"Defend Köpi Wagenplatz" - Protestzug gegen Räumung von Bauwagen-Siedlung zieht durch Kreuzberg

So 03.10.21 | 09:48 Uhr
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Menschen nehmen an einer Demonstration linker Gruppen gegen eine geplante Räumung eines alternativen Wohnwagen-Camps an der Köpenicker Straße teil. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Video: rbb|24 | 03.10.2021 | Material: TNN | Bild: dpa/Fabian Sommer

Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot ist am Samstagabend ein Demonstrationszug mit Hunderten Menschen von Kreuzberg nach Friedrichshain gezogen. Die Aktion richtete sich gegen die geplante Räumung einer Berliner Bauwagen-Siedlung.

Hunderte Menschen haben in Berlin gegen die geplante Räumung einer linksalternativen Bauwagen-Siedlung protestiert. Unter den Teilnehmern war auch ein großer Block von schwarz gekleideten und vermummten Linksautonomen. Die Demonstranten liefen am Samstag von dem Gelände durch Kreuzberg nach Friedrichshain. Schon zu Beginn wurden Böller gezündet. Der Demonstrationszug mit dem Titel "Defend Køpi Wagenplatz" wurde von einem größeren Polizeiaufgebot dicht begleitet. Nach Beobachtungen eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur waren mehr als 1.000 Menschen auf der Straße.

Die Bauwagen-Siedlung an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte soll voraussichtlich am 15. Oktober geräumt werden. Die Bewohner betonten, sie würden den Räumungstermin nicht widerstandslos hinnehmen.

Die sogenannte Köpi gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in Berlin. Das Landgericht hatte im Juni die Räumung angeordnet. Nach dem Urteil muss das unbebaute, 2600 Quadratmeter große Grundstück, auf dem Bau- und Wohnwagen stehen, frei gemacht werden. Nach Angaben des Bewohner-Vereins wohnen dort etwa 30 Menschen. Das Haus Köpenicker Straße 137 ist nicht betroffen.

37 Kommentare

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  1. 37.

    Das Problem dabei sind nicht (nur) die Nutzer (@Kalle, @Klausbrause ......) sondern in erster Linie der rbb selber. Das ist der Ansatzpunkt an den man rangehen muss. Die Redaktion verschafft ihnen eine Plattform, wo sie ihr Gift verspritzen können. Worum es dabei geht hat @Frank M. im Kommentar 10 zutreffend beschrieben.
    Ich habe jetzt mehrfach auf unseren bekennenden Linksautonomen geantwortet, insbesondere auf seinen #22, aber meine Kommentare werden nicht veröffentlicht. Er hat offensichtlich Sympathisanten in der Masurenallee. Solange dieses Problem nicht gelöst ist geht es ewig so weiter. Ich werde das in unserem Dezernat mal thematisieren.
    Sich zurück ziehen ist keine Lösung. Man läßt sich auch von Linksautonomen nicht vertreiben. Wir haben die Demokratie zu verteidigen und zwar sowohl gegen extremrechts als auch gegen extremlinks. Dazu gehören nicht nur die Völkisch Nationalen sondern auch die Rote Zora und der Schwarze Block.

  2. 36.

    Sehe ich auch so. Ich persönlich stehe ja drüber, aber so werden hier legitime Meinungen zu Hauf aus dem Forum vertrieben, weil die sich das nicht antun (lassen) möchten. Und das wiederum finde ich extrem ätzend.

  3. 35.

    Die Diskussion ist hier ja ohnehin unnötig. Gerichte haben abschließend entschieden, dass zu räumen ist und das ist dann zu akzeptieren. Fertig und aus. Wo kommt denn der Rechtsstaat hin, wenn am Ende jeder aussuchen darf, ob er Urteile zu akzeptieren oder zu ignorieren gedenkt. Es gibt keinen Anspruch, mit seinem Bauwagen auf fremdem Grund mitten in Berlin wohnen zu dürfen und das ist auch gut so. Die Stadt wächst und verändert sich und das heißt eben auch, dass Nischen verdrängt werden, weil der knappe Raum effektiver genutzt werden muss. Das ist auch nichts Neues, nur heute freut man sich nicht über die Zeit, die man etwas nutzen und in der man sich entfalten konnte sondern jammert und verlangt eine Ewigkeitsgarantie. Die gab es nie und die wird es auch nie geben. Alle in dieser Stadt müssen sich an die Veränderungen anpassen.

