Reaktionen aus Berlin und Brandenburg - Grüne begrüßen Cannabis-Pläne der Ampel - CDU und Polizei sind skeptisch

Fr 19.11.21 | 18:40 Uhr | Von Jonas Pospesch
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Symbolbild: Eine Person bereitet einen Joint vor. (Quelle: dpa/Arne Immanuel Bänsch)
Bild: dpa/Arne Immanuel Bänsch

Wie gefährlich ist Cannabis? Die Pläne der möglichen Ampel-Koalition auf Bundesebene zu einer Legalisierung haben auch in Berlin und Brandenburg kontroverse Debatten ausgelöst. Jonas Pospesch fasst die Reaktionen zusammen.

Kommt es zu einer Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene, dann könnte Cannabis für den Verkauf an Erwachsene in lizenzierten Geschäften freigegeben werden. Das geht aus einem Papier hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Bei den Berliner Grünen stoßen diese Pläne auf Zustimmung. Für sie stehe dabei der Jugend- und Verbraucherschutz im Vordergrund, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion im Abgeordnetenhaus, Catherina Pieroth, am Freitag. Auch bei Cannabis sei wichtig, "dass jeder weiß, was drin ist. Wie auch bei einer Flasche Wein." Ein größeres gesundheitliches Risiko sehe Pieroth in der Legalisierung der Droge nicht, im Gegenteil: Das Gesundheitsrisiko sei größer, wenn Cannabis weiter auf dem Schwarzmarkt gekauft werde. Illegal verkauftes Cannabis wird immer wieder mit gesundheitsschädlichen Substanzen wie Kunststoffen und Haarspray gestreckt, bestätigt der Deutsche Hanfverband.

Für Pieroth hätte die Legalisierung auch positive Folgen für den Jugendschutz. Im geregelten Verkauf könne gewährleistet werden, dass Cannabis nur an Erwachsene abgegeben werde. Außerdem würden durch die Legalisierung Gelder und Kapazitäten bei der Polizei frei, die dann anders verwendet werden könnten.

Berliner Polizeigewerkschaft reagiert skeptisch

Dem widerspricht Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin. Die Polizei müsse trotzdem weiter kontrollieren, um andere Drogen zu bekämpfen. Außerdem könne man Cannabis nicht immer schnell von anderen Drogen unterscheiden. Dann müsse der Stoff mitgenommen und im Labor untersucht werden.

Die Organisierte Kriminalität könne man durch die Legalisierung auch nicht austrocknen. In Berlin würde "alles Mögliche" verkauft. Cannabis mache nicht den entscheidenden Unterschied. Auch abgesehen davon ist die GdP gegen eine Legalisierung. "Cannabis ist nicht nur eine Einstiegsdroge, sondern eine gefährliche Substanz", sagt Jendro.

Eine ähnliche Position vertritt auch die CDU. Die Legalisierung von Cannabis komme einer Verharmlosung der Droge gleich und sei ein völlig falsches Signal, so der rechtspolitische Sprecher der Brandenburger CDU-Fraktion, Danny Eichelbaum. Wie die GdP glaube auch die CDU, dass der Genuss von Cannabis dazu verleite, auch härtere Drogen zu konsumieren.

Experte fordert mehr Aufklärung

Michael Frommhold ist anderer Meinung. Er ist Co-Geschäftsführer des Notdienstes für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin und sieht den Vorstoß zur Legalisierung positiv. Die These von Cannabis als Einstiegsdroge sei durch Studien klar widerlegt. Wie Catherina Pieroth hebt auch Michael Frommhold den Aspekt des Verbraucherschutzes hervor. Der Konsum von Cannabis sei in den vergangenen Jahren ohnehin deutlich angestiegen. Die Legalisierung sei eine Chance, diese Menschen besser zu schützen.

