rbb24
  1. rbb|24
  2. Politik
Quelle: dpa/Patrick Pleul

Nach Evakuierung im August

Bisher nur 25 Afghanen in Brandenburg als Ortskräfte anerkannt

Von den 266 Afghanen, die Brandenburg nach der Machtübernahme der Taliban im August aufgenommen hat, hat der überwiegende Teil noch keine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen erhalten. Dies teilte das Innenministerium mit, wie DPA am Freitag berichtete.

Nur 25 Ortskräfte mit ihren Angehörigen und 3 besonders gefährdete Personen hätten zum Stand 6. Oktober eine Aufenthaltserlaubnis erhalten - dies seien 116 Personen, darunter 67 Kinder und Jugendliche, hieß es.

Brandenburger Innenministerium reagiert auf Kritik

Video wirft Fragen zu Umgang der Behörden mit afghanischen Ortskräften auf

Aufregung um ein Video, das Pro Asyl veröffentlicht hat: Es soll zeigen, wie eine Brandenburger Behörden-Mitarbeiterin afghanische Ortskräfte zu einem Asylverfahren drängt. Dabei steht diesen Geflüchteten eine Aufenthaltserlaubnis zu.

Bei 136 von 266 Aufgenommenen noch keine Entscheidung

136 Afghanen hätten hingegen einen Asylantrag gestellt oder könnten dies noch tun, berichtete das Ministerium. Deren Schutz werde im Rahmen eines Asylverfahrens vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) geprüft. Sie seien noch in der Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) untergebracht. 14 weitere Flüchtlinge, darunter 3 Minderjährige, hätten die Erstaufnahme eigenständig verlassen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 15.10.21, 19:30 Uhr

Artikel im mobilen Angebot lesen