Landratsamt - Rot fordert Rot heraus bei Stichwahl in Teltow-Fläming

Symbolbild: Eine Person steckt einen Stimmzettel in eine Wahlurne (Bild: imago images/Becker Bredel)
Bild: imago images/Becker Bredel

Bei der Stichwahl um den Landratsposten in Teltow-Fläming treten am Sonntag zwei Frauen gegeneinander an: Amtsinhaberin Kornelia Wehlan (Linke) und Dietlind Biesterfeld (SPD) erhielten bei der Landratswahl am 26. September die meisten Stimmen, verpassten aber die absolute Mehrheit. Wehlan kam auf 26,3 Prozent, Biesterfeld auf 20,6 Prozent der Stimmen.

Bei ihrem Amtsantritt im Jahr 2013 stand Wehlan vor einer durch eine Korruptions-Affäre von Vorgänger Peer Giesecke (SPD) angeschlagenen Verwaltung. Dabei gilt der Landkreis rund um die Hauptstadt Luckenwalde als wirtschaftlich erfolgreich.

Die 60-Jährige setzte sich im Wahlkampf vor der Landratswahl für den Ausbau des ÖPNV, mehr Rettungswachen auf dem Land, flächendeckendes schnelles Internet, sowie Kinder- und Familienfreundlichkeit, unabhängig vom Einkommen der Eltern, ein.

Landrätin amtiert für acht Jahre

Ihre Herausforderin Biesterfeld vertritt mit der SPD Themen wie die Sicherung der Fachkräfte und damit die Wirtschaftskraft des Landkreises, mehr günstiger Wohnraum und Mobilität auf dem Land. Als großes Thema nennt sie den demographischen Wandel, da die Menschen in Teltow-Fläming immer älter werden. Sie fordert eine Anpassung des öffentlichen Dienstes, was das Personal betrifft, als auch die öffentliche Infrastruktur, wie zum Beispiel barrierefreie Bushaltestellen.

Beide Politikerinnen haben sich bei den Landratswahlen gegen fünf weitere Kandidierende durchgesetzt. Die Siegerin der Stichwahl am 10. Oktober wird die nächsten acht Jahre als Landrätin amtieren.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.10.2021, 10:27 Uhr

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