INSM-Monitor - Berlin und Brandenburg bei Bildungs-Ranking auf hinteren Plätzen

Mi 18.08.21 | 12:21 Uhr
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Ein Schüler meldet sich in einer gemischten Klasse der Stufen 4-6 an der Fritz-Karsen-Schule im Berliner Ortsteil Britz. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Audio: Inforadio | 18.08.2021 | Tatiana Basching | Bild: dpa

Platz 13 für Berlin und der vorletzte Rang für Brandenburg: Beide Länder kommen im Bildungs-Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erneut nicht gut weg. Ein Grund dafür ist in Brandenburg die fehlende Breitband-Infrastruktur.

Berlin und Brandenburg schneiden im Bereich Bildung im Bundesvergleich besonders schlecht ab. Das geht aus einer neuen Studie der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" [insm-bildungsmonitor.de] hervor. Im Ländervergleich zur Bildungsqualität ist Brandenburg demnach um einen auf den vorletzten Platz abgerutscht. Berlin bleibt unter den 16 Bundesländern auf Platz 13, im 2019 war die Hauptstadt noch Schlusslicht.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft begreift sich einer Selbstbeschreibung auf ihrer Website zufolge etwa als "Impulsgeber für marktwirtschaftliche Reformen". Finanziert wird sie von Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.

In die Ergebnisse der aktuellen Studie flossen neben einer Analyse des Instituts für Deutsche Wirtschaft auch zwei repräsentative Umfragen unter Eltern und Lehrern mit ein.

Brandenburg bei Digitalisierung schwach

In Brandenburg sehen die Forscher Schwächen insbesonders bei der Digitalisierung: Die Verfügbarkeit von Breitband an den Schulen sei gering und der Zugang zur Weiterbildung der Lehrkräfte unterdurchschnittlich. Zudem würden viele Grundschüler verspätet eingeschult und der Anteil der vorzeitig abgebrochenen Ausbildungsverträge sei hoch.

In Berlin erreichte ein relativ hoher Anteil von Schülern bei Vergleichsarbeiten nicht die Mindeststandards, auch der Anteil der Schulabbrecher ist überdurchschnittlich hoch. Weitere Defizite gibt es bei der beruflichen Bildung und bei der Integration. Bei den Betreuungsbedingungen an Kitas und Schulen liegt die Hauptstadt indes an der Spitze der Bundesländer.

INSM-Bildungsmonitor: Ranking der Bundesländer

1. Sachsen
2. Bayern
3. Hamburg
4. Thüringen
5. Saarland
6. Baden-Württemberg
7. Hessen
8. Niedersachsen
9. Mecklenburg-Vorpommern
10. Rheinland-Pfalz
11. Schleswig-Holstein
12. Nordrhein-Westfalen
13. Berlin
14. Sachsen-Anhalt
15. Brandenburg
16. Bremen

Sendung: Abendschau, 18.08.2021, 19:30 Uhr

31 Kommentare

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  1. 31.

    Da springt einen die Ahnungslosigkeit nur so an,oder sollte man sagen die Dummheit.
    Die Problematik hat nichts oder nur sehr wenig mit dem Hochladen von Pdf- Dateien durch Lehrer zu tun.
    Das System ist seit Jahrzehnten krank und kaputt .Es fehlt an Allem an jeder Ecke.Keine Hardware,keine Software und vieles mehr.
    Vielleicht haben es sich einige Lehrer u.a. aus Resignation leichter gemacht. Der große Teil hat gerettet was zu retten war.

  2. 30.

    Das war auch etwas überspitzt ausgedrückt. Denken Sie an die anderen 50%. Die Klassen müssen (mindestens in der Grundschule) kleiner werden. Mit einem Maximum von sieben Schülern pro Lehrer. Wenn Kinder am Anfang richtig vorbereitet werden gibt es weniger Probleme im späteren Leben.
    Hierbei muss mehr Wert auf qualitatives Lernen gesetzt werden. Wir brauchen mehr Lehrer die sich gezielter um Kinder kümmern können. Höhere Löhne und Verbeamtung sind keine Lösung. Es ist auch nicht das Lehrer einen Hungerlohn bekommen. Außer der Lehrplananpassung wird ein Lehrer vierzig Jahre das selbe Wissen vermitteln. Denken Sie daran: Unsere Kinder sind keine Festplatten. Jeder braucht individuelle Unterstützung und keine Massenbildung.

