SPD-Spitzenkandidatin kann Stellung nehmen - Neuer Prüfbericht zur Doktorarbeit von Giffey fertig

Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
Bild: dpa/Kay Nietfeld

Die Freie Universität Berlin gibt Franziska Giffey (SPD) Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu ihrer Doktorarbeit. Der neue Bericht der Prüfungskommission, die mögliche Plagiate untersucht, liege inzwischen vor, teilte die FU mit. SPD-Spitzenkandidatin und Bundesfamilienministerin Giffey hat vier Wochen Zeit für eine Stellungnahme.

Giffey will unabhängig von Ergebnis SPD-Spitzenkandidatin bleiben

Informationen zum laufenden Prüfverfahren und zum Bericht werden vor dem Schlussergebnis nicht bekannt gegeben, hieß es weiter. Auch die Namen der Mitglieder der Prüfkommission werden erst am Ende des Verfahrens veröffentlicht. Damit solle die Arbeit des Gremiums und die Unabhängigkeit des Verfahrens geschützt werden.

Die Freie Universität hatte 2019 Giffey nach Plagiatsvorwürfen wegen Mängeln an ihrer Dissertation eine Rüge erteilt. Sie kündigte daraufhin an, ihren Doktortitel nicht mehr zu führen. Nach Kritik an diesem Verfahren kündigte die FU im November vergangenen Jahres eine erneute Prüfung durch ein neues Gremium an. Vorausgegangen waren Gutachten, die das Instrument der Rüge für rechtlich unzulässig erklärten. Offen ist, wann das neue Ergebnis bekannt gegeben wird.

Giffey hat mehrfach betont, dass sie unabhängig vom Ergebnis der erneuten Überprüfung Spitzenkandidatin der SPD in Berlin bleiben werde.

Sendung: Abendschau, 05.05.2021, 19:30 Uhr

10 Kommentare

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  1. 9.

    Nach Abschluß der Prüfung sollte Frau Giffey eine klare Stellungnahme abgeben um die Sache endgültig beurteilen zu können.

  2. 8.

    @ Hochländer: Wen meinen Sie mit „Denunziant“?? Wenn Sie damit den meinen, der auf den Betrug von Fr. Giffey hingewiesen hat, dann muss man festhalten, dass es nun leider das 1. Mal einen Politiker der SPD ereilt hat. Haben Sie auch die, die auf den Betrug von CDU/ CSU- oder FDP-Politikern hingewiesen haben, auch Denunzianten genannt?? Sollte der Doktortitel endgültig aberkannt werden, MUSS sie die Konsequenzen tragen!!

  3. 7.

    Dieser ganze Umgang mit dem Doktortitel ist einfach peinlich und schadet dem gesamten Ansehen des Doktortitels. Denn so wie diese Frau damit umgeht entsteht der Eindruck, das ist einfach eine Namensergänzung, welche man Lust und Laune tragen kann. Das es aber ein erarbeiteter Titel ist wird dadurch völlig vernachlässigt. Aber was soll man sagen, wer schon bei einem akademischen Titel sein Fähnchen dreht wie es passt und dadurch kein Rückgrat zeigt, da weiß man was diese Frau in der Politik machen wird.

  4. 6.

    Frau Giffey sollte den Hut nehmen!

  5. 5.

    Ich weiß nicht, was Sie unter Denunziation verstehen. Wer betrügt und sich erwischen lässt, braucht nicht denunziert zu werden. Die FU hat daraufhin, extra für Frau Giffey, die Rüge erfunden, die es in den Statuten gar nicht gibt. Ein klarer Rechtsverstoß, der sicher über sozialdemokratische Einflussnahme zustande kam. Wenn Ihr Nachbar den Einbrecher bei Ihnen erkennt und mitteilt, ist er dann ein denunziant? Betrug durch Erschleichen von akademischen Titeln ist keine Kleinigkeit.

  6. 4.

    Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
    Wie recht hatte Hoffmann von Fallersleben...

  7. 3.

    Mir persönlich ist es egal ob Frau Giffey betrogen hat oder nicht. Nur, wenn sie Spitzenkandidatin einer politischen Partei sei möchte wäre es doch ein Hohn sie zu wählen. Jedem Wähler müsste doch bewusst sein, dass man dann eine Betrügerin wählt im Falle einer Aberkennung ihres Titels.

  8. 2.

    Zeitlich war es etwas anders: Nach der Rüge im Oktober 2019 hat Frau Dr. Giffey den Titel weiter getragen. Erst nachdem die Rüge seitens der FU im November 2020 zurückgenommen und die erneute Prüfung der Dissertation angekündigt wurde hat Frau Dr. Giffey mitgeteilt, den Titel nicht mehr führen zu wollen - was bekanntlich keinerlei rechtliche Relevanz hat.

  9. 1.

    Was sind das nur für Volksvertreter, ohne Worte...

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