  4. 34.

    Der stellt alles was sich bewegt unter Generalverdacht. Seit Monaten, wenn nicht gar Jahren, unter ständig wechselnden Namen die selbe Suppe. Rechtsextrem, Rechtsextrem, Rechtsextrem. Fast schon lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Beschweren bringt da leider nichts.

  5. 33.

    Moment mal, das war keine Petition dafür, dass besetzte Flächen durch Linkschaoten geduldet werden. Hier bitte nicht den Volksentscheid instrumentalisieren. Das ist längst überfällig, dass dort mal aufgeräumt wird, die Stadt sieht so schon versifft genug aus.

  6. 32.

    Was ich erstaunlich finde, dass die, die Grundstücke oder Häuser besetzen, sich als "Retter" des Urbanen hinstellen wollen - aber ständig Konflikte suchen und andere Meinungen nicht gelten lassen und Nachbarn mit ihrem Leben schon fast penetrieren.
    Anstatt nachzudenken und Genossenschaften zu gründen, um der Verdrängung Widerstand entgegenzustellen, wird nur entweder gejammert, protestiert oder wird Gewalt angewendet - sei es durch Steinwürfe, Böller oder Anzünden von Barrikaden oder Autos. Berlin könnte wirklich bunt sein - wenn Autonome nicht nur alles andere als deren Lebensstil als feindlich ansähen. Wie in der alten Sparkassenwerbung: "Papa, wenn ich mal groß bin, will ich auch Spießer werden" Nichts anders sind auch Autonome - nur halt anders spießig und piefig.

  7. 31.

    Ja wo kommen wir denn dahin, wenn Spekulwnten-Leerstand tatsächlich für Menschen zum wohnen genutzt wird?

  8. 30.

    Es ist immer wieder interessant was man als Kommentar hier so zu lesen bekommt.

    Berlin soll tolerant , bunt und offen sein. Davon sieht man leider immer weniger. Clubs, die jahrelang Bestand hatten, werden geschlossen, weil es den Nachbarn zu laut ist. Besetzte Gebäude oder Flächen, die diese Stadt auch geprägt haben, werden geräumt um diese zu sanieren und dann zu teuer weiter zu verkaufen oder zu vermieten. Freie Flächen werden bebaut um Wohnraum zu schaffen, aber nicht für die die da auch gerne leben möchten, es sich nur nicht mehr leisten können. Das soll noch tolerant und bunt sein, wenn alles verdrängt wird? Das ist es nicht und eher traurig.. ein Grund mehr dieser Stadt den Rücken zu kehren..

  9. 29.

    Dünnes Eis. Wegen oder was bitte respektieren Limksautonome, die dort leben?

  10. 27.

    Auch wenn die KÖPI das Gelände rechtmäßig nutzte, so muss der KÖPI wohl nun am 15.10.21 rechtmäßig auch wieder räumen.

    Es gibt nichts zu meckern.

    Protestieren können Sie natürlich - so wie auch bei Meuterei, Liebig34, Potse, Syndikat und Co..

  11. 26.

    Sie bringen da etwas stark durcheinander.

    Ordentlicher, sicherer Wohnraum und KÖPI haben miteinander wenig zu tun.

    Aber träumen Sie gerne weiter von einem Volksentscheid pro KÖPI.

  12. 25.

    Also, meine Frau, meine Kinder, meine Freunde, meine Bekannten und ich haben von der KÖPI nichts.

    Die KÖPI ist keine Bereicherung.

  13. 24.

    @Kalle, wenn sie jetzt die Polizei und die Bundeswehr unter Generalverdacht stellen und besichtigen, dass bei ihnen rechtsautonome staatsgefährdende Strukturen entstehen, werden sie das sicherlich belegen können, ansonsten existiert ein Straftatbestand.
    Ich bin Polizeibeamter im gehobenen Dienst und ich verspreche Ihnen, dass sie die Möglichkeit erhalten ihre Unterstellungen zu belegen.

  14. 23.

    Ich kenne da einen schönen Ex Tagebau in der Lausitz. Und einige (fast)ausgestorbene Dörfer in Brandenburg. Dieses Treiben ist viel zu lange toleriert worden und ohne Konsequenzen geblieben.
    Wie einige hier wieder mit der Rechtskeule kommen, wenn sie keine Argumente mehr haben, ist schon traurig, wenn das alles ist und lässt tief blicken.

