Nach Hungerstreik - Berliner Klimaaktivisten: Treffen mit Scholz am 12. November geplant

Di 19.10.21 | 21:27 Uhr
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Archivbild: Lea Bonasera und Henning Jeschke, beiden verbliebenen Teilnehmer des «Hungerstreiks der letzten Generation». (Quelle: Jörg Carstensen/dpa)
Bild: Jörg Carstensen/dpa

Gut drei Wochen nach der Bundestagswahl steht nach Angaben von Klimaaktivisten der Termin für ein Treffen mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Das Gespräch sei für den 12. November um 16 Uhr geplant, teilte am Dienstagabend die Gruppe "Letzte Generation" mit, der die einstigen Hungerstreikenden Lea Bonasera und Henning Jeschke angehören. "Er entspricht damit unserem Terminwunsch", hieß es in einem Tweet. Das etwa eineinhalbstündige Gespräch über den Klimanotstand solle live übertragen werden, sagte eine Sprecherin von Bonasera und Jeschke der dpa.

Ort und Teilnehmer stehen noch nicht fest

"Nachdem wir uns heute auf den Termin geeinigt haben, werden nun noch einige Details zu dem Rahmen besprochen." So müsse noch der Ort festgelegt werden und wie viele Teilnehmer konkret dabei sein könnten.

Nach Wochen ohne Nahrung und zuletzt auch ohne Flüssigkeit hatten Jeschke und Bonasera am 25. September ihren Hungerstreik in Berlin abgebrochen. Zuvor hatte Scholz ein öffentliches Gespräch zugesagt. Dies sollte zunächst innerhalb der nächsten vier Wochen nach der Bundestagswahl erfolgen. Dass diese Frist nun nicht eingehalten werde, entspreche dem Wunsch von Henning und Jeschke, so die Sprecherin.

Bonasera und Jeschke hungerten bis kurz vor der Bundestagswahl

Der 21 Jahre alte Jeschke war mit einer Gruppe junger Menschen Ende August in Hungerstreik getreten, seine 24 Jahre alte Mitkämpferin Bonasera war später hinzugestoßen. Während andere den Hungerstreik abbrachen, beendeten die beiden erst am Tag vor der Bundestagswahl die Aktion. Sie hatten von Scholz verlangt, einen Klimanotstand auszurufen.

Sendung: Inforadio, 19.10.2021

15 Kommentare

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  1. 15.

    Bevor eine Zwischenspeicherung in Form von Akkus ? notwendig würde müssen die EE bei ca. 80% ausgebaut sein. Zu uneffektiv. Es gibt andere Möglichkeiten. Aber bis zum Ausbau von 80% gibt es genug zu tun. Wer will findet Infos im Netz.

  2. 14.

    Wenn es denn mal so einfach wäre. Bisher hat der Ausbau der EE lediglich dazu geführt, dass der CO2—Ausstoß nicht deutlich reduziert werden konnte, weil die erneuerbaren Energien nicht grundlastfähig sind und eine im erforderlichen Maß nötige Zwischenspeicherung nicht mal in der Theorie realistisch ist. Im ersten Halbjahr 2021 mussten die Kohlekraftwerke sogar noch weiter hochgefahren werden, sonst wäre in Deutschland für Viele das Licht ausgegangen. Die Grünen verschwafeln das übrigens unter "angebotsorientiertem Strommarkt".

  3. 13.

    Ihnen und dem Rolf hätte es sich nicht geschadet sich vorher schlau zumachen. Wenn kein Wind und keine Sonne wie in der ersten Jahreshälfte dann bringen auch mehr Wind- und Solaranlagen nichts.

  4. 12.

    Auf Servus TV ist noch ein Platz im Programm frei.

  5. 11.

    Soweit richtig, bis auf den Punkt das die Politik frei entscheiden kann.
    Auch wenn ein Verhinderer wie Altmeier weg ist, die Politik braucht weiterhin Druck und zwar kräftig. Die Zeit der Ankündigungen muss nicht nur wegen der der derzeitigen hohen Energiepreise vorbei sein, wir brauchen schnell mehr Unabhängigkeit von Kohle und Öl.

  6. 10.

    Und was soll das Treffen bringen? Seien wir alle mal ehrlich es gibt ein paar Bilder und warme Worte und das war es.
    Also sollte jeder für dich persönlich entscheiden wie er in Zukunft sich verhält, aber mit hungern, Druck und Drohungen wird man kaum die Politik bzw. die Bevölkerung motivieren können, dies erzeugt eher das Desinteresse.

  7. 9.

    Es ist nicht schwierig: Wir bauen ein paar Jahre lang die erneuerbaren Energien aus und modernisieren unsere Netze und Großverbraucher und dann schalten wir die Kohlekraftwerke ab. Ob wir die Kohlekraftwerke 2025 oder 2038 abschalten können hängt ausschließlich davon ab wie sehr wir uns beim Ausbau der erneuerbaren anstrengen, die Politik kann das also frei entscheiden.

  8. 8.

    Wie der vorgezogenen Kohleausstieg erreicht werden soll muss mal uns einer erklären. Wahlen werden bald überflüssig, da sie von den Erpressern nicht ernst genommen werden.

  9. 7.

    Keine Aktivisten, Erpresser !

  10. 6.

    Schlimm genug das solche Aktionen notwendig sind. Deutschland ist bei Nutzung EE auf einem lächerlichen Platz 16 in Europa, soviel dazu das wir allein die Welt retten wollen.
    Die Grünen werden sich nicht beeindrucken lassen von dem Gejammer einer Minderheit.
    Die Minderung des CO2 Ausstoßes ist Gesetz, wie der ohne vorgezogenen Kohleausstieg erreicht werden soll muss mal einer erklären. Es gibt viel zu tun beim Ausbau der EE.

  11. 5.

    Vielleicht Woidke wenn er merkt das die Zeit des Kohlelobbyismus in den Koalitionsverhandlungen vorbei ist.......

  12. 4.

    Wer erpresst sich dann demnächst eine Anhörung?

  13. 3.

    Ich würde denen lieber eine Arbeit geben, als Aktivist bekommt man glaube ich keine Rentenpunkte.

  14. 2.

    Keine Erpressung!

  15. 1.

    Warum lassen wir uns erpressen?
    Auch wenn nur ein Gespräch erwirkt wurde, es ist das falsche Signal.

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