Großer Zapfenstreich und Schlussappell - Soldaten nach Ende des Afghanistan-Einsatzes feierlich in Berlin geehrt

Soldaten nehmen an dem Großen Zapfenstreich in Berlin teil, um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr zu würdigen (Bild: dpa/Christophe Gateau)
Video: rbb|24 | 13.10.2021 | Material: Abendschau | Bild: dpa/Christophe Gateau

Zehntausende deutsche Soldatinnen und Soldaten waren in Afghanistan im Einsatz. Sie wurden am Mittwoch feierlich von den Spitzen des Staates gewürdigt - obwohl die Bilanz des Einsatzes selbst an diesem Ehrentag zwiespältig ausfällt.

Mit einem Großen Zapfenstreich vor dem Berliner Reichstagsgebäude sind am Mittwoch die am 20-jährigen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr beteiligten Soldatinnen und Soldaten geehrt worden. Es ist das höchste militärische Zeremoniell der deutschen Streitkräfte, an dem am Abend rund 200 Soldaten stellvertretend für alle Afghanistan-Veteranen teilnahmen.

Die Würdigungen begannen am frühen Nachmittag mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Bundeswehr im Bendlerblock zum Gedenken an die in den Einsätzen getöteten Bundeswehr-Angehörigen begonnen. Am Nachmittag fand beim Bundesverteidigungsministerium der zentrale Abschlussappell statt. In seiner Rede zog Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dabei eine zwiespältige Bilanz des Afghanistan-Einsatzes.

"Fragen nach dem Sinn dieses Einsatzes"

Es sei zwar richtig gewesen, 2001 den NATO-Bündnisfall auszurufen und nach Afghanistan zu gehen, sagte Steinmeier beim Abschlussappell. Stabile staatliche Strukturen habe man aber nicht aufbauen können. "Zwanzig Jahre nach dem 11. September und zwei Monate nach dem Fall von Kabul stellen viele Menschen, die in Afghanistan gedient und gelitten haben, Fragen. Fragen nach dem Sinn dieses Einsatzes", so Steinmeier. Er würdigte den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. "Die Bundeswehr hat all das ausgeführt, was ihr die Politik aufgetragen hat."

Anschließend folgte ein Empfang im Bundestag auf Einladung von Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Dieser dankte den Soldatinnen und Soldaten im Namen des Parlaments. "Der von uns erteilte Auftrag konnte nicht so erfüllt werden, wie wir es erhofft hatten", sagte er. "An ihnen lag das nicht. Auch das Parlament muss die Gründe dafür suchen und benennen. Und es muss Schlüsse daraus ziehen."

Grüne, FDP und Linke fordern zur Aufarbeitung der Afghanistan-Mission einen Untersuchungsausschuss des Bundestages.

Zwanzig Jahre nach dem 11. September und zwei Monate nach dem Fall von Kabul stellen viele Menschen, die in Afghanistan gedient und gelitten haben, Fragen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Stimmen für und gegen das Zeremoniell

Um den Großen Zapfenstreich hatte es vorab Diskussionen gegeben. Ursprünglich plante die Bundeswehr lediglich einen öffentlichen Appell am Bendlerblock. Es mehrten sich aber Stimmen - unter anderem aus der Politik -, die eine größere Würdigung der Soldatinnen und Soldaten forderten.

Kritik kam von der Linken. Dieser Große Zapfenstreich sei völlig deplatziert, der Afghanistan-Einsatz komplett gescheitert, sagte der Linken-Verteidigungsexperte Tobias Pflüger. Organisationen aus der Friedensbewegung forderten nicht nur die Absage, sondern auch den generellen Verzicht auf dieses Ritual. Diese Form der Würdigung des Einsatzes sei angesichts der zahllosen Opfer, der getöteten Bundeswehrsoldaten und der Lage in Afghanistan "völlig unangemessen", heißt es in einem Appell an die Verteidigungsministerin aus dem August, der von 24 Organisationen veröffentlicht wurde.

Zuletzt noch 1.100 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan

Bei dem Einsatz in Afghanistan sollten ursprünglich die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 militärisch unterstützt werden. Im Januar 2002 trafen die ersten Kräfte in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein. Rund 93.000 Soldatinnen und Soldanten waren laut dem Bundesverteidigungsministerium seitdem - teilweise mehrfach - in Afghanistan, 59 von ihnen verloren dort ihr Leben.

Zunächst war er zur Friedenssicherung gedacht, wurde dann aber zum Kampfeinsatz gegen die aufständischen Taliban. Zuletzt war der Kernauftrag der Nato-Truppe die Ausbildung afghanischer Streitkräfte.

