal den Opfern dieses Unrechtsstaates, dass die SED-Linken ihre Vergangenheit aufgearbeitet haben, sich bei den Opfern entschuldigt und entschädigt haven

  18. 18.

    Na haben sie es ja geschafft, mal sehen wer denn BM wird, vielleicht ist ja denn wieder Abwahl aber jetzt wirds ja in KW laufen, mit viel Propaganda für die Bürger klappt das schon. Was das alles kostet, ach egal, wir Bürger zahlen das schon alles.

Nächster Artikel