Für Frommhold ist jedoch klar: Über die Wirkung und die Risiken der Droge müsse ehrlich und neutral aufgeklärt werden. Man könne auch nicht sagen, dass Cannabis pauschal weniger gefährlich sei als etwa Alkohol. Dafür müsse man immer im Einzelnen betrachten, wer einen Stoff wie konsumiert. Außerdem müssten eventuell mehr Menschen wegen ihrer Cannabisnutzung behandelt werden, wenn mehr konsumiert wird.

Details der Ampel-Pläne sind noch unklar

Wichtig ist jedoch: Es kommt bei diesem Thema auf die Details an. Wie die Regelungen im Umgang mit Cannabis genau aussehen werden, ist noch völlig unklar.

Auch die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung ist deshalb noch zurückhaltend. Ohne die Details zu kennen, könne aus fachlicher Sicht noch keine Stellung zu den Plänen der Ampel-Parteien genommen werden, sagt eine Sprecherin. Die Verwaltung betrachtet es aber als angemessen, Cannabiskonsumenten nicht zu kriminalisieren. Außerdem müsse man Angebote für Information, Aufklärung und Hilfe machen.

Sendung: Abendschau, 19.11.2021, 19:30 Uhr

Beitrag von Jonas Pospesch

43 Kommentare

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  1. 43.

    @Nachgefragt: Man muss Cannabis nicht rauchen, viele Kiffer ächten den Tabak bzw. den Konsum durch Verbrennung.
    Seit vielen Jahren gibt es Vaporizer auf dem Markt, die den Stoff verdampfen. In Jamaika wird Cannabis auch als Gewürz verwendet. Hierzulande backen viele Menschen gerne mit Haschisch oder selbsterzeugter Gras-Butter.

    Die großen Tabakkonzerne sind gerade, ähnlich wie die großen Energieunternehmen, aus Imagegründen und daher schlechterem Absatz dabei, sich von ihrer alten Produktpalette zu trennen. Da werden mehr und mehr rauchfreie Produkte auf den Markt kommen in den nächsten Jahren und beim Thema Cannabis sind diese Unternehmen zum Teil ganz weit vorne in der Warteschlange, da sich damit ordentlich Geld verdienen lässt, wenn diese Pflanze erst mal wieder legalisiert worden ist.

  2. 42.

    Wer kennt es nicht: Kokain und Ecstacy getarnt als Cannabis. Daher muss die GdP es auf jeden Fall im Labor untersuchen. Die letzten Äußerungen der GdP grundsätzlich zu diesem Thema offenbart, das da wohl ganz seltsame Menschen arbeiten die so gar keine Ahnung vom realen Leben haben.

  3. 41.

    Rauchen wird wegen Lungenerkrankungen verpönt, was auch richtig ist, aber Cannabis rauchen soll legalisiert werden. Was für ein Trugschluss. Cannabis zu erlauben kommt ausschließlich von den Grünen und Linken. Die neue Ampelregierung will sich wohl eine Steuereinnahme sichern.
    Wie kaputt muss Deutschland noch werden. Gebt doch direkt das Kokain und Heroin frei.

  4. 40.

    "Außerdem könne man Cannabis nicht immer schnell von anderen Drogen unterscheiden."

    Das ist an Peinlichkeit und Unfähigkeit nicht mehr zu überbieten.

  5. 39.

    „Drogen sind nun mal Drogen.“

    Aber längst nicht alle Drogen sind gleich und vor allem gleichgefährlich. Eine etwas differenziertere Betrachtungsweise lohnt sich da schon. Warum man Alkohol erlauben sollte, Cannabis als weiche Droge, die unterm Strich nun wirklich nicht als gefährlicher eingestuft werden kann, jedoch verbieten sollte, ist einfach nicht logisch. Im Gegensatz zu Alkohol verursacht auch der langjährige Konsum von Cannabis keine Körperlichen Schäden (weswegen es auch keine darauf zurückzuführenden Todesfälle gibt) und beruhigt auch eher, als dass er aggressiv machen würde – aufgrund von unter Alkoholeinfluss verursachten Schlägerein hingegen füllen sich jedes Wochenende die Notaufnahmen … Es gibt einfach keine logischen Gründe, warum das eine erlaubt, das andere jedoch verboten und kriminalisiert werden sollte. Übermäßiger und unkontrollierter Genuss ist allerdings bei so gut wie keiner Substanz eine gute Idee – selbst bei der vermeintlich harmlosen Droge Zucker nicht.

