Baukräne in Berlin (Quelle: dpa/Ben Kriemann)
dpa/Ben Kriemann
Video: Abendschau | 04.05.2021 | Jana Göbel/Uthe Bartel | Studiogespräch mit Uthe Bartel | Bild: dpa/Ben Kriemann

14 Euro und mehr - Die Miete jeder zweiten Neubauwohnung ist für viele unbezahlbar

Kaltmieten von 14 Euro pro Quadratmeter können sich nicht alle leisten. Wer in Berlin eine Neubauwohnung mieten will, findet aber immer weniger Angebote unter dieser Marke. Das zeigt eine Analyse des Marktforschungsinstituts empirica, die dem rbb exklusiv vorliegt. Von Ute Barthel und Jana Göbel

Wer durch Berlin geht, sieht überall Baukräne: Neue Wohnviertel wachsen an vielen Ecken der Stadt. Allerdings ist der größere Teil der neugebauten Mietwohnungen für die meisten Wohnungssuchenden viel zu teuer: Fast zwei Drittel der Neubauwohnungen wurden im vergangenen Jahr für eine Kaltmiete von 14 Euro pro Quadratmeter und darüber angeboten. 46 Prozent kosteten sogar 16 Euro pro Quadratmeter und mehr. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Marktforschungsinstituts empirica, die rbb24Recherche exklusiv vorliegt.

Ausgewertet wurde nach Angaben des Instituts eine repräsentative Stichprobe aller angebotenen Neubauwohnungen auf Onlineportalen seit 2012. Außerdem hat empirica die Statistik über die jährliche Zahl der neugebauten geförderten Wohnungen mit einberechnet.

Anteil der teuren Neubauwohnungen vervierfacht

Während sich der Anteil der teuren Neubauwohnungen ab 14 Euro Kaltmiete seit 2012 vervierfacht hat, halbierte sich die Zahl der preisgünstigeren Neubauten im gleichen Zeitraum. Eine neu gebaute Wohnung, die maximal zehn Euro pro Quadratmeter Kaltmiete kostete, gab es im vergangenen Jahr nur bei 16 Prozent der Angebote. 2012 waren es noch 35 Prozent.

Als Ursachen für die teuren Neubauwohnungen nennt Reiner Braun, Geschäftsführer von empirica, die extrem gestiegenen Preise für Baukosten und Grundstücke: "Selbst wenn der Investor wollte, könnte er gar nicht mehr billiger bauen. Denn die staatlichen Auflagen, wie zum Beispiel die Energieeinsparverordnung, haben dazu geführt, dass die Immobilien viel teurer gebaut werden müssen als vor 20 Jahren."

In der Tat sind die Baukosten seit der Jahrtausendwende um 70 Prozent gestiegen. Vor allem aber sind die Baulandpreise in die Höhe geschossen: Die haben sich seit 2010 mehr als verfünffacht. "Der Investor muss ja mit den Kosten kalkulieren", sagt Braun. "Und wenn er auch nur einen kleinen Gewinn machen will, kann er die Wohnung nicht für unter zehn Euro pro Quadratmeter anbieten."

Noch keine Entlastung durch Sozialen Wohnungsbau

Dabei war der rot-rot-grüne Senat mit dem Versprechen angetreten, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. So steht es im Koalitionsvertrag: "Die Koalition sieht in bezahlbarem Wohnen ein Grundrecht für alle Berliner*innen. Sie macht sich stark für eine Dämpfung der Mietpreisentwicklung und eine bedarfsgerechte Versorgung mit Wohnraum."

Auf die aktuelle Analyse von empirica reagierte der Berliner Senator für Stadtentwicklung Sebastian Scheel (Die Linke) auf Anfrage von rbb24Recherche mit einem kurzen schriftlichen Statement: "Das Angebot an leistbarem Wohnraum ist in den vergangenen Jahren in Berlin deutlich zurückgegangen. (…) Das bestärkt uns in unseren Bemühungen, den gemeinwohlorientierten Neubau weiter zu fördern."

