Verhandlung am Donnerstag - Räumungsklage gegen "Köpi 137" wird aus Sicherheitsgründen verlegt

Blick auf die Köpi (auch Køpi) in der Köpenicker Straße 137 im Berliner Ortsteil Mitte. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Die Räumungsklage gegen drei Grundstücke des linksalternativen Projekts "Köpi 137" wird aus Sicherheitsgründen in das Kriminalgericht Moabit verlegt. Das teilte am Montag der zuständige Gerichtssprecher mit. Zunächst sei am Donnerstag (12 Uhr) die mündliche Verhandlung geplant. Ob an diesem Tag bereits ein Urteil gefällt wird, ist noch nicht klar.

Bewohner der Köpenicker Straße 137 protestieren und mobilisieren seit Wochen gegen die Räumung. Sie hatten auch gefordert, den Gerichtstermin abzusagen. Nach Informationen des "Tagesspiegel" will der Eigentümer Wohnungen auf dem Gelände bauen.

Bei einem anderen Haus, der besetzten "Rigaer 94" in der Rigaer Straße in Friedrichshain steht nach mehreren Gerichtsentscheidungen und Auseinandersetzungen zwischen Senat und Bezirk ebenfalls ein wichtiger Termin an: Am 17. Juni soll dort der Brandschutz durch
einen Sachverständigen und Vertreter des Eigentümers überprüft werden. Sollten sich die Bewohner wie angekündigt dagegen wehren, müsste die Polizei die Begehung durchsetzen. Es geht aber nicht um eine Räumung.

Sendung: Inforadio, 07.06.2021, 11:20 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 08.06.2021 um 16:10 Uhr geschlossen

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9 Kommentare

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  1. 9.

    Wenn es im Haus genauso aussieht dann abreissen. Na klar steckt da Korruption dahinter. Viele andere Häuserbauer bekommen Auflagen ohne Ende und hier wird einfach weg geschaut. Wie soll man das sonst nennen.

  2. 8.

    Bunt bemalt? Ist irgendwie anders. Diese 70 ziger Jahre „Hippie Ästhetik „ ist scheußlich! Auch mit dem Hintergrund der Bewohner. Landkommunen Wunsch in Berlin. Völlig aus der Zeit! Sorry, mag ja für viele rührend wirken aber es ist nicht ok.was sich die Bewohner da erwünschten.

  3. 7.

    Wierso soll das Haus baupolizeilich gesperrt werden? Nur weil es bunt bemalt ist oder weil der Putz fehlt? Da müßte man viele Häuser sperren. Das sind für mich keine Gründe. Welche Gründe hast du, die Bewohner als kriminell und rechtswidrig zu bezeichnen?

  4. 6.

    Kriminell und rechtswidrig bleibt kriminell und rechtswidrig. Es ist mir ein Rätsel, dass das Haus, wenn es das auf dem Foto ist, nicht schon längst Baupolizeilich gesperrt ist. Was soll dieses wegschauen, dulden und vorleben von Rechtsbruch, Strafvereitelung von RRG Regierenden Politikern. Soetwas gehört nicht mehr in den Senat gewählt.

  5. 5.

    Ich bin ja wirklich kein Freund von diesen links-irgendwas-Projekten. Nichtsdestotrotz finde ich es nicht fair, die Köpi mit der Rigaer gleich zu setzen, da es in der Köpi offensichtlich weitaus friedlicher zugeht. Die Verlinkung zur Rigaer setzt die Köpi mit R94 gleich und das hat nichts mit neutralem Journalismus zu tun!

  6. 4.

    "Linksversifft" darf man ja nicht sagen, das gilt als böse, aber irgendwie fällt mir beim Anblick des Hauses nichts Passenderes ein. Dagegen sieht sogar R94 adrett aus.

  7. 3.

    War schon mehrere Male dort, ist echt cool und hab viele schöne Partys dort gefeiert!

  8. 2.

    warum redet man von Linksalternativ. richtig waere linksradikal wenn sogar schon den Verhandlungsort aus Sicherheitsgruenden verlegen muss. Das Haus auf dem Foto sieht echt schlimm aus und ist ein Schandfleck

  9. 1.

    Der Köpi sieht man die Folgen der SED-Diktatur und die anschließende Nutzung als Wohnprojekt deutlich an. Laut Wikipedia sind dort lediglich 29 Menschen polizeilich gemeldet, obwohl allein im Haus 60 Menschen wohnen könnten.

    In der Rigaer muss die Polizei dabei sein, weil es dort Menschen gibt, die nicht friedlich sind.

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