Umbau ab 18. Oktober - Neuköllner Hermannstraße bekommt Radspur, Lieferzone und Parkverbote

Archivbild: Verkehr auf der Hermannstraße in Berlin Neukölln. (Quelle: dpa/GTI)
Bild: dpa/GTI

Der fahrradfreundliche Umbau der Hermannstraße in Berlin-Neukölln soll voraussichtlich am 18. Oktober beginnen. Wie der Bezirk am Dienstag mitteilte [berlin.de], werden zunächst zwischen Glasower Straße und Leinestraße eine Radspur bzw. eine gemeinsame Busspur neu markiert, ebenso eine neue Lieferzone für Gewerbetreibende. Die Radspur soll an vielen Stellen durch Poller abgesichert werden.

Parken nur noch von 17 bis 7 Uhr

Das Parken in den betroffenen Bereichen der Hermannstraße ist künftig nur noch zwischen 17 und 7 Uhr erlaubt, tagsüber sind die bisherigen Parkflächen überwiegend als Ladezonen ausgewiesen.

Durch die Baumaßnahmen, die tagsüber durchgeführt werden, wird es in den kommenden Wochen immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen, so der Bezirk. Wie lange die Bauarbeiten dauern werden, sei noch nicht absehbar.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) sprach von einem "wichtigen Signal für mehr Miteinander im Verkehr". Als nächstes werde die Planung des Abschnitts bis zum Hermannplatz angegangen.

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25 Kommentare

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  1. 25.

    Ich freue mich schon auf die Verkehrswende in Nord-Neukölln. Dann wird der Ortsteil wieder wohnlich, die Mieten werden steigen, das Wohnumfeld wird wieder städtich, bürgerlich, schön. Gentrifizierung mit schnellen Schritten und Alle machen mit.

  2. 24.

    "Wenn man jetzt noch Verkehrsunterricht für Radfahrende als Bedienungsanleitung von Verkehrsanlagen anordnen würde, wäre wirklich etwas erreicht. "

    Whataboutism durfte ja nicht fehlen, nur sieht man was "Verkehrsunterricht" für Autofahrende erreicht. Und das jeden Tag. Rasen, Falschparken, Drängeln...

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/10/unfall-lkw-radfahrerin-berlin-mitte-torstrasse.html

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/10/verkehrsunfall-berlin-marzahn-montag-nachmittag-kind-schwer-verletzt-fahrerflucht-suche.html

  3. 23.

    ich bin am WE mal erpresserischer Weise mit der BVG gefahren.. mir hat es wieder gereicht. Übrigens ist der U-Bahnhof Brandenburger Tor schon kaputt. An der Decke diverse Wasserschäden und unzählige Leuchtmittel in der Deckenbeleuchtung ausgefallen. Und das auf einer Prestige-Strecke an DEM Wahrzeichen schlecht hin mit Massen an internationalen Gästen. Dachte LED halten 30, 60, 120.000 Stunden ??? (statt 1000 wie Glühbirnen)
    Ich bin auch überrascht, dass ich scheinbar mehr und mehr eine Abneigung gegen Menschen zu entwickeln scheine.
    Wenigstens waren nicht auch noch 30° im Schatten.

  4. 22.

    Genau da liegt doch das generelle Problem mit der angeblichen "Verkehrswende". Man nutzt den billigen Weg des Drangsalierens, statt teuer das ÖPNV-Angebot so umzugestalten, dass Pendeln in die Stadt nicht mehr oder nicht mehr auf ganzer Strecke mit dem eigenen Auto effizienter ist. Das Problem ist doch nicht vorrangig der Verkehr innerhalb des Bezirks, den kann man heute schon sehr gut ausschließlich mit ÖPNV bewältigen. Das Problem ist, komfortabel aus dem Bezirk raus- oder aus dem Umland/dem Außenring in die City reinzukommen. Genau deshalb verzichten viele Berliner eben doch nicht auf ihr Auto, allen Schikanen zum Trotz. Und die Mehrheit derer verlangt ja noch nicht mal nach kostenfreien Parkmöglichkeiten, nur nach ausreichend davon. Wenn man Verkehrsraum gerechter aufteilen will, muss man die Autos entweder ganz überflüssig machen oder eben an einen anderen Ort zum Parken verlagern.