  3. 29.

    Eine solche Evaluierung wird schon an Hochschulen durchgeführt. Dabei sollte man sich aber vor Augen führen, dass der Bewertungsmaßstab sehr subjektiv ist, da dieser häufig an durch die Lehrenden vergebenen Noten geknüpft wird, sprich, werden schlechte Noten vergeben, muss der Lehrende schlechte Evaluierungsergebnisse befürchten. Ob eine Benotung von LehrerInnen die Qualität der Lehre verbessert bezweifle ich.

  4. 28.

    Es würde schon reichen, wenn die vorhandenen Lehrer ihre Zeit für Unterricht nutzen würden, statt verheizt zu werden für sinnlose Verwaltungsaufgaben, Berichte, Anträge, Förderprogramme,....Das ist alles nur für die Galerie der diensthabenden Ministerinnen und Senatorinnen

  5. 27.

    Ist ja keine wirkliche Überraschung: nach 1,5 Jahren überwiegendem Homeschooling und Lehrern, die es gerade mal geschafft haben pdf-Dateien über die Cloud hochzuladen, damit Schüler ab Kl.7 sich den Stoff im Selbststudium aneignen und für Rückfragen möglichst wenig zur Verfügung stehen wollten, braucht sich keiner beschweren. Kitas waren geöffnet, aber Schulen wegen des Beamtentums gnadenlos geschlossen. Hausgemachtes Versagen auf allen Ebenen.

  6. 25.

    Quatsch. 50 % der Schüler eine Eins...

    Dann haben wir nur noch Einser Schüler, die weder Lesen, noch Schreiben noch rechnen können.

    Es gibt ohnehin schon viel zu gute Noten.

    Just my 2 Ct

  7. 24.

    Digitalisierung ... Handy ... Mail ... Internet ....

    Die Kinder müssen erst einmal richtig lesen, schreiben und rechnen können!
    Wenn der Wechselunterricht eins gezeigt hat, dann ist es m.E. die Klassenstärke zu verringern!
    Die Lehrer können so viel besser auf die einzelnen Schüler eingehen, Defizite früh erkennen und dagegen "arbeiten".

    1. Klasse mit bis zu 27 Kindern nach der Coronazeit (ohne Kita, ohne Vorschule) ist schon ziemlich heftig für die Kleinen.
    Da bleibt evtl. der eine oder andere auf der Strecke bzw. der Schulanfang ist ziemlich schwierig (harmlos ausgedrückt).

  8. 23.

    Wenn ich das richtig recherchiert habe, ist die INSM eine Organisation die rein Marktpolitische Interessen verfolgt.
    Der simple Wikipedia Eintrag sagt folgendes über die INSM:
    „ …………. insbesondere strebt die INSM Deregulierung und Privatisierung bei der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Tarifpolitik an, eine wettbewerbsorientierte Bildungspolitik, sowie eine Abschwächung klimapolitischer Maßnahmen.
    Die Initiative ist bundesweit für ihre Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen bekannt. Dabei werden manche ihrer Tätigkeiten und Kampagnen wiederholt kontrovers diskutiert und rufen öffentliche Kritik hervor.“…………
    Sie haben kein Interesse am Wohlergehen der Kinder und späteren Arbeitnehmer.
    Sie sehen in den Kindern, die ja ach so ungebildet sind, lediglich Humankapital.
    Diese ständigen Studien und anschließenden Forderungen nach optimierter Bildung dienen der UNSOZIALEN Marktwirtschaft und nicht den Menschen.
    Mich ärgert es maßlos, dass solche Studien, dermaßen prominent behandelt werden.

  9. 22.

    Das stimmt grundsätzlich nicht. Was hilft ist wenn man Lehrern Noten gibt. Sollte der Lehrer unter einem ausreichendem Notendurchschnitt ist wird er entlassen. Um eine vier zu bekommen müssen 50% der Schüler eine 1 bekommen.

    Wenn das alle Lehrer in Berlin disqualifiziert dann wissen Sie dass, das Schulsystem mangelhaft ist.

  10. 21.