Anteil der Sozialwohnungen ist gering

Bisher fällt die Zahl der neugebauten Sozialwohnungen mit einer Kaltmiete von circa 6,50 Euro pro Quadratmeter kaum ins Gewicht. Erst 2014 ist das Land wieder in den geförderten Wohnungsbau eingestiegen, und die rot-rot-grüne Koalition hat auch hier ihre Ziele nicht erreicht. Statt wie geplant bis Ende 2020 den Bau von 8.500 Sozialwohnungen zu fördern, wurden es nur 5.800.

Senator Scheel gesteht ein, dass der Neubau bisher zu langsam vorangegangen ist. "Wohnraumschaffung ist eben nicht von jetzt auf gleich machbar, sondern davor muss man es planen, das braucht Zeit. Wir haben ja auch zu spät angefangen, muss man selbstkritisch sagen."

Den Löwenanteil der Sozialwohnungen haben die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften errichtet. 50 Prozent müssen es bei den Neubauten sein, so will es das Modell der kooperativen Baulandentwicklung. Dafür bekommen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften Baugrundstücke vom Land Berlin übertragen, ohne dafür zu bezahlen.

Ohne WBS wird es ganz schwierig

Für die privaten Investoren liegt die vorgeschriebene Quote für neugebaute Sozialwohnungen bei 30 Prozent. Auf diese Wohnungen haben dann nur Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein Anspruch, und den könnten in Berlin immerhin ein Drittel aller Haushalte bekommen.

Für diejenigen, die zwar keinen Anspruch auf einen Wohnungsberechtigungsschein haben, aber auch keine Großverdiener sind, sieht es dagegen ganz schlecht aus: Es gibt zu wenig frei finanzierte Mietwohnungen, die bezahlbar sind.

Sendung: rbb-Fernsehen, 04.05.2021, 21:00 Uhr

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Beitrag von Ute Barthel und Jana Göbel

55 Kommentare

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  1. 55.

    Bei dieser Ramschbauweise und monumentalen Megahäßlichkeiten sollten Sie die Mieten vielleicht noch höher machen. Nicht das noch ein normaler Mensch Gefahr läuft dort einzuziehen und sich jeden Tag mit baulichen Hardcoregeschmacklosigkeiten zu umgeben.
    Eh alles nur Abrißgebäude.

  2. 54.

    Sie besaßen in ihrer Jugend schon ein Haus? Wow. Wie haben sie das denn gemacht? Von Taschengeld bezahlt? Zeitung ausgetragen?

  3. 53.

    Meine Eltern wohnen hier. Meine Großeltern wohnen hier. Mein Bruder mit Frau und Kind wohnt hier. Meine Arbeit ist hier, mein Freunde wohnen hier. Mein Partner wohnt hier.
    Und jetzt nochmal, warum soll ich aus Schöneberg wegziehen? Weil ein luxemburgischer Investor meine Altbauwohnung kauft und fürs dreifache teuer vermietet und ich keine Wohnung für mich und meinen Freund finde. Danke für nichts.

  4. 52.

    In Berlin müssen endlich deutlich mehr Wohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein gebaut werden und das tun eben die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, die deutlich mehr bauen müssen. Aber die tollen BIs gehen ja gegen jedes Bauprojekt auf die Straße, auch gegen Sozialwohnungen - das nennt man Ellenbogengesellschaft!

  5. 51.

    Sie sind vermutlich noch relativ jung und in einer Phase, in der sich die meisten der jetzt Älteren befunden haben. Wir waren alle so wütend auf das Establishment und solche Themen waren die perfekte Projektionsfläche. Aber keine Bange. Ich prognostiziere Ihnen, dass Sie in spätestens 10 Jahren eine etwas differenziertere Sicht der Dinge haben.

  6. 50.

    Ohne Investoren wären schon viele Berliner obdachlos, oder sie müssten Berlin verlassen.
    Das Land Berlin verkaufte eigene Bestände, nun habe man Mangel am Wohnraum, und das Land sieht sich immer noch nicht in der Daseinsvorsorgepflicht und baut. Die paar Wohnungen sind nicht der Rede wert.

  7. 49.

