Erstes Halbjahr 2021 - Zahl antisemitischer Straftaten in Berlin leicht gesunken

Ein Hakenkreuz und ein durchgestrichener Davidstern sind an einer Gedenkstätte zu sehen. (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt)
Bild: dpa/Daniel Reinhardt

Die Zahl der von der Berliner Polizei erfassten antisemitischen Straftaten ist im ersten Halbjahr dieses Jahres leicht gesunken. Insgesamt 161 Fälle wurden im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 registriert, wie aus einer Antwort der Innenverwaltung auf eine fraktionsübergreifende Anfrage hervorgeht [pardok.parlament-berlin.de]. Das sind 18 Fälle weniger als im Vergleichszeitraum 2020.

Gut 100 der erfassten Delikte sind demnach als rechtsmotiviert eingestuft worden. Rund 30 Straftaten gegen Juden oder jüdische Einrichtungen wurden einer ausländischen Ideologie zugewiesen, ebenso viele konnten keiner politischen Richtung zugeordnet werden.

Volksverhetzungen führen Straftaten-Liste an

Die meisten antisemitischen Straftaten waren den Angaben zufolge Volksverhetzungen. Es habe aber auch viele Bedrohungen gegen Menschen und Organisationen gegeben sowie Beleidigungen, Sachbeschädigungen und Körperverletzung. Außerdem wurden Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet. Es gebe 63 Tatverdächtige.

Der Polizei sind 84 Opfer bekannt im Alter zwischen 15 und 94 Jahren. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei im ersten Halbjahr 179 Straftaten gegen Jüdinnen und Juden registriert, im gesamten Jahr waren es 352.

Sendung: Inforadio, 10.09.2021, 7:00 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Habe in der DDR die EOS besucht; da "lernte" man so etwas nicht. Ringsum-wo ich aufgewachsen bin gab es so etwas auch nicht. Wo ist denn ihre Heimat ?

  2. 11.

    Oh wie armselig, ich schenke ihnen mein Mitleid! Und hoffe auf gute Besserung!!

  3. 10.

    Oha, hier trollen sich ja mal wieder Leute aus der rechten Ecke. Und an den rbb mal die Frage, warum Ihr Vorwürfe ggü. Eurer Berichterstattung so unkommentiert stehen lasst. Meinungsfreiheit hin oder her, aber was in den Kommentaren hier abgeht, ist sehr extrem.

  4. 8.

    Antisemitismus und Terrorismus gab es zu meiner Jugendzeit nicht. Ich hätte mit den Begriffen auch wenig anfangen könnnen. Es versteht sich von selbst, dass ich mich später oft fragte wie es zu der Fehlentwicklung kommen konnte.

  5. 7.

    Die Angst kann ich verstehen. Wenn es irgendwann möglich empfehle ich ihnen da weg zu ziehen. Es gibt unberechenbare Typen, die vor nichts zurück scheuen.

  6. 6.

    Sie müßten auch mal inforadio einschalten. Heute habe ich gerade noch mitbekommen, dass wir hier im Land 2000 ? Islamisten haben. Für mich ist das ein Gefahrenpotential; wir wissen ja um die Straftaten nicht nur hier in Deutschland. Die müssen auch irgendwie überwacht werden und das kostet Steuergeld. Nun erinnere ich noch daran, dass die damals eingewanderten Juden und die Hugenotten eine große Bereicherung waren und sind.

  7. 5.

    Ich als homosexuller Mann werde in Neukölln gerne mit hässlichen Blicken betrachtet oder beschimpft als wäre ich im falschen Land. Manchmal ist das schon sehr deprimierend und macht auch Angst! Zudem es nicht Deutsche sind, die mich so behandel.

  8. 4.

    Das ist mir schon lange aufgefallen, daß besonders bei antisemitischen Vorfällen immer die Herkunft derjenigen, die angreifen nicht genannt wird.
    Aber anscheinend wird sehr gerne bei den Migranten weggeschaut, sonst hätte es nie solche Al-Kuds-Demos gegeben, wo antisemitische Haßparolen unterm Brandenburger Tor skandiert und israelische Flaggen verbrannt wurden. Warum wird dies geduldet? Für mich ist dies ein Grund zur Ausweisung.

  9. 3.

    Es ist leider so, dass der rbb so berichtet wie es in seinem Sinne ist. Genauso ist es mit den Kommentaren, da werden Kommentare nicht veröffentlicht, die kritisch mit der Reportage umgehen bzw Kritik äußern. Daher bin ich verwundert, das der Kommentar von 11:09 veröffentlicht wurde.
    Öffentlicher Rundfunk hat sachlich neutral zu berichten und die Meinungsfreiheit zu wahren, aber da hat der rbb noch Nachholbedarf.

  10. 2.

    Sehr guter Kommentar . Da kann ich ihnen in allen Punkten nur recht geben. Der rbb hat hier noch etwas Nachholbedarf . Wir Bürger haben das Recht zu erfahren ob solche Taten von deutschen bzw. Neonazis begangen werden oder von Flüchtlingen bzw. Menschen mit mitgrationshintergrund. Hier versucht man zu verschleiern bzw. Die Stimmung nur in eine Richtung zu lenken.

  11. 1.

    Volksverhetzung ist nicht gleich Antisemitismus. Sundermayer zum Beispiel hat am Anfang der Pandemie ganze Volksgruppen als Clowns und co bezeichnet. Laut StGb ist das Volksverhetzung. Lest mal den Paragraphen.

    Hinzu kommt die Tatsache, dass der RBB meistens die Nationalität der Täter verschweigt auch wenn diese in der Pressemitteilung der Behörden benannt wird. Ist ein syrischer Asylant in Berlin, der einen Juden mit Kippa mit seinem Gürtel schlägt jetzt ein "Neo Nazi"? Nein aber der RBB berichtet halt nicht, dass es ein syrischer Asylant ist und erweckt so den Eindruck, dass es alles Nazis wären. Die meisten antisemitischen Straftaten in diesem Jahr wurden NICHT VON DEUTSCHEN (auch keine Migranten) begannen sondern von "Schutz suchenden" denen man hier Asyl gibt. Es sind Afghanen, Iraker, Syrer...

    Erst vorgestern hat ein Iraker versucht jemanden umzubringen. Der RBB hat ebenfalls die Mitteilung der Staatsanwaltschaft erhalten aber nicht berichtet. e-Mail vom 08.09.2021, 16:53

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