Energiewendegesetz - Berliner Parlament beschließt neue Klimaschutzziele

Solaranlage auf einem Dach in Berlin-Steglitz (Quelle: dpa/Schoening)
Bild: dpa/Schoening

Die verstärkte Nutzung von Solarenergie und der Ausbau der Elektromobilität sind Kernpunkte des Energiewendegesetzes, das Rot-Rot-Grün am Donnerstag durchs Abgeordnetenhaus gebracht hat. Die Klimaschutzziele sind ambitioniert.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag mit den Stimmen der rot-rot-grünen Koalition ein neues Energiewendegesetz beschlossen, um das Klima besser zu schützen.

Ziel ist es, die klimaschädlichen CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 70 Prozent, bis 2040 um mindestens 90 Prozent und spätestens bis 2045 um mindestens 95 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

Bisher waren die Zielwerte mit einem Minus bei den CO2-Emissionen von 60 Prozent bis 2030 und um 85 Prozent bis 2050 weniger ambitioniert.

Solar-Pflicht auf öffentlichen Gebäuden

Um die Pläne umzusetzen, ist unter anderem eine Solar-Pflicht für öffentliche Gebäude geplant. Das heißt, dass alle in Frage kommenden Dachflächen für die Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden müssen.

Bei Neubauten und Sanierungen gibt es strengere Vorgaben, um den Energieverbrauch öffentlicher Gebäude zu senken.

Mehr Elektromobilität

Außerdem soll es im Fuhrpark von Land, Bezirken und landeseigenen Unternehmen bis 2030 nur noch CO2-freie Fahrzeuge geben. Vorgesehen ist auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Die Fernwärmeversorgung, an die 1,3 Millionen Haushalte angeschlossen sind, soll bis spätestens 2045 CO2-frei werden.

Sendung: Abendschau, 19.08.2021, 19:30 Uhr

49 Kommentare

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  1. 49.

    Die Pläne sind wahrlich ambitioniert, nur ich vermisse Angaben zur Finanzierung dieser vorhaben.

  2. 48.

    Mal ganz ehrlich... Was bitte hat denn RRG in den letzten 4 Jahren fürs Klima getan? Außer Radwege, Popup, Durchfahrt verbieten, Straßen anmalen, Findlinge abladen und so Zeug mit allen negativen Folgen auch fürs Klima.
    Wir werden ja sehen wieviele in 2 Monaten noch Rad fahren. Die Infrastruktur is jedenfalls WEG für die Schönwetterradler.

  3. 47.

    Warum nicht vor 4 Jahren schon? Dann währen wir heute schon weiter. Auch nicht besser als die Bundesregierung, der die selben Leute Vorwürfe machen nicht gehandelt zu haben, dieser linke Populisten-Senat.
    Hört endlich auf Poller in die Straßen zu betonieren, Straßenkapazitäten und Parkplätze zu vernichten, rote Wellen zu schalten, Entlastungsstraßen zu verhindern und damit Umwege, Suchverkehre, Irrfahrten, Mehrkilometer, Staus, Abgase und Feinstaub zu provozieren. Die allermeisten und ich selber auch könnten viel weniger fahren, betriebe RRG nicht überall Verkehrssabotage. Dieser Senat ist nichtmal halb so grün, wie er es gerne allen Glauben macht.
    Bei uns wurde eine Schule fertig gemacht. Weder auf dieser noch auf der Sporthalle eine einzige Solarzelle.
    Und wo bleiben die Ladesäulen ?? Da passiert auch nix. Blokiert, Verhindert, liegen gelassen. Wie der Wohnungsbau. Es geht denen nicht ums Klima sonst hätten sie längst auf so vielen Gebieten gehandelt.

  4. 46.

    Mit solchen unsinnigen Fake-news " E-Autos brauchen massiv weniger Energie als Verbrenner," schaden Sie dem Klima. Warum verbreiten Sie absichtlich falsche Informationen, wo sie unten doch das Gegenteil in der Studie lesen konnten?

  5. 45.