Die Bundeswehr hatte den Abzug zuletzt deutlich vorantreiben müssen, nachdem die US-Regierung unter Präsident Joe Biden den Abzug beschleunigt hatte. Vor Beginn der Rückverlegung im Mai waren noch 1.100 Männer und Frauen der Bundeswehr im Land.

Nach dem Rückzug der internationalen Truppen folgte die schnelle Machtübernahme durch die militant-islamistischen Taliban und eine militärische Evakuierungsmission der Bundeswehr für deutsche Staatsbürger und gefährdete Afghanen aus der Hauptstadt Kabul.

Sendung: Abendschau, 13.10.2021, 19:30 Uhr

Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrags war von 160.000 Soldatinnen und Soldaten die Rede, die in Afghanistan im Einsatz waren. Tatsächlich waren es 93.000. Da einige von ihnen mehrfach nach Afghanistan flogen, "ergibt sich rein rechnerisch die Summe von 160.000", so die Erklärung der Bundeswehr [bundeswehr.de].

Die Kommentarfunktion wurde am 14.10.2021 um 12:20 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

 

60 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 60.

    Nur mal als Denkanstoß:
    Noch 1990 hatte die Bundeswehr fast 600.000 Soldaten. Heute sind wir auf 184.000 Soldaten zusammengespart worden. Gegen wen wollen wir denn damit im "Krieg/ V-Fall" antreten?
    1. China 2.185.000 Soldaten
    2. Indien 1.445.000 Soldaten
    3. USA 1.400.000 Soldaten
    4. Nordkorea 1.300.000 Soldaten
    5. Russland 1.014.000 Soldaten
    6. Pakistan 654.000 Soldaten
    7. Südkorea 600.000 Soldaten
    8. Iran 525.000 Soldaten
    9. Vietnam 482.500 Soldaten
    10. Saudi-Arabien 480.000 Soldaten
    Googeln Sie mal die Truppenstärke im europäischen Ausland....

  2. 59.

    Es ist doch so:
    Eine Armee zu haben, die über alle erforderlichen Mittel verfügt um zumindest einen gleichwertigen Feind „besiegen“ zu können, ist kostspielig.
    Im Zusammenhang mit dem Thema „Steuergelder“ möchte aber der Deutsche am liebsten nur „Straßenbau, Kindergärten, Bildung und Digitalisierung“ hören. Schließlich ist man ja als Deutscher von europäischen Freunden „umzingelt“. Wer braucht da schon eine teure Armee?
    Die Drecksarbeit (Bündnisfall – egal ob NATO oder EU) können doch die anderen machen – und am besten bezahlen die auch gleich dafür. Na klingelt es? An diesem Punkt waren wir schon mal (..Herr Genscher und sein Scheckbuch).

    Und was die „nicht gewonnenen Kriege der Bundeswehr angeht“ – die Bundeswehr gibt es erst seit 1955…und nicht schon seit 187 - da gab es noch nicht mal die „BRD“ (je nach Sichtweise existiert diese erst seit dem 23. Mai 1949 – oder erst seit dem 3. Oktober 1990)
    (Also wie lautet da Ihre Gleichung: Äpfel = Birnen?).

  3. 58.

    Machen wir uns doch nichts vor:
    die Bundeswehr doch dann nur im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht, wenn da mal was schiefgeht. (Hierbei sollte man aber tunlichst nicht vergessen, dass die Soldaten ein Spiegelbild der Gesellschaft sind. Damit meine ich nicht nur die Selfies mit Totenschädeln).
    Und dann ist jeder plötzlich total erzürnt, enttäuscht und ein Militärexperte!
    Beispiel:
    „Das Sturmgewehr G36 schießt um die Ecke!“
    Ernsthaft? Dann müsste man dem Konstrukteur der Waffe gratulieren…
    In keinem meiner Auslandseinsätze/ in keinem Feuergefecht/ bei keiner Schießübung habe ich 1000 Patronen Gefechtsmunition in so kurzer Abfolge verschossen, dass mein Gewehr (weil es dann rotglühend wäre) „um die Ecke schießt“. Aber genau dieser Mist wurde erzählt und plötzlich war jeder ein Waffenexperte!!

  4. 57.