  6. 38.

    Die extreme Verharmlosung von Cannabis ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Cannabis für medizinische Zwecke hat sicherlich seine Berechtigung und den Menschen die es benötigen um Krankheiten zu lindern werden sicher mehrheitlich verantwortungsvoll damit umgehen. Wenn aber junge Menschen oder Erwachsene regelmäßig oder täglich Cannabis rauchen, werden doch nur die wirklichen Probleme im Leben dieser Menschen überdeckt statt behoben.

    Von mir aus kann man dieses Projekt ruhig starten, es wäre aber angebracht gewesen gleichzeitig sehr hohe Strafen für das Führen von Fahrzeugen jeglicher Art (Auto, Roller, Rad...) unter Cannabiseinfluss zu veranschlagen. Leider ist dies, obwohl es seit Jahren immer mehr Unfälle unter Drogen- und Alkoholeinfluss gibt, noch nicht angemessen in den Gesetzen angekommen.

  7. 37.

    „Legale drogen werden viel zu teuer sein wie alles was überwacht, gesteuert und BEsteuert wird. Diese Kosten haben illegale Drogen nicht, sodass der illegale Markt weiter existiert. Dort wird eher gestreckt und gepanscht wenn sie in staatlicher Konkurrenz sind.“

    Dass das in Bezug auf Cannabis nicht stimmt, sieht man ziemlich gut an den Preisen, die man in holländischen Coffeeshops oder den legalen Abgabestellen, die es mittlerweile in vielen Staaten der USA gibt, dafür bezahlt, welche sich kaum von den bei uns üblichen Schwarzmarktpreisen unterscheiden. Ihrer „Logik“ folgend müsste dann ja hierzulande überall Bier schwarzgebraut und Schnaps schwarzgebrannt und ein reger illegaler Handel damit betrieben werden – was aber nun mal ganz einfach nicht der Fall ist. Was Sie sich da abenteuerlich zusammenschwurbeln, stimmt also leider nicht im Ansatz.

  8. 36.

    Hier werden zu Hauf wieder die obligatorischen Scheinargumente contra Legalisierung abgefeuert. Einstiegsdroge? Blödsinn. Das ist eindeutig Alkohol. Ich habe 1 1/2 Jahrzehnte Cannabis konsumiert bis ich das Interesse verlor. Psychosen können auch durch Stress, soziale Benachteiligung und Mobbing ausgebildet werden. Ganz zu schweigen durch den Versuch der Kompensierung mit Alkohol, Koks oder Speed. Ich habe nie erlebt, das Cannabis Konsumenten durch den Genuß des Selbigen aggressiv wurden. Konsumenten von Heroin, Crack oder Meth suchen von vornherein nach einem härteren Kick, mit oder ohne vorherigen Alkohol oder Cannabis Konsum.
    Cannabis kann man nicht von anderen Drogen unterscheiden?? Ich befürchte, der Sprecher der GdP benötigt dringend eine Nachschulung. Peinlich...

  9. 35.

    "Außerdem könne man Cannabis nicht immer schnell von anderen Drogen unterscheiden."

    Ich bin kein Drogenexperte. Welche anderen Drogen ähneln dem Aussehen und Geruch von Gras bzw. Haschisch?!

    Ansonsten will die GfP und CDU also ein "weiter so" oder was sind deren Lösungsvorschläge?

  10. 34.

    Na Sie stellen ja hier einen Vergleich an, wo ich mich schon frage, was Sie dazu bewegt hat? Im Kern verstehe ich ja was Sie damit andeuten wollen.