    Das ist so eben nicht uneingeschränkt richtig. Der E-Motor ist zwar hocheffizient, weit höher als jeder Verbrenner. Aber die Stromerzeugung, der Transport und der Ladevorgang müssen dabei mit betrachtet werden. Schließlich wird der Auspuff des E-Autos zum Kraftwerk verlagert. Zudem trägt das E-Autos einen beachtlichen CO2-Rucksack aus der Akkuproduktion vor sich her. Je nach tatsächlicher Fahrleistung, Nutzung und Fahrverhalten kann es ökologisch stark überlegen sein oder eben doch umweltschädlicher, als ein Verbrenner. So pauschal ist weder das eine, noch das andere richtig. Die Vernichtung eines Fahrzeuges ist ökologisch zudem genau so unsinnig. Werden die Altfahrzeuge exportiert, sind alle Fahrzeuge in Summe weltweit zwangsläufig umweltschädlicher. Auch die Menschen in den Schwellenländern wollen jetzt ihr erstes Auto, selbst wenn es gebraucht ist. Das ist global gesehen auch ein Problem. Egal was wir tun, es ist schädlich.

  6. 44.

    E-Autos brauchen massiv weniger Energie als Verbrenner, das wäre also ein guter Beitrag. Besser wäre es natürlich den Umweltverbund zu stärken, aber den Autos Platz wegzunehmen fällt der Politik genau so schwer wie U-Bahnen zu bauen.

  7. 43.

    Die Glaubwürdigkeit wächst in der Tat mit dem Tun in einschlägiger Richtung und auch mit dem Lassen. Das gilt so herum und auch anders herum, d. h. beim Machen von Vorwürfen. Bspw. wächst das Gewicht der Kritik an spezifischen Flugrouten mit dem sinkenden Anteil an der Fliegerei.

    Selber bin ich in meinem über 60-jährigen Leben viermal geflogen, d. h., bei allgemein durchschnittlicher Lebenserwartung dürften nicht mehr als sechsmal zusammenkommen. Das fliegt ein Manager allein pro Monat.

  8. 42.

    Es ist doch nicht ausschlaggebend, ob Batterien die Umwelt mehr schädigen oder nicht. Aber wenn diese Technologie als Rettung gepriesen wird, dann sollte der ökologische Fußabdruck schon erheblich geringer ausfallen, als die bisherige Praxis, und nicht nur die entstehenden Umweltschäden in anderer Form in ferne Länder verlagern. Fakt ist, dass Energiegewinnung und -speicherung nicht nur verändert werden dürfen, wenn wir die Umwelt retten wollen. Es muss massiv Energie eingespart werden und dabei auch darauf geachtet werden, dass diese Einsparung nicht direkt wieder durch Mehrkonsum aufgebraucht wird. Einfaches Beispiel dafür sind Fernseher. Die moderne LCD- und LED-Technik hat zu einer deutlichen Einsparung gegenüber der alten Röhre geführt. Als Ergebnis davon wachsen seit Jahren die Diagonalen der Bildschirme, was sämtliche Einsparungen wieder zunichte macht. Solches Verhalöten muss den Menschen endlich klar werden!

  9. 41.

    Meinen Sie Batterien schädigen die Umwelt mehr als Kohle und Erdöl? Die wachsen nämlich auch nicht auf Bäumen.

  10. 40.

    Das Problem in der Realität ist doch aber, dass Solarenergie nicht direkt und vor Ort verbraucht wird, so wie es sinnvoll wäre und die Stromnetze entlasten würden. Auf Schulen und Fabriken beispielsweise ist Solar sehr sinnvoll, weil dort der Strom genau dann und dort genutzt wird, wann und wo er erzeugt wird. Wohnhäuser dagegen stehen tagsüber zu großen Teilen leer. Dort wird Strom vor allem morgens und abends benötigt, wenn Solar eben nicht nennenswert liefern kann. Dieser Stromüberschuss aus Solar fließt also größtenteils in die Netze und erzeugt dort Peaks. Daran krankt unsere Energiewende, deshalb ufern die Kosten immer mehr aus und Wohlstand wird von unten nach oben verteilt.

  11. 39.

    Es geht ja auch nicht um Ökologie.
    Sondern um Ideologie.
    Das können Sie durch alle Politikfelder durchdeklinieren.
    Und wenn man anderer Meinung ist, ist man doch gleich Klimaleugner und so weiter.
    Der Weg zur besten Lösung funktioniert immer über Widerspruch, Alternativen + Kontrolle.
    Aber man will eine Ideologie durchpeitschen.
    Und wer nicht mitmacht, wird einfach als Rechtsextrem beschimpft.

