In den kommenden fünf Jahren - Berlin nimmt 500 weitere Geflüchtete auf

Symbolbild: Eine syrische Frau füllt am 29.01.2017 beim UNHCR-Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen in Beirut (Libanon) Dokumente zur Registrierung aus. (Quelle: dpa/Hassan Ammar)
Bild: dpa / Hassan Ammar

Berlin wird aus humanitären Gründen in den kommenden fünf Jahren zusätzlich 100 Menschen jährlich aufnehmen, die in den Libanon geflüchtet sind. Die Aufnahme erfolgt außerhalb der sonst üblichen Asylverfahren, wie die Berliner Senatsinnenverwaltung am Montag mitteilte.

Vor allem Personen aus dem Irak und Syrien im Fokus

Aufgenommen werden sollen insbesondere Personen mit syrischer und irakischer Staatsangehörigkeit, die derzeit im Libanon Zuflucht gefunden haben, sagte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). Der Libanon habe im Verhältnis zu seiner Gesamteinwohnerzahl weltweit mit Abstand die meisten syrischen Geflüchteten aufgenommen. Die Auswahl der aufzunehmenden Personen erfolgt demnach unter Einbeziehung der Expertise des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR).

Beschluss schon zweieinhalb Jahre alt

Damit werde ein Beschluss des Abgeordnetenhauses von Ende 2018 umgesetzt, teilte Geisel mit. Das Parlament hatte damals beschlossen [parlament-berlin.de], ein Aufnahmeprogramm zur humanitären Hilfe für besonders Schutzbedürftige zu entwickeln.

Das neue Landesaufnahmeprogramm musste laut Geisel zuvor mit dem Bund abgestimmt werden. Zudem sei es wegen der Corona-Pandemie zu Verzögerungen gekommen. "Mit der Berliner Landesaufnahmeanordnung Libanon können wir besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in Not einen sicheren Hafen bieten", erklärte der Innensenator. Die ersten Familien sollen bereits in diesem Jahr nach Berlin kommen.

Sendung: Abendschau, 26. Juli 2021, 19:30 Uhr

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