    Keine Sorge - ich bin nicht beleidigt.
    Das hat man in der Vergangenheit schon öfter erfolglos versucht.
    Ich wurde in Uniform angespuckt und als „Mörder“ oder/ und „Zivilversager“ oder „Schleifer“ bezeichnet. Mal ganz ehrlich – glauben Sie ernsthaft, dass ein kleiner Zapfenstreich – oder irgendeine andere öffentliche Form des Gedenkens an einen Einsatz der Bundeswehr und ihre gefallenen Soldaten in diesem Forum für mehr Anerkennung gesorgt hätte?
    Fakt ist jedoch, dass für das Hin- und Her der Regierung nicht die Bundeswehr oder die Soldaten die Verantwortung tragen. Und dass man den gefallenen Soldaten gedenken muss -allein schon deshalb, damit man sich (wieder) seiner Verantwortung als Staatsbürger/ Wähler einer Regierung bewusst wird, die Soldaten in Auslandseinsätze entsendet.

  5. 56.

    Guten Tag

    erstens hat sich 20 Jahre keiner für einen Einsatz in Afghanistan interessiert da es weitweg ist und viele nicht wissen um was es ging. Daher war auch die Berichterstattung über ISAF OEF und zu letzt RS eher mau und nur spannend wenn was passiert ist.
    Plötzlich zieht man (Ironie) und es bricht Chaos aus ... Zack alle sind auf einmal Experten und wissen was die letzten 20 Jahre passiert und wo die Fehler waren. Komisch oder?

    Der Einsatz in Mali interessiert auch keinen und Berichte darüber sind nur dann wenn wieder was passiert und auch nur eine kleine Meldung wert.

    Mali ist nicht anders wie Afghanistan ... kein Interesse.

    Ich sage Ihnen jetzt schon was passiert wenn man aus Mali rausgeht: Das Chaos wird ausbrechen und alle sind wieder Experten. Man fordert wieder den EInsatz der Bundeswehr zur Evakuierung der Ortskräfte usw. ... Erinnern Sie sich an diese Worte :-)

  6. 54.

    Geht's noch? Welche Lügen sollen das gewesen sein? Bin Laden hatte sich ja wohl nachweißlich in Afghanistan verkrochen, nachdem seine Al Kaida den Staat Amerika heimtückisch und in kriegerisch-terroristischer Weise angegriffen und dabei knapp 3.000 unschuldige Menschen ermordet hat. Damit ist der NATO-Bündnisfall eingetreten. Kann es sein, dass Sie in Ihrer ideologischen Verblendung Afghanistan mit dem Irak verwechseln?

  7. 52.

    Mit größter Verachtung habe ich mir gestern den Vordemokratischen Zapfenstreich reingewürgt! Eine Demokratie nicht würdig dem preussischen Militarismus schon.

  8. 51.

    Ja, natürlich haben Sie Recht mit Ihrem inhaltlich treffenden Sachvortrag und Anerkennung ist den Einsatzkräften zu zollen! Tut mir leid, sollt eich Sie persönlich beleidigt haben - das liegt mir völlig fern. Ne Nr. kleiner hätte es aber vielleicht nach dem Hin-und-Her der Regierung auch getan, z. Bsp. ein kleiner Zapfenstreich.
    Den Kommentaren 46 - 48 vermag ich mich mit Überzeugung anzuschließen! (Zur Landesverteidigung und im Katastrophenfall bereit zu stehen ist o.k. aber mit der Ausrüstung würde die Bundeswehr doch trotz perfekter Ausbildung wahrscheinlich jeden Krieg haushoch verlieren; nur mal zur Statistik: seit 1871 nix mehr gewonnen und trotzdem war die letzte Verteidigungsministerin die beste, die die BRD je hatte, weil mit ihr auch kein Krieg verloren wurde).

  9. 49.

    Meine Familie denkt seit 2003 da etwas anders drüber, nachdem wir ein Familienmitglied in einem Sarg wieder bekommen haben. Wenn sie vor Ort waren und dort nur Friede Freude Ei…. Erlebt haben sollten sie sich glücklich schätzen! Inzwischen habe ich 2 gute Kollegen in meiner Unternehmen mit Ausbilden dürfen die auch vor Ort waren! in einem Land wo wir hätten nie sein sollen und diese Menschen haben da einiges erlebt und haben mit ihrem normalen Lebensaltag so ihre Probleme (sagen wir es mal so) menschenansamlungen oder größer Veranstaltungen sind bei beiden einfach nicht möglich, bei einem zerbrach am Ende die Familie! Ja gut man kann es ja sagen wie Sie! Das sie dafür ja Geld bekommen haben. Aber vielleicht werden auch Menschen wie sie es irgendwann verstehen GELD IST NICHT ALLES IM LEBEN! Diese Würdigung heute ist schon ein bisschen eine Würdigung für die Soldateninen und Soldaten aber sie ist auch das nächste Kapitel was mir wieder beweist wie unfähig diese Regierung in unserem Land ist! Diese Vertreter sollten sich einfach nur schämen mit all ihren Aussagen und Taten.

