Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst - Mitarbeiter von Berliner Ämtern und Polizei für Mittwoch zu Warnstreik aufgerufen

Fr 12.11.21 | 15:05 Uhr
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Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes stehen unweit eines Geschäftes an der Frankfurter Allee. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: Inforadio | 12.11.2021 | S. Mehring | Bild: dpa/Paul Zinken

Beschäftigte der Berliner Ämter und der Polizei sind am kommenden Mittwoch zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder.

Aufgerufen zum Warnstreik hat der Berliner Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Aufforderung richtet sich unter anderem an Beschäftigte des Landesamtes für Einwanderung, des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsdienste, der Bürger- und Ordnungsämter der Bezirke und verschiedener Bereiche der Polizei. Am Vormittag ist eine Demonstration vom Lustgarten zum Brandenburger Tor geplant.

Am Donnerstag hatten mehrere Tausend Beschäftigte an Kitas und Schulen in Berlin bei einem ganztägigen Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Geld

GdP-Landesvize Kerstin Philipp erklärte, der öffentliche Dienst der Hauptstadt sei über Jahrzehnte kaputtgespart worden. Die Arbeitsbelastung nehme stetig zu. Die Polizei brauche Anerkennung in Form von besseren Arbeitsbedingungen und einer entsprechenden Vergütung.

Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fünf Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro im Monat. Die Arbeitgeber haben in den ersten beiden Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt.

Sendung: rbb UM6, 12.11.2021, 18 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Nichts fällt vom Himmel, nicht für die Arbeit in diesem Land. Schließlich haben wir die billigsten Löhne, können jederzeit den Mindestlohn unterwandern und lassen eine Arbeitskraft für 3 arbeiten, oder auch eine Hilfskraft für eine Fachkraft. Wir können Leiharbeiter, weit unter Tarif, vermitteln, wir entlassen, wenn der Krankenschein kommt, wir können so viel und alles läuft auf eines hinaus, die Ausbeutung der Arbeit. Deshalb sollten wir den Neid begrenzen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen. Ohne Solidarität wird sich nichts ändern.

  2. 8.

    Klar, der arme Mann soll doch gefälligst demütig sein, er durfte im Niedriglohnsektor seine Grundsicherung erarbeiten. Das klingt nach Solidarität. Ich gestehe ihm den Neid zu, denn er ist ein Mensch, der gerne etwas mehr Rente hätte. Solidarität wäre, wenn man für höhere Löhne und Renten kämpft und in eine Richtung schaut.

  3. 7.

    Dieser Kommentar ist sehr peinlich, zumal Sie keine Ahnung vom Rentensystem haben und wahrscheinlich andere Menschen nicht respektieren. Für Sie gibt es eine gute Möglichkeit dies zu verhindern. Vermeidung von Beleidigungen und von Totschlagargumenten, Wertschätzung anderer Leute und der Lebensarbeitsleistung. Eine Gesellschaft ist solidarisch und Neid auf Ärmere ist völlig deplatziert. Man schaut in eine Richtung, hält zusammen und kämpft für bessere Bedingungen für alle. Können Sie mir ansatzweise folgen?

  4. 6.

    Sind sie zufällig DDR Bürger? Dann zahle ich nämlich ihre Rente. In bundesdeutsche Rentenkassen haben sie dann nämlich nie eingezahlt und ihr Staat war '89 gekanntlich pleite.

  5. 5.

    Seien sie froh das sie ihr Leben lang arbeiten konnten und nun von der Gemeinschaft profitieren können. Oder dachten sie ihre Rente reicht für Untersuchungen, Krankenhaus, Infrastruktur usw.?

    Das ist Sinn und Zweck einer Solidargemeinschaft oder haben sie für ihren Schulbesuch bezahlt?

  6. 4.

    Hey! ICH BRAUCH NEN AUSWEIS! ICH VERSUCH DAS SEIT ÜBER 2 MONATEN MAL NEN TERMIN ZU BEKOMMEN! Streikt bitte für mehr Personal! :(

  7. 3.

    Ehrlich, mir kommen wirklich die Tränen als Rentner.
    Ich habe ein Leben lang gearbeitet und was kommt dabei heraus?
    Wozu noch arbeiten wenn die Sterntaler sowieso vom Himmel fallen?

  8. 2.

    "Das mindeste auch für Arme und Stützeempfanger wäre der Inflationsausgleich."

    Das wird es mit der Ryan Air Partei nicht geben. Wir erinnern uns, die sind alle nur faul und leben in "spätrömischer Dekandenz".

    Is' halt Pech wenn man sich nicht von der Allianz schmieren lassen kann.

  9. 1.

    Das mindeste auch für Arme und Stützeempfanger wäre der Inflationsausgleich. Leider sind die politischen Parteien voll von Dummheit und Inkompetenz da wird es mit Armut und Ausbeutung wohl weitergehen...

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