  5. 21.

    Lesen Sie den Beitrag doch bitte noch mal genau durch, Ihre Antwort ist vollkommen unpassend.

  6. 20.

    Er hat ja auch gar nichts anderes behauptet!
    Seine Kritik war nur, dass die Politik mal wieder nur Parkplätze ersatzlos streicht, um das Auto zu verdrängen. Das tut aber erstens nichts gegen den Durchgangsverkehr und verschärft zweitens das Parkproblem in den Nebenstraßen. Auch Menschen, die bisher zum Einkaufen mal eben vorm Geschäft geparkt haben, werden jetzt davon abgehalten, weil es keinen Ersatz gibt. Eine Parkplatz-freie Einkaufsstraße ist an sich nicht schlecht, benötigt aber eben auch ein Parkhaus oder ähnlichen Ersatz.

  7. 19.

    Wenn jetzt auch noch die Aussenbezirke und das Umland vernünftig an die Öffis angebunden werden würde es solche Strassen zusätzlich entlasten.
    Am WE hab ich 2 Stunden vom Südosten (ca. 28 km) zum Theo gebraucht.
    Öffis kannste echt nur nutzen wenn du keine Termine hast. Die gepamperten Bewohner innerhalb des S-Bahn Rings wissen das natürlich nicht.

  8. 18.

    Sind Sie öfter per Fahrrad auf Straßen unterwegs? Offenbar nicht - denn sonst wüssten Sie, dass die Gefahren dort ganz bestimmt NICHT von Kinderfahrrädern ausgehen! Und haben Sie jemals radfahrende Kinder beobachtet? Offensichtlich auch nicht, denn DIE halten fast alle eisern an jeder roten Ampel, sobald Eltern und/oder Schule Verkehrserziehung geleistet haben. - Wem immer Sie mit Ihren unklaren Andeutungen also eine Schuld zuschieben wollen: das ändert nichts daran, dass lebensgefährliche Verletzungen im Verkehr vor allem durch KFZ verursacht werden. Und das ändert auch nichts daran, dass die jahrzehntelange Privilegierung von PKW nun langsam, aber sicher auf ein erträglicheres Maß zurückgefahren wird.

  9. 16.

    Endlich! Als jahrzehntelanger Radfahrer ist die Hermannstraße für mich immer am angsteinflößendsten. Und zu den Meckerern hier: Wenn euch Autofahrern die Blechkisten so wichtig sind, nutzt Carsharing, dann haben wir alle mehr Platz und Frieden. Wohin man blickt stehen Autos – so hässlich!

  10. 15.

    Die Anordnung eines solchen Umbaus ist nur die halbe Miete. Wenn man jetzt noch Verkehrsunterricht für Radfahrende als Bedienungsanleitung von Verkehrsanlagen anordnen würde, wäre wirklich etwas erreicht. Allein schon die Idee, Kinderfahrräder wären allein schon wegen des Gepinsels auf den Straßen sicherer, zeigt das Missverständnis, das in einigen Radfahrerköpfen geistert.

  11. 14.

    Zum Glück sind momentan nicht mal die maximal zulässigen LKW 4x so breit wie ein Fahrrad. Bei 5x so breit von Gleichberechtigung zu reden sagt da ganz schön was aus. Und als die Straßen geplant wurden, war das durchschnittliche Auto etwas breiter als 3 Fahrräder. Der jetzt entstehende "Parkdruck" hat weniger was mit neuen Radwegen als mit immer überdimensionierteren Autos zu tun...

  12. 13.

