Ausbildungsunterstützung - Brandenburg wirbt mit Stipendien um Landlehrer

Klassenzimmer einer Grundschule (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.07.2021| Christan Riedel | Bild: dpa/Annette Riedl

Brandenburg will mit Stipendien Lehrkräfte für die Arbeit auf dem Land gewinnen.

Wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte, werden zum Wintersemester 25 Stipendien als Pilotprogramm aufgelegt. Bewerben können sich den Angaben zufolge Lehramtsstudierende aus ganz Deutschland mit Beginn des fünften Fachsemesters.

Erst das Stipendium, dann der Lehrerposten an einer Schule

Für die Dauer der verbleibenden Regelstudienzeit sollen die Stipendiaten dann 600 Euro monatlich erhalten, wenn sie sich verpflichten, an einer von mehr als 50 ausgewählten Schulen in Brandenburg ein Praktikum, ihr Praxissemester und den Vorbereitungsdienst zu absolvieren. Außerdem müssen sie dort den Angaben zufolge nach dem Abschluss mindestens so viele Schulhalbjahre als Lehrkräfte arbeiten, wie zuvor das Stipendium gewährt wurde.

Sendung: Inforadio, 13.07.2021, 15 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Belohnung für den Weg in den Osten. Geht auch ohne, denn gerade gut ausgebildete Studienräte finden derzeit überall im Osten sehr gute Angebote, Sachsen verbeamtet wieder. Meist ein gutes Arbeiten, weil kein Überangebot vorhanden ist und man bewusst mit der Lehrkraft fair umgeht. Anders im Westen, Überangebot. Hier guter Einstieg. Kann nur jedem aus dem Osten stammenden Studienrat diesen Wechsel empfehlen. Bewusst gegen Abwanderung gut ausgebildeter Ostdeutscher.

  2. 4.

    Das nennt sich freie Berufswahl und freie Wohnortwahl, steht in "unserem" Grundgesetz. Habe manchmal den Eindruck die wenigsten im Osten haben das mal gelesen, "ist ja auch nicht unseres" (O-Ton eines Ostdeutschen zu mir). Wir sind eben eine freie Gesellschaft und die ehemaligen DDR-Gebiete haben sich dieser freien Gesellschaft freiwillig angeschlossen. Man hätte auch in den Staatsbankrott gehen können, statt jetzt ständig von Pflichtdiensten zu reden. Was haben Sie denn gegen die finanzielle Förderung die mit einer Verpflichtung verbunden wird? das nennt man dann Vertragsfreiheit, noch so was komisches aus dem Westen.....

    Sachsen macht das auch für Ärzte schon, da mischt aber auch noch der Standesdünkel über Ärztekammer mit. Auch für Grundschulen gab es das hier in Sachsen schon. Es bleibt dabei ländliche Gebiete sind unattraktiv, trotz geringer Mieten und Grundstückspreise.

  3. 3.

    Sollte es auch für Ärzte geben. Und während der Wende gab es ja auch mal eine "Buschzulage" oder im Westen früher Berlinzulage, als noch kaum jemand hier wohnen wollte. Da kann man doch auch eine Landzulage erfinden.
    Es sollte auch generell eine Pflicht zum Landeinsatz voraussetzung für ein entsprechendes Studium sein. Immerhin zahlt die Gesellschaft die komplette Ausbildung, Sozialleistungen und Krankenversicherung und das Studium.
    Die Ausbildung wird sozialisiert und die "Gewinne" aus der Ausbildung "privatisiert". Das kennt man doch auch von woanders.

  4. 2.

    Vielleicht würde ja auch einfache konkrete Stellenausschreibungen im Internet helfen. Klare Aussagen über Einsatzort, Fächer (die man dann auch wirklich unterrichten darf!). Kein Hokuspokus bei der Verteilung auf Schulen und Fächer! Und die Anzeigen laufend veröffentlichen, nicht nur 2 Wochen im Jahr! Ich kenne viele ältere Lehrer, die nicht in den Schuldienst gehen, weil ihnen dann vorne und hinten der schwarze Peter zugeschoben wird!

  5. 1.

    Ich bin immer wieder von der „Weitsichtigkeit“ unseres Bildungsministeriums überwältigt. Die Damen und Herren leben in ihrer eigenen Welt und haben über den Bedarf an Lehrern, insbesondere im ländlichen Raum sehr dürftige Kenntnisse. Anders kann man sich die späten Maßnahmen zur Lösung der Personalien nicht erklären. Es wird wirklich Zeit, dass Frau Ernst sich baldmöglichst einen neuen Job sucht.

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