    Die deutlich gestiegenen Preise für Rohstoffe, Handwerkerleistungen und Baugrundstücke sind die eigentlichen Kostentreiber im Bezug auf Kaufpreise, aber auch Mieten. Dazu kommen beim Neubau Bauvorschriften (60.000 .. Energiesparverordnung, vorbeugender Brandschutz, barrierefreier Zugang, Artenschutz, Nachbarschutz, Abstandsflächenrecht … ), die sich ebenfalls kostensteigernd auswirken. Davon ist auch die Stadt als Bauherr nicht befreit. Herr Scheel antwortete auf die Frage, warum die Stadt nicht MEHR baut, dass es zu teuer geworden ist.
    Die Mär von lauter Rafkes unter Investoren und Vermietern gilt aus meiner Sicht als solche entlarvt. Bleibt die Frage wie die Stadt den Mietern im städtischen Wohnungsbau, aber auch denen in den Wohnungen der enteigneten Wohnungsbauunternehmen erklären will, warum sie ihr Heilsversprechen im Bezug auf sinkende Mieten nicht einlösen kann.

  8. 48.

    Na, Hauptsache "bauen, bauen, bauen"... = immer weniger Lebensqualität, immer mehr Verdichtung, hauptsächlich teure, die meiste Zeit leerstehende Zweitwohnungen für Bessergestellte, statt Wohnraum für die normale Bevölkerung. Das Tempelhofer Feld muss dringend auch noch bebaut werden!

  9. 47.

    Und Enteignungen helfen genau wie bei steigenden Baukosten? Kommunale und Genossenschaften müssen übrigens die gleichen Baupreise zahlen. Für 6,50 € können die auch nicht bauen. Und auch nicht vermieten. Außer natürlich das Ganze wird mit Steuergeldern subventioniert.

  10. 46.

    Einen 180-WBS bekommt ein Ein-Personenhaushalt mit einem Bruttoarbeitseinkommen bis ca. 40.000 EUR/a.
    Also zB. sind 700 EUR Kaltmiete für 50 qm für diese Leute "unbezahlbar"?
    Mit einem 180-WBS wären es 450 EUR für 50 qm.
    Das Problem ist eher, das sich in Berlin die Mentalität "ich bezahl für nix" durchgesetzt.
    Und nicht vergessen: Die Arbeitslosigkeit in Berlin liegt über dem EU-Durchschnitt !!! Das ist verfehlte Landespolitik.
    Das Geld kommt vom Amt. Das Essen holt man von der Tafel. Mit dem Berlinpass bekommt man vieles gratis oder billiger. Als Azubi oder Student im letzten Jahr noch schnell einem WBS geholt, denn im Folgejahr verdient man vielleicht zu viel dafür.



  11. 45.

    Ja die Durchmischung vom Senat gefordert , fordert ihren Preis für die arbeitende Bevölkerung. Entweder extrem teuer oder nur mit WBS wo ehrlich gesagt dort nicht mehr wohnen möchte. Schaut man sich mal Internetportal der Landesgesellschaften an, die sind teilweise noch viel teurer und ungepflegter im Umfeld. Ich weiß genau wovon ich spreche.

  12. 44.

    Hierzu kann man nichts meht zu sagen. Sollen solche Häuser überhaupt eine Baugenehmigung bekommen wenn feststeht das die Miete so hoch ist. Nein! Der Staat verschwendet Resorsen und ihm ist es egal wie wir leben, Hauptsache wir zahlen schon unsere Steuern! Das kann so nicht lange funktionieren, ich hoffe auf die Immobilien Blase platzen wird um den Wucher ein Ende zu setzen. Zudem die gesamte EU nicht fähig ist dieses zu beenden durch die 0 Zins Politik geht alles so weiter. Reiche werden reicher und wir immer ärmer trotz Vollzeit Jobs und ohne Wohnraum!!!!

  13. 43.

    Nur 14 Euro? Wäre ja schön ... wir zahlen fast 20 EUR pro Quadratmeter in unserer 62m2 Neubauwohnung

  14. 42.

    Es gab schon vor Jahren eine Studie, dass die Kaltmiete beim Sozialen - Neubau- mindestens 8 /9 € betragen muß um kostendeckend zu sein. Dabei wurden die Kosten für Grundstücke gering oder garnicht angesetzt. Dabei darf man nicht vergessen, dass z.Z. die Zinsen sehr niedrig sind. Wenn sie steigen, muss neu kalkuliert werden.
    Verluste trägt unterm Strich der Steuerzahler.

