Kränze und Blumen im Berliner Tiergarten - Stilles Gedenken an homosexuelle Opfer im Nationalsozialismus

Im stillen Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus sind im Berliner Tiergarten Kränze und Blumen niedergelegt worden. (Quelle: rbb/Abendschau)
Bild: rbb

Im stillen Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus sind am Samstag im Berliner Tiergarten Kränze und Blumen niedergelegt worden. Unter anderem nahm auch Berlins Kultursenator und Bürgermeister Klaus Lederer (Linke) an der Veranstaltung am "Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen" teil.

Das Mahnmal war 2008 eingeweiht worden und ist in der Vergangenheit öfter geschändet worden.

Im Nationalsozialismus wurden nach Angaben der Bundesstiftung für politische Bildung insgesamt 50.000 Männer wegen Homosexualität zu Freiheitsstrafen verurteilt. Nach Schätzungen von Historikern wurden in der NS-Zeit etwa 10.000 bis 15.000 homosexuelle Männer in Konzentrationslager gebracht.

Sendung: Abendschau, 24.07.2021, 19:30 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Vielen lieben Dank. Leider vergessen viele in unser aller Gemeinschaft hier, welch Schande es ist, heute noch uns, die wir niemanden böses wollen, uns Schwule zu verabscheuen, nur weil wir einander Lieben. Gesetze müssen extra her um Hass und Rassismus zu unterbieten. Wehret den Anfängen. Nie wieder Faschismus.

  2. 3.

    Da hätte Deutschland auch früher mal nachDENKEN können, denn der 175 aus der NS Zeit galt weiter!
    Erst mit Wirkung vom 1. Juli 1989 wurde dieser Paragraph ersatzlos gestrichen. Die Bundesrepublik Deutschland hielt zwei Jahrzehnte lang an den Fassungen der §§ 175 und 175a aus der Zeit des Nationalsozialismus fest.

  3. 2.

    Der rosa Winkel musste von Menschen im KZ getragen werden, die man der gleichgeschlechtlichen Liebe bezichtigte. Weil Menschen liebten, wurden sie vernichtet. Lange Zeit wurde diese Gruppe vergessen, wenig beachtet. Fragil ist die Demokratie, sind die Menschenrechte, ist die Freiheit, die freie Meinungsäußerung. Aber dafür lohnt es sich zu kämpfen, damit niemand mehr diese Macht erhält, bestimmen zu können, wer wen zu lieben hat und wer leben darf und wer nicht. Aus dem Forum Menschenrechte: "Zu einer lange unterschätzten, fundamentalen Gefahr für unsere rechtsstaatliche Demokratie und Gesellschaft sind Rassismus, Hasskriminalität, Rechtsextremismus, Homo- und Transsexuellenfeindlichkeit,
    Antisemitismus, Antifeminismus und Diskriminierung von Menschen geworden. "

  4. 1.

    Warum haben die nichtmal 1 m² von den 19.000 m² neben dem Brandenburger Tor ? ... und auch keine der anderen Opfer ?

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