  10. 48.

    Es ging nie um die Freiheit der Afghanen, geschweige denn um die Rechte der Frauen! Letztendlich, eine traurige show zu einem traurigen Einsatz! Mögen sich die Toten geehrt fühlen!

  11. 47.

    ´ Wir schicken unsere Soldaten in Kriege, um Demokratie, Menschenrechte und unsere Werte zu verteidigen´
    ach Steffen, wäre es doch nur darum gegangen! Mag ja sein , das der ein oder andere Soldat deswegen dort war! Letztendlich ging es den politischen Auftraggebern nicht darum! Das war ein ungerechtfertigter Kriegs Einsatz in einem fremden Land auf Grundlage von Lügen eines amerk. Presidenten.
    Gekostet hat es hunderttausenden Afgahnen u.a. das Leben und den Steuerzahler über 50 Milliarden Euro, gebracht hat es nichts.

  12. 46.

    Ist man als Soldat etwas besonderes?
    Dient der Normalbürger nicht dem Staat? Bekommt der Normalbürger auch Respekt wenn er einen Arbeitsunfall hatte?
    Auch andere frieren, schwitzen und bluten wenn sie ihrer Tätigkeit nachgehen und gefahrlos ist der Alltag auch nicht.
    Der Normalbürger hält den Laden hier am Laufen! Das ist wahrscheinlich zu alltäglich.

  13. 45.

    Vermutlich sind wir vom Frieden derart verwöhnt, dass man es für selbstverständlich erachtet und viele Menschen den Respekt vor der Arbeit eines Soldaten verloren haben.
    Das ist schon angemessen.

  14. 43.

    Meine Achtung, meinen Respekt und ein Danke….für Ihre Einsätze für unser Land. Und Sie haben Recht! Es wird als Selbstverständlich angesehen, was die Einsatzkräfte tun und somit erleben. Auch ihre Familien. Ich nehme mich da auch nicht aus. Die letzten wenigen Wochen, Reportagen haben mich / uns zum Denken in dieser Hinsicht mal wieder geführt und ich bin beschämt über mein Hinnehmen. Weiter fehlen mir leider die Worte.

  15. 42.

    " Bundespräsident Steinmeier hat Recht, wenn er gerade jetzt sagt: "Wir müssen über Afghanistan reden." Für dieses Gespräch kann der Tag des Gedenkens nur der Ausgangs-, nicht der Endpunkt gewesen sein. Und dieses Gespräch darf nicht, wie in der Vergangenheit, wieder zu einem Selbstgespräch unter Soldatinnen und Soldaten werden. Sonst verkommt die tiefe Verbeugung der Politik am Afghanistan-Gedenktag zur einmaligen, leeren Pose. " ( ARD heute )

  16. 41.

    Eigentlich habe ich mir geschworen hier nie wieder etwas zu schreiben, da ich dieses "Forum" mittlerweile hasse und verachte. Ich mache ihretwegen eine Ausnahme.
    Als ehemaliger Berufssoldat erweise ich ihnen für ihren Kommentar meinen ungeteilten Respekt.

  17. 39.

    In "zdf-heute" wurde eben von 90.000 Soldaten berichtet, die in Afghanistan waren, der rbb schreibt von 160.000!
    Wahrscheinlich weiß es die Bundesregierung selbst nicht so genau!!
    Es ist wohl weltweit einzigartig, dass Soldaten in diesem Land von Teilen der Bevölkerung und der Politik mit Verachtung und Missachtung bedacht werden.

  18. 38.

    "Frank-Walter Steinmeier dabei eine zwiespältige Bilanz des Afghanistan-Einsatzes". Ich kann mich nicht erinnern, dass Steinmeier ein kritisches Wort zum Afghanistan-Einsatz zuvor verloren hätte.

  19. 36.

    Sobald in Deutschland ein Beruf in uniform ausgeübt wird und dann noch das verfassungsrechtliche Gewaltmonopol ausübt wird man nicht mehr respektiert und ständig in eine Ecke gedrängt. Anstatt es zu akzeptieren das es Personen gibt, die diese Berufe ausüben, wird immer das ins negative oder wie man es nennen soll gezogen:

  20. 35.

