Erneute Nahost-Demo - Pro-Palästina-Autokorso zieht durch Berlin

Ein Autokorso unter dem Motto «Solidaritätsfahrt mit Gaza, Jerusalem und Sheikh Al Jarrah» steht am großen Stern. Quelle: dpa/Fabian Sommer
Video: rbb|24 | 16.05.2021 | Material: Abendschau | Bild: Fabian Sommer/dpa

Mit einem Autokorso durch Berlin haben pro-palästinensische Demonstranten am Sonntag erneut gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen demonstriert. Rund 400 Fahrzeuge mit rund 1.000 Insassen nahmen an der Fahrt gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen teil, wie die Polizei mitteilte.

Die Fahrt führte vom Großen Stern an der Straße des 17. Juni bis zum Hotel "Estrel" in Neukölln. Auf ihrer Fahrt stoppte die Kolonne vor der Zentrale des Medienhauses Axel Springer, wo das Unternehmen eine Flagge Israels gehisst hatte. Die Fahrt sei friedlich verlaufen, sagte eine Polizeisprecherin weiter.

Am Samstag war es bei einer Demonstration zur Solidarität mit Palästinensern zu Ausschreitungen gekommen. Teilnehmer skandierten antisemitische Parolen und warfen Flaschen und Steine auf Polizisten. Dabei wurden 93 Polizisten in Neukölln verletzt, knapp 60 Menschen wurden festgenommen.

Sendung: Inforadio, 16.05.2021, 19 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Was mich am meisten stört ist die Tatsache, dass schon reine Kritik an Israel und eine Forderung nach einem freien palästinensischen Staat sehr oft mit Antisemitismus gleichgesetzt wird. das ist sehr fatal und einseitig. Hier darf man nichts vermengen sondern muss schon trennen. Daher müssen wir genau hinschauen, was getan und gesagt wird. Wenn keine antjüdischen Hassbotschaften kommen, dann kann man einfach keinen Antisemitismus erkennen. Alles andere ist eine politische Sache und muss dringend zwischen Israel und Palästinä ordentlich geklärt werden.

  2. 5.

    Hier klar Position zu beziehen ist nur oberflächlich möglich, weil es im Mainstream-Schwarm einfach erscheinen mag. Doch eventuell wurde hier 1947 einfach über die Köpfe der dort lebenden Menschen entschieden? Ein Blick in die Geschichte zeigt nämlich (Stand 16.05.21,Quelle: https://www.lpb-bw.de/geschichte-palaestinas): Am 29. November 1947 beschloss die UN-Generalversammlung, Palästina in einen arabischen und einen jüdischen Staat zwischen Jordan und Mittelmeer zu teilen. Die im britischen Mandatsgebiet lebenden Palästinenser, die über 90 Prozent des Landes, darunter auch die Regionen der unfruchtbaren Negev-Wüste, besaßen, wurden nicht befragt.

    Jerusalem sollte unter internationaler Verwaltung stehen. Die 1,3 Millionen Palästinenser bekamen rund 43 Prozent der Gesamtfläche des britischen Mandatsgebietes, die knapp 600.000 Juden gut 56 Prozent des Landes.

    Also vielleicht sollte die Staatengemeinschaft hier nicht vorschnell urteilen.

  3. 4.

    Vor meinem Wohnhaus in Schöneberg sind mehrere "Stolpersteine" im Gehweg eingelassen, die an Juden erinnern, die in dem Haus gewohnt haben bevor sie deportiert wurden. Wenn ich höre, dass solche Stolpersteine von der BDS-Bewegung beschmiert werden, wird mir schlecht.

    Glaubt eigentlich noch irgendjemand wirklich, dass der "deutsche, rechtsradikale" Antisemitismus im Moment das größte Problem ist? Wenn ja, wo und wie genau manifestiert sich dieser "deutsche, rechtsradikale" Antisemitismus? Es braucht jetzt tatsächlich mal ein Anerkennen der Realität, die nun nicht mehr wegzuleugnen ist. Kein Heruntänzeln oder aussitzen mehr.

    Das geht auch an die Adresse von zwielichtigen Vorfeld- und Frontorganisationen wie etwa der Amadeu-Antonio-Stiftung, die nun wirklich alle gesellschaftlichen Ereignisse radikal so umdeutet und einem Reframing unterzieht, dass am Ende doch immer "die Rechten" (also deutsche) an allem Schuld sind und man deshalb noch mehr Geld braucht um die zu bekämpfen.

  4. 3.

    @ Olaf: Wer ist denn "denen"?
    Wie ich in einem anderen Artikel hier im Forum schon erwähnt habe, verabscheue ich Rassismus und Antisemitismus. Aber wer zum Teufel ist mit "denen" gemeint?

  5. 2.

    " Die Fahrt sei friedlich verlaufen, .... "

    die eigenen Fahrzeuge wollen die Teilnehmer ja nicht beschädigt sehen . und zu der Demo gestern : Teilnehmer skandierten antisemitische Parolen und warfen Flaschen und Steine auf Polizisten. "
    da hat ja Seehofer mit der vollen Härte des Rechtsstaats gedroht , also nunn wird alles gut.... wenn es denn umgesetzt werden sollte , aber auf Ankündigen von Seehofer ist ja Verlaß wie allg. bekannt

  6. 1.

    Ich staune das es friedlich verlaufen .wahrscheinlich ist keiner mit jüdischen Symbolen auf der Straße unterwegs gewesen. Sonst wird doch von denen alles drangsaliert der sich als jude erkenntlich zeigt. Schämt euch !!!!

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