Tag der Deutschen Einheit - Platzeck wirbt für Transformations-Zentrum

Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, beantwortet auf der Pressekonferenz des 4. Russlandtages der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern die Fragen von Journalisten. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Bild: dpa/Bernd Wüstneck

Der frühere Ministerpräsident Brandenburgs, Matthias Platzek, hat am Einheitstag im rbb-Fernsehen für das geplante Zentrum für Europäische Transformation geworben. Es sei nötig, um die Leistungen der Ostdeutschen zum Erfolg zu führen.

Der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck hat für das geplante Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit geworben. Unter seiner Leitung hatte eine Arbeitsgruppe ein Konzept für das Zentrum entwickelt.

Platzeck sagte am Sonntag Brandenburg aktuell vom rbb, es sollten dort Dinge gebündelt und erforscht werden, die notwendig seien, um die große Transformationsleistung, die hinter den Ostdeutschen liegt, am Ende zu guten Erfolgen zu führen.

Respekt für die Lebensleistung

Auch in naher Zukunft gebe es Umbrüche zu bewältigen, wie etwa der Klimawandel oder neue Mobilitätsformen. Auch das sollte in dem Zentrum erforscht und die Erkenntnisse für die gesamte Gesellschaft nutzbar gemacht werden.

In Bezug auf die Deutsche Einheit sieht er Erfolge, aber auch Defizite. Viele Ostdeutsche fühlten sich nach wie vor zweitklassig. Es gehe um Respekt für die Lebensleistung der Menschen, deren Leben nach der Wende "vom Kopf auf die Füße" gestellt worden sei. Zudem gehe es darum, wieder junge Leute in den Osten zu holen, etwa durch die Ansiedlung neuer Technologie-Branchen wie der Wasserstoffwirtschaft oder der Elektromobilität.

Der Bund will 200 Millionen Euro in das Zentrum investieren. Es soll bis 2027 fertiggestellt werden. Frankfurt (Oder) bewirbt sich als Standort.

Sendung: Brandenburg aktuell, 03.10.2021, 19:30 Uhr

15 Kommentare

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  1. 14.

    Wooleberlin:
    "Ich verstehe Herrn Platzeck nicht ganz was er unter "Ostdeutschen" versteht, oder hat er Probleme mit der Geografie? Oder meint er eventuell Mitteldeutschland???
    Als gebürtiger Dresdner versichere ich eidesstttlich, dass ich in Mitteldeutschland geboren bin und nicht in Ostdeutschland!"

    Nachhilfe für einen Unwissenden: Ostdeutschland ist der Osten Deutschlands. Sachsen liegt im Osten Deutschlands, weil es östlich von Sachsen kein Deutschland gibt. Also ist Sachsen Ostdeutschland. es ist zwar schön, dass SIe Ihre Unwissenheit "eidesstattlich versichern" wollen, aber völlig irrelevant, was Sie denken, wenn es nicht mit der aktuellen Realität übereinstimmt.

  2. 13.

    Sommer:
    "Und nein, ich bin nicht Rechts wenn ich sage das es vielen Migranten besser geht als Deutschen die im Niedriglohnsektor arbeiten oder 3 Jobs haben um über die Runden zu kommen."


    Doch!

  3. 12.

    Ist Herr Platzeck damals nicht aus gesundheitlichen Gründen von allen Ämtern zurückgetreten? Er bekleidet doch offiziell kein politisches Amt mehr? Nicht das er seine Gesundheit noch komplett ruiniert. Wie die SPD und Herr Platzeck die ostdeutsche Lebensleistung anerkennen sieht man an den ungleichen Löhnen und Renten. Und wieder wird auf Kosten der Allgemeinheit ein Europäisches Transformationszentrum.

  4. 11.

    Ich verstehe Herrn Platzeck nicht ganz was er unter "Ostdeutschen" versteht, oder hat er Probleme mit der Geografie? Oder meint er eventuell Mitteldeutschland???
    Als gebürtiger Dresdner versichere ich eidesstttlich, dass ich in Mitteldeutschland geboren bin und nicht in Ostdeutschland!

  5. 10.

    Was ist ein Zentrum für Europäische Transformation? Auch dieser Link war nicht wirklich hilfreich:https://www.bundestag.de/presse/hib/854478-854478 . So gut, wie es ggf. gedacht ist, aber ehrlich, ist ein Forschungsinstitut? Es soll auch ein Begegnungszentrum und Kulturzentzrum sein. O.k., dann doch aber nach "Hütte", da hat man auch einen Gebäudebestand. Das ehem. Vorzeige-Hotel Lunik könnte doch das alles erfüllen. Die Zimmer als Büroräume (wer die wohl braucht?) und unten die ehemaligen Räume der Gaststätten und Restaurants. Dabei kann sich gleich ein Team ausprobieren & erforschen, wie man mit dem Werkstoff Beton umgeht und in Eisenhütten-stadt verschwindet ein nicht gerade einladender Ort. Damit die "Beamten" gleich das richtige "Ost"-Feeling mitschneiden können, Anreise mit dem ÖPNV! Der vorbildlich sanierte Wohnungsbestand der Kernbebauung und die beiden Museen zur DDR-Geschichte sind um die Ecke. Die Uni sitzt in Ff/O. Und auch 15890 mit Fürstenberg liegt an/nahe der Oder!PunKt

  6. 9.

