Strategie des Senats - Berlin plant Gigabit-Internet bis 2025

Ein Glasfaserkabel mit 144 Fasern wird auf einer der Baustellen für den Breitband-Internetausbau für die Verlegung vorbereitet. (Quelle: dpa/Jens Büttner)
Audio: Inforadio | 14.06.2021 | Christoph Reinhardt | Bild: dpa/Jens Büttner

Bis 2025 soll es in ganz Berlin Internetanschlüsse mit Gigabit-Tempo geben. Das ist das Ziel der künftigen Gigabit-Strategie der Wirtschaftsverwaltung, die am Dienstag im Senat beschlossen werden soll.

Spätestens bis zum Jahr 2030 soll dann die ganze Stadt über Glasfaseranschlüsse versorgt werden. Erreichen soll das der Senat, indem er alle Beteiligten zusammenbringt, heißt es in dem Strategiepapier, das dem rbb vorliegt.

5G-Sendemasten auf landeseigenen Immobilien

Damit die privaten Telekommunikationsunternehmen sich auf verbindliche Ausbau-Ziele verpflichten, sollen die Bezirksämter schnelle Genehmigungen für die erforderlichen Baustellen gewährleisten. Der Senat fördert den Glasfaserausbau auch mit Geld, damit die Kabel auch in Gebieten verlegt werden, die für die Telekommunikationsunternehmen nicht profitabel wären.

Um den Ausbau des Landesnetzes für die Verwaltungen will sich der Senat aber selbst kümmern und deshalb vor allem eine bessere Kommunikation zwischen den Beteiligten herstellen, auch damit die neuen Glasfaserkabel bzw. Leerrohre bei anderen Bauvorhaben gleich mitverlegt werden können.

Auch die landeseigenen Wohnungsunternehmen sollen eingebunden werden, damit ihre Immobilien schnell mit Glasfaser ausgestattet werden und ein Vorbild für die private Wohnungswirtschaft sein können, heißt es in dem Papier. Für die Sendemasten des 5G-Mobilfunks soll Berlin landeseigene Immobilien und Flächen zur Verfügung stellen.

"Längst überfälliger Schritt"

"Mit dieser Gigabit-Strategie setzt das Land Berlin erstmals klare Ziele beim Ausbau leitungsgebundener Anschlüsse sowie beim Mobilfunk, denn die Berlinerinnen und Berliner benötigen schnelles Internet in allen Bezirken, in den Innenstadtbezirken genauso wie in den Randgebieten", sagte Wirtschaftssenatorin Ramon Pop (Grüne) der "Berliner Morgenpost".

Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus bezeichnete die Strategie des Senats als "längst überfälligen Schritt". "Wenn wir Berlin mithilfe der Digitalisierung technologisch fortschrittlicher, umweltgerechter und effektiver ausrichten wollen, brauchen wir zukunftsfeste digitale Infrastrukturen mit hohen Datenübertragungsraten", erklärte der digitalpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Bernd Schlömer.

Sendung: Inforadio, 14.06.2021, 10:55 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Glasfaser für jeden Haushalt - ein ambitioniertes Ziel. Bislang ist Deutschland ja eher als digitale Wüste bekannt.

  2. 8.

    Wer soll dass bauen? Es gibt schon jetzt bei Störungen keine Techniker. Und die Kabel in den Straßen nützen nichts. Die Leitungen zu mir ins Haus/Whg sind aus Anfang 1970. Meine jetzige 250 er Leitung bricht 1-2x die Woche komplett zu sammen und dann dauert es 10-30 min bis es wieder stabil ist und von WLAN in den anderen Räumen träume ich. Für alle Besserwisser. Gr. Fritzbox u Verstärker ,D LAN Stecker- alles ausprobiert. Also große Versprechungen die nicht realisiert werden können.

  3. 7.

    Hallo!
    Ich bin beruflich ständig in Rumänien. Ich lache hier über solche Planungen. Hier hat jeder kleine Laden und Kneipe Internet und kein langsames; vergessen, auch Tankstellen. Ich würde das Vorhaben in Berlin als Wahlpropaganda sehen, mehr nicht. Wer nicht mal in der Lage ist bei der Zulassungsstelle für Planung zu sorgen....

  4. 6.

    Die Wirtschaftsenatorin Pop hat das inszeniert?
    Bis 2025?
    Da fragt man sich doch, was hat die Wirtschaftsenatorin bisher in dieser Sache unternommen, oder fiel ihr das jetzt, kurz vor der Wahl, ein, dass wir schnelleres Internet brauchen?
    Durchsichtiges Wahlkampfgetöse einer ansonsten bedeutungslosen Personalie.
    Und, nachdem offendsichtlich der Grüne Stern zusinken beginnt, die Kanzlerkandidatin durch Schönen ihrer Vita unglaubwürdig wurde und die Spitzenkandidatin geradezu vor der politischen Korrektheit auf den Knieen rutscht, weil sie sich als Kind zum Fasching doch tatsächlich als Indianer verkleidete, ist von den Grünen nichts mehr zu erwarten.
    Darum ist das Ziel 2025, in der Hoffnung von Frau Pop, dass sie da noch im Amt ist, nur Wahlkrampf.

  5. 5.

    Die Wirtschaftsenatorin Pop hat das inszeniert?
    Bis 2025?
    Da fragt man sich doch, was hat die Wirtschaftsenatorin bisher in dieser Sache unternommen, oder fiel ihr das jetzt, kurz vor der Wahl, ein, dass wir schnelleres Internet brauchen?
    Durchsichtiges Wahlkampfgetöse einer ansonsten bedeutungslosen Personalie.
    Und, nachdem offendsichtlich der Grüne Stern zusinken beginnt, die Kanzlerkandidatin durch Schönen ihrer Vita unglaubwürdig wurde und die Spitzenkandidatin geradezu vor der politischen Korrektheit auf den Knieen rutscht, weil sie sich als Kind zum Fasching doch tatsächlich als Indianer verkleidete, ist von den Grünen nichts mehr zu erwarten.
    Darum ist das Ziel 2025, in der Hoffnung von Frau Pop, dass sie da noch im Amt ist, nur Wahlkrampf.

  6. 4.

    Auf welchem Platz steht Deutschland jetzt im Ausbau, hinter welchem Entwicklungsland oder haben uns schon alle ueberholt???

  7. 3.

    Längst überfällig für die Bundeshauptstadt Deutschlands. Meinetwegen auch erst einmal den S-Bahn-Ring zur Orientierung nehmen. Nicht wieder die Ziele von Anfang an zu hoch stecken und dann unterwegs nicht mehr dran bleiben, um einen weitern Berliner Rohrkrepierre zu entwickeln.

  8. 2.

    Klingt ja alles ganz toll,
    aber wenn es nicht die Heinzelmännchen machen, werden (gut bezahlte) Arbeitskräfte gebraucht, die das bauen. Da Rest der Republik auf die gleiche schlaue Idee gekommen sein dürfte, wird wohl bei dem gebaut, der die meiste Kohle zahlt.
    Istdas gleiche, wie bei den von den Grünen geplanten 50 Mrd Euro Investitionen pro Jahr. Die müssen auch abgearbeitet werden. Mit mehr als 50% der Schulabgänger auf der Uni wird das nix.. .

  9. 1.

    Noch ein Deja vue. Kommt doch immer vor den Wahlen dieser lächerliche Wunsch die Stadt ordentlich zu verkabelt. Wie sieht es denn mit der Konkurenz aus? Sind die zu bequem oder bekommt nur die Telekom die Finanzmittel? Etwas investigativ werden, würde dem RBB besser dastehen lassen mit dieser harmlosen Ente.

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