    Völlig überhöht das ganze, habe selber gedient und muss sagen das man dafür die 1/2 Stadt Berlin Verkehrstechnisch lahm legt ist es in meinen Augen nicht wert. Alles in einem etwas kleineren Rahmen hätte es auch getanm

  21. 34.

    Nur zu meinem Verständnis:
    Was sind "Ungelernte" = für die spezielle Tätigkeit im Einsatz unzureichend ausgebildete Soldaten oder
    Soldaten ohne vorherige (zivile oder militärische) Berufsausbildung oder
    Soldaten ohne akademische Ausbildung (Studium) oder
    reden wir hier von Mannschaften?
    Die Masse der Fachdienstunteroffiziere- und feldwebel hat eine hervorragende Ausbildung und die meisten Offiziere haben ein Studium absolviert...

  22. 33.

    Wer nicht selbst gedient hat (Bundeswehr, NVA usw.) wird sich nicht in die Lage eines Soldaten versetzen können. Schon gar nicht das Gefühl des Verheizens durch die Politik nachvollziehen können.

  23. 32.

    Ja, da haben Sie recht - öffentlich den gefallenen deutschen Soldaten zu gedenken, die im Auftrag Ihrer(demokratisch gewählten)Regierung in Kriegs- und Krisenregionen dieser Welt dienten, ist völlig unzeitgemäß - und auch so unbequem.
    Am besten lassen Sie den Fernseher heute aus und ziehen schnell Ihre rosarote Brille an - mit der ist die Welt doch gleich viel schöner, friedlicher und zeitgemäßer!

  24. 31.

    Sie werden nie verstehen, warum es Soldaten gibt, die ihrem Land dienen und worin der Unterschied zwischen "Buddelkistenkameraden" und "Kameraden" besteht. Zu sagen, dass Soldaten "ganz normale Beamte wie hundertausende andere auch" sind, beweist eigentlich nur wie wenig Sie über uns Soldaten wissen. Was bedeutet es Ihrer Ansicht nach ein "moderner Demokrat" zu sein? Von "finsteren Zeiten" zu schwafeln, an die jemand mit einem S/W-Fernseher erinnert werden könnte? Oder einen Einsatz als "gescheitert" zu bewerten, den Sie nur vom Sofa aus kennen? Ich habe meinem Land als Soldat 35 Jahre lang gedient - in Somalia, im Kosovo, im Kongo, in Mali, in Afghanistan u. bei diversen Flutkatastrophen. Ich habe gefroren, geschwitzt, geblutet und Todesangst gehabt aber dabei nie die Anerkennung des Deutschen Volkes oder ihrer politischen Führung erwartet.
    Aber was ich erwarte ist, dass man meinen gefallenen Kameraden öffentlich gedenkt - und Menschen wie Sie für einen Moment schweigen.

  25. 30.

    Man sollte zweierlei auseinanderhalten:
    Erstens der schuldige Dank an unsere Soldaten, die in Afghanistan "den Kopf hingehalten" haben, und das Gedenken an die gefallenen Kameraden. Schäbig, wer das verweigert.
    Zweitens die erforderliche Analyse und Diskussion bzgl. Ziele und Strategie des Einsatzes unserer Armee außerhalb des Bereiches der Landesverteidigung. Das ist dringend notwendig, und zwar ohne diese Schönfärberei, die sich leider eingebürgert hat und die im Fall Afghanistan so eklatant gescheitert ist. Das aktuelle Thema heißt MALI! Wieso hört und liest man so wenig darüber? Der rbb ist da nicht gefordert, aber doch die überregionalen Medien.

  26. 29.

    Wilkommen 1940.Da stehen sie nun mit Fackeln rum....beschämend. Respekt, selbstverständlich. Aber wo bleibt der Respekt für Lehrer, Erzieher Altenpfleger, Polizisten, Bauarbeiter usw.... Sind die nicht wichtig? Alle Berufe sind in diesem Lande freiwillig, das ist gut so, auch bei der Bundeswehr. Es braucht also niemand jammern. Ausserdem hat die absolute Mehrheit der in Afghanistan eingesetzten Soldaten niemals eine Gefährliche oder sonstige schlimme Situation erlebt.Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Also nicht so tun als wären das alles krass Traumatisierte Menschen. Die wurden, auch das weiß ich aus eigener Erfahrung, seeeeeehr gut bezahlt. Dafür das das überwiegend ungelernte sind. Aber lieber am pseudo Heldentum basteln. Danach sehnen sich die Mwnschen......
    Bevor hier das übliche gepöbel losgeht: Ich war zweimal in Afghanistan.

  27. 28.