    Wer jetzt einfach Lohnerhöhungen als Lösung fordert, vergisst, dass die Abstände zwischen den Lohn/Berufsgruppen gleich bleiben und die Preise/Lebenshaltungskosten steigen werden. Alles bleibt also gleich. Außer...man führt den Einheitslohn ein.

    Berlin ist oder will eine Metropole sein. Der Preis dafür ist, dass sich eben nicht jeder seine Wunschwohnung mit viel Platz, viel Ausstattung im Wunschbezirk bekommt und das auch noch für ganz kleines Geld.

    So war es schon immer. Heute ist es "Geld", in der DDR war es das "Parteibuch".




  15. 41.

    Absolut richtig. Wer es sich leisten kann, nimmt für die 14,00 bis 16,00 EUR lieber eine Neubauwohnung mit neuestem Komfort, als eine überteuerte Altbauwohnung mit weniger zum gleichen Preis. Es ist also kurzsichtig, nur auf Neubaumieten zu schielen. Diese Mieter entlasten den Druck auf den bestehenden Markt. Dass diese Preise bezahlt werden können, beweist ja der geringe Leerstand in Berlin. Das Problem ist der fehlende kommunale/soziale Wohnungsbau für Geringverdiener.

  16. 40.

    Berlin wird doch schon seit vielen Jahren zum Dorf gemacht. Mindestens ebenso lange wird von bezahlbaren Mieten gesprochen. Nichts hat sich getan diesbezüglich.

    Wo man hinhört werden entweder Bürogebäude oder Eigentumswohnungen gebaut. Und die wenigen Neubauten mit Mietwohnungen, sind wie im Artikel geschrieben, gar nicht für den normalen Bürger bezahlbar.

    Man soll immer mehr und viel länger arbeiten für immer weniger Geld. Andererseits schrauben sich die Lebenskosten rasant in die Höhe.

    Das ganze System wird irgendwann kollabieren aber das ist den Politikern vollkommen egal, denn dann sind sie selbst nicht mehr im Amt und haben ihre dicken fetten Pensionen.
    Solange die Menschen immer wieder die gleichen unfähigen Parteien wählen, wird sich also auch nichts ändern!

  17. 39.

    Das wird jetzt erst bemerkt?!? Wir sind 2018 in einen Neubau unserer Genossenschaft gezogen und selbst da beträgt die Kaltmiete schon 9,80. Und diese „günstige“ Miete war auch nur möglich, da es eine Nachverdichtung auf eigenem Grundstück ist. Mit Grundstückskauf müsste die Miete 12-13 Euro betragen. Dieser Senat verkauft seine Grundstücke nur zu Höchstpreisen und als Erbpacht, fordert von Genossenschaften aber Neubau. Eine Genossenschaft kann aber nicht auf Erbpacht bauen, da die Mieter lebenslanges und vererbbares Wohnrecht haben. Totalversagen dieses Senats und die Medien interessieren sich nicht dafür.

  18. 38.

    "Selbst wenn der Investor wollte, könnte er gar nicht mehr billiger bauen. Denn die staatlichen Auflagen, wie zum Beispiel die Energieeinsparverordnung, haben dazu geführt, dass die Immobilien viel teurer gebaut werden müssen als vor 20 Jahren"

    die haben sich in der Tat erhöht- die Frage ist aber, wieso sich das außerhalb von Ballungszentren bei weitem nicht so stark auf die Preise auswirkt.

    Ich halte das deshalb für ein vorgeschobenes Argument. Wohnungen im Luxussegment zu bauen ist halt einfach sehr viel lukrativer- ähnlich wie bei Modernisierungen ja auch. Statt einfache Ausstattungen wird hier auf hohen, höheren, noch höheren und Luxus gesetzt. Der Mieter zahlts ja (wer das nicht kann, muss halt Platz machen für die, die das können)- wieso sollte das ein Vermieter dann nicht tun?
    Den Riegel vorschieben mit entsprechenden Rahmenbedingungen muss hier der Staat- freiwillig, gar aus sozialem Gewissen wird hier sicher nichts passieren.

  19. 37.

    Da die Preisentwicklung an die Lohnentwicklung gekoppelt ist, führen neben anderen Faktoren auch steigende Löhne zu höheren Baukosten, Kosten für Instandhaltung, Sanierung etc. und damit zu höheren Kaufpreisen und Mieten.