  11. 33.

    Hallo Detlef, da gebe ich Ihnen Recht, Droge bleibt Droge. Alkohol ist eine Droge, diese Droge lässt viele aggressiv werden, lässt sie mit dem Auto rasen und Unfälle mit Sach- und Personenschäden erzeugen, zerstört die Leber und verursacht insgesamt immense Kosten für die Volkswirtschaft. Ich hoffe mal stark, dass Sie weder legale noch illegale Drogen konsumieren und ein vorbildlicher Bürger sind? Ansonsten sollten Sie sich einem neutralem sachlichen Vergleich nicht sperren. Ein schönes Wochenende Ihnen.

  12. 32.

    Die Grünen begrüßen die Legalisierung von Cannabis.
    Dann machen wir was falsch. Drogen sind nun mal Drogen.

  13. 31.

    Da die Steuereinnahmen, die durch Zigaretten und Tabak generiert werden, stetig sinken, muss sich der Staat andere Einnahmequellen eröffnen.
    Warum den Dealern das Geschäft überlassen?
    Das übernimmt jetzt der Staat.
    Letztlich aber, denke ich, ist diese Politik nur noch bekifft zu ertragen.

  14. 30.

    Für mich ist und bleibt es eine Droge, die je nach Dosierung und Reinheit, gefährlich ist und bleibt. Die angedachte Legalisierung durch die Politik ist für mich eine Bankrotterklärung des Staates. Das Problem ist nicht mehr zu beherrschen. Warten wir es ab.

  15. 29.

    Exakt. Und genau darum geht es ja bei der Legalisierung von Cannabis. Dieses Dreckszeug, was auf den Straßen angeboten wird ist beileibe sogar gesundheitsschädlich und man kann es förmlich riechen. Ich gebe zu zweimal im Görli Park etwas gekauft zu haben und es war so dermaßen schlecht, dass ich es wutentbrannt weggeworfen hatte. Seit 3 Jahren baue ich mir selbst auf dem Balkon eine winzige Menge an und da weiß ich, was ich zu mir nehme. Übrigens überwiegend Cannabis mit einem hohen Anteil an CBD und nicht THC.

  16. 28.

    Bekommen, was gewählt ? Frau Giffey fehlt der realistische Bluck über den Tellerrand.. Hätte ich nicht so gedacht.

  17. 27.

    Emil:
    "Cannabiskonsumenten werden nicht kriminalisiert.
    Cannabiskonsumenten kriminalisieren sich selbst durch die Verletzung von Gesetzen.
    Völlige Verdrehung des Sachverhalts durch die Berliner Verwaltung."

    Nach dieser Logik wären auch nie Homosexuelle kriminalisiert worden, sondern hätten sich selber kriminalisiert durch die Verletzung der damaligen (homophoben) Gesetze.
    Völlige Verdrehung des Sachverhalts durch "Emil".

  18. 26.

    Detlef:
    "Droge bleibt Droge, das ist auch heute noch gültig."

    Das gilt dann aber auch für Nikotin, Alkohol, Spiele (Spielsucht), Medien (Mediensucht) etc. pp.!

    Detlef:
    "Hier haben die Grünen im Vorfeld bestimmt zu viel geraucht."

    Bitte belegen Sie Ihre Behauptung!

  19. 25.

    Ich finde es absolut erschreckend, in was für einem intoleranten und spießigen Drecksstaat wir leben. Ich sag es nur ungern, aber es wird Zeit, dass die konservative Denkweise der Boomer aus den Köpfen verschwindet und Platz für eine neutrale Sichtweise macht. Kotzt mich das an....

  20. 24.

    "Cannabis ist nicht nur eine Einstiegsdroge, sondern eine gefährliche Substanz" Und Alkohol noch viel gefährlicher und trotzdem legal, woran das wohl liegt? Aspirin und Bayer.

  21. 23.

    