    Inhaltsleerer Kommentar! Wie ich schon sagte, wer nicht in diesem Land war und mit den Einheimischen dort gearbeitet hat versteht nichts. Und Ihr Kommentar ist ein prima Beispiel dafür! Die Mentalität versteht man nur bei direktem Kontakt, das Ende so war absehbar. 2005 und 2006 winkende Kinder, 2010 nur noch Beleidigungen auf offener Strasse. Die Afganen waren zutiefst enttäuscht von ISAF. Mit dem Abzug sind halt andere in die Lücke gerutscht, denen man Vertrauen konnte. Man hatte Erfahrung!

  28. 27.

    Aber doch schon auch den ca. 300.000 ausgebildeten afghanischen Soldaten und einem Großteil der Bevölkerung
    Welche alternative Erklärung haben Sie sonst dafür, das innerhalb weniger Tage Afghanistan von den Taliban übernommen wurde? Wenn man nach 20 Jahren Neuerungen, mehr Freiheiten als Frau, Bildung und wirtschaftlichen Verbesserungen nicht gegen die Taliban kämpft, dann waren leider alle Bemühungen umsonst.

  29. 26.

    1000 Polizist:Innen und Feuerwehrleut:Innen in der ganzen BRD, die tägl. ihren Arxxx für uns riskieren und als Nichtbeamte z. Bsp. die Seenotretter.
    Respekt zollen ist schon okay für die Leistung der Bundeswehr im Ausland aber nicht so antiquiert und gleichsam martialisch. Sie haben sich vor einen poltischen Karren spannen lassen und werden wie viele andere Befehlsempfänger(bzw. ArbN) nach Strich und Faden verarscht, weil am System etwas nicht stimmt. Sehr oft geht es den Imperialisten aus U.S.A. und Europa, Rußlamd etc. doch nur um ihre wirtschaftliche Interessen, freie ungefährdete Handelswege und um Ausbeutung von Bodenschätzen, wobei immer die dort ansässige Bevölkerung unter den Auswirkungen zu leiden hat. Politisch oder humanitär sind doch die Ergebnisse eher gering.

  30. 24.

    Bevor man sich freiwillig zu etwas meldet, bedenke das Ende.

  31. 23.

    Die Jungs von der Bundeswehr im Afghanistaneinsatz tuen mir nur leid. Sie gaben ihr Leben und ihre Gesundheit für eine von der Politik völlig falsch eingeschätzte Situationslage in Afghanistan. Als langjähriger Besatzer ist keine Armee der Welt irgendwo wirklich willkommen. Briten und Sowjets haben dies dort auch in der Geschichte schmerzlich begreifen müssen. Der schnelle und totale Zerfall der afghanischen Sicherheitskräfte war nur ein Abbild der allgemeinen Stimmung in der afghanischen Gesellschaft. Als Quittung musste die Bundeswehr Hals über Kopf in Afghanistan ihre Zelte abbrechen und wurde in Deutschland bei ihrer Ankunft kaum beachtet und geehrt. Ein einziges Trauerspiel.

  32. 22.

    Jede Frau, jeder Mann der sich freiwillig zum Wehrdienst meldet, muss wissen das sie/er im Einsatz verwundet, getötet werden kann.
    Egal wofür oder was sie/er in den Einsatz geschickt werden, dass war so ist so, und wird immer so sein.

  33. 20.

    Tut mir leid, das sagen zu müssen: wer nicht in Afganistan war, hat keinerlei Kompetenz, ein Urteil zu dem Einsatz und den Folgen zu fällen. In der Zeit des Ministers Jung wurde das Brunnenbauen propagiert, später dann nahm man seitens der Politik einige Realitäten in dem Land zur Kenntnis. Hier ist in erster die ständige Bedrohung der offenen Gesellschaft in AFG (die es gab) zu erwähnen, die aber aufgrund der archaischen Strukturen nicht mit Stuhlkreisen abzuwenden war. Der Höhepunkt der Realitätsverweigerung war ein Besuch der Bundeskanzlerin in 2007, als ihr klar vor Augen geführt werden sollte, was im AFG nötig ist, um unsere Ziele zu erreichen. Die Dame hatte es aber vorgezogen, mit Soldatinnen Kaffee zu trinken und dann wieder zu verschwinden.
    Ich durfte zu verschiedenen Zeiten 1 Jahr in AFG kämpfen und habe gesehen, wie hunderte Mädchen wieder in die Schule gehen durften und sich ungeheuer freuten.
    Das Verfehlen der Ziele in AFG ist alleine der Politik anzulasten.

  34. 19.