  15. 22.

    "Beide greifen unsere Demokratie an und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück."

    Linksautonome bewaffnen sich mit Schußwaffen, Handgranaten und bilden Strukturen in der Polizei und Bundeswehr?

    Rechtsextreme übertreiben gerne linksautonome Strukturen , um von den eigenen Gesinnungsgenossen und deren Taten abzulenken.

  16. 21.

    So langsam wird dem Treiben dieser gesetzeslosen Figuren ein Riegel vorgeschoben. Dauerte zwar viel zu lange, bis auch alle Gerichte entschieden, ihnen steht das Recht auf "Besetzung" von Land nicht zu, welches ihnen nicht gehört. Dass da nun endlich das Gelände geräumt wird, dient auch dem Rechtsfrieden und es stärkt den Rechtsstaat. Es ist ein Unding, dass solange dem Treiben tatenlos zugeschaut wurde. Auch die linksgrünen Lokalpoltiker scheinen inzwischen verstanden zu haben, sie ließen erst kürzlich öffentliches Gelände räumen, wo sich Gesetzesbrecher auf öffentlichem Gelände breit machen wollten. Was noch fehlt, sind empfindliche Strafen der Schadensverursacher, ggfs. strafrechtliche Verschärfungen, damit diese lästigen Versuche der Eigenermächtigung künftig unterbleiben.

  17. 20.

    Na wieder mal reflexartig alle anderen in die rechte Ecke stellen. Sie können 100mal ihren Namen ändern,aber dieses Rechte gehetze verrät sie immer wieder. In Zukunft bitte etwas mehr Niveau. Dankeschön

  18. 19.

    Schlimm dieses Schmarotzertum. Mal sehen wie viele Steine auf Menschen geworfen werden und dann gibt es noch eine Gruppe Menschen die sowas rechtfertigen. Damit kann man Menschen töten.

  19. 18.

    Ich vermisse in diesem Beitrag den Hinweis darauf, dass alle Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten wurden und die Polizei keinen Grund sah, diesen Zug aufzuhalten, bzw. zu beenden.
    Handelte es sich ja auch nicht um einen dieser sogenannten "Querdender-Aufzüge".
    Und, was sind schon dIe paar Böller, Flaschen und Pflastersteine, die auf die Beamten geworfen wurden. Das nimmt man hin, aus diesen "aufgebauschtes Problen"-Kreisen.
    Auch, dass, wenn wundert es noch in dieser Stadt, zufällig die Stromversorgung eines Stadtteils brennt.

  20. 17.

    Die Räumung hätte schon viel eher stattfinden müssen, es kann nicht sein, dass jeder einfach freie Räume besetzt. Es wurde viel zu viel toleriert.

  21. 16.

    Wenn ich Sprechchöre höre „ganz Berlin hasst die Polizei!“ sorry da könnte ich Ko……! Das ist im Nichten so viele Berliner sind stolz auf ihre Polizei, Feuerwehr den Rettungsdienst usw! Sorry das geht so nicht weiter in Berlin!

  22. 15.

    "Die sollen happy sein, das sie das Gelände soooooo lange rechtswidrig nutzen durften. "

    Dumm ist wenn man so gar keine Ahnung hat und deshalb dummes Zeug und Fake News in die Welt setzt.

  23. 14.

    Die Initiative Enteignung ist das dämlichste was mir bislang an I. untergekommen ist. Kostet ein Haufen Geld und bringt nichts. Keine neue Wohnung, nicht eine. Die Mieten werden auch erhöht werden müssen, da alles teurer wird und wenn nichts mehr instandgesetzt wird, dann gibt es Slums.

  24. 13.

    Kann es sein,dass der rbb mit dieser Art von Protesten eher sympatisiert und andere Demonstrationen eher diffamiert?

  25. 12.

    Wie wahr, wie wahr. Auf dem Land kann man nicht so medienwirksam demonstrieren. Ist doch schick, mit weißen Buchstaben auf schwarzem Grund.

  26. 11.

    Hmmmh ... in anderen überregionalen Medien ist von "Rangeleien" mit der Polizei zu lesen. Hier nicht. War denn kein rbb-Reporter vor Ort?

  27. 10.