    Das ist einer der Ministerpräsiten, der dafür verantwortlich ist für die Ungleichheit in unsrem Bundesland. Nach dem Motto erst Potsdam alles ander ist drittrangig.

  7. 8.

    Wieder ein neues Amt das die Bevölkerung bezahlen soll.
    Es ist einfacher die Ostdeutschen gleichzustellen in Bezug auf Gehalt, Rente, Ansehen. Der Begriff typisch Ostdeutsch vollkommen inakzeptabel. In. "Ostdeutschland" wird genauso hart gearbeitet und sogar mehr als in Westdeutschland. Solange diese Unterschiede bleiben spielt es der AfD zu. Und nein, ich bin nicht Rechts wenn ich sage das es vielen Migranten besser geht als Deutschen die im Niedriglohnsektor arbeiten oder 3 Jobs haben um über die Runden zu kommen.

  8. 7.

    Der Verschleierungsbegriff Transformation ist ein Begriff den man wählen kann, wenn man viel (fremdes) Geld ausgeben will aber offen lässt wofür. Dabei ist es ganz einfach, ohne wissenschaftliche "was weiß was": transformiert die Löhne auf das gleiche Niveau und zahlt auch die gleichen Lohngruppen sowie vollzieht auch Beförderungen - alles in Brandenburg in 30 Jahren nicht erfolgt...

  9. 6.

    Was sind denn das für Dinge, die in diesem Transformationszentrum gebündelt und erforscht werden sollen? Man kann es sich kaum vorstellen. Oder wird das eine weiteres Tunichtgut-Dummschwätzer-Institution, die die Ostdeutschen framen soll?

  10. 5.

    Ich kann die Lobhudeleien unserer Politiker anlässlich des 3. Oktober nicht mehr ertragen. Herr Platzeck säuselt etwas von Anerkennung der Lebensleistungen der Ostdeutschen. Herr Woidke spricht davon das mehr Ostdeutsche in Führungspositionen gehören. Wenn ich mir dann die Landesregierung anschaue muss ich feststellen, das dort auch wieder Ministerposten mit Importen aus dem Westen besetzt worden sind. Das Ganze könnte ich vielleicht noch akzeptieren, wenn diese Leute herausragende Arbeit machen würden. Aber so ist ihr Job , wenn überhaupt, für mich nur Mittelmaß. Bin mal gespannt, wieviel Ministerposten in der neuen Bundesregierung mit Personen, die eine ostdeutsche Vergangenheit haben, besetzt werden.

  11. 4.

    Ich kann die Lobhudeleien unserer Politiker anlässlich des 3. Oktober nicht mehr ertragen. Herr Platzeck säuselt etwas von Anerkennung der Lebensleistungen der Ostdeutschen. Herr Woidke spricht davon das mehr Ostdeutsche in Führungspositionen gehören. Wenn ich mir dann die Landesregierung anschaue muss ich feststellen, das dort auch wieder Ministerposten mit Importen aus dem Westen besetzt worden sind. Das Ganze könnte ich vielleicht noch akzeptieren, wenn diese Leute herausragende Arbeit machen würden. Aber so ist ihr Job , wenn überhaupt, für mich nur Mittelmaß. Bin mal gespannt, wieviel Ministerposten in der neuen Bundesregierung mit Personen, die eine ostdeutsche Vergangenheit haben, besetzt werden.

  12. 3.

    ..europäische Umformung....-was haben die denn vor?

  13. 2.

    Ich würde Frankfurt diese Zentrum so sehr wünschen. Viel mehr wünsche ich mir allerdings ein faires Auswahlverfahren bei dem der beste Standort gewinnt und nicht die Heimatorte der (mehrheitlich) westdeutschen Minister. Über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sollte das doch möglich sein, oder?

  14. 1.

    Viele Ostdeutsche fühlen sich zweitklassig weil sie Minderwertigkeitskomplexe haben Weil man Ihnen einredet das sie zweitklassig sind. Vor allem von Alten Ostmännern. Und weil mann jungen Deutschen einredet das sie anders sind wenn sie aus dem Osten kommen.

    Wenn Scholz von Angleichung der Lebensverhältnisse redet dann kann er ja demnächst ein Antidiskriminierungsgesetz erlassen der Löhne vom Geschlecht ( Mann Frau ) oder Bundesland ( Ost) abhängig macht. Das ist das Gebot der Stunde seit 30 Jahren!

    Ansonsten hört mit dem Geschwätz auf.


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