    Zu große Klassen und das falsche Ziel. Ein Lehrer kann sich maximal um bis zu sieben Schüler kümmern. Vor allem in der Grundschule muss viel mehr Personal zur Verfügung stehen und es muss den Schülern beibringen wie man lernt im mainstream. Das Ziel sollte es sein einerseits den Lernstoff zu vermitteln und das allen Schülern gleichermaßen. Alles andere ist Menschenverachtend.

  11. 19.

    Nun, Brandenburg... wenn ich hinter Stahnsdorf/Speckgürtel noch mit dem Handy telefonieren könnte, oder mobile Daten da hätte, könnte man ja... ach Quatsch, welcher Schüler braucht schon Internet? Telefon? Beim "Distanzunterricht" wird gefälligst im Stall und auf dem Acker geholfen, war doch nach ´45 auch so! Hm.

    Und nunja, welches Potezial birgt denn die ortsansässige Bevölkerung? Nicht sooo viel. Auch hier würde ich hinterm Speckgürtel eine Zweitbetrachtung anregen...

    Berlin - vielleicht sollte man mal die Stadtbezirke differenziert betrachten?

  12. 18.

    Die geplante Verbeamtung von Lehrer*innen wird das Schulniveau sicher deutlich anheben. Gute Bezahlung, eine ordentliche Pension und ein quasi sicherer, fast schon unkündbarer Job, wird die Motivation von Lehrern unter Garantie eher steigern und keinesfalls als Magnet für viele, nicht alle, nicht ganz so arbeitswütige Arbeitnehmerinnen wirken.

  13. 17.

    Was haben Sie gegen Unternehmer. Gefällt Ihnen nicht, dass diese Arbeitsplätze schaffen und das Risiko für eine Wirtschaftseinheit tragen. Vielleicht sind Sie ja auch der Meinung, dass eir alle unser Geld beim Staat verdienen können.

  14. 16.

    Erst lassen wir die Kinder das Bildungssystem durchlaufen und nach der Schule lassen wir sie wählen. So sichert man auch Wahlergebnisse.

  15. 14.

    Ich erwähnte es schon öfter; am Zustand er Schulen (Gebäude inkl. sanitäre Anlagen, technische Infrastruktur, Qualität der Lehrer*innen/Erzieher*innenausbildung, Quote. der Quereinsteiger, Ausstattung mit Unterrichtsmaterialien, usw...) erkennt man den Wertder Bildungspolitik des aktuellen Berliner Senats. Bezeichnender Weise SPD/ GRÜNE/LINKSgeführt . Alles Parteien, die sich mal seeehr großspurig auch die Bildungspolitik auf die Fahnen schrieb. Wahrscheinlich Wahlversprechen-Demenz bei den genannten Parteien. Konnte man übrigens wieder einmal hervorragend bei unsere rheinischen Frohnatur Sandra Scheeres gestern Abend im rbb Fernsehen bei der Sondersendung beobachten.
    Ich gebe aber zu, ich mußte dann wegschalten, das Gelaber der Senatorin war nicht mehr zu ertragen.
    Ob es andere Parteien besser machen ?!
    Ich persönlich habe da so meine Zweifel...
    Ach ja:
    "SELBSTVERSTÄNDLICH WERDEN DIE SCHULEN N I E M A L S, AUF G A R
    K E I N E N F A L L G E S C H L O S S E N"
    Na ja, wir werden sehen...

  16. 13.

    Sehe ich auch so. Andere Gründe wie Lehrermangel oder Ausstattung der Schulen sind da entscheidender. Weniger Breitband heißt ja auch weniger Ablenkung, so das Zeit für die schulischen Dinge.

  17. 12.

    INSM ist eine Lobbyorganisation von verschiedenen großen Arbeitgebern (https://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft). Diese Information hätte der Autor auch gern in die Meldung einbringen können. Auf die Aussagekraft solcher Wertungen kann man nicht viel geben. Klingt für mich eher nach Stimmungsmache für den Club Der Unternehmer (CDU) und gegen RRG.

  18. 10.

