Christopher Street Day als Demo - CSD-Veranstalter raten von weiten Anreisen nach Berlin ab

Teilnehmende der "CSD Berlin Pride" gehen als Sterndemo durch Berlin in Richtung Alexanderplatz. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Die Parade zum Christopher Street Day findet in diesem Jahr corona-bedingt in kleinerem Rahmen statt, und zwar als Demonstration. 20.000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter - das sind weitaus weniger als in den Jahren vor Corona. Bevor der CSD im vergangenen Jahr coronabedingt ausfiel, wurden 2019 noch rund eine Million Teilnehmer und Besucher gezählt.

Laut Veranstaltern sind am 24. Juli fünf Trucks, mehr als 70 Fußgruppen, Fahrräder und Rikschas dabei. Wer beim Umzug mitläuft, muss Abstand halten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Veranstalter raten: Bitte nicht aus anderen Städten anreisen!

Starten wird die CSD-Parade nahe dem Potsdamer Platz. Die Strecke führt von dort über das Brandenburger Tor und die Siegessäule zur Urania. Eine Abschlusskundgebung soll es nicht geben.

Ein Sprecher des veranstaltenden und die Demo anmeldenden Vereins begründete die geringe erwartete Teilnehmerzahl damit, dass die Corona-Maßnahmen viele Menschen abschreckten und der Verein abrate, aus anderen Städten zur Veranstaltung anzureisen. Außerdem sei der CSD dieses Jahr betontermaßen eine politische Veranstaltung - "ohne 80 Trucks wie sonst üblich".

Am 28. Juni 1969 hatte die Polizei die Schwulenbar Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street gestürmt. Es folgten tagelange schwere Zusammenstöße zwischen Aktivisten und Sicherheitskräften. Der Aufstand gilt als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung. Inzwischen wird der CSD jährlich in zahlreichen Ländern weltweit gefeiert, in Berlin bereits zum 43. Mal.

Sendung: rbb88,8. 14.07.2021, 18 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    ? ?? Seien Sie versichert, geimpft bin ich und Maske trage ich eh! Und Abstand nicht zu vergessen bitte:)

  2. 17.

    Der CSD Veranstalter rät von weiten Anreisen ab! Gute Entscheidung!

  3. 16.

    Meinung! Ist für mein dafürhalten das Ergebnis von einer Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Sachverhalt . In diesem Fall der CSD. Ich finde, es sollte nicht stattfinden.

  4. 15.

    Hallo,

    auch im vorigen Jahr gab es einen kleinen CSD mit ca. 4500 Leuten und es hat die Zahlen nicht ansteigen lassen. Auf den Prides herrscht Maskenpflicht und im Gegensatz zu den Fußballzuschauern in Großbrittanien, scheinen die Leute hier im Vergleich verantwortungsbewußt zu sein.

  5. 13.

    Die Zahlen steigen zur Zeit mit 50% Zuwachs pro Woche und dann wird eine "Demo" mit 20.000 genehmigt. Ich kann es nicht fassen wie blauäugig man sein muss. Holland ist doch gerade ein gutes Beispiel dafür, daß man große Ansammlungen auch im Freien weiterhin unterlassen sollte.

  6. 12.

    Zum Schutz des Allgemeinwohls solllte präventiv gehandelt werden. Ich bin da eher skeptisch!

  7. 11.

    Im reproduzieren durchweg provokanter Kommentare wird nur deutlich, wie wenig Sie sich mit dem Thema überhaupt beschäftigen.

  8. 10.

    ..genau! Damit es vorerst so bleibt. Die Zahlen steigen ja wieder ! Leider!

  9. 9.

    Hi Lothar, stimme Dir vollkommen zu. Mein Bruder und sein Mann werden auch nicht erscheinen. Es ist schade; wohl aber notwendig.

  10. 8.

    Sie meinen die jetzige Situation mit leeren Intensivstationen und der Möglichkeit für jeden, sich sofort noch am nächsten Tag in jedem impfzentrum impfen zu lassen mit biontech oder moderna und damit zuverlässig geschützt zu sein?

  11. 7.

    Party Kuschel „ Demonstration „ muss nicht sein bei der jetzigen Situation!

  12. 6.

    Es handelt sich beim CSD Pride in erster Linie um eine angemeldete Demonstration. Auch wenn’s Ihnen nicht lieb ist, machen Sie sich vorher über unsere Anliegen hierzu ersteinmal schlau. Und nein, ich gehe aus guten Grund zu keiner der Demonstrationen. Obwohl ich gerne dabei wäre. Auch nicht die in Marzahn. Hier muß ich @ Wolf S. Kommentar recht geben.

  13. 5.

    Naja , das muss nicht so sein , nach der BLM Demo letztes Jahr sind die zahlen auch nicht gestiegen.
    Die Menschen sollten besser nicht so viel ins Ausland zum Urlaub fahren, da ist die Verbreitung vorprogrammiert, sowie Fußballspiele mit 20000 Fan sind ja auch erlaubt , und da geht es nur um Fußball und nicht und diskriminierende Angriffe auf Personen. Also mal das große Ganze sehen , und Gedanken schaffen Realitäten

  14. 4.

    Es liest sich schon komisch wenn explizit darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine Demo handelt. Was war es denn die letzten Jahre zuvor? Keine Demo? Doch nur eine Riesenparty? Das bestätigt doch die jahrelange Kritik von außen und innen an dieser Veranstaltung.

  15. 3.

    Wenn es erstmal soweit ist, ist es zu spät. Wir haben noch zu viele Ungeimpfte. Die können eine weitere Welle auslösen, mit den bekannten Konsequenzen. Ich denke, vor allem Großveranstaltungen sollten nicht vor 2022 stattfinden.

  16. 2.

    Infektionen wird es die nächsten Jahre noch geben. Nur wieviel landen im Krankenhaus und überlasten das Gesundheitssystem. Nur das interessiert und nichts anderes. Immer diese Panikmache

  17. 1.

    Die Geister, die rief?! Es ist zu früh für solche Großveranstaltungen. Bei ausgelassenen Feiern so vieler Menschen wird es unweigerlich zu Infektionen kommen. So wird die vierte Welle weiter vorangetrieben.

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