Protest der LGBTIQ*-Szene - Tausende schließen sich CSD-Sterndemo in Berlin an

Teilnehmer der "CSD Berlin Pride" gehen als Sterndemo durch Berlin in Richtung Alexanderplatz. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Video: rbb|24 | 26.06.2021 | Material: ARD aktuell | Bild: dpa/Christophe Gateau

Auftakt des Pride-Sommers in Berlin: Bei einer CSD-Sterndemo sind am Samstag Tausende Menschen auf drei Zügen zum Alexanderplatz gezogen. Die Veranstalter wollten bewusst eine Alternative zur großen CSD-Parade Ende Juli bieten.

Anlässlich des Christopher Street Days haben am Samstag in Berlin Tausende Menschen für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, trans* Personen, inter* Personen und anderen queeren Menschen.

Bei der Sterndemo ging es von drei Startpunkten Richtung Alexanderplatz: vom Oranienplatz in Kreuzberg, vom Hermannplatz in Neukölln und von der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg.

Viele Teilnehmende hatten Regenbogenfahnen dabei, einige waren verkleidet. Die meisten trugen wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz. Das Motto der Veranstaltungen mit 9.500 angemeldeten Teilnehmenden lautete "CSD Berlin Pride". Die Polizei sprach von einer Teilnehmenden-Zahl im mittleren vierstelligen Bereich.

"In Unterschiedlichkeit gemeinsam zeigen"

Jeder Zug hatte einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt, wie die Veranstalter mitteilten. Es ging um feministische Themen, Rassismus, Trans- und Intersexualität sowie um die Lesben- und Schwulenbewegung in der DDR. "Die Stern-Pride-Demo soll allen die Möglichkeit bieten, sich in ihrer Unterschiedlichkeit gemeinsam zu zeigen." Es sollte auch keine gemeinsame Abschlusskundgebung geben.

Bei dem Demonstrationszug, der am Hermannplatz in Neukölln startete, war laute Musik aus einem Lautsprecherwagen zu hören. Auf Transparenten stand "Queerschutz now" und "Kein Sex mit Nazis". Einige Männer und Frauen liefen in Polizeiuniformen mit, andere hatten bunte Haare oder nackte Oberkörper, tanzten im Sonnenschein und tranken Sekt. Manche kritisierten die Diskriminierung von Homosexuellen in Ungarn oder wandten sich gegen den Kapitalismus. Neben den traditionellen Regenbogenfahnen waren auch rosa Fahnen mit einem weißen Einhorn zu sehen.

Heiligenschein in Regenbogenfarben

Zum Auftakt des "East Pride"-Zuges durch den Nordosten Berlins wurde in der evangelischen
Gethsemanekirche im Stadtteil Prenzlauer Berg ein Gottesdienst gefeiert. Dort hatten in der DDR Teile der Homosexuellen-Szene Raum gefunden. Am Samstag stand dort im Gottesdienst das Bild einer Madonna mit einem Heiligenschein in Regenbogenfarben in der Nähe des Altars, danach wurde sie zum "Pride"-Sternmarsch getragen.

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, rief dazu auf, Homosexualität innerhalb und außerhalb der Kirche zu respektieren. Im christlichen Bekenntnis müsse an die Stelle des Satzes "Homosexualität ist Sünde" der Satz "Homophobie ist Sünde" treten, sagte Stäblein in seiner Predigt. Der Bischof rief zugleich dazu auf, diskriminierten "gleichgeschlechtlich und verschieden Liebenden" beizustehen, "ob in Ungarn oder in Russland oder wo auch immer".

Die queere Community demonstriert gegen Homophobie in Berlin. (Quelle: Snapshot Photography/T.Seeliger)

Große CSD-Polit-Demo am 24. Juli

Die Aktion wurde von den Veranstaltern als bewusste Alternative zum klassischen Berliner CSD mit der großen Party-Parade angekündigt. "Wir verabschieden uns vom Gedanken, dass eine Institution das Monopol auf Ausrichtung einer CSD-Pride-Demonstration hat", hieß es.

Vergangenes Jahr fielen große Paraden wegen der Corona-Pandemie aus. Der CSD hatte in Jahren davor als bunte Parade Hunderttausende auf die Straßen gelockt. In diesem Jahr soll er am 24. Juli als Polit-Demo durchgeführt werden. Unter dem Motto "Save our community - save our pride" ziehen die Teilnehmer voraussichtlich vom Kino International in der Karl-Marx-Allee zum Nollendorfplatz - weitgehend ohne die in früheren Jahren üblichen Parade-Trucks.

