265 Menschen in Erstaufnahmeeinrichtung - Brandenburg will Afghanen auch dauerhaft aufnehmen

Symbolbild: Mitarbeiter einer Erstaufnahmeeinrichtung und Soldaten der Bundeswehr sichern die Einfahrt von zwei Bussen mit 57 weiteren, aus Kabul geretteten Afghanen in die Einrichtung. (Quelle: dpa/A. Heimken)
Video: Abendschau | 24.08.2021 | Amira Rajab | Bild: dpa/A. Heimken

Brandenburg will einige der vor den Taliban geflüchteten Ortskräfte aus Afghanistan auch dauerhaft aufnehmen. Das sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Dienstag. Damit solle ein Beitrag dazu geleistet werden, die weiteren Belastungen für die geretteten Menschen möglichst gering zu halten und aufwendige Bürokratie zu vermeiden.

Die Verteilung aller in Deutschland angekommenen Ortskräfte liege aber beim Bundesinnenministerium, so Stübgen weiter. Brandenburg tausche sich derzeit eng mit dem Bund und den anderen Bundesländern aus.

265 Menschen bisher in Brandenburg angekommen

Nach Angaben des Innenministeriums sind mittlerweile 265 Menschen, davon 125 Kinder und Jugendliche, in Brandenburg angekommen. Dem Ministerium zufolge befinden sie sich in der Erstaufnahmeeinrichtung in Doberlug-Kirchhain (Landkreis Elbe-Elster).

CDU-Fraktionschef Jan Redmann sagte, die Afghanen hätten in der Vergangenheit sehr eng mit deutschen Behörden und der Bundeswehr zusammengearbeitet. Sie könnten in der Regel Deutsch oder Englisch, seien gut qualifiziert und eine Bereicherung für Brandenburg.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 24.08.2021, 19:30 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    ""Echte Integration ist sehr aufwendig und bedarf einer dichten Betreuung und Zuwendung. "

    Das allein genügt nicht wie es sich deutlich an den Ostdeutschen zeigt die Rechtsextremisten und Faschisten in ihre Landesparlamente wählen."

    Das mag aus Ihrer Sicht so scheinen.
    Man kann es aber auch so sehen, dass die Ostdeutschen - trotz "dichter Betreuung und Zuwendung" - ihren klaren Blick auf Fehlentwicklungen in diesem Land behalten haben und ihre Wahlentscheidungen danach ausrichten.

    Im übrigen stimmt auch die Mehrzahl der von Ihnen so gescholtenen Ostdeutschen der Aufnahme afghanischer Ortskräfte und deren Familien zu.

  2. 5.

    Ein bemerkenswerter Gedanke, denn es fällt auf, dass es in einigen Bundesländern und Landstrichen in Ost und West teils schwieriger ist, die Eingeborernen (= Inländer*Innen) in die demokratische Bevölkerung zu integrieren als hilfesuchende und anpssungsfähige und anpssungswillige Zugereiste, die sich darum aufs äußerste bemühen durch Spracherwerb, Absolvierung von Ausbildung, Studium, Firmengründung, etc. Mir persömlich ist ein buntes und vielfältiges Land 1000x lieber als eines das rückwärtsgewandt und stumpfsinnig und orientierungslos mit Springerstiefeln woanders einmarschiert.
    Bei der unübersehbaren menschlichen Tragödie in Afghanistan ist Helfen oberste humanistische Pflicht, denn es wird dort noch richtig schlimm werden, leider... :-(

  3. 4.

    "Echte Integration ist sehr aufwendig und bedarf einer dichten Betreuung und Zuwendung. "

    Das allein genügt nicht wie es sich deutlich an den Ostdeutschen zeigt die Rechtsextremisten und Faschisten in ihre Landesparlamente wählen.

  4. 3.
    Antwort auf [Gerd] vom 24.08.2021 um 15:29

    Hat man. Bei der Wahl.
    Aber solltest du auf die Rassisten anspielen.... was die denken, ist komplett irrelevant.

  5. 2.
    Antwort auf [Gerd] vom 24.08.2021 um 15:29

    Ich habe nichts dagegen, ein paar dieser Menschen hier dauerhaft zu integrieren. Am besten in ländlichen Regionen. In meiner Region haben wir damit gute Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich etwas dagegen, wenn Politiker und Interessenvertreter ständig über die Köpfe der Bürger entscheiden und voraussetzen, dass die Menschen begeistert zustimmen. Echte Integration ist sehr aufwendig und bedarf einer dichten Betreuung und Zuwendung. Da dies in großer Zahl nicht funktioniert, gaukeln wir uns das regelmäßig vor und verschweigen oder verschleiern auch gerne die negativen Folgen. Erst prüfen, was verantwortbar geht und wirklich leistbar ist, dann angemessen handeln. So wäre allen geholfen.

  6. 1.

    Ich glaube nicht, dass "Brandenburg" das normale Asylverfahren aussetzen kann. Das ist ein Bundesgesetz.
    Es bleibt abzuwarten, wie gefährlich tatsächlich für echte Ortskräfte die Gefahr wirklich ist. Entgegen der sichtlichen Bemühungen von interessierter Seite, Dramatik in das Thema einzupflegen, bleiben bisher die harten Fakten und Beweise zum Thema dürftig. Ganz sicherlich wird man bereits abgeschobene Straftäter, die über das Ticket "Ortskräfte" wieder in Merkel-Deutschland anklopfen, aus Bundessicht nicht wieder "aufnehmen" aka lebenslänglich versorgen wollen.

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