    Welchen Beamten kennen Sie, der mit seiner täglichen Arbeit unter Einsatz seines Lebens täglich das der anderen schützt?

  35. 18.

    Mittlerweile hat selbst US Präsident Joe Biden zugegeben, dass es um Rache ging, um nichts anderes als Rache! Für Rache wurden unsere Soldaten eingespannt.
    240.000 zivile Opfer durch NATO-Truppen im Afghanistaneinsatz. Keine zusätzliche Sicherheit durch Einsatz am Hindukusch. Aufbauarbeit gescheitert, mit Ausnahme der wenigen medial beleuchteten Leuchtturmprojekte. Fragt doch mal nicht die Politiker, sondern die Afghanistanexperten! Diese haben uns schon seit Jahren von der Lächerlichkeit unserer Glorifizierung des Militäreinsatzes dort berichtet, von der anfänglichen Hoffnung der Bevölkerung, und wie schnell diese erodierte.
    Das persönliche Schicksal unserer BW-Soldaten mag berühren, aber ihr Einsatz war sinnlos! Ihre Leistung: 20 Jahre für Rache.

  36. 17.

    Dadurch das diese Soldaten stellvertretend für unser ganzes Land den Kopf hingehalten haben ( auch für Sie ) sehe ich diese tapferen Leute sehr wohl als meine Kameraden an . Ihnen gebührt Respekt !

  37. 16.

    Warum versuchst du, die Linke zu diffamieren und denkst du wirklich, die Linke von heute hat noch irgendwas mit der DDR zu tun? (Nur zur Erinnerung: Der Mauerfall war vor über 30 Jahren...) Die Soldaten riskieren auch nicht ihr Leben, weil sie einen demokratischen Auftrag haben, sondern weil sie dafür bezahlt werden... Und Horst Köhler hat schon zugegeben dass: "im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege". Also geht es eher darum, wirtsschaftliche Interessen zu wahren, als den Menschen vor Ort zu helfen, sonst könnten wir ja auch einfach mehr Flüchtlinge von dort aufnehmen und so Hilfe leisten.

  38. 15.

    Es ist genau richtig das Ganze zu kritisieren. Diese Aufmärsche wie bei der russischen Armee oder auch der NVA sind kaum zu ertragen. Früher wurde das Volk damit eingeschüchtert und allen regierungskritischen Menschen die Macht des ZKs und der Partei vor Augen geführt. In Russland klappt das auch noch einigermaßen. Hier ist es aber deswegen zu kritisieren, weil eher geheucheltes Interesse an unserer wirklich guten Parlamentsarmee durch die Politik vorgetäuscht wird. Den Linken würde diese Armee gefallen, wenn sie deren Kritiker im Inland bekämpfen würde und auf deren Parteibuch eingeschworen wäre. So gibt es nun militärisches Ballett bei kaltem Wetter und die Soldaten befolgen die Befehle, wie sie vom Primat der Politik vorgegeben werden.

  39. 14.

    Also was nun? Als moderner Demokrat habe ich schon lange keinen Schwarz/Weiß Fernsehen mehr. Sie schon?
    Die Demokratie und unsere Freiheit sind keine Selbstläufer. Ich finde es gut, denen mit dem Zapfenstreich zu gedenken, die für die Freiheit in die Uniform steigen.

    Die Linke bläst jedes Jahr zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum großen Halali und Hunderte oder Tausende marschieren mit. Beim Zapfenstreich haben sie allerdings Bedenken? Alles substanzloses Geblubber.

  40. 13.

    Wäre ich dort im Einsatz gewesen, ich würde nicht zum Zapfenstreich erscheinen. Was da politisch veranstaltet wird ist höchst unglaubwürdig. Soldaten und Polizisten, die weitestgehend nur Helfen und für Recht und Ordnung sorgen wollen, bekommen keinerlei Rückendeckung durch Politiker und ihnen wird pauschal eine Neigung zu Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit unterstellt.

    Ich bin froh über jeden Polizisten und Soldaten der unter diesen Bedingungen noch seinen Dienst ausübt.

  41. 12.

    Meine Hochachtung an die Frauen und Männer, welche sich freiwillig(!) in den Dienst des Bundes stellen, um unsere freiheitlichen Werte zu verteidigen. Diese Frauen und Männer werden für ihren Mut und Tapferkeit geehrt. Das sollte hier in erster Linie gesehen werden. Politische "Verpflechtungen" sind hier m.E.n. nachgelagert zu betrachten, dafür gibt es ja Wahlen alle vier Jahre, um als Bürger Einfluss zu nehmen.

  42. 11.

