Hauptbeschuldigter lebt in Berlin - Polizei geht in mehreren Bundesländern gegen rechtsextreme Gruppierung vor

Mi 20.10.21 | 13:04 Uhr
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SEK Einsatzkräfte stehen mit Maschinenpistolen vom Typ MP5 Heckler & Koch in Berlin (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Audio: rbb 88.8 | 20.10.2021 | Natascha Gutschmidt | Bild: dpa-Symbolbid/Christoph Soeder

Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt in Berlin ermitteln gegen 15 Personen wegen des Verdachts auf Bildung einer rechtsextremistischen Vereinigung. Am Mittwoch gab es Durchsuchungen in Berlin, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen, wie die Behörden mitteilten.

An 14 Orten seien Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Munition, Hieb- und Stichwaffen, Datenträger, Devotionalien der Vereinigung sowie Betäubungs- und Dopingmittel beschlagnahmt worden, hieß es. Insgesamt seien etwa 130 Polizeibeamte und ein Staatsanwalt an der Aktion beteiligt gewesen.

Vorbereitung auf "Tag X"

Den 15 Beschuldigten wird die Rädelsführerschaft oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, hieß es von den Behörden. Der Hauptbeschuldigte lebe in Berlin. Unter seiner Führung sollen sich die Verdächtigen in einer rechtsextremistischen Vereinigung mit dem Namen "Berserker Clan" zusammengeschlossen haben.

Nach Angaben der Behörden spielte in der Kommunikation zwischen den Verdächtigen insbesondere die Vorbereitung auf einen "Tag X" immer wieder eine Rolle. Damit solle ein bewaffneter Aufstand gegen die bestehenden Strukturen in Deutschland gemeint sein. Auch war teilweise von Schusswaffen die Rede.

Sendung: Inforadio, 20.10.2021, 13:20 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Immer noch ist unterbelichtet, dass Uniformtragende tendenziell anfälliger als die so bez. Normalbevölkerung für derlei Umstände sind. Und das hängt eben grundsätzlich mit der autoritätseinflößenden Uniform zusammen. Auch das Tragen und Bedienen von Schusswaffen kann ja nicht nur mit Notfällen in Verbindung gesetzt werden, sondern auch mit der Versuchung, sich angesichts des sichtbaren Tragens dieser Waffen als schlagkräftigerer und besserer Mensch zu fühlen.

    Wer am Meisten technische Möglichkeiten hat, dessen gefühlte Macht ist es auch, das ist grundsätzliches gesellschaftliches Paradigma. Dem muss auf irgendeine Art und Weise vorausschauend und klug begegnet werden. Und das schon von Anbeginn an - nicht nur, um die letztlichen "Spitzen des Eisbergs" zu verhindern.

    Mir ist zu viel Anfeindung da drin und zu viel Erwehren dessen.

  2. 3.

    Na dat sind aber ne Menge Einzelfällen. Leider viel zu viele . Man kann nur hoffen das die Meisten auffliegen, die Tendenzen nach rechts wurden zu lange ignoriert von manchen Parteien und verharmlost. Leider schüren so mache Parteien dies weiter an und eine Grenze in der Wortwahl wurde überschritten was dies befeuert.

  3. 2.

    Ich weiß leider nicht mehr, bei dem wievielten Einzelfall ich aufgehört habe zu zählen…

  4. 1.

    Alles Einzelfälle.

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