  20. 36.

    Hat uns das Kapital bei der Forschung und Entwicklung Impfstoffen doch gerade den Arsch gerettet. Ach, wie angenehm ist doch die dichotomische Weltsicht. Alles so schön einfach.

  21. 35.

    "Deshalb sollte Geld in die Hand genommen werden, um das Umland besser anzubinden...."
    Moin, sie wissen aber schon dass das Berliner Umland zu Brandenburg gehört.
    Grad hier in Schönefeld werden zZt. ne Menge Neubauten geplant/gebaut und Familien, auch aus Berlin, schaffen sich hier mit Eigenheimen eine neue Heimat für die Zukunft.
    Berlin müßte fixer genehmigen und schneller bauen, und das vor allem im sozialen Bereich.
    So könnte der Druck vom Markt genommen werden. Mal sehen was nach der Wahl passiert.

  22. 34.

    Bahnfahrt Friesack bis Bahnhof Zoo, 45 Minuten
    Bahnfahrt Beelitz bis Bahnhof Zoo, 40 Minuten
    Bahnfahrt Fürstenwalde bis Alexanderplatz, 35 Minuten
    Bahnfahrt Brand, Tropical Island bis Alexanderplatz, 45 Minuten
    Bahnfahrt Gransee bis Hauptbahnhof, 45 Minuten
    Autos sind da auch viel weniger, kaum Lärm, Feinstaub und die Miete liegt auch deutlich unter 10 €! Bei allem Verständnis auch für die mengenmäßig hohe Zahl an Betroffenen und die unzähligen Einzelschicksale, aber woraus wird denn ein Grundrecht für das Wohnen in der Innenstadt in einem Neubau abgeleitet?

  23. 33.

    Nein, das Problem sind die Preistreiber, also die Konzerne und privaten Schmarotzer und Abzocker, die den Hals nicht voll genug bekommen. Die lassen Wohnraum leerstehen und zweckentfremden Wohnraum.

  24. 31.

    Ich bin selbst gerade daran zu überlegen zwei Doppelhaushälften zu bauen und anschließend zu vermieten. Aber auf Grund der hohen Baukosten und des (im Verhältnis zur restlichen BRD ja noch moderaten!) Baulandpreis würde auch hier eine Miete von ca. 15 Euro herauskommen damit das Ganze halbwegs wirtschaftlich bleibt. Und dann stellt sich eben wieder die Frage, es doch lieber gleich als Kauf-Objekt anzubieten. Was in dieser Stadt also massiv helfen würde, wäre kommunaler Neubau mit entsprechenden Mieten - kein teurer Rückkauf aus Vorkaufsrecht oder "Enteignungsbegehren". Früher nannten wir das sozialen Wohnungsbau der staatlich gefördert wurde!

  25. 30.

    Aber "Bauen, bauen, bauen" ist doch DIE Lösung, wie die Opposition immer wieder matraartrig vprträgt....

  26. 29.

    Hey Momo, hör doch uff mit Jammern. Ich bin Ba-Wü-Ler und zahle seit 15 Jahren Steuern in Berlin, mit Kohle, die ich ständig aus Süddeutschland anschleppe, um hier Projekte durchzuziehen. Weil hier einfach zu wenig geht, verstehste?
    BERLIN? Wem gehört denn Berlin? Den Alt-Berlinern?? Hahaha!
    Erstens ist es die Hauptstadt von Allen, die in Germany leben und zweitens war Berlin schon immer eine Stadt, die sich gewandelt hat, wandeln und neu erfinden musste oder haste da was verpasst in Jeschichte?? Vielleicht kommen demnächst noch die Gebeine aus Alt-Cölln an und sagen: „Hey, ist alles meins hier, wir waren die Ersten, die hier die Pferde zur Tränke geführt haben, und jetzt kommen die aus der ganzen Welt her und nehmen uns unser Spreewasser weg.“ UND DANN?? Dann kiekt der Alt-Berliner ganz schön aus der Wäsche, gell!
    Nee, nee Momo, so läuft die Chose nicht. Ausserdem: Zieh doch nach WD. (Westdeutschland??)
    In Pirmasens zum Beispiel kann man noch günstig wohnen. NOCH!

  27. 28.