    Es wird immer schlimmer.
    Alle sollen zum Abitur gedrängt werden.
    Hartz4 gibt's auch für jedermann.
    Wozu noch Ausbildung?
    Kein Wunder, dass immer mehr Fachkräfte in Handwerk und Daseinsvorsorge fehlen.
    Dafür gibt's ja genug Jobs in Aktivismus, Denkfabriken, Gesinnungsindustrie, Gender/Sprachveränderung bzw. den Bürgern hinterherzuschnüffeln.

  19. 9.

    Bildungsranking neue soziale Marktwirtschaft, was auch immer das bedeuten mag. Ich persönlich halte vom Bayerischen Abitur so gar nichts, da dort die Allgemeinbildung viel zu kurz kommt. Und die Fortschritte der Digitalisierung mit einzubeziehen ist wenig aussagekräftig was die Bildung angeht. Es geht um mehr als nur einen Computer zu bedienen. Schafft endlich die Gymnasien ab, mischt alle Schüler für mindestens 10 Schuljahre, setzt Quoten für die Anzahl von Kindern mit Migrationshintergrund pro Klasse und wir werden unser Bildungsniveau enorm steigern, auch wenn die Ergebnisse von Vera 8 dann wenig vergleichbar sind mit anderen Bundesländern.

  20. 8.

    leider wahr. Anstatt das Schulsystem noch weiter zu differenzieren, werden alle in einen Sack gesteckt. An den Gesamtschulen in NRW habe ich (zu der Zeit als Seiteneinsteigerlehrer) erfahren müssen, dass die guten Schüler sich im Niveau gezwungenermaßen den Dümmsten angleichen mussten, auch, um nicht gemobbt zu werden.
    Anstelle eines dreigliedrigen Schulsystems, bei dem die Kinder zu Beginn ihrer Pubertät ihre Stellung in der neuen Klasse ganz neu ausfechten müssen, wäre ein wirklich durchlässiges, meinetwegen 7-gliedriges anzudenken. Aber das kostet ja Geld für entsprechend viele Lehrkörper. Deshalb lieber Inklusion, da sparen wir auch noch die Sozialarbeiter ein.
    Und es hört sich SOOO toll an.

  21. 7.

    In Brandenburg wird heute am Gymnasium haargenau dasselbe gelehrt, wie vor 40 Jahren in NRW. Ich habe es damals am eigenen Leib und heute an meinen Kindern erlebt. Witzig, das beide Länder in der Hinsicht so dicht beisammen sind.

  22. 6.

    Das hat Berlin/Brandenburg der SPD zu verdanken. Und leider sind die Bildungslücken so groß, dass wahrscheinlich wieder SPD gewählt wird… Erschreckend!

  23. 5.

    Auch ohne Studie weiß jeder Personaler, was die Bildungsabschlüsse in Bln. und Brb. wert sind und handelt danach. Das Bildung nun nicht gerade eine „Linksgrün*innen“ politische Kernkompetenz ist, weiß auch jeder. Breitband oder Corona, egal welche Ausrede verwendet wird, es bleibt die Einstellung und Ideologie und muss durch Wahlen korrigiert werden. Solange aber Lüftungsanweisungen als Hauptbetätigungsfeld angesehen werden, solange wird sich was ändern? Schade für die benachteiligten Spitzenschüler, denn die werden „betrogen“.

  24. 4.

    Das Ranking zeigt auch meine der Einschätzung der Bildung in Brandenburg und Berlin. Jede Gesellschaft ist so strak wie das schwächste Glied.

  25. 3.

    Zu wenig Bildung wegen fehlender Breitbandversorgung? Wer hat sich denn so eine schwachsinnige Begründung ausgedacht? Bloß nicht die wirklichen Mängel benennen....

  26. 2.

    Die Brandenburger brauchen zukünftig auch gar kein hohes Bildungsniveau, da es bald keine Industrie mehr in Brandenburg gibt. Die Politiker sind eben weitsichtig.

  27. 1.

    Spannend wäre ja, wie sich die Ergebnisse auf verschiedene Teilgruppen aufteilen. Sind die Gymnasien in Berlin auch schlechter als in den anderen Ländern? Ergibt sich das schlechte Ergebnis aus der Gesamtlage oder vor allem Brennpunktschulen? Wie wirken sich soziale Milieus aus? Wie schneiden die Bezirke im Bundesschnitt und untereinander ab? Etc.

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