Blick auf den Eingang der Gedenkstätte Sachsenhausen. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten - Offenbar Hacker-Angriff auf Online-Gedenkstunde

Bei der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist eine digitale Gedenkveranstaltung am Donnerstagabend offenbar durch einen Hacker-Angriff erheblich gestört worden.

Nach Angaben der Stiftung vom Freitag wurde die über das Videokonferenz-Programm Zoom laufende Veranstaltung etwa 30 Minuten nach Beginn unterbrochen. Zuvor sei der Computer, über den die Veranstaltung ins Internet übertragen wurde, vermutlich durch einen Hacker-Angriff unkontrollierbar geworden. Die Veranstaltung sei erst nach einer längeren Unterbrechung fortgesetzt worden. Die Stiftung und die in Berlin ansässige Medienagentur schalteten die Berliner Polizei ein.

Die Veranstaltung war Auftakt eines umfangreichen Gedenkprogramms zum 76. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager im April 1945. Online eröffnet wurde eine "360-Grad-Ausstellung" mit dem Titel "Bruchstücke '45". In der Schau erinnern fünf Gedenkstätten anhand von 45 Dingen an historische Geschehnisse 1945 in ihrer Region.

Sendung: Brandenburg aktuell, 09.04.2021, 19:30 Uhr

4 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 4.

    Dass sich gleich in den ersten beiden Kommentaren über diesen Hackeranfriff auf die Gedenkveranstaltung "lustig gemacht" wird, ist wohl auch typisch das Verhalten so mancher in den sog. sozialen Netzwerken . . .

    Man kann wohl davon ausgehen, dass dieser Angriff politisch motiviert war - und kein "Späßchen" irgendwelcher gelangweilter Jugendlicher. Abstoßend!

  2. 3.

    Es ist schon schwer genug, dass es auch in diesem Jahr keine Begegnungen während der Gedenkfeiern zum Jahrestag der Befreiung geben kann. Das waren immer wichtige Tage, wo Gäste von Fern und Nah zusammenkamen, gemeinsam gedachten aber auch Pläne für die Zukunft schmiedeten. Das dies nun nicht stattfinden kann ist wirklich sehr schmerzlich. Das aber nun auch noch Angriffe auf Online-Gedenkveranstaltungen stattfinden ist so unsäglich schlimm, das mir die Worte fehlen. Welche Aggressoren machen das und warum?? Es geht hier vor allem um sehr, sehr alte Menschen, die das Allerschlimmste überlebt haben, aber auch um die Jugend, die so etwas nicht erleben möchte. Dieses Verhalten ist moralisch am unteren Ende und hoffentlich auch strafbar. Nie wieder Faschismus!

  3. 2.

    Wer Zoom nutzt, ist selber Schuld. Daher sollte man sich vorher zum Thema Datenschutz mal sachkundig machen.

    Es gibt kommerzielle Alternativen für Veranstaltungen, die aber etwas kosten.

    Wer sich das Geld für ein Türschloss sparen möchte, muss sich nicht wundern, hin und wieder ungebetene Gäste im Haus zu haben. So ist es auch im Internet...

  4. 1.

    Naja, wenn ich an Videokonferenzen teilnehme, merke ich auch, dass bei einigen Usern der PC plötzlich unkontrollierbar wird.

Nächster Artikel