Brandenburg/Havel - Terminstau beim Bürgerservice führt zu langen Warteschlangen

Schlangestehen vorm Bürgeramt (Quelle: rbb)
Video: Brandenburg aktuell | 09.09.2021 | Bild: rbb

Vor dem Bürgerservice am Nicolaiplatz in Brandenburg an der Havel bilden sich seit Tagen lange Warteschlangen. Wer beispielsweise einen neuen Personalausweis benötigt oder den Reisepass verlängern will, muss sich auf erhebliche Wartezeiten im Freien einstellen.

Die Stadt begründete das am Donnerstag auf rbb-Anfrage mit einem Terminstau, verschuldet durch die coronabedingten Umstellungen der vergangenen Monate. "Es handelt sich um die erste Woche nach monatelangen Zeiten, in denen ausschließlich Online-Termine vorabgestimmt werden mussten", teilte ein Sprecher der Stadt Brandenburg mit.

SPD-Abgeordnete kritisiert Krisenmanagement

Man wolle diesen Stau nun mit mehr Personal abbauen, sagte er weiter: "Wir haben umgehend am Mittwoch zwei Stellen umgesetzt, um den Ansturm besser zu bewältigen. Zudem trennen wir die Ausgabe der Dokumente ab, so dass die Abholung schneller geht und noch mehr Kapazitäten in der Bearbeitung der Anträge entstehen."

Kritik am Krisenmanagement der Stadtverwaltung übt Britta Kornmesser, die für die SPD im Stadtparlament sitzt: "Wir haben fraktionsübergreifend in der Stadtverordnetenversammlung dieses Thema ganz oft vorgetragen und im Ergebnis, weil es keine Verbesserung gab, sogar einen Apell an den Oberbürgermeister geschrieben im Juni, den alle Fraktionen mit unterschrieben haben", so Kornmesser. Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) sei aufgefordert worden, schnell Abhilfe zu schaffen. Sie gehe nicht davon aus, "dass das, was eingeleitet ist, im Ansatz reicht", sagte sie dem rbb.

Sendung: Brandenburg aktuell, 9. September 2021, 19:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    So ist das. Die Beamten gehen ins Homeoffice den Garten pflegen und den Steuerzahlern ohne Homeofficemöglichkeit verspricht man Besserung, die so wie so nicht kommt.

  2. 1.

    Man kann ja einen Dienstleister für die Bürger auch mal nur so wegen Corona ein paar Wochen zumachen. Die Mitarbeiter der Supermärkte z.B.mussten ihren Job trotz Gefährdung weiter machen.
    ....Alle Menschen sind gleich....

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