    "und vermummten Linksautonomen"
    <Ironie on> Jetzt halten sich mal welche bei einer Demo an die Coronaregeln und dann ist es wieder nicht richtig <Ironie off>
    Wir haben seit Jahren ein Thema, dass die Politik und auch die Medien gerne ausblenden: Linksautonome Gewalt. Es gehört zu den Themen, über die man nicht so gerne redet. Warum nicht? Sind die Themen "AfD", "Rechts", "Nazi" einfacher?
    Beide greifen unsere Demokratie an und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. Ich habe berufliche Erfahrungen sammeln müssen und kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum wir in unserer Gesellschaft über bestimmte Themen den Mantel des Schweigens breiten. Irgendwann werden wir dafür bezahlen.

  28. 9.

    "Wenn man sowas, wie vieles andere linke, nicht von Anfang an strikt unterbindet, entsteht dieses Anspruchsdenken."

    Jetzt gilt unter extremen Rechten das Recht auf Wohnen schon als "Anspruchsdenken". Wann werden weitere Grundrechte zum "Anspruchsdenken"?

    Was "sich die Gesellschaft nicht bieten" lässt kann man am eindeutigen Votum für den Volksentscheid sehen.

    https://www.rbb24.de/politik/wahl/volksentscheid-wohnen/beitraege/volksentscheid-berlin-wahl-deutsche-wohnen-enteignung.html

  29. 8.

    Die sollen happy sein, das sie das Gelände soooooo lange rechtswidrig nutzen durften. Das war schon ein riesiges Entgegenkommen der Eigentümer. Nun ist es vorbei und sie sollten gehen. Nun entwickelt der Eigentümer sein eigenes Projekt auf dem Gelände. Wer will, dass man seine eigenen Projekte achtet, der sollte zu allererst auch die anderer achten.
    In Brandenburg oder Mc Pom entvölkern ganze Gegenden, dort kann man ungestört seine alternativen, naturverbundenen Lebensträume ausleben. Das muss nicht in einer Stadt sein in der man die Lebensträume anderer für seine eigenen zerstört oder verhindert. Gegen alles ist aber gerne die Annehmlichkeiten nutzt die jene schaffen und finanzieren, die man bekämpft. Sorry aber von deren Lebensstil kann man weder die BVG finanzieren noch Schulen, Kitas, Freibäder oder Unis. Keine Sozialleistungen, Infrastruktur wie Wasser, Strom, Abwasser, Internet und auch keine Häuser und Wohnungen bauen.

  30. 7.

    "Im Fall der Räumung treffen doch nur zwei höchst egoistische Interessen aufeinander. Tun Sie doch nicht so, als wäre die Bauwagengemeinde eine Bereicherung der Gesellschaft, das ist sie nämlich nicht. "

    Nur interessiert die Mehrheit die "Meinung" von Rechtsextremen nicht. Solche Projekte sind definitiv eine Bereicherung.

  31. 6.

    Wenn man sowas, wie vieles andere linke, nicht von Anfang an strikt unterbindet, entsteht dieses Anspruchsdenken. Ob Lokale, Mietshäuser, Grundstücke, Begegnungsstätten... Nach mehrmaligen Gebrauch, geht die Sache ins eigene Eigentum über. Sowas kann sich die Gesellschaft nicht bieten lassen.

  32. 5.

    Nicht eine sozialwohnung ist in diesem Gebiet gebaut worden und auch die neuen Wohnungen auf dem arial werden welche. Ich wohne seit 40 Jahren dort. So lange diese Menschen dort leben gab es nie Probleme mit ihnen. Lasst sie doch einfach ihr Leben so leben wie sie es möchten.

  33. 4.

    Warum? Im Fall der Räumung treffen doch nur zwei höchst egoistische Interessen aufeinander. Tun Sie doch nicht so, als wäre die Bauwagengemeinde eine Bereicherung der Gesellschaft, das ist sie nämlich nicht. Die Wagensiedlung kann sich in Brandenburg billiges Land kaufen und seine Wohnform dort ganz ungestört ausleben. Da gibt's aber nicht die schönen Annehmlichkeiten der Stadt dazu, die will man nämlich nicht aufgeben.

  34. 3.

    Bitte Sozialwohnungen dorthin bauen danke!!!

  35. 2.

    Das können sie ja gerne machen, aber bitte nicht auf wertvollem Bauland in bester Lage ...

  36. 1.

    Eine Gesellschaft die alles abschafft, was anders ist, etwas vom steuerzahlenden Mittelmaß abweicht, ist nicht nur eine intolerante, sondern auch eine traurige Gesellschaft.

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