Unterbringung von Wohnungslosen als Geschäftsmodell - 900 Euro Miete für ein Zimmer voller Ungeziefer

Die Silhouette eines wohnungslosen Mannes zeichnet sich am 12.11.2013 in einer Notschlafstelle für Obdachlose hinter einer halb heruntergelassenen Jalousie ab. Quelle: dpa/Julian Stratenschulte
Video: rbb|24 | 12.07.2021 | Material: Abendschau | Bild: dpa

Überteuerte private Unterkünfte für Wohnungslose sind ein Auslaufmodell – so will es die Politik. Bürokratie verhindert jedoch schnelle Lösungen. Anbieter verdienen auf Kosten der Steuerzahler nach wie vor ein Vermögen. Von Tina Friedrich und Torsten Mandalka

Gerhard Herholz hat seit 14 Jahren keine eigene Wohnung mehr. Seit sein Geschäft und seine Ehe gescheitert sind, lebt er auf der Straße oder in Zimmern, die ihm von der Sozialen Wohnhilfe der Berliner Bezirke zur Verfügung gestellt werden. Offiziell heißt das dann: Unterbringung zur Vermeidung von Obdachlosigkeit. Gerhard nennt es "Kaninchenstall": "In diese kleinen Räume dürfen die Menschen maximal eine Tasche und einen Koffer mitbringen, sich nicht einrichten oder niederlassen. Es ist kein Leben. Es ist ein Warten."

Von 18 Unterkünften, die er im Lauf seines wohnungslosen Lebens kennengelernt hat, seien nur zwei wirklich gut gewesen, erzählt Gerhard Herholz. Zur Demonstration zeigt er Fotos von Weihnachten 2020. Da wohnte er für einige Tage in einer Unterkunft für Wohnungslose und Geflüchtete in der Goerzallee. Auf den Bildern sind seine Arme und Beine überzogen von roten Pusteln und Bissspuren. Er hatte Ungeziefer in der Matratze. "Ich habe überall Bisse gehabt am ganzen Körper, Beine, Rücken, überall. Die Tiere nisten sich unter der Haut ein. Wenn du auf der Straße lebst, kriegst du das nie wieder weg."

Provisorium wird zum Dauerzustand

Er schnürt seine Kleidung in eine Plastiktüte, hält durch. Am Ende schlief er nur noch auf einem Stuhl statt in seinem Bett, erzählt Gerhard Herholz. "Draußen war es saukalt. Zurück auf die Straße konnte ich nicht. Erfrieren wollte ich nicht." In einem anderen Zimmer hatte er zuvor bereits Kakerlaken hinter dem Kühlschrank aufgeschreckt. Als Ersatz bekam er das Zimmer mit der verseuchten Matratze. Kurz nachdem er sich beschwerte, wurde er vor die Tür gesetzt. Der Anbieter der Unterkunft äußerte sich dazu auf Anfrage nicht.

ASOG-Unterkünfte heißen die Heime im Behördendeutsch, weil sich die Bezirke bei ihrer Belegung auf das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz Berlin berufen, Paragraf 17: Behörden haben die Aufgabe, Gefahren für die öffentliche Sicherheit abzuwenden. Die Unterbringung in solchen Heimen ist als Überbrückung gedacht, bis der Mensch in eine reguläre Wohnung ziehen kann. Die Kosten tragen die Bezirke. Mehr als 30.000 Menschen leben so in Berlin, Geflüchtete mit abgeschlossenem Asylverfahren, Wohnungslose und Obdachlose. Senat und Bezirke sprechen von bis zu 50.000 Menschen, die in Berlin wohnungslos sind. Weil aber bezahlbare Wohnungen fehlen, wird aus dem Provisorium oft ein Dauerzustand.

Quadratmeterpreise über 150 Euro

Seit der Flüchtlingskrise 2015 stehen ASOG-Unterkünfte immer wieder in der Kritik, wegen ihrer hygienischen Zustände ebenso wie wegen dubioser Anbieter, die sehr hohe Tagessätze von den Bezirken verlangen und Millionen mit schäbigen Zimmern verdienen. Sozialsenatorin Elke Breitenbach trat 2016 mit dem Versprechen an, das Problem zu lösen. Doch viele Unterkünfte sind bis heute Gelddruckmaschinen für ihre Betreiber.

Für Gerhard Herholz Zimmer voller Ungeziefer in Lichterfelde, das allenfalls elf Quadratmeter groß gewesen ist und das er selbst als "Kaninchenstall" bezeichnet, bezahlte der Bezirk seines Wissens um die 30 Euro pro Tag. Von dieser Rechnung ausgehend kostet das Zimmer den Bezirk also rund 900 Euro pro Monat - wenn der Vermieter den Raum durchgängig belegen kann.

In Steglitz bekam ein Anbieter 2019 für ein 24 Quadratmeter großes Zimmer rund 3.800 Euro pro Monat, weil er darin eine fünfköpfige Familie unterbrachte. 158 Euro pro Quadratmeter. Ein Beleg über diese Kostenübernahme liegt der Redaktion rbb24 Recherche vor.

Wanzenbefall als häufiges Problem

In Moabit bezahlt der Bezirk Mitte derzeit für eine sechsköpfige Familie in zwei Zimmern 6.300 Euro pro Monat an den Betreiber. Auch in diesem Fall liegt der Beleg über die Kostenübernahme dem rbb vor. Das Bezirksamt Mitte kommentiert auf Anfrage die Vertragsdetails nicht. Ein Video aus dieser Unterkunft zeigt ein Wanzennest hinter aufgeplatzter Tapete, schwarz von den Ausscheidungen, und mehrere krabbelnde Tiere.

Das Bezirksamt bestätigt auf rbb-Anfrage den Wanzenbefall. Er sei nicht rechtzeitig bemerkt worden, "da die ehemaligen Bewohner des Zimmers den Bettwanzenbefall dem Betreiber nicht gemeldet hatten". Nach der Meldung sei der Befall erfolgreich beseitigt worden. Das Bezirksamt ergänzt, dass die Familie nach wie vor in dieser Unterkunft wohne, und angegeben hätte, "dort gerne zu wohnen." Bettwanzenbefall sei darüber hinaus nicht unbedingt ein Zeichen vernachlässigter Hygiene, sondern "ein globales Problem insbesondere im Hotel- und Übernachtungsgewerbe".

Martina Mauer vom Flüchtlingsrat Berlin berichtet rbb24 Recherche von regelmäßigen Beschwerden aus verschiedenen ASOG-Unterkünften. "Sei es über die baulichen Verhältnisse dort, über die fehlenden Ansprechpartnerinnen, über die Überbelegung. Auch Wanzenbefall ist ganz häufig Thema." Aus Sicht des Flüchtlingsrats sehen einige Bezirke ihre Aufgabe lediglich darin, eine Unterkunft als Schutz vor Wind und Wetter bereitzustellen. "Das bedeutet im Endeffekt eine massive Entrechtung und eine extreme Beschneidung der Selbstbestimmung, also der Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen", kritisiert Mauer.

Mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr

Einheitliche bezirksübergreifende Qualitätsstandards gibt es nicht. Neben Ungeziefer und mangelnder Reinigung ist die Überbelegung das größte Problem. Eigentlich sollten sich höchstens zwei Menschen ein Zimmer teilen müssen, findet Detlef Wagner (CDU), Sozialstadtrat in Charlottenburg-Wilmersdorf. Er weiß, dass es dennoch Anbieter gibt, die aus Geldgier deutlich mehr Menschen in einen Raum pferchen. "Das ist Abzocke. Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen", sagt Wagner.

Die Tagessätze verhandeln die Bezirke direkt mit den Anbietern. Diese liegen zwischen 12 und 68 Euro pro Tag und Bewohner, wie mehrere parlamentarische Anfragen aus dem Frühjahr 2020 ergaben. Wer lediglich vier Wände und eine rudimentäre Einrichtung zur Verfügung stellt, verlangt weniger. Wer darüber hinaus Wachschutz, Reinigungsdienst und Sozialarbeit anbietet, verlangt mehr. Der Bezirk zahlt, weil die Plätze gebraucht werden. Berlin gibt deshalb jährlich mehr als 200 Millionen Euro aus Steuermitteln für die Unterbringung aus.

Unkontrollierte Unterkünfte am Netz

Die Wurzeln des Problems liegen in der Überforderung Berlins mit der Flüchtlingskrise, sagt Wagner, der die Geschichte seit ihren Anfängen kennt. 2015 und 2016 war er für das Landesamt für Flüchtlinge tätig. Damals seien Verträge teilweise unter hohem Druck geschlossen worden, ohne Kontrollen oder Qualitätsvorgaben, sagt er. Manche dieser Unterkünfte seien bis heute nicht überprüft worden. "Wir haben noch sehr alte Unterbringungen mit dabei, die einen Standard haben, den wir heute, zumindest in meiner Verantwortung, ablehnen würden. Aber ich sage es ganz konkret nochmal: Es sind immer noch solche Unterbringungen am Netz."

Heute ist er als Stadtrat verantwortlich für die Wohnsituation von sieben bis achttausend wohnungslosen Menschen. Zumindest in seinem Bezirk, so Wagner, seien alle Unterkünfte überprüft. Er wünscht sich mehr Spielraum für eigenständige Entscheidungen, zum Beispiel als Bezirk Wohnungen anmieten zu dürfen. Diese Wohnungen würden selbst in einem teuren Segment häufig günstiger sein als eine ASOG-Unterkunft. "Es könnte doch möglich sein, für eine teure Wohnung 1.500 Euro Miete zu bezahlen, und dort eine WG einzurichten." Doch für Menschen, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind, gelten Richtwerte für "angemessene" Mieten. Luxuswohnungen verstoßen gegen dieses Angemessenheitsprinzip. Deshalb darf Wagner keine 1.500-Euro-Wohnung anmieten, sondern muss die schlechte Behelfsunterkunft bezahlen. "Das ist ein Unding."

Zumal unter den Profiteuren der hohen Tagessätze immer wieder die gleichen alten Bekannten auftauchen. Gerhard Herholz wohnte über Weihnachten 2020 beispielsweise in einer Unterkunft des Betreibers Mansio. Dasselbe Haus in der Goerzallee wurde noch 2017 von der Gierso Boardinghaus GmbH als Flüchtlingsunterkunft betrieben. Dann verlor die Gierso sämtliche Aufträge für die Unterbringung von Flüchtlingen. Gierso-Geschäftsführer Tobias Dohmen ist auch Geschäftsführer der Mansio GmbH. Eine Anfrage des rbb dazu ließ Dohmen unbeantwortet.

Gesamtstädtische Unterbringung erst 2022

Seit sechs Jahren wird nun an einer gesamtstädtischen Lösung gearbeitet. Sie soll sowohl die Qualitätskontrollen als auch die Preisgestaltung transparenter machen, und den Bezirken gleichzeitig die Koordination der belegten und freien Plätze erleichtern. Kernstück ist eine Buchungssoftware, auf die alle Bezirke zugreifen können. Anfang 2021 hat nun nach langem Ringen ein Pilotprojekt in fünf Unterkünften begonnen. Für drei der fünf Unterkünfte ist Wagner zuständig. Dass die Entwicklung dieser Software sechs Jahre braucht, schiebt Wagner auf die Bürokratie. Der Berliner Föderalismus verlangsame alles.

2022 soll die Gesamtstädtische Unterbringung in den Regelbetrieb gehen. Sozialsenatorin Elke Breitenbach spricht von einem "Systemwechsel". Bis dieser Wechsel wirklich vollzogen ist, also alle ASOG-Unterkünfte in das neue System eingepflegt sind, rechnet Breitenbach mit zwei bis drei Jahren. Bis dahin bleibt es dabei, dass jeder Bezirk allein verantwortlich ist für menschenwürdige Unterkünfte. Und für viele Vermieter bleibt das System eine Goldgrube.

Wagner sieht es dennoch positiv: "Wir hatten sechs Jahre Zeit. Wenn wir nun im siebten Jahr anfangen, Menschen, die wirklich Geld mit dem Leid von Menschen verdienen, vom Markt zu nehmen, dann haben wir zumindest auf diesem Gebiet viel erreicht."

Kleine Fortschritte

Elke Breitenbach gehörte damals, als sie noch in der Opposition war, zu den schärfsten Kritikerinnen des Systems. Heute wird sie kritisiert dafür, in ihrer Regierungszeit keine Lösung gefunden zu haben. Doch es gibt kleine Fortschritte.

Es soll mehr verfügbare Wohnplätze in besseren Häusern geben. Breitenbach plädiert kurz vor der Abgeordnetenhauswahl dafür, zehn Prozent der Wohnungen in den städtischen Wohnungsbaugesellschaften freizuhalten für die Unterbringung wohnungsloser Menschen. Umsetzen müsste das allerdings die nächste Berliner Regierung.

Gerhard Herholz wohnt nun in einer Unterkunft, die er die zweitbeste seiner wohnungslosen Zeit nennt. Er hat ein sauberes Einzelzimmer.



Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes stand, dass das Zimmer von Gerhard Herholz acht Quadratmeter groß ist. Dies ist nicht belegt. Das Zimmer war nach Kenntnis des rbb allerdings nicht größer als elf Quadratmeter.

Sendung: Abendschau, 12.07.2021, 19.30 Uhr

Beitrag von Tina Friedrich und Torsten Mandalka

64 Kommentare

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  1. 64.

    Da kommen verdammt viele Dinge zusammen.
    Ungeziefer hat zumeist Ursachen und solange die nicht genauer beleuchtet werden mag ich da keinen Verdammen. Die richten ihren Wohnraum gerne ein wo es Nahrung gibt. Bei den Matratzen muss man eine Reinigung vornehmen wenn der Nutzer wechselt.
    Die Kosten lassen sich durch die gegeben Daten leider auch nicht gut beurteilen. Bei 158€/qm kann man allerdings Leistungen erwarten, die dort garantiert nicht gedeckt wurden, und ist schlichtweg Wucher. Bei 68 €/Person/Tag kommt das auch schon auf 2000+€/Monat. Da sollten besser alle genannten Leistungen enthalten sein.
    Hier ist es wahrscheinlich auch besser wenn eine Stadteigene Gesellschaft Objekte organisiert, die sie dann den Bezirken kostendeckend zur Verfügung stellt. Über Containerwohnungen könnte man temporäre Schwankungen abfangen.

  2. 63.

    Das Problem liegt doch nicht mal wirklich darin, dass raffgierige, gewissenlose Halsabschneider völlig unrechtmäßige Angebote unterbreiten. Das Problem ist, dass unser Staat mit seinen unerschöpflichen Steuermitteln diese Angebote achselzuckend in Anspruch nimmt und diese Wucherpreise bezahlt, zu Lasten der Steuerzahler. Erstens gäbe es für den Staat bestehende Alternativen (zum Beispiel leer stehende Asylbewerber-Heime), man müsste nur einige Vorschriften anpassen. Zum anderen hätte der Staat auch selbst investieren können, um Alternativen zu schaffen. Da aber wirtschaftliches Handeln des Staates nicht vorgeschrieben oder schlicht nicht gewollt ist, wird der Sozialstaat von unsozialen Gestalten ausgenommen, wie eine Weihnachtsgans. Das ist der Skandal!

  3. 62.

    IHRE AUSSAGE:
    "Die Seilschaften zwischen AWO und sPD dürften bekannt sein, ebenso zwischen cDU und Caterer für Flüchtlingsunterkünfte."

    Wenn Sie sich DARÜBER schon beschweren, dann frage ich mich, was Sie erst von der geplanten Flüchtlingspolitik einer Regierung aus bzw. unter Beteiligung von Grünen + Linken erwarten.

    Sicher gab es unter der Merkel-CDU + SPD schwere Versäumnisse in der Asyl- und Wohnraumpolitik. Mit Grünen + Linken würden allerdings noch mehr Probleme auf Deutschland zukommen.

  4. 61.

    Ich denke über Deinen Kommentar nach aber, wo siehst Du dann die deutsche Bürokratie? Du hast sie nicht erwähnt. Nur sie entscheidet doch darüber, wer wie lange obdachlos bleibt, wer welche Gelder bewilligt bekommt und ob sich die von Dir genannten "Untergruppen" überhaupt weiter entwickeln können. MfG

  5. 60.

    "Das ist ja Bestandteil der Hetze gegen Ehrliche Vermieter."

    Fakten sind keine Hetze und hier wurden noch immer nicht "haufenweise" faire Vermieter genannt. Außerdem nenne ich verantwortliche Politiker und Parteien, nur betreibe ich im Gegensatz zu ihnen keine faktenfreie Propaganda, sondern belege meine Aussagen mit Fakten.

    Denkwürdigerweise wir mir vorgeworfen was sie selbst betreiben und sie sind damit nicht allein. Bitte, Fakten auf den Tisch!

  6. 59.

    @ Matthias: und die AfD kann/will das ändern? Was ist das denn für ne Nummer?

  7. 58.

    "Das hat weniger mit Mafia zu tun, als mit völlig falscher Politik!"

    Ich nenne den Filz zwischen Politik und Wirtschaft nicht ohne Grund Mafia weil die Strukturen ähnlich sind. Wenn auch keine Morde verübt werden sind die Strukturen ähnlich.

    Alte Westberliner erinnern sich noch an Antes, Garski und weiteren Skandalen, die allesamt nur die Spitze des Eisbergs sind. Die Verflechtungen in der "Sozialmafia" verlaufen ähnlich. Die Seilschaften zwischen AWO und sPD dürften bekannt sein, ebenso zwischen cDU und Caterer für Flüchtlingsunterkünfte.

    "Das Wohltätigkeits- und Sozialarbeitsgeschäft ist in Deutschland gut aufgeteilt zwischen den großen, Parteien und Religionsgemeinschaften zugehörigen Organisationen. So ist die Diakonie federführend bei der Wohnungslosenhilfe, Caritas und auch Rotes Kreuz weisen Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit vor, die AWO und die “Parität” beackert das Thema “Armut” usw.. Kein Berufszweig ist in den letzten 15 Jahren so stark gewachsen...".

  8. 56.

    Wann werden unsere Volksvertreter endlich zur Verantwortung gezogen.

  9. 55.

    Das sozialrechtliche Dreieck meint, dass der Staat mit meist priv. Trägern darüber Verträge aushandelt, wie den Klient*innen, hier Wohnungslose, geholfen werden soll. Dass der Staat die Kontrolle über die Einhaltung dieser Verträge nicht zu 100% ausüben kann, weil das illusorisch und ein unverhältnismäßiger Aufwand wäre, kann man sich dennoch nicht damit selbstentlasten, dass es schwarze Schafe gibt, teils steuerrechtlich hochbrisante Unternehmenskonstruktionen zur "effizienteren" Ausbeutung der letztlich Betroffenen. Denn Politik eröffnet diesen, von Marktmaximen beherrschten Raum erst. Dass die ASOG-Unterkünfte oft der letzte Dreck sind, liegt nicht allein an den Lücken, die den jeweils Betreibenden gelassen werden.

    Zwei Korrekturen: Laut ASOG regelt das das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Geflüchtetenunterkünfte, nicht ASOG selbst. Auch wird der Eindruck erweckt, Geflüchtete seien kausal für diese Zustände - mitnichten, sondern Sozialpolitik und der "freie Markt".

  10. 54.

    Das ist ja Bestandteil der Hetze gegen Ehrliche Vermieter.
    Die werden alle als "Beton-Mafia" beschimpft.
    Damit man die Verantwortlichen Politiker für die Wohnungsnot in Berlin + Deutschland nicht nennen muss.
    Leider machen sich die Medien hier auch immer einen schlanken Fuß, als wären die Kriminellen vom Himmel gefallen.
    Es wird doch gegen Kriminalität nicht mehr richtig durchgegriffen.

  11. 53.

    Die meisten Politiker müssen sich um eine bezahlbare Wohnung keine Sorgen machen.
    Die setzen weiter ihre Ideologie-Projekte durch.

  12. 52.

    Ich glaube, da reden Sie gegen eine Wand.
    Die Gehirnwäsche "Enteignungen würden den Menschen nützen" ist leider schon zu weit fortgeschritten.
    Man sollte eher die kriminellen Wucherprojekte unterbinden.
    Aber wenn schon eine Rot-Rot-Grüne Stadt 6.300€ für 2 Zimmer aus Steuergeldern bezahlt, dann muss man sich über nichts mehr wundern.
    Berlin wird scheinbar zur Modell-Region für solche Unglaublichkeiten.

  13. 51.

    Also ich zahle nur 6,84 € für meine Wohnung mit Blick in einen wunderschön begrünten Innenhof und in einem gepflegtem Haus. Bin sehr zufrieden mit meinem Vermieter. Ist immer erreichbar und kümmert sich. Kann mir nicht vorstellen, dass ich die einzige bin.

  14. 50.

    Enteignungen und Beschlagnahmungen gehen so wenig, wie Volksentscheide zu Enteignungen! Erst recht keine begrenzten Enteignungen auf eine nur bestimmte Zahl von Wohnungen. Die Verfassung lässt so etwas gar nicht zu. Würden einem Unternehmen zb. 1000 Wohnungen enteignet werden, dürfte das nächste Unternehmen das gleiche verlangen. Am Ende würden alle Unternehmen alle Wohnungen verkaufen und das, zu einem selbst festgelegten Traumpreis. Würde der Staat nur einmal kaufen, müsste er immer kaufen. So viel Geld gibt es gar nicht. Nicht einmal, wenn man versuchen würde, die Bürger mit neuen Schulden zu belasten. Das wären dann mehr als nur Trillionen Euros! Dann blieben viele Jahre lang, von je 100 erarbeiten Euros, Jedem Arbeiter nur noch 10 Euros übrig. Der Rest würde für die Tilgung dieser Schulden verwendet. Diese ganze Idee ist reinster Unsinn aber wer die Politiker dazu reizt, muss sich dann nicht beklagen, wenn sie das dann wirklich tun! Diese Enteignung ist Augenwischerei!

  15. 49.

    Das hat weniger mit Mafia zu tun, als mit völlig falscher Politik! Im Jahre 1984, wurde da nicht auch die "Schufa-Auskunft" eingeführt/ gegründet? So erklären sich diese dann aufgetretenen Fälle von selbst und, das es bis heute nicht weniger dieser Fälle gibt, versteht sich von selbst. Das Verwaltungsgericht hatte die Schufa aus Verfassungswidrig eingestuft, weil sie das in der Verfassung festgeschriebene Gleichbehandlungsgebot nicht erfüllen kann. In anderen Ländern ist die Schufa ja nicht einmal zugelassen. Dieses Urteil wurde dann später wieder gekippt/ aufgehoben, was nie hätte geschehen dürfen. MfG: Gerhard Herholz

  16. 48.

    Drei Punkte Plan? Wohnung findet sich dann von alleine? "So ein völliger Unsinn!"

  17. 47.

    Da haben Sie völlig Recht! Darum kann jede Veränderung auch nur in der Politik beginnen. Diese hat wohl das größte Interesse daran, das es keine Veränderungen im Wohnungspolitischen Macht Gefüge gibt. Es erscheint ja beinahe schon so, als wären Politiker die wahren Profiteure in dieser Wohnungspolitik. Im Hintergrund, versteht sich. Dennoch muss eine klare Lösung der Probleme einmal öffentlich deutlich gemacht werden. Das habe ich hier getan! Nun müssten sich Politiker andere Ausreden, für den Erhalt des jetzigen Zustandes und für die nicht länger zu übersehende Obdachlosigkeit. Das es eine sehr gute Lösung dieses Problems gäbe, das kann nicht nun nicht länger geleugnet werden! Das ist nur ein Schritt, eines langen Weges.

  18. 46.

    Und noch immer geht es nur um die Zustände in sogenannten Notunterkünften! ...
    Dennoch verstehe ich gut, das gerade Vermieter sich darum sehr sorgen, Ihre "Macht" gegenüber den Mietern zu verlieren. Es ist sicher schwer, wenn man bisher Mieter bis in die Prostitution hinein zwingen konnte, sich nun vorstellen zu müssen, das diese "Macht" verloren gehen könnte, wenn einmal Klartext gesprochen würde. Das aber beinhaltet dieser Beitrag vom RBB noch nicht! Das kommt sicher erst, wenn Mieter keine Lust mehr haben, noch länger nur gebückt nach Wohnungen zu suchen.

  19. 45.

    Hallo Motte, sehr interessant, suchen Sie sich doch bitte en anderes Pseudonym, sonst könnte noch der Eindruck entstehen, ich würde meine humanistischen Werte irgendwie anders zum Ausdruck bringen. Es gibt derart viele Falter, wie wäre es mit Eulenfalter?

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