Debatte über Höhe des Hines-Turms - Am Alex droht ein neuer Hochhausstreit

Di 13.07.21 | 11:25 Uhr
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Panorama des Alexanderplatzes mit illustrierten Gebäuden im Vordergrund.(Quelle: dpa/ Annette Riedl, Grafik: rbb|24)
Video: Abendschau | 13.07.2021 | Bild: dpa/ Annette Riedl, Grafik: rbb|24

Mit dem Hines-Hochhaus soll eigentlich bald das vierte neue Hochhaus am Alexanderplatz gebaut werden. Doch nun soll Hines statt 150 nur noch 130 Meter hoch bauen - und Rot-Rot-Grün hat ein Streitthema. Von Sebastian Schöbel und Dorit Knieling

Beim geplanten Hochhaus des Investors Hines am Alexanderplatz bahnt sich ein Streit um die Höhe an. Im rbb forderte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher nun, dass das Gebäude nur noch 130 statt 150 Meter hoch wird - was der Investor aber ablehnt.

Das Hochhaus soll an der östlichen Spitze des Alexanderplatzes hinter dem Elektronikmarkt Saturn entstehen. Senatsbaudirektorin Lüscher erklärte nun, die geplanten 150 Meter Höhe passten nicht mehr ins Bild: Die beiden anderen am Alex geplanten Hochhäuser der Investoren Signa und Covivio werden nach einigen Verhandlungen auch nur noch 130 Meter hoch. "Wir haben uns das im Baukollegium genau angeguckt und sind zu der Überzeugung gekommen, dass die 130 Meter für alle Gebäude deutlich besser wären, weil dadurch der Fernsehturm als Krone besser sichtbar ist", so Lüscher.

Bauwerke am Alex im Höhenvergleich (Grafik: Sophia Bernert/rbb|24)
| Bild: rbb|24/Sophia Bernert

Linke und Grüne ebenfalls für 130 Meter

Regressansprüche könne Hines nicht geltend machen, so Lüscher: Der Investor hatte das ursprünglich für den Bau eingeplante Grundstück verkauft, dort steht nun ein Elektronikmarkt. Für das Baufeld direkt dahinter, wo Hines nun den Turm errichten will, gibt es bisher keinen Bebauungsplan, sagte Lüscher. Deswegen sei auch eine nachträgliche Änderung der Höhe zulässig.

Wirtschaftliche Argumente sollten bei der geringeren Höhe für Hines keine Rolle spielen, so Lüscher. Die Bauherren der anderen 130-Meter-Türme, Covivio und Signa, müssten auch nicht auf Bruttogeschossfläche verzichten, in deren Bebauungsplänen sei "genug Luft", um die benötigte Fläche für die Vermarktung zu erreichen.

Allerdings hatten die beiden Unternehmen von Anfang an mit 130 Metern geplant, während Hines seine Entwürfe auf 150 Meter angelegt hatte. Nun laufen nach rbb-Informationen Gespräche mit den Architekten, inwiefern die Entwürfe noch anpassbar sind, um auch bei geringerer Höhe die gleiche Menge verwertbare Fläche zu haben.

Unterstützung bekommt Lüscher von Linken und Grünen. Der ursprüngliche Masterplan für den Alexanderplatz mit mehreren 150-Meter-Hochhäusern sei nicht mehr zeitgemäß, sagte die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Daniela Billig, dem rbb. Der Bebauungsplan muss noch vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden. Katalin Gennburg, Stadtentwicklungsexpertin der Linken, verwies zudem auf die U-Bahntunnel unter dem Baufeld: Es sei fraglich, ob der "Bau von Luxuswohnungen" eine Gefährdung der Bahnanlagen rechtfertige. "Wir als Linke sind nicht dafür, dieses Risiko einzugehen."

SPD lehnt Vorstoß ab

Koalitionsintern birgt das Thema allerdings Streitpotential: Die SPD erklärte auf rbb-Nachfrage, sie halte weiterhin an den 150 Metern Bauhöhe für den Hines-Turm fest. Die Planungen sollten nach jahrelangen Diskussionen nicht nachträglich geändert werden, sagte SPD-Stadtentwicklungspolitiker Daniel Buchholz. "Die SPD hat auch die Obergrenze von 130 Metern für Hochhäuser stets abgelehnt."

Hochhäuser von Signa und Covivio (r.)Links der Entwurf für den Signa-Turm, rechts der für das Covivio-Hochhaus neben dem Park Inn Hotel

Hines hält an 150 Metern fest

Hines lehnt eine Reduzierung der Höhe ab. "Wir planen den Bau eines 150 Meter hohen Gebäudes", sagte Christoph Reschke, Geschäftsführer Hines Deutschland, dem rbb. "Das entspricht dem Ergebnis des internationalen Architektenwettbewerbs von 2014, an dem Verwaltung und Politik maßgeblich beteiligt waren." Zudem habe man habe sich gerade erst mit der BVG über den Schutz des darunterliegenden Tunnels der U5 geeinigt - eine Voraussetzung für die Fertigstellung des Bebauungsplans. Der Tunnel werde laut Hines mit einem aufwändigen Verfahren für bis zu 30 Millionen Euro saniert und abgesichert. "Nun wollen wir unser Projekt so realisieren, wie wir es miteinander abgestimmt und geplant haben", so Reschke.

Allerdings laufen im Hintergrund nach rbb-Informationen bereits Gespräche mit den drei Architekturbüros, deren Entwürfe beim Wettbewerb ausgezeichnet wurden: Neben Frank Gehry gehören dazu auch die bekannten Architekten von Kleihues + Kleihues und Barkow Leibinger. Eine endgültige Festlegung, welcher Entwurf umgesetz wird, gibt es bislang nicht.

Tunnelsanierung für 30 Millionen Euro

Details über die Vereinbarung zur Tunnelsanierung, die nun auch im Grundbucheintrag für das Grundstück festgehalten werden, wollten jedoch weder BVG noch Hines nennen. Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Nach rbb-Informationen müssen insgesamt drei Röhren abgesichert werden: zwei werden von der U5 genutzt, die dritte Röhre ist leer und soll für mögliche künftige U-Bahn-Ausbauten erhalten bleiben. Wie der rbb aus informierten Kreisen erfuhr, soll für die Sanierung und Absicherung das sogenannte "Inliner-Verfahren" genutzt werden: Dabei wird der Tunnel bei laufendem Bahnbetrieb erweitert und mit einer neuen Betondecke verschalt. Das Verfahren wurde von der Deutschen Bahn bereits mehrfach angewandt.

Geplantes Hochhaus Capital Tower am Alexanderplatz (Simulation: Monarch Gruppe, basierend auf einem Entwurf von Ortner & Ortner Baukunst)Entwurf für den Monarch-Turm "Alexander" neben dem Alexa-Kaufhaus

Zwei Hochhäuser bereits im Bau

Das Hines-Hochhaus ist eines von vier geplanten Hochhäusern am Alexanderplatz. Zwei sind bereits im Bau, am Einkaufszentrum Alexa durch den Investor Monarch, und neben dem Park Inn Hotel durch den Investor Covivio. Dieser Turm entsteht in unmittelbarer Nähe des Hines-Hochhauses, und soll 2025 fertig sein, wie ein Unternehemssprecher dem rbb mitteilte. "Wir haben mit unserem Bauvorhaben keine direkten Auswirkungen auf das Tunnelsystem, da wir uns nur in einem kleinem Teilstück im Sicherheitsbereich der BVG bewegen."

Das dritte Hochhaus wird von Karstadt-Eigner Signa auf dem Galeria-Gebäude geplant. Ein Bauvorbescheid liegt bereits vor, der Umbau des Bestandsbaus sei ebenfalls genehmigt, teilte ein Signa-Sprecher auf rbb-Nachfrage mit. "Die Bauarbeiten im Haus sind im Juni gestartet und werden im laufenden Betrieb durchgeführt."

Lediglich der Monarch-Turm soll nun 150 Meter hoch werden. Der Investor hatte bereits einen gültigen Bauvorbescheid und eine Reduzierung der Höhe abgelehnt. Signa und Covivio hatten dagegen ihre Pläne auf Drängen des Senats geändert.

Sendung: Inforadio, 12.07.2021, 06:00 Uhr

65 Kommentare

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  1. 65.

    Wo ein Investor auftaucht entstehen erst mal oft genug Schulden. Kein Investor investiert wenn er danach nicht noch reicher wird oder noch mehr Macht besitzt. Mitunter haben die einen langen Atem. UBA z. B. fährt die Kunden biliger zum Ziel. Die UBA-Fahrer verdienen aber wenig Geld um die Aktionäre bei Laune zu halten. Nach Durstjahren sind die TAXI-Unternehmer verdrängt und dann ist UBER Monopolist und diktiert die Preise. Wer noch an freier Marktwirtschaft glaubt ist nicht auf der Höhe: Raubtierkapitalismus ist angesagt. Auch bei TESLA. Wartet nur ab.

  2. 64.

    Eine Stadt, die immer größer wird wird auch immer teurer. Immer mehr U-und S-Bahnen; möglichst noch beide übereinander . Noch mehr Regierungsgebäude und Bezirksrathäuser. Noch mehr Politiker, die den Bürgern alles vorschreiben. Noch mehr Land mit Beton latt machen. Noch mehr Lebensmitteltransporte und Massengüter in die Stadt schaffen. Warum erkennt man nicht, dass das alles Unsinn ist und bestimmt nicht ökologisch. Eine zu große Stadt ist eine zu große Belastung für Mensch und Natur. Es lebe die gesunde Kleinstadt, die stets Tuchfühlung mit dem Land hat. Aber-Schluss mit Massenschweinezucht für China. Es stinkt im Lande.

  3. 63.

    Die sagte sich: Ja rasch Regierende Bürgermeisterin werden ehe die Berliner zur Besinnung kommen und erkennen was die Grünen in Wirklichkeit sind. Deshalb heißt die wohl auch so. Ihr Mann dicke da beim rbb passt doch gut. Medien sind schließlich auch eine Macht. Für den, der alles glaubt was die verbreiten.

  4. 62.

    Hochhäuser, je höher destso teurer für Mensch und Umwelt - kein Haus höher als das Rote Rathaus(27/74m) oder die 22 Meter Berliner Traufhöhe nach dem Hobrecht-Plan waren und sind eine vernünftige Norm sowie Wahrzeichen des Berliner Milljöh.

  5. 61.

    @Stefan, was wollen Sie aussagen?
    Egal welche Regierung, eine Stadt ist kein Selbstzweck und auch keine Anhäufung von Gebäuden.
    Eine Stadt lebt durch seine Bewohner. Was Sie scheinbar sich vorstellen, gibt es schon in München oder Köln. Die arbeitende Mittelschicht kann sich dort Wohnraum in der Innenstadt nicht leisten und nimmt lange Fahrten ins Umland in Kauf.

  6. 60.

    Die Linken und Grünen sollen endlich verschwinden. Die blockieren und behindern doch alles nur. Wer immer mehr Menschen in die Stadt lockt, der muss auch für Wohnungen und Gewerbefläche sorgen. Berlin kann dabei nicht eine Stadt der Geringverdiener werden, denn das kann sie die Stadt nicht leisten und es geht finanziell nicht auf. Da Berlin seine Grenzen hat, geht es dann eben nur in die Höhe oder jede Grünfläche wird zubetoniert. Aber dagegen gehen ja die Anwohner auf die Barrikaden.
    Einige sagen immer, dass jene, die die Stadt am Leben halten auch in der Stadt wohnen sollen. Ja ok, aber sollen die sich da selbst verwalten? Die Krankenschwester heilt den Imbißbetreiber, dessen Frau die Kinder der Krankenschwester betreut, deren Mann das Auto des Imbißbetreibers mit Knöllchen zutackert? Das ist doch Humbug. Ein Perpetuum Mobile. Ob es einem passt oder nicht, irgendwer muss den Laden auch finanzieren und zusammenhalten. Der Länderfinanzausgleich alleine schafft das nicht.

  7. 59.

    @Steffen, so schnell vergrault man die "Investoren" nicht. Die Preise auf dem Berliner Immobilienmarkt steigen immer noch.
    Die Frage ist doch, ob der Turm auch für Berlin und die Berliner ein Gewinn ist, oder ob nur einer Gewinne erzielt. Das ist dann auch der schmale Grad zwischen Investor und Spekulant.
    Nichts gegen Investoren und Eigentum im Allgemeinen, aber Berlin braucht zur Zeit anderes als Prestigebauten.

  8. 58.

    Also Berlin kann alles - auch schlimmer. Baerbock kandidiert für den Bund. Auf den Namen der Berliner Spitzenkandiatin komme ich gerade nicht. Können sie mir, ja rasch, auf die Sprünge helfen? ;-)

  9. 56.

    Genauso, @Tram 88 !

  10. 55.

    Wir werden von Wessis regiert, die sind unsere saubere Stadt Berlin-Alex war unser Zentrum-nicht gewohnt. Die mögen dicke Zettelkleberei an jeden Mast und kein Bauwerk ohne Vollblödgraffitischmiererei. Die haben den Mist wohl auch auf den Brillen ? Die Grüne, die RBM werden will wäre eine Katastrophe. "Sie tanzte nur einen Sommer"- die Baerbock-toller Beitrag vom ehem. Cicerochef.

  11. 54.

    "Der Investor hatte bereits einen gültigen Bauvorbescheid und eine Reduzierung der Höhe abgelehnt." In einem Vorbescheid kann alles mögliche oder nichts drin stehen. Der Satz ist dann doch etwas dünn recherchiert, gerade weil die Höhe hier das Thema ist. Das übliche Geplapper von Politikern kann dann ggf. auch nur zweitrangig sein.

  12. 53.

    So viele Linden hat man einfach vernichtet. Es war so angenehm dort zu verweilen. Ich meine die Zwischen Rathaus und Gastmahl des Meeres. Nordsee ist dagegen ein Stinkefischschuppen. Finger weg vom Alex. Der ist geklautes Volkseigentum. Ja, ich kann auch so. Ihr raubt uns ja alles.

  13. 52.

    Wenn da vor allem Luxuswohnungen in den Spargeltürmen entstehen sollen sind das doch oft nur Zweitwohnungen von den ZUVIELGELDHABERN. Ökologisch eine Sauerei ! Viel Stahl und viel Beton heißt viel CO2 bei der Materialproduktion. Der Kalksteintagebau ist hier schon so riesig gewachsen. So viel für Autobahn-und Brückenbau. Stets entsteht viel CO2. Uns Bürger plündert man bald mit der CO2-Steuer aus. Wer regiert eigentlich unser Land ? Die Regierung und die Parlamentarier bestimmt nicht. Eur CO2-Lügen kotzen mich an. Es sind Lügen, ihr würdet sonst anders bauen.

  14. 51.

    Man kann nur hoffen und der Senat stürzt bei den Wahlen richtig ab.
    Wie 1990.
    Bin mal gespannt auf die nächste rbb-Umfrage.
    Zumindestens müssen Linke + Grüne aus der Regierung raus.

  15. 50.

    Das Fatale ist ja nicht die Diskussion über 130,150 oder sonst wie viele Meter Höhe. Das Fatale und Investoren vergraulende ist die Unberechenbarkeit und Willkürlichkeit dieses Senats und auch der einzelnen Bezirksregierungen. Wenn schon Investoren für hochwertige Investments, mit entsprechenden Renditen damit vertrieben und drangsaliert werden, so tun sich Investoren mit kleineren Renditen dies gar nicht mehr an. Da wundert es dann nicht wirklich, dass kaum noch jemand in dieser Stadt investiert.

  16. 48.

    Sehr geehrter Prenzlauer,
    vor allem konnte man gefahrlos in dem Tunnellabyrinth die vielbefahrenen Straßen unterqueren was heute unmöglich wäre.
    Mit freundl. Grüßen

  17. 47.

    Fr. Lüscher verläßt doch Berlin demnächst. Viel großes hat sie hier nicht zustande gebracht. Nun will sie noch schnell ein Ausrufezeichen setzen. Außerdem war alles geklärt. Besser ist es, der nächste Senat kümmert sich um diese Baustelle.

  18. 46.

    Sehr geehrter IckeDette,
    was dem "Raumschiff" ICC betrifft, da stimme ich ihnen zu.
    Mit freundl. Grüßen

  19. 45.

    Sehr geehrte Frau Müller,
    etwas Geologie am Rande: Das Gebiet wo sich das One World Trade Center befindet, besteht aus einem felsigen Untergrund, wobei Berlin auf sumpfigen Grund erbaut wurde.
    Mit freundl. Grüßen

  20. 44.

    Sehr geehrter Herr Ludger,
    das PARK INN hieß ja mal HOTEL "STADT BERLIN" und wurde zu DDR-Zeiten gebaut. Und an der Größe des Gebäudes hat sich nichts geändert.
    Mit freundl. Grüßen

  21. 43.

    Wieder einmal eine linke Provinzposse.
    Wird Zeit, dass dieser Senat, voller "fähiger" Senatoren geht.
    Der Wähler hat es in der Hand bei den Wahlen am 26.09.
    @Concrete Nightmare, "Also ich persönlich, würde in diesem "Albtraum aus Beton" nicht mal wohnen wollen, ..." Ich denke, Sie können sich das auch gar nicht leisten.
    Und vielleicht können Sie den Alex in Gänze meiden - ein Verlust wäre es wahrlich nicht.

  22. 42.

    Da ist was falsch gelaufen die Antwort war nicht für Lara. Auf Laras Betrag war eine andere Antwort

  23. 41.

    Was ist eigentlich schön daran, wenn alle Türme eine einheitliche Bauhöhe von exakt 130 Metern haben? Hier wird auch der letzte Versuch, den Alex optisch ein wenig aufzuwerten blockiert. Einfach nur peinlich für Berlin!

  24. 40.

    Sie scheinen sich ja gut auszukennen. Am Alex steht nicht ein plattenbau. Sie sind bestimmt zugereist. Erst erkundigen dann schreiben.

  25. 39.

    Der Alex war zu DDR-Zeiten ein Vorzeigeplatz.
    Heute meiden Viele den Alex.

  26. 37.

    Stimmt, der Alex hatte mal ein "Gesicht", heute ist nur noch ein beängstigender Müllplatz mit Straßenbahn ohne Niveau.

  27. 36.

    Hallo Markus, der Alex war nicht immer hässlich. Als ich kurz nach dem Mauerfall als Westmädel das erste Mal nach Ostberlin kam fand ich den Alex und auch den Palast der Republik klasse. Aber Du hat Recht....jetzt ist der Alex einfach nur noch hässlich.

  28. 35.

    Zum Glück kann man hier 5qm Flächen zu Plätzen definieren, sonst würde es den Alexanderplatz irgendwann gar nicht mehr geben. Der Platz im Sinne der Fläche ist auf jeden Fall schon sehr gesunken.
    Der Brunnen der Völkerfreundschaft wird mit diesem Bau dann den halben Tag nur noch im Schatten verbringen, wahrscheinlich den ganzen.
    Mit dem Alexanderhaus hat man eigentlich auch eine super Vorlage für einen Stil indem man mehrere zusätzliche Gebäude bauen könnte und es ein konsistentes schönes Bild ergibt, aber das ist wohl auch egal. Einen Steinwurf entfernt, am "Stadtschloss", ists aber wieder wichtig.
    Mit den zusätzlichen Bauten auf dem Alex ist der platz sowieso schon viel hässlicher geworden, ob da dann ein Haus mit 130m oder 150m den Platz noch hässlicher macht macht eigentlich schon keinen Unterschied mehr. Hätte der Platz keine DDR Historie, dann würde man auch besser damit umgehen. Es soll ja auch Menschen geben, die finden das ICC schön und wollen es erhalten.

  29. 34.

    Nun auch noch Bauingeneur? Sie wissen sicherlich, dass Geschossanzahl auch vom Untergrund begrenzt wird? Berlin baut nicht auf Granit. Außerdem möchte auch eine große Anzahl der Bürger und Bürgerinnen keine ewig-gestrige höher-weiter-viele Steine Silhouette der Stadt.

  30. 33.

    Der "ALEX " war nicht der hässliche Platz!!! Zu DDR ZEITEN war er einer der bedeutendsten und schönsten. Ich habe 1973 die Weltfestspiele mit erlebt und wer das noch kennt, gerät jetzt sicher ins Schwärmen! Man, war das eine geile Zeit .Heute ist er wirklich hässlich, das ist- so glaube ich- auch gewollt. Schade, sehr schade.

  31. 32.

    Eine schöne Skyline würde den Alex und ganz Berlin aufwerten, gerne auch über 400 m. Durch die Wohnungen in den Hochhäusern würde der Alex abends belebt werden. Es ist völlig unverständlich, warum der Senat so kleingeistige Vorschriften macht.

  32. 31.

    Ich war auf dem One World Trade Center,war toll ,wieso traut sich Berlin so etwas nicht ?

  33. 30.

    Luxuswohnungen? Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, und keine Wohnungen, die sich Otto Normalverbraucher niemals leisten kann. Und wer zieht schon freiwillig an den häßlichsten Platz von Berlin? Die Hochhäuser machen den Alex auch nicht attraktiver, ganz im Gegenteil.

  34. 29.

    Unter diesem Senat rechne ich auch mit keinem großen Boom.
    Scheinbar zanken die sich ja schon um die Anzahl der Stockwerke, wo ich mich langsam frage, ob Berlin langsam zum Gespött der Welt wird.
    Viele Touristen sind schockiert, wie Berlin aussieht.
    O-Ton:
    "I was told it's a little dirty here. And it really is."

  35. 28.

    und wenn dann die Türme in die Tunnel absacken sind sie doch eh ein Stück kürzer. Aber denn war keinem klar, dass da unter dem Alex viel Hohlraum war. Kennen wir doch von anderen Senatsprojekten.

  36. 26.

    Ich habe kein Problem mit Luxuswohnungen, aber warum machen die Politiker kein Gesetz, dass 50% der Wohnungen für sozial Schwache in einfachen Jobs diese Wohnungen erhalten?
    Krankenpfleger, Kassiererinnen.
    Zum Beispiel die, die am längsten gearbeitet haben bzw. seit Jahren Vollzeit arbeiten.
    Politiker können sich ja die schönsten Wohnungen leisten.

  37. 25.

    Warum baut man die Hochhäuser nicht mal an einem anderen Ort.
    Am Stadtrand, wo man dann auch mehr Baufreiheit hat und es etwas wohnlicher hat???
    Wie realistisch ist es eigentlich, dass die U5 einstürzt deswegen?
    Mal nen Statiker zu Rate ziehen?

  38. 24.

    Vielleicht übernimmt ja das Bezirksamt Mitte auch die Mietkosten in den Wolkenkratzern???
    Denke mal dann werden sich Viele für diese Wohnlage interessieren.

  39. 23.

    Da sollen allen ernstes (Luxus-)Wohnungen entstehen?
    Also ich persönlich, würde in diesem "Albtraum aus Beton" nicht mal wohnen wollen, wenn man mich dafür bezahlen würde.
    Aber naja, jeder Jeck ist anders, ne. Der eine träumt von einem Apartment am Meer unter Palmen, und der andere sehnt sich nach der kalten Tristes von Beton.

    Und ob die Hochhäuser jetzt 130m oder 150m hoch sind, macht da nun wirklich keinen großen Unterschied mehr - und so schön ist der "Tele-Phallus" nun auch nicht, dass man ihn die ganze Zeit -oder überhaupt- anschauen möchte.

    Ich selbst bin vielleicht so 1 bis 2 mal im Jahr am "Alex" - und wenn ich da bin, versuche ich auch immer so schnell wie möglich, wieder wegzukommen. Insofern ist es mir echt egal, wieviel Beton da noch aufgehäuft wird - schöner/hässlicher wird der "Alex" damit auch nicht mehr.

  40. 22.

    Ich bin gerade eben erst in Warschau gewesen, wo in den letzten Jahren so viele Wolkenkratzer - um die 200 Meter - hochgezogen wurden, dass ich mich mancherorts in New York City wähnte.

    Warum hat Warschau eine richtige Skyline verdient, aber Berlin nicht?

    Die Sicht auf den Kulturpalast wird dort auch verdeckt, aber das hat doch keine Relevanz!

  41. 21.

    "Bebauungspläne sollten zukünftig öffentlich einsehbar sein, die BerlinerInnen ein Mitspracherecht haben und ein Neubau an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. Die PolitikerInnen haben nur ein "Mandat" von uns und sind auskunftpflichtig..."

    Hier können sie sie zumindest einsehen:
    https://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/b-planverfahren/de/b-plaene_fisbroker.shtml

    https://fbinter.stadt-berlin.de/fb/index.jsp?loginkey=showAreaSelection&mapId=bplan@senstadt

  42. 19.

    130 m oder 150 m?
    Weder das eine noch das andere!

    Es Quatsch, weil diese Häuser nicht gebraucht werden.
    Also einfach nix bauen aber dafür ein paar Bäume pflanzen!

  43. 18.

    Genau! Es fehlen schließlich noch Unmengen an hochpreisigen Eigentumswohnungen in Berlin, um den angespannten Mietwohnungsmarkt zu entlasten! *facepalm

  44. 17.

    Klar, ein Hochhäuschen nach dem anderen - damit alles auch ja richtig hässlich und langweilig wird.
    Bald haben wir fünfzehn oder zwanzig solche Hochhäuschen in der Stadt, bloß ja keins höher als 120 oder 130 Meter.
    Gähn..... Nur nichts Mutiges zulassen!!
    Man könnte ja auch mutig sagen, dass man in Berlin gar keine Hochhäuser will - das wäre ja auch möglich. Das passiert dann aber auch wieder nicht...

  45. 16.

    ...an die Fassadenbegrünung hat niemand gedacht, oder?
    Das wäre zeitgemäß. Allen weiterhin schönes schwitzen im Steppengebiet Berlin/Brandenburg.

  46. 15.

    Sommerloch? SPD, Grüne und Linke fordern Wohnraum und jetzt soll hier Wohnraum durch die Forderung der Senatsbaudirektorin Lüscher und ihrer 130 m Forderung vorsätzlich vernichtet werden? Das Park Inn hat hier die Messlatte mit 150 m gesetzt, ich kann den Investor verstehen, warum sollte er jetzt hier 20 m weniger bauen? Dieser Senat ist echt unglaublich, hoffentlich gibt es einen baldigen Wechsel in der Berliner Lokalpolitik. Es ist 1A Innenstadtlage und somit für Hochhäuser wie geschaffen.

  47. 14.

    Sehe ich auch so. Der Alex war hässlich, ist hässlich und wird hässlich bleiben. Da machen die paar Meter auch nichts mehr.

  48. 13.

    Ein zwei Investruinen(ala stegilitzer Kreisel)jahrzehntelange Dauerbaustellen müssen doch einfach drin sein. Die Chance dazu ist angesichts der Akteure durchaus geben. Interessant Schön ist keines dieser Ungetüme. Hat so ein "Investor" eigentlich eine Fertigstellungsbürgschaft hinterlegt.
    Schließlich ist Vermögen und Kapital schneller weg wie das Hochwasser nach einem Gewitterguss.

  49. 12.

    Mit jedem weiteren häßlichen Hochhaus ähnelt Berlin mehr Metropolen wie Frankfurt. Muss nicht sein. Da sind es Bankentürme, abends ist dort kein Leben. Und schön ist es sowieso nicht. Ich vergleiche den Fernsehturm mal mit dem Eifelturm in Paris, den kann man in Paris auch von fast jeder Ecke sehen und sich daran orientieren. Was bringt Berlin dieser neue Hochhaus-Bau? Für mich eine richtige Entscheidung gegen Turmmonster. 130m ist immer noch sehr hoch. Ich empfehle mal fernöstliche Erkenntnisse zum Thema Flair und Wohlfühlen ;-)

  50. 11.

    Und irgendwo ganz klein dazwischen der Fernsehturm, dann haben sie es geschafft, endlich ist dieses letzte DDR-Relikt unsichtbar geworden und Berlin sieht aus wie jede andere Stadt.

  51. 10.

    Ja, mach nur einen Plan ...
    Ich habe in den 90ern am Alex gearbeitet, da standen schon viele schöne Infotafeln herum, wo mit bunten Bildern beschrieben wurde, wie der Platz ab dem Jahr 2001 aussehen würde: Voller super-schicker Hochhäuser, besser als Manhattan. Die Tafeln sind vergammelt und wurden etwa 2003 endgültig entfernt. Berlin hatte mal das Image, dass man hier etwas fixer ist als anderswo ...

  52. 9.

    Meiner Meinung nach sind unsere Stadtentwickler und Stadtplaner unfähig und allesamt nicht zeitgemäß! Weshalb kann nicht im Stil der denkmalgeschützten, in den 1920er Jahren von Paul Behrens konzipierten und errichteten Gebäude (z.B. Alexander- und Berolinahaus)weitergebaut werden? Wenn der früher so schöne Alexanderplatz schon zubetoniert werden muss, sollte die Höhe der vorhandenen Gebäude von Neubauten nicht überschritten werden...Das Park Inn sollte KEIN Maßstab sein. Wem nutzen schon wieder Luxus-Eigentumswohnungen? Auch ungenutzte Bürogebäude gibt es im Zentrum mehr als genug. Egal, wann die schönsten Grundstücke der Stadt billig von unseren Politikern ohne Wissen der Bevölkerung verscherbelt wurden: Bebauungspläne sollten zukünftig öffentlich einsehbar sein, die BerlinerInnen ein Mitspracherecht haben und ein Neubau an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. Die PolitikerInnen haben nur ein "Mandat" von uns und sind auskunftpflichtig...

  53. 8.

    "150-Meter-Hochhäuser seien nicht mehr zeitgemäß" - so die grüne "Begrün(d)ung. Warum eigentlich nicht?

    Zufällig ist das auch die Partei, die jeden Neubau kategorisch verhindert ("not in my backyard", etwa an der westlichen Karl-Marx-Allee) und deren Protagonist*innen jedoch am lautesten nach Steuergeldern und öffentlichen Wohnbaugesellschaften schreien, wenn die eigenen Häuser von Investoren oder Spekulanten gekauft werden sollen. Mal ganz abgesehen von der forcierten Preistreiberei beim Wohnungsbau durch fragwürdige "energetische Maßnahmen".

    Ich kenne keine andere Partei, die so rücksichtslos Kosten- und Mietenpreistreiberei betreibt, wie die Grünen in Berlin. Man befrage mal Bauherren in Friedrichshain-Kreuzberg. Da können selbst die Schwarzen von der CDU noch etwas dazulernen.

  54. 7.

    Super hässliche alles!

  55. 6.

    Es ist schon unglaublich wie kleingeistig der Berliner Senat denkt. Wenn es schon Investoren gibt, die an diesem Plattenbetonwüstenplatz nach immerhin 30 Jahren endlich investieren wollen, dann werden die Höhen gekappt, weil dies die "Sicht auf den Fernsehturm" verhindern würde. Das ist so lächerlich das es zum lachen wäre, wenn es nicht so traurig wäre.
    Man sollte hier bis zu 250 Meter hoch bauen anstatt 130. Man kann über so eine "Weltstadt" nur den Kopf schütteln...

  56. 5.

    Also eigentlich ist doch egal, ob da 4 oder 10 Hochhäuser mit 200 Meter Höhe stehen: Der Alex wird auf Augenhöhe des drüberweg eilenden Menschen nie urbanes Flair haben können und immer dieser abgeranzte kuschelige Platz bleiben samt dem passenden Publikum dazu. Dafür lieben wir ihn ja. Dit is Berlin!

  57. 4.

    "Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es."

    Warum vereinbart man über die genauen Baumaßnahmen (an der Infrastruktur der Stadt)Stillschweigen?

  58. 3.

    Der Alex ist eh mit Abstand der hässlichste Platz Berlins - da macht ein Hochhaus mehr oder weniger oder 20m mehr oder weniger nun auch nichts mehr aus...

  59. 2.

    Das mit den Hochhäusern wird sowieso noch lustig werden, unter dem Alex fahren ja verschiedene U-Bahnlinien. Und es liegen auch noch reichlich Tunnel drunter. Hochhäuser zu bauen wird dort sowieso nicht einfach.

  60. 1.

    Passt nicht mehr ins Bild? Ist nicht mehr zeitgemäß? Verdeckt die Krone des Fernsehturms? Hm, liegen aber jetzt wirklich neue Erkenntnisse vor? Hin und her… 150m, 130m… Damit verplempert die Verwaltung also ihre Zeit. Wenn es noch länger dauert und nach den Wahlen ein anderer verantwortlich ist, dürfen es vielleicht 140m sein?

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