Corona-Inzidenz fünf Tage über 35 - Teltow-Fläming begrenzt die Personenzahl bei Veranstaltungen

Blick übern den Markt zum Marktturm vor der evangelische Kirche St. Johannis in Luckenwalde. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Im Brandenburger Landkreis Teltow-Fläming lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch den fünften Tag in Folge über der Marke von 35. Infolgedessen ist die Personenzahl für Veranstaltungen, Festivals und öffentliche Feste auf höchstens 5.000 gleichzeitig Teilnehmende begrenzt worden. Das teilte das Gesundheitsamt Teltow-Fläming am Mittwochmittag mit. Die Regelung gelte ab sofort und beruhe auf der zweiten Sars-Cov-2-Umgangsverordnung des Landes Brandenburg.

Eine vorsätzliche oder fahrlässige Nichteinhaltung der Maßnahmen sei ordnungswidrig und könne mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro geahndet werden, erläuterte das Gesundheitsamt. Nur in "besonderen Einzelfällen" könne die Personenobergrenze überschritten werden. Es müsse im Vorfeld aber ein entsprechender Antrag samt Hygienekonzept gestellt werden.

195 neue Corona-Fälle in Brandenburg

Die neuen Corona-Ansteckungen in ganz Brandenburg sind derweil auf den höchsten Wert seit mehr als drei Monaten gestiegen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 195 neue Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Die meisten zusätzlichen Ansteckungen kamen mit 23 im Landkreis Potsdam-Mittelmark hinzu. Am 21. Mai waren 191 bestätigte neue Fälle registriert worden, vor einer Woche waren es 138 neue Infektionen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz - der Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - nahm in Brandenburg leicht auf 28,3 zu, vor einer Woche lag der Wert bei 23,4. Über einem Wert von 35 liegen neben dem Landkreis Teltow-Fläming auch Cottbus, Potsdam und die Prignitz.

Aussagekraft der Sieben-Tage-Inzidenz nimmt ab

Wenn der Wert neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner fünf Tage in Folge über 20 liegt, ist der Besuch etwa von Gaststätten drinnen und Hotels nur noch möglich, wenn man geimpft, genesen oder getestet ist. Das gilt auch für Reisebus-Reisen. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz über 35 ist die Besucherzahl für Volksfeste und Jahrmärkte auf 5.000 begrenzt. Das ist in der aktuellen Corona-Umgangsverordnung so festgelegt worden.

Beim Erlassen und Aufheben von Corona-Beschränkungen orientierte sich die Politik bisher stark an der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Da immer mehr Menschen geimpft und dadurch vor schweren Verläufen geschützt sind, nimmt die Aussagekraft dieses Wertes ab. Deshalb soll künftig unter anderem auch die Zahl der Klinikeinweisungen in den Fokus rücken, also wie viele Corona-Infizierte sich in stationäre Behandlung begeben mussten.

Sendung: Brandenburg aktuell, 01.09.2021, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wo sollen denn bloß die ganzen Brandenburger herkommen für solch große Veranstaltungen? Helenesee fällt ja aus, Einheitsfeiern waren letztes Jahr... hm... Da fällt mir Rainald Grebe wieder ein... Tschä.... manche Verordnungen gehen so ein bisschen an den Realitäten vorbei. Eine nächtliche Ausgangssperre ist tatsächlich ärgerlich hier - weil man nach 22 Uhr dann nicht mehr tanken kann. Aber sonst? Ein sog. "Nachtleben" wird da auch nicht behindert. Also denkt vor Maßnahmen in Brandenburg kurz nach. Luftnummern werden da schnell zu Lachnummern...

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