Verteilung startet am Mittwoch - "Großteil" der afghanischen Ortskräfte bleibt in Brandenburg

Mi 01.09.21 | 13:15 Uhr
Archivbild: Ortskräfte aus Afghanistan gehen am frühen Morgen auf dem Gelände der DRK-Flüchtlingshilfe in der Erstaufnahmeeinrichtung Brandenburg zu ihrer Unterkunft. (Quelle: dpa/P. Pleul)
Bild: dpa/P. Pleul

Die afghanischen Ortskräfte, die in Brandenburg aufgenommen worden sind, bleiben zu großen Teilen im Land. Das teilte das Innenministerium mit. Die Verteilung auf die Kommunen starte am Mittwoch.

Ein Großteil der in Brandenburg angekommenen Ortskräfte aus Afghanistan inklusive ihrer Angehörigen wird voraussichtlich im Land bleiben. "Noch steht nicht genau fest, wie viele der 266 Personen bei uns bleiben werden, aber wir beginnen jetzt mit dem Aufnahmeverfahren", sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch.

Personen, die zum Beispiel eine familiäre oder berufliche Anbindung in anderen Bundesländern hätten, seien dort besser aufgehoben. "Wer in Brandenburg bleibt, soll schnell auf die Kommunen verteilt werden und in normale Lebensverhältnisse kommen", erklärte Stübgen am Mittwoch.

Der Brandenburger Innenminister Michael Stübgen (CDU) hatte dem Bund angeboten, dass die in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) aufgenommenen Ortskräfte mit ihren Familien in Brandenburg bleiben können. "Für einen Großteil der Gruppe wird dies nun stattfinden", hieß es am Mittwoch aus dem Innenministerium. Stübgen dankte am Mittwoch den Landkreisen und kreisfreien Städten, die ihre sofortige Unterstützung zugesagt hatten.

Verfahren laufen in Eisenhüttenstadt

Mit dem Aufnahmeverfahren werde jetzt begonnen, hieß es. Die Formalitäten würden am Standort der Zentralen Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt durchgeführt. Neben der individuellen Klärung des Aufenthalts- oder Asylstatus gehörten dazu auch medizinische Untersuchungen, Impfangebot und Sicherheitsüberprüfungen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 01.09.2021, 19:30 Uhr

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