Nach Landung in Frankfurt am Main - Berlin erwartet rund 300 afghanische Ortskräfte

Ein Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M der Luftwaffe hebt am frühen Morgen auf dem Fliegerhorst Wunstorf in der Region Hannover ab. Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich
Audio: Inforadio | 21.08.2021 | Christoph Reinhardt | Bild: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Berlin erwartet die Ankunft von weiteren afghanischen Ortskräften. Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales bestätigte eine entsprechende Anfrage des Bundesinnenministeriums. Zunächst geht es um bis zu 300 Menschen, die im Laufe des Samstages nach Berlin kommen könnten. Die genaue Zahl stehe aber noch nicht fest, sagte die Sprecherin der Sozialverwaltung, Rietz, ebensowenig wie der genaue Zeitpunkt.

Die evakuierten Ortskräfte hielten sich zuletzt noch in Frankfurt am Main auf. Nach ihrer Ankunft in Berlin sollen sie offiziell registriert und untersucht werden. Nicht alle würden in Berlin bleiben, sondern zum Teil auf andere Bundesländer weiterverteilt. Der Berliner Senat hatte in den vergangen Tagen dem Bund mehrfach die Aufnahmebereitschaft signalisiert.

Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) betonte bereits am Donnerstag, es bestehe für Deutschland eine besondere Verantwortung für die Ortskräfte. Dass Berlin ihnen helfen werde, sei ein Gebot der Menschlichkeit.

Nach Worten von Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sind in den Unterkünften des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) derzeit bis zu 1.300 Plätze verfügbar. Berlin sei auf die weitere Aufnahme von afghanischen Ortskräften und anderen vom Tod in Afghanistan bedrohten Menschen vorbereitet, sagte Breitenbach. Vorsorglich werde die Sozialverwaltung weitere Gemeinschaftsunterkünfte dafür aktivieren.

Sendung: Inforadio, 21.08.2021, 13 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Was ist das das für ein Quatsch. Ist jetzt Deutsch eine Weltsprache, oder woher die Annahme, dass Afghanen Deutsch lesen und verstehen können? Also wer kein Deutsch lesen kann ist jetzt Analphabet? Interessant.

  2. 5.

    Da regieren jetzt harte Terroristen und du unterstellst, dass sich da jemand als Ortskräfte ausgibt. Widerlich. Aber hoffen wir mal, dass sich so auch welche in Sicherheit bringen können.

  3. 4.

    Die Flüge am Flughafen Kabul helfen wohl kaum "Ortskräften". Sie ziehen in Not geratene Menschen an und führen zu Toten. In vielen anderen Orten der Welt wäre die Situation ähnlich, auch ohne Taliban. Wieder ein chaotisches Handeln Europas.

  4. 3.

    Die Ortskräfte waren doch eher in Lohn und Brot. Es gab ja kaum andere Arbeit für ein Auskommen. Ortskräfte werden demnach entsprechend "deutscher Gründlichkeit" alle erfasst sein. Kürzlich las ich bei t-o, dass die Taliban ein SPD-Parteibuch als Diplomatenpass durchgehen ließen. Viele können nämlch nicht mal lesen. Wie wird es sich mit den Ortskräften verhalten ? Wird man zudem mehr Flüchtlinge aufnehmen als 2015 ?

  5. 2.

    Man wird sich noch über die Anzahl der
    "Ortskräfte" wundern. Also die Anzahl derer, die Deutschland dort in Afghanistan, angeblich zu Diensten waren.

  6. 1.

    Warum werden die Menschen eigentlich nicht direkt nach Berlin geflogen, sondern nach Frankfurt um dann mit Bussen nach Berlin gebracht zu werden? Der BER ist doch jetzt fertig ;-)

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