Alljährlich finden zahlreiche Veranstaltungen rund um den Christopher Street Day statt, der daran erinnert, wie sich Homo- und Transsexuelle vor mehr als 50 Jahren erstmals gegen Polizeiwillkür wehrten: Ende Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen Aufstand aus.

In New York wird traditionell am letzten Samstag im Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug daran erinnert. Daraus ist eine internationale Tradition geworden - einmal pro Sommer wird für LGBTIQ*-Rechte demonstriert.

Sendung: Abendschau, 26.06.2021, 19:30 Uhr

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58 Kommentare

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  1. 57.

    So langsam fehlt mir jegliches Verständnis für Solche Kuscheldemos egal für welches Motto, diesmal also der CSD, davor der Fußball und Dienstag wieder Fußball...wenn am Ende wieder die Kinder sind, die Einbußen haben werden.
    Ständig wird bei niedriger Inzidenz vor Delta gewarnt, immer NOCH sind FFP2 Masken Pflicht, aber so eine Ansammlung wird ständig erlaubt?
    Ich bin sauer für die Kinder die ihre Rechte schon lange verloren haben.

  2. 56.

    Wenn ich eins hier noch anfügen darf. Mein Dank geht an die rbb24 Redaktion für ihre Richtigstellung an Elisabeth. Und ein besonderer Dank geht an @ Motte u. all die Anderen hier, die sich für Gleichheit, Toleranz und Vielfalt einsetzen. Danke.

  3. 55.

    Christina:
    "Antwort auf [Irkelenz] vom 26.06.2021 um 19:15
    Doch, ich empfinde dieses künstliche zur Schau stellen als Ausdruck eines Minderwertigkeitskomplexes."

    Dann haben Sie NICHTS verstanden!

    Christina:
    "Jeder kann doch sein Leben so leben, wie er möchte"

    Das sehen leider nicht alle so!

    Christina:
    "dazu muss ich mich nicht wie ein Clown verkleiden, durch die Straßen ziehen und künstliche Komplexe heraufbeschwören."

    Die Straftaten gegen Homosexuelle sind leider keine "künstlichen Komplexe"!

    Christina:
    "Übrigens, schon zu DDR-Zeiten habe ich mit einer lesbischen Kollegin zusammen gearbeitet, viele wußten es und es hat sie keiner blöd angemacht."

    Und? Was wollen Sie damit sagen?

  4. 54.

    Elisabeth:
    "ich selber, wohnend in Schöneberg,habe mehr als einmal den Satz gehört“ was habt ihr hetrosexuellen hier eigentlich verloren“. So etwas ist diskriminierend von anderer Seite."

    Tja, so ist das, wenn man Ironie bzw. einen Spaß nicht vertsteht. Wenn Homos so etwas sagen, dann ist es ein Scherz und nicht ernst gemeint, wenn dagegen Heteros so etwas zu Homos sagen, dann ist es in der Regel ernst gemeint und wird es meist gefährlich für die Homos."

    Elisabeth:
    "Und! Ja ich habe schwule Freunde!"

    Ja, deann reden Sie doch endlich mal mit ihnen über deren diskriminierende Erfahrungen statt hier auf völlig naiv zu tun!

  5. 53.

    Sebastian T.:
    "Ich weiß zwar nicht, warum immer alles "sichtbar" sein muss, aber wenn die das brauchen, von mir aus."

    Es muss nicht "immer alles "sichtbar" sein", aber es muss immer alles sichtbar sein dürfen! Wer heterosexuell ist, muss immer seine Heterosexualität zeigen dürfen, und wer homosexuell ist, muss immer seine Homosexualität zeigen dürfen. Ersteres klappt schon ganz gut, zweiteres leider noch nicht immer, sollte es aber auch.

    Sebastian T.:
    "Allerdings frage ich mich, was männliche Langzeitsingles machen können, die sich für Frauen interessieren, aber nach Jahren und Jahrzehnten der Suche feststellen müssen, dass die Frauen sich nicht für sie interessieren."

    ... an ihrem Charme, an ihren Erwartungen, an ihren Kennenlernstrategien arbeiten.
    Übrigens, das Problem haben nicht nur Heteros.
    Das Ganze hat aber nicht mit dem Thema hier zu tun!

  6. 52.