    Die Soldaten müssen ihre Anerkennung erhalten. Sie können nichts für das Versagen der Politik in Afghanistan.

    Mein Aufrechtes Beileid wegen dieses unnötigen Leides an alle Beteiligten.
    Vielen Dank für den Einsatz an unsere Armeeangehörigen.

    Auch unsere Soldaten sind Bürger, die mit dem Ergebnis unzufrieden sind. Wir sollten sie nicht für die Fehler verfehlter Politik bestrafen.

  43. 10.

    Ja, es sind meine Kameraden. Da ich einer von Ihnen bin.
    Sie scheinen nicht gedient zu haben, sonst würden Sie soetwas nicht kommunizieren.
    Und normale Beamte-also Sie haben sich mit dem Soldatenberuf und dem parlamentarischen Einsatz der Bw anscheinend noch nie beschäftigt.
    Aber erstmal was raushauen.........

  44. 9.

    Es ist eine militärische Zeremonie, die ihren Ursprung vor der Zeit des Dritten Reiches hat. Ihrer Argumentation folgend müsste die deutsche Sprache verboten werden.

  45. 7.

    Werter Oliver!
    Für mich sind das keine Kameraden! Haben Sie denn mit denen schon früher zusammen inner Buddelkiste gespielt, so dass es ihre Kameraden sind?
    Eigentlich sind es doch "ganz normale" Beamte wie hundertausende andere auch, die sind doch sicherlich auch nicht alle Ihre Kameraden....

  46. 6.

    Optisch unterscheiden sich ja nur die Unformen von früher aber die Bildwirkung erinnert doch sehr stark an ganz widerliche
    finstere Zeiten, daher ist mir völlig unklar wie man als moderner Demokrat so etwas gutheißen kann.
    Das Verteidigungsministerium bedenke doch auch mal bitte das Signal, welches solche Bilder in die Gesllschaft und in den öffentlichen Raum senden! (Auf einem s/w-Fernseher sehen die Helme nämlich fast schwarz und die Uniformen sehr dunkelgrau aus und dann dazu die Wunderkerzen - schlimm)

  47. 5.

    Hätte die Linke (zwei mal umbenannte SED und deren Rechtsnachfolger) die selben Aversionen damals gegen die NVA gehabt, wie heute gegen die Bundeswehr, hätte sich die Diktatur nie so lange halten können. Es ist beschämend, wenn sie den Soldaten, die dieses Land in den Krieg geschickt hat, die zeremonielle Würdigung verweigern will. Es ist ohnehin schon beschämend, wie spät und nach welchen Diskussionen diese Zeremonie überhaupt erst stattfindet. Wir schicken unsere Soldaten in Kriege, um Demokratie, Menschenrechte und unsere Werte zu verteidigen und dann dankt dieses Land denen noch nicht mal offiziell dafür oder nur auf massiven Druck hin? Ich empfinde das als moralisch verkommen! Unabhängig davon, wie man zu Auslandseinsätzen steht (ich lehne sie ab), die Soldaten sind im Namen und im Auftrag des deutschen Staates dort und riskieren in unserem demokratischen Auftrag ihr Leben.

  48. 4.

    Zum Feiern gibt es hier überhaupt nichts. Man kann froh sein, dass die Soldaten gesund zurück sind. Viele Politiker haben uns jahrelang belogen oder sind unfähig ein Problem einzuschätzen.

  49. 3.

    Zum Glück informiert der RBB darüber, so können dann die Betroffenen dort erscheinen, denn persönlich wurde niemand eingeladen, weder via Brief, Fax, noch E-Mail. Unter den Umständen sollte keiner von den Betroffenen dort hin gehen, um mal ein Zeichen zu setzen, wie mit dem ganzen Einsatz unter den Verantwortlichen umgegangen wird. Ich glaube die schämen sich so in Grund und Boden für ihr Versagen, dass die gar nicht in der Lage sind, eine menschenwürdige Einladung zu formulieren, die dem ganzen Einsatz gerecht wird!?

  50. 2.

    Hier geht es um die Ehrung der Soldaten die vor Ort waren oder auch gefallen sind. Der Soldat hat nichts damit zu tun das der gesamte Einsatz gescheitert ist. Vielen Dank euch Kameraden. Die Linken sollen mal schön den Ball flach halten. Wieder mal zeigt diese Partei das Sie unsere Soldaten scheiss egal sind.

  51. 1.

    Traditionen hin, Traditionen her, aber ist das noch zeitgemäß? Da kann schon mal das Kopfkino angehen.

Nächster Artikel