  12. 38.

    Haben Sie sich mal damit beschäftigt, wie Batterien die Umwelt schädigen???
    Achso, darüber soll nicht geredet werden, weil nicht sein kann was nicht sein darf???

  13. 37.

    Warum lassen die Grünen Wahlplakate aufhängen?
    Da werden doch auch Bäume für gefällt, oder wächst Papier jetzt im Labor?
    Ebenso könnten sich ja die Grünen-Wähler (bekannt als Vielflieger-Klientel) mal in ihrem Leben einschränken.
    Also keine Flugreisen mehr machen.
    Oder ist das zu viel verlangt.
    Diese Doppelmoral ist doch echt schlimm.

  14. 36.

    Es ist der Strommix, insbesondere könnte sich der fossile Anteil erhöhen wie auch Professor Quaschning zu bedenken gibt. Der Vorteil der Elektromobilität ist im Verhältnis zu den Kosten ist sehr gering. Die von User Martha angeführte Studie berücksichtigt weder denn Unsinn bei einem Großteil der Biomasse-Erzeugung noch die Kosten der Ladestationen und deren Co2-Anteil. Es scheint bei der Elektromobilität das Grünen in Berlin das diesen ihr ideologisch bedingter Autohass vor dem des Klimaschutzes geht.

  15. 35.

    Wer bezahlt das alles???
    Sich schon mal jemand die Preissteigerungen für den Normalbürger angeschaut?
    Warum sind Forschung + Wirtschaft nicht in der Lage ein Sonnenkraftwerk zu entwerfen???
    Bzw. Moderne Superreaktoren???
    Anscheinend kümmern sich Unternehmen zu sehr um andere Themen (Gutachten, Studien, Gendergerechte Sprache usw.)

  16. 34.

    Ich nutze den ÖPNV täglich und frage mich, wie es gehen soll, die gesamte Bevölkerung mit Bussen und Bahnen von A nach B zu befördern. Von Rollstühlen, Kinderwagen und Rentnerrollis mal ganz abgesehen.

  17. 33.

    Es gibt doch in Berlin eh schon viel zu wenige Ladesäulen für E-Fahrzeuge, deshalb um Himmels willen baut bitte viel mehr EIN und nicht wieder aus, okay!? Und die, die es bereits gibt sollen erhalten bleiben und besser noch um weitere ergänzt werden.

  18. 32.

    Sie sagen "drei Jahre alte Studie" als wäre das was schlechtes. Meinen Sie in den letzten drei Jahren war die technische Entwicklung beim E-Auto derart, dass jetzt mehr CO2 ausgestoßen wird? Oder die Entwicklung beim Strommix derart, dass jetzt mehr fossile Energie genutzt wird?

  19. 31.

    Fortsetzung: Rechnen wir noch den höheren Anschaffungspreis und den geringen Wiederverkaufswert dazu, E-Autos werden schon jetzt verschleudert, stellt sich die Frage, ob mit dem Geld nicht mehr gemacht werden kann als rund 20 Prozent einzusparen. Sollte dies nicht der Fall sein sollte, steht wäre zu befürchten, dass wir den Klimaschutz gar nicht bezahlen können, da die Lösungen gar nicht zu finanzieren wären.

  20. 30.

    War ja klar, dass sie mit einer faulen Ausrede kommen. Sie haben argumentiert und können es jetzt nicht begründend. Ihre Leistung ist leider nichts wert. Wer auch immer ihnen einen Lohn zahlt es ist zu viel. So waren sie leider nicht in der Lage auf die zwei einfachen Fragen zu antworten. Wie hoch ist der zukünftige Strombedarf und wie viel Dachfläche kann mit Solaranlagen sinnvoll ausgebaut werden. Jetzt kommen sie mit einer 3 Jahre alten Studie welche sie aber genau betrachtet selber widerlegt und meiner Argumentation folgt. Die Differenz bei sagen wir 120.000 ist rund 20 Prozent. Rechnen wir Atom- und Strom aus Bioenergie raus wir sich dies noch verschlechterten. Dies sagt auch Professor Quasching voraus.

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