    Der Vergleich macht schon Sinn, wenn ein Fahrrad ca. 1 Person transportiert und ein Auto auch ca. 1 Person transportiert.

  13. 12.

    „…wenn ein Auto 5x breiter ist als ein Fahrrad!…“
    JA EBEN!!!

  14. 11.

    Es geht einfach darum, den nicht gerade üppigen Platz in der Stadt sinnvoll und sorgsam zu nutzen. Dass ein Kfz. mit einem durchschnittlichen Besetzungsgrad von 1,1 Personen (d. h. in 10 Autos sitzen 11 Personen), das zu 8 % tatsächlich fährt und zu 92 % nur abgestellt ist, überbordend viel Platz belegt, kann nicht unbedingt als sinnvoll und sorgsam angesehen werden.

    Die Frage der Gleichberechtigung geht nach Platzbedarf pro Person, nicht nach Platzbedarf pro Fahrzeug, denn gleichberechtigt können nur Menschen, nicht aber Fahrzeuge sein.

  15. 10.

    Dass ich das noch erleben darf! In meiner Jugendzeit musste ich diese Strecke oft fahren - und hatte jedesmal einen dicken Adrenalinkick, weil diese Strecke - wie fast alle Routen zwischen Berliner Innenstadt und Down Under - für Radler* lebensgefährlich sind. Für meine Tempelhofer Ex-Nachbarn hoffe ich, dass auch der Te-Damm mal in Angriff genommen wird, denn auch der ist eine Angstroute. Oder passiert da vllt schon was? Und wo wir gerade beim Wünschen sind: Der immerhin vorhandene Radweg auf der südlichen Fortsetzung der Hermannstrasse über den Britzer Damm bis runter nach Buckow ist offenbar im vergangenen Vierteljahrhundert nicht renoviert worden, wie ich vor ein paar Wochen feststellte. Auch da besteht also deutliches Optimierungspotenzial. Aber das wäre ja schon Luxus, wenn man als Radler* nicht nur ohne Angst, sondern auch noch ohne Rütteln vorwärts kommen will. Viel wichtiger ist ja, dass jeder überall sein KFZ abstellen kann - egal, ob er's wirklich braucht oder nicht.

  16. 9.

    Immerhin ein Anfang :) "Und dann setzen wir uns zeitnah an die Planung für das nächste Stück bis zum Hermannplatz." (Hickel) Aber für Kinder ist es leider auch auf dem ähnlich umgebauten Kottbusser Damm immer noch gefährlich, vor allem wegen rücksichtsloser Rechtsabbieger. Oft ragen auch Lieferfahrzeuge gefährlich in den Bereich des Radwegs, zum Beispiel Laderampen, Bordwände, ...

  17. 8.

    Bin in erstee Linie Autofahrer. Aber halte das in der Herrmannstrasse fur vernünftig und angemessen. Gute Sache fur alle. Und die Herrmannstrasse ist auch gut mit öffentlichen ausgestattet. Es gibt also auch alternativen. Jetzt muss nur noch gut kontrolliert werden, damit Fußgänger, Radler und Lieferverkehr zu ihrem Recht kommen.

    Ob das dann auch passiert? Da habe ich so meine Zweifel.

  18. 7.

    Denk mal darüber nach, ob der Vergleich so sinnvoll ist, wenn ein Auto 5x breiter ist als ein Fahrrad! Ein Bus alleine ist breiter als ein Fahrrad. Zudem kommen, wenn ein Auto parkt ebenfalls breiter ist als ein Fahrrad und das nichts daran ändert. Die senatsverwaltung macht und macht aber denkt an nicht weiter. Passiver Zwang!

  19. 6.

    Radverkehrsanlagen nehmen zur Zeit rund 3% des Straßenraums in Berlin ein. Allein für parkende Autos benutzen wir 19% des Straßenraums. Überlegen Sie also nochmal, bevor Sie nach "Gleichberechtigung" rufen.

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