Ausrichter sind Kritiker der Corona-Politik - Mehrere Demonstrationen am Pfingstwochenende in Berlin verboten

Archivbild: Ein Polizeifahrzeug und Absperrungen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin Tiergarten / Mitte. (Quelle: dpa/A. Gora)
Bild: dpa/A. Gora

Mehrere Tausend Menschen wollten am Pfingstwochenende in Berlin gegen die Corona-Politik demonstrieren, doch dem schiebt die Versammlungsbehörde einen Riegel vor. Fünf solcher Protestveranstaltungen wurden verboten.

Die Berliner Versammlungsbehörde hat mehrere Demonstrationen verboten, die über die Pfingsttage geplant waren.

Am Pfingstsamstag sollte eine große Demonstration gegen die Corona-Gesetze stattfinden, für die 16.000 Menschen angemeldet waren. Sie sollte ab 12 Uhr aus vier Richtungen zum Großen Stern und der Straße des 17. Juni führen. Nach Angaben der Polizei von Mittwochabend ist sie jedoch verboten worden.

Auch für Pfingstsonntag war eine Demonstration unter dem Motto "Pfingsten in Berlin" mit 16.000 Teilnehmern angemeldet worden. Zwischen 13 und 19 Uhr sollte zwischen dem S-Bahnhof Tiergarten und der Itzhak Rabin-Straße gegen die Corona-Politik demonstriert worden. Diese Demonstration sei ebenso verboten worden, sagte eine Polizeisprecherin rbb|24.

Drei weitere Demonstrationen am Pfingstmontag verboten

Ebenfalls unter dem Motto "Pfingsten in Berlin" seien von derselben Einzelperson für Pfingstmontag zwei Demonstrationen angemeldet worden. Auch diese seien untersagt worden, sagte die Polizeisprechern weiter.

Zum einen sollte am Montag von 13 bis 17 Uhr am Alexanderplatz gegen die Corona-Maßnahmen protestiert werden, erwartet wurden hierbei 600 Personen. Parallel sollte es vom selben Anmelder eine Demonstration mit 1.000 Teilnehmern am Potsdamer Platz geben. Auch diese sei verboten verboten, sagte die Polizeisprecherin.

Polizei kündigt weitere Informationen für Donnerstag an

Außerdem wurde den Angaben zufolge am Pfingstmontag eine Demonstration auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor verboten. Diese sollte dort zwischen 15 und 21 Uhr unter dem Motto "Schutz unserer Grundrechte! Für Volksentscheide, damit das Volk entscheidet" stattfinden.

Eine Begründung für die Absagen konnte die Polizeisprecherin nicht geben. Sie kündigte für Donnerstag weitere Informationen dazu an. Der Anmelder der "Pfingsten in Berlin"-Demonstrationen kündigte derweil auf seiner Internetseite an, juristisch gegen die Verbote vorgehen zu wollen.

Dutzende Demonstrationen am Wochenende und Montag

Durchgeführt werden können dagegen insgesamt fünf Autokorsos, für die Kritiker der Corona-Politik insgesamt 3.300 Teilnehmer angemeldet haben. Alle Protestfahrten sollen am Freitagabend über verschiedene Routen durch Berlin führen.

Am Pfingstwochenende sind Dutzende Demonstrationen geplant. Dabei geht es wie schon an den vergangenen Wochenenden um den Nahost-Konflikt, aber auch um die Mietenpolitik. Am Pfingstmontag gibt es erneut eine Protestfahrt von Radfahrerinenn und Radfahrern. Unter dem Motto "A100 stoppen - Lebenswertes Berlin für alle" geht es auch über die A 100.

Sendung: Abendschau, 19.05.2021, 19:30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 19.05.2021 um 22:21 Uhr geschlossen

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