    Ich habe in der Jugend auf manche Party verzichtet und stattdessen an meinem Haus gewerkelt, hat sich offenbar gelohnt.

  28. 27.

    Wenn Bürger, die es sich leisten können, in die Neubauten ziehen, wird automatisch auch günstigerer Wohnraum frei. Das gilt übrigens auch entlastend für den Wohnungsmarkt, wenn zugezogene Neu-Berliner in Neubauten statt in Bestandswohnungen ziehen.

  29. 26.

    Bekommt ein westdeutscher Polizeibeamter tatsächlich weiterhin 400 Euro mehr, wenn er sich nach Berlin versetzen lässt?

  30. 25.

    Wie hat sich die Zahl der Wohnungen von LWU und Genossenschaften in der Zeit auf den Onlineportalen geändert? Müssen die überhaupt in großem Stil Anzeigen schalten, um die Wohnungen an den Mann zu bekommen?

  31. 24.

    Noch ein Grund mehr private Vermieter zu enteignen, die meisten können nicht rechnen oder sind schlicht gierig oder auf die Versprechen ihrer Bank hereingefallen.

  32. 23.

    Das kommt davon wenn man einfache Grundrechenarten nicht beherrscht. Scheel ist seit wann im Amt? RRG ist jedenfalls seit Dez. 2016 in der Regierung, nachdem die Vorgängersenate den sozialen Wohnungsbau jahrzehntelang vernachlässigt haben, mit dem Argument der Markt würde das schon regeln.

    Der Sing-Sang, wie er noch immer von den parlamentarischen Armen der Immobilienmafia angestimmt wird.

  33. 22.

    Wenn die Bodenpreise so stark gestiegen sind, die Bauanforderungen immer größer werden, braucht man sich nicht u wundern, wenn auch die Mietpreise steigen, weil die Eigentümer ihre Bankdaten zu zahlen haben. Das ist dann die logische Konsequenz. Die Mieter müssen Sich dann mit weniger Wohnfläche zufrieden geben, weil 50qm x 15 Euro pro qm auch 750 Euro monatlich sind.

  34. 21.

    Macht es wie die Aktivisten und Retter der Welt, baut Baumhäuser und wohnt da völlig kostenlos.

  35. 20.

    Sie vergessen dabei, das die Löhne dort höher sind. Zudem steht es doch im Artikel, dass allein 46% der Neubauten schon 16 € und mehr pro Quadratmeter liegen. Damit schon an ihrem Beispiel kratzen. Ihre 1100€ und mehr für 60 Quadratmeter sieht man auch in Berlin oft genug. Dazu muss man sich nicht mal ins Stadtzentrum begeben.

    Es gab vor Jahren einen Artikel, in der Süddeutschen war es glaube ich, da hat man die Mieten bis auf den Euro in der Tasche runtergebrochen die dem Mieter zum leben übrig blieb. Schon damals lag der Anteil der Miete die ein Berliner für Miete aufwenden muss, über dem von Köln oder Hamburg. Eigentlich gab es sogar nur eine Stadt in der anteilig vom Einkommen noch mehr aufgebracht werden musste. Nur das die dann trotzdem noch mehr in der Tasche hatte als der durchschnittliche Berliner. Das wird sich nicht zum positiven entwickelt haben in den letzten Jahren.

  36. 19.

    "Das eigentliche Problem liegt an den niedrigen Löhnen und nicht an den Mieten."

    Nein, denn werden die Löhne erhöht, werden gleichfalls die Mieten erhöht.

  37. 18.

    Es geht was schief beim Bauen in Berlin. Was nicht nur der Mangel an Wohnungen zeigt. Das Titelbild zeigt für mich deutlich die Mängel in der Stadtplanung. Keine Idee für ein Gesamtbild, jeder Investor plant sein Projekt und bekommt es genehmigt. Vor Jahrern gab es großen Widerstand gegen dieses gläserne Hochhaus an der Spree. Das finde ich sogar echt gelungen. Nun wird daneben ein Kasten gesetzt, der aussieht, als hätten ihn Kitakinder entworfen. Dafür sollten sich Architekten und Stadtplaner schämen.

  38. 17.

    Und das alles unter RRG. Mich wundert es, warum am vergangenen Wochenende gegen das Kapital demonstriert wurde, dass durch eben RRG hier gefördert wird.
    Wer jetzt auch noch Grün wählt, gehört entweder zum Establishment oder hat den Schuss nicht gehört. Das war jetzt KEINE Wahlwerbung für Kakabraun oder Dumpfblau!

  39. 16.

    Ja, so treibt man auch die letzten Berliner raus. Der Zuzug nach Berlin muss gestoppt werden, es kommen die reichen aus Baden Württemberg und aus Rheinland-Pfalz . Der Berliner bleibt bei den Preisen auf die Strecke. Da die Gehälter in WD weit aus höher sind als in Berlin, siehe Polizei.....im Durchschnitt 400€ mehr , können sie es sich leisten. Sie wohnen hier und sind die Woche über in WD. Aber Scholz und Senat wollen es so da es ja mehr Geld vom Bund gibt.....dass aber ohne Rücksicht auf uns Alt Berliner.

  40. 15.

    Investoren fressen die Stadt

  41. 14.

    Von dem im letzten Absatz des Artikels benannten Personenkreises gibt es in Berlin besonders viele Menschen: keinen Anspruch auf einen Wohnungsberechtigungsschein, aber Kleinverdiener. Und die ist man mit 2.000 Euro netto als Neumieter und Single auf dem jetzigen Wohnungsmarkt. Leben um zu arbeiten um eine Unterkunft bei steigenden Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Und bei Rentnern sieht es noch schlimmer aus.

  42. 13.

    Na das sieht ja nach einer 1A Immobilienblase in the making aus. Haufenweise unvermietbare Wohnungen. Da hat das Land auch bei den Baugenehmigungen gut mitgedacht.

  43. 12.

    Wenn man bedenkt, daß nach der "Kehre" Millionen ausgegeben wurden, um gerade im Osten Neubauwohnungen zu schleifen und ein Regierender Bürgermeister Wowereit sich der finanziellen "Last" der landeseigenen Wohnungen entledigte, kann man nur noch heulen. Da zeigt der brutale Kapitalismus sein Gesicht, selbst wenn er schöngefärbt als "soziale Marktwirtschaft" bezeichnet wird. Profit ist das Ziel und sonst nichts.

  44. 11.

    Immer dasselbe. Angeblich unbezahlbar. Das eigentliche Problem liegt an den niedrigen Löhnen und nicht an den Mieten.

  45. 10.

    Aber das ist doch logisch.. Ich verstehe die Menschen nicht, die das nicht nachvollziehen können. Keiner vermietet seine Wohnung und bleibt auf den Kosten sitzen oder zahlt diese Wohnung erst in 50 Jahren ab. Die Kosten für Handwerker und Rohstoffe explodieren. Der Holzpreis ist dreimal so hoch, wie vor Corona. Natürlich werden diese Kosten weiter gegeben. Förderlich ist es auch nicht, dass zukünftig die Häuser Solaranlagen haben müssen. Die Kosten werden genauso weiter gegeben. Alle Preise steigen und dann kann man die Vermieter nicht zwingen mit einem Minus aus der Geschichte zu gehen, dann baut keiner mehr. Beispielsweise hab ich dieses Jahr zwei Heizungen austauschen lassen.. 4 Stunden Arbeit a 2 Mann, die Rechnung beträgt 1500 Euro abzüglich der Kosten für die Heizung kam ein Stundenlohn von knapp 130 Euro pro Person raus.. Der Handwerker wird seine 15 Euro bekommen und der Rest wandert zum Chef.. diese Wahrheit muss man dann auch aussprechen und nicht nur über die Mieten klagen..

  46. 9.

    Dann sollte der Stadtentwicklungs- und der Bausenator mal seine Arbeit ordentlich machen und den sozialen Wohnungsbau beschleunigen. Aber da die das anscheinend nicht hinbekommen, kommen dann solche hirnrissigen Lösungen wie der Mietendeckel.

  47. 8.

    Ein Blick über den Tellerrand z. B. nach Hamburg oder Köln relativiert die ach so hohen Mietkosten.
    Hamburg 60 m2 1100€
    Das ist hoch.
    G. Bart

  48. 7.

    Der wichtigste Teil kommt zum Schluss: Wer zu hohe Einnahmen für einen WBS hat, ist noch lange nicht in der Lage, 14€ kalt zu berappen. Und das trifft auf einen unglaublich großen Teil der hiesigen Bevölkerung zu. Aber es wird wieder nicht an diesen wichtigen Teil, auch gut bekannt als „Mittelschicht“, gedacht. Sie tragen die größte Last im Sozialstaat und bekommen dafür keinerlei Anerkennung / Berücksichtigung. Kindergarten ist kostenfrei und Hort für die ersten beiden Schuljahre. Das ist immerhin ein Anfang, aber das ist im Moment auch schon alles.
    Dass sich der Bau explosionsartig verteuert hat, ist schon lange ein Problem. Und die Preise für Bauland sind mitunter auch in dem immer knapper vorhandenen Angebot begründet. Aber warum man 18€+ pro qm wegen „zentraler Lage“ bezahlen soll, erschließt sich mir nicht. IdR heißt das auch, dass einem die Autos oder der ÖPNV quasi durchs Zimmer brettern.
    Keine leichte Situation, umso wichtiger diese Analyse. Sie gibt dem Gefühl ein Gesicht.

  49. 6.

    Ursache für die wahnwitzigen Immobilienpreise sind nicht nur die hohen Grundstückspreise und überzogenen Bauvorschriften in Deutschland, sondern auch die seit Jahren anhaltende Politik des billigen Geldes. Die EZB hat durch Corona erst recht die Schleusen geöffnet. Wer mehr als einen 6-Stelligen Betrag auf dem Konto hat muss Strafzinsen zahlen. Die nächste Finanzkrise ist sicher wie das Amen in der Kirche.
    In Berlin werden Wohnungen verkauft, da ist noch nicht mal die Bodenplatte gegossen. Deshalb sollte Geld in die Hand genommen werden, um das Umland besser anzubinden und die Steuern und Abgaben sollten für hochpreisige Wohnungen erhöht werden.

  50. 5.

    Und nun Hr. Schnell ? Planen, bauen, planen, planen, bauen ? Nein, erst muss man vom Wähler im September einen Auftrag bekommen, dann sind Koalitionsverhandlungen und 2025 wird dann zurückgelehnt und gebeichtet. - "Wir haben leider wieder 5 Jahre nichts gemacht." - Warum wundert sich darüber niemand mehr ?

  51. 4.

    Man braucht nur Eins und Eins zusammenzählen.
    - Niedrige Löhne und Gehälter
    - Steigende Kosten für Krankenkassen und Pflege
    - Voraussichtliche Steuererhöhungen
    - Zahlreiche Teilzeitbeschäftigte
    - Zahlreiche Alleinstehende
    - Niedrige Renten
    - Steigende Energiekosten
    - Steigende Mietnebenkosten
    - Anziehende Inflation
    Der Personenkreis der sich keinen bezahlbaren Wohnraum leisten kann wird noch viel größer werden.

  52. 3.

    Ja, traurig traurig dieser Bericht. Warum die Löhne und Gehälter nicht steigen können, weiß kein Mensch. Auf die Lebenshaltungskosten würde es sich eh nicht auswirken, da unser Warenkorb aus China kommt und dann hätten auch alle mehr in der Tasche und der Konsum würde wiederum alle, auch im Inland fördern. Stattdessen sehe ich immer mehr Billiglöhner auf Baustellen. Das Geld stecken die sich also nicht ein. Ford hat damals erkannt, dass man den Verkauf seines Autos fördert, wenn ihn sich auch der eigene Mitarbeiter leisten kann und hat einfach die Löhne angehoben...

  53. 2.

    Meine Lieblingswörter in diesem Artikel sind Investor und Gewinn... Aber wir wollen das ja alles so, ein Leben ohne Bananen, einfach unvorstellbar...

  54. 1.

    Naja, die Leute die jetzt in die Neubauwohnung für 14€ ziehen würden einfach in eine Altbauwohnung ziehen und da ggf. 14€ zahlen wenn es den Neubau nicht gäbe. Dadurch dass das hohe Preissegment vom Neubau bedient wird ist weniger reiche Konkurrenz auf dem Altbaumarkt unterwegs um da die Preise hochzutreiben. Angebot und Nachfrage halt. Mehr sozialer Wohnungsbau wäre natürlich trotzdem begrüßenswert.

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