    Elisabeth:
    "Antwort auf [Lothar/Charlottenburg ] vom 26.06.2021 um 19:17
    Sorry, gleiches Recht für a...auch hetero Menschen werden überfallen und ausgeraubt."

    ... aber NICHT wegen ihrer sexuellen OrientierunG! Sie haben das Problem ÜBERHAUPT NICHT verstanden!

    Elisabeth:
    "Hier in Deutschland leben die Homosexuellen so frei wie in keinem anderen Land."

    Ach, und deswegen sind die immernoch bestehenden Vorbehalte gegen Homosexuelle völlig o.k. und nicht kritikwürdig? Und deshalb soll sich nichts verbessern?

  7. 51.

    Kevin:
    "Also ich als Hetero (mit Frau und Kind), habe mich noch nie in die Öffentlichkeit gestell und rausposaunt: Ich bin Hetero, und das ist auch gut so!"

    Tja, Sie wurden ja wohl auch noch nie abfällig bezüglich Ihrer sexuellen Orientierung angesprochen oder angefeindet, geschweige denn diskriminiert! Sie haben das gesellschaftliche Problem überhaupt nicht verstanden!

  8. 50.

    Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
    Auch ich habe Schwule und Lesben in meinem Freundeskreis, die dieses ganze Theater mit dem Umzug oder Demo völlig Quatsch finden.
    Das ist eine zur Schaustellung ohne Inhalt und Botschaft.

  9. 49.
    Antwort auf [Bert Brech] vom 26.06.2021 um 22:09

    Widerstand, gegen wen?

  10. 48.

    Sie "als Hetero (mit Frau und Kind)" entsprechen ja auch der Mehrheit und dem, was in dieser Gesellschaft noch immer als "Norm" angesehen wird - und Abweichungen von der Mehrheitsgesellschaft und dieser "Norm" werden auch heute noch in vielen Fällen mit dem Leben bezahlt, selbst hierzulande. Niemand sucht es sich aus, daß er schwul oder sie lesbisch oder trans ist, man ist es von Geburt. Das auch in der Öffentlichkeit sein zu dürfen ist nicht Alltag. Händchenhaltende Männer ernten auch heute noch schiefe Blicke, blöde Sprüche und werden nicht selten angegriffen. Sie hingegen zeigen jeden Tag mit Ihrer Frau öffentlich: Hey, ich bin hetero, und das ist auch gut so! Sie halten Händchen, küssen sich öffentlich, liegen zusammen am Strand oder im Park, albern herum ... Sie lassen jeden Tag alle Welt daran teilhaben, daß Sie hetero sind. Für Sie ist jeder Tag. Denken Sie mal drüber nach!

  11. 47.

    "... als hätte sich jemand in der DDR geoutet, ohne denunziert worden zu sein. Selten so einen Unfug gelesen, damit beleidigst du alle in der DDR verfolgten Liebenden, die in ihrem Leben derart eingeschränkt und verfolgt und geächtet wurden." - Die DDR hatte eine fortschrittlichere Gesetzgebung als die Alt-BRD, das kriegt man übrigens schon mit einem kleinen Blick in eine bekannte Online-Enzyklopädie heraus. In der BRD wurde man bis 1994 (!) noch nach § 175 verurteilt, erst dann wurde dieser unsägliche, menschenverachtende Paragraph komplett gestrichen. Die DDR gab es da bereits seit vier Jahren nicht mehr, und dort wurde der entsprechende Paragraph bereits 1987 komplett gestrichen. Homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen waren seit Ende der 1950er in der DDR Straffrei. In der BRD dauerte das bis 1973. Wie der tatsächliche Umgang mit Schwulen und Lesben im Alltag war (und heute noch ist), steht auf einem anderen Blatt, aber da nehmen sich Ost und West sicherlich nichts.

  12. 46.

    "500.000 Menschen" in Berlin? Man rechnet so mit 3 % Quote..Und diese Quote wird sich aus entwicklungsbiologischen Gründen auch nicht sonderlich ändern. Das Erscheinungsbild in Westberlin ist etwas künstlich.
    Viele Menschen außerhalb dieses Biotops haben sich noch die natürliche Sichtweise bewahrt.

  13. 45.

    Glaub ich dir nicht, guck dir einfach den Film „Uferfrauen“ an, ein Film über die tatsächliche Situation der Lesben in der DDR. Echte Geschichten von tatsächlich Betroffenen. Alles andere ist latente Homophobie und Relativierung. Die Staatsführung hat Betroffene psychisch zermürbt und wer das verharmlost, der war auch damals homophob.

  14. 44.

    Nein, ich komme nicht aus Russland. Und ich finde, au h meine homosexuellem Freunde, dass man keine Massenveranstaltungen in dieser Zeit so unbekümmert ausübt. Werdensollte. Im übrigen „ sie kommen wohl aus Russland“ damit stellen Sie alle russischen Menschen unglimpflich dar.

  15. 43.

    Du verträgst die Wahrheit nicht und beleidigst auch noch andere, das sind genau die Art Menschen, die die Rechte anderer mit Füßen treten.
    Zu DDR-Zeiten hat meine Kollegin niemals von Anfeindungen oder Angriffen geredet. Wir haben beide in einer Geschäftsleitung gearbeitet, also sie hatte es schon damals weit gebracht, ohne auf der Straße vorher zu „demonstrieren“.

  16. 42.

    Und wer solche Kommentare schreibt, dem fehlt es wahrlich nicht nur an Akzeptanz. Ihre Meinung ist für niemanden wichtig, denn genau Sie sind geprägt von Intoleranz und Fremdenhass.....ganz, ganz ärmlich.

  17. 41.

    Ich habe die selben Erfahrungen wie Christina in der DDR gemacht. Am Arbeitsplatz, in der WG und in der Lehre, lesbische Frauen. Das war bekannt, aber hat niemanden weiter interessiert. Hab nie Anfeindungen erlebt.

  18. 39.

    " Die Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transgender hat zugenommen. "

    das ist sicher zutreffend , aber inwiefern geben die zu zu erkennen ? die Frage mag naiv klingen, trotzdem bin ich auf die Antwort gespannt

  19. 38.

    Reden Sie auch mit Ihren Schwulen Freunden so? Und im übrigen, schreiben kann man hier sehr viel. Doch ob es auch stimmt bleibt fraglich.

  20. 37.
    Antwort auf [lackmeyer] vom 26.06.2021 um 17:40

    Das Grundgesetz schon, aber du äußerst eher das Gegenteil davon. Homophobie ist heilbar.

  21. 36.

    Wieso Rassist? Kevin ist eher jemand, der diskriminiert. Der Kommentar ist verklemmt und peinlich. Wir leben in einem freien und humanistischen Land, in dem auch das lesbische Paar Kinder hat, die von derartigen Kommentaren verschont bleiben sollten. Anstand, Respekt und Schutz für alle. Reflexion.

  22. 35.

    Ja entweder du bist homophob oder eben nicht. Da musst du nicht derart viel schreiben. Wenn es immer noch Diskriminierung gibt, weil Menschen sich lieben, kann es nicht laut und bunt genug sein.

  23. 34.

    Genau, in Deutschland werden Heterosexuelle diskriminiert. Wissen Sie eigentlich, wie homophob das klingt? Sicher stammen Sie aus Russland? Wäre gut möglich, denn viele kommen direkt aus der Diktatur in unser freies Land und können mit Rechten für alle Menschen und mit Würde aller wenig anfangen.

  24. 33.

    Du bist eben homophob. Wärst du es nicht, würdest du nicht so tun, als hätte sich jemand in der DDR geoutet, ohne denunziert worden zu sein. Selten so einen Unfug gelesen, damit beleidigst du alle in der DDR verfolgten Liebenden, die in ihrem Leben derart eingeschränkt und verfolgt und geächtet wurden. Weil es Leute wie DICH gibt, die anonym derartige Kommentare schreiben, ist genau diese Demo um so wichtiger.

  25. 31.

    Doch, ich empfinde dieses künstliche zur Schau stellen als Ausdruck eines Minderwertigkeitskomplexes. Jeder kann doch sein Leben so leben, wie er möchte, dazu muss ich mich nicht wie ein Clown verkleiden, durch die Straßen ziehen und künstliche Komplexe heraufbeschwören.
    Übrigens, schon zu DDR-Zeiten habe ich mit einer lesbischen Kollegin zusammen gearbeitet, viele wußten es und es hat sie keiner blöd angemacht.

  26. 30.

    Fußball ja schlimm! Aber warum muss man denn gleich alles genauso machen?

  27. 29.

    Ich bin der Meinung, dass es in keinem Land wie Deutschland mit den Rechten für Homosexuelle so gut bestellt ist, wie in keinem anderen Land.! Das darf man nicht übersehe, ich selber, wohnend in Schöneberg,habe mehr als einmal den Satz gehört“ was habt ihr hetrosexuellen hier eigentlich verloren“. So etwas ist diskriminierend von anderer Seite. Und! Ja ich habe schwule Freunde!

  28. 28.

    So als "russenfreund" hat man nicht so mit "Minderheiten", ne?

    "Im März 2017 unterzeichnete Präsident Wladimir Putin ein Gesetz zur Änderung des Art. 116 des russischen Strafgesetzbuches. Diese Änderung führte dazu, dass Übergriffe auf „nahe Angehörige“ wie Eheleute, leibliche und Adoptivkinder, Eltern, Großeltern, Enkel oder Geschwister, die zwar Schmerzen, blaue Flecken oder Schürfwunden verursachen, aber keine bleibenden Schäden hinterlassen, nicht mehr mit strafrechtlichen Konsequenzen bedroht werden, sondern nur noch eine Ordnungswidrigkeit darstellen." Quelle wiki

  29. 27.

    Leben so frei… Es sollte null Unterschied machen, was man ist. Frei leben sollte jeder. Und nebenbei, das UK ist weiter als D.

  30. 26.

    Leider gab es letztes Jahr so viele Angriffe auf LGBTIQ*-Menschen wie nie zuvor. Diese Menschen werden gezielt wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Identität angegriffen. Heterosexuelle werden zwar auch Opfer von Gewalt, aber nicht weil sie heterosexuell sind. Das ist der Unterschied.

  31. 25.

    Im Prinzip kann man sich ja für alle Menschen freuen, die ihr Leben nach eigenen Wünschen gestalten können. Von daher beneide ich diese Leute wirklich, die sich dort präsentieren. Ich weiß zwar nicht, warum immer alles "sichtbar" sein muss, aber wenn die das brauchen, von mir aus. Allerdings frage ich mich, was männliche Langzeitsingles machen können, die sich für Frauen interessieren, aber nach Jahren und Jahrzehnten der Suche feststellen müssen, dass die Frauen sich nicht für sie interessieren. Kann man sowas auch irgendwie "sichtbar" machen?

  32. 24.

    Sorry, gleiches Recht für a...auch hetero Menschen werden überfallen und ausgeraubt. Hier in Deutschland leben die Homosexuellen so frei wie in keinem anderen Land.

  33. 23.

    All die Kommentare zeigen doch ganz klar wie wichtig solche Demos leider immer noch sind.

  34. 22.

    Eine Thema, von dem allein in Berlin mindestens 500.000 Menschen direkt oder indirekt betroffen sind. Das kann man wohl kaum eine Minderheit nennen.

  35. 21.

    Werter Jörg. Genau aus diesen Grund habe ich ausnahmsweise mal nicht teilgenommen an dieser Demo. Ob ich an der CSD Parade am 24 Juli teilnehme steht noch offen.

  36. 20.

    Zustimmung @Irkelenz, dabei muss man auch energisch zwischen der berechtigten Kritik möglicher fahrlässiger Verstösse von Hygieneregeln und der ansonsten in ihrer ein mal mehr nötigen Intention dieser Veranstaltung differenzieren erlernen, denn so weit wir in Berlin zwar bezüglich weitgehender Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen bereits sind, in welche sich kein anderer einzumischen hat, um so wichtiger ist es, den grossen Restbatzen Intoleranz den es noch verbreitet gibt, zu bekämpfen.

  37. 19.

    Geht mir am Allerwertesten vorbei. Ist ein extremes Minderheitenthema,

  38. 18.

    Also ich als Hetero (mit Frau und Kind), habe mich noch nie in die Öffentlichkeit gestell und rausposaunt: Ich bin Hetero, und das ist auch gut so! Lasst mal alle die Kirche im Dorf!! Jeder sollte nach seiner Ansicht leben. Aber dieses STÄNDIGE nach Aufmerksamkeit gerufe...Sorry, da fehlt mir jegliches Verständnis. Und nur weil irgendes in den verdammten USA passiert, muss man das nicht auch gleich hier hochsterilisieren...Nur weil jemand anderer Meinung ist, ist man NICHT gleich Rassist!! Aber das ist ja heutzutage gleich das Totschlagargument...

  39. 17.

    ...ja wenn´s denn so einfach wäre, wär´s ja gut aber um so manche Dinge im Leben (wie etwa gleiche Rechte) muss man eben leider kämpfen. Deshalb sind wir sichtbar auch wenn´s so manchen nervt.

  40. 16.

    und für mehr Corona-Infektion - denn das ist das Ergebnis nicht nur Ihrer, sondern jeder Demo, wenn die REgeln missachtet werden und das ist bei den meisten Demos so

  41. 15.

    So viele Leute ohne Masken. Nee nee nee.

  42. 14.

    Sie meinen, so wie vergangenes Jahr, wo 20 Millionen Querdenker demonstrierten - übrigens ebenfalls ohne Maske, ohne Abstand - und dann von der Polizei auseinander... oh, Moment...

  43. 13.

    Ja und wo war das Geheule über Wasserwerfer- und überzogenem Polizeieinsatz VOR den Corona-Demos?
    Kann mich nicht erinnern, dass sich "besorgte Bürger" beim 1. Mai, beim G20-Gipfel oder in Dresden jemals darüber beschwert hätten...

  44. 12.

    Genau darum geht es ja! Viele von "denen" können nicht einfach ihr Leben leben, da sie an vielen Stellen mit Diskriminierung rechnen müssen. Einfach mal versuchen, sich in andere hinein zu versetzen. Das nennt mensch "Empathie"...

  45. 11.

    Gehen Sie mit Scheuklappen durch Berlin? Die Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transgender hat zugenommen. Da verlangen Sie wir sollen uns kuschen und schön brav in unser Kämmerlein leben wie wir wollen? Gehts noch? Gerade darum geht es bei diesen Demonstrationen doch. Gleiche Rechte für alle. Und für mehr Vielfalt.

  46. 10.

    Solange immer wieder Homosexuelle auf offener Straße von Rechtsextremen angegriffen oder bepöbelt werden - auch in Berlin - können sie nicht einfach "ihr Leben leben". Mit Leuten aus der AfD-Szene oder Politikern wie Herrn Orban haben homophobe Stimmungsmacher sogar noch einen politischen Arm. Da muss man sich nicht wundern, dass solche Demos leider nötig sind. Mit einer "Zurschau-Stellung" hat das nun gar nichts zu tun. Es geht hier um nichts weniger als um Menschenrechte. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gilt auch für Lesben, Schwule und andere Minderheiten.

  47. 9.

    Woraus machen diese Menschen ein „Drama“? Daraus, dass sie sich allein dadurch, sich draußen zu bewegen, schon der Gefahr aussetzen, verbal angefeindet und auch körperlich angegriffen zu werden? Das finden Sie also nicht so schlimm, nein? Fänden Sie es auch nicht so schlimm, wenn Sie selbst in dieser Situation wären? Oder sind Sie aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage, sich das vorzustellen?

  48. 8.

    Der CSD - der Pride Day - findet am letzten Sonntag statt, nicht am Samstag.

    Wer glaubt das Homosexuelle gleichgestellt sollte bloß mal auf das TV-Programm schauen, dort gibt es nur hier und da mal einen Alibi--Schwulen/Lesbe, meistens in einem Drama. Daher sind solche Demos leider noch immer wichtig.

  49. 6.

    Da fragt man sich schon, wo sind hier die Wasserwerfer, wo sind die Polizisten, die Leute abführen???

  50. 5.

    Ich verstehe nicht, warum die so ein Drama daraus machen. Sollen sie doch einfach ihr Leben leben und gut ist. Dieses künstliche zur Schau stellen nervt.

  51. 4.

    Ich habe heute auch einen solchen Trupp gesehen, als sie durch die Wichert Straße/Prenzlauer Berg zogen.
    Flankiert von einem Polizei-Aufgebot.
    Leider aber hätte ich den Eindruck, dass auf Abstand und Masken so nicht der Fokus lag.
    Das wundert mich schon, da bei anderen Aufzügen unbedingt darauf hingewiesen wird, respektive diese aufgelöst werden.

  52. 3.

    Heute selbst erlebt!! Abstand völlige Fehlanzeige. Im Gegenteil, gegenseitiges umarmen und Küsschen hier und Küsschen dort. Habe dafür keinerlei Verständnis!!

  53. 1.

    Nicht für das Anliegen, aber doch für die Leichtsinnigkeit bei dieser Kuscheldemo fehlt mir das Verständnis. Ich wünsche allen Anwesenden, dass sie nicht der Deltavariante begegnet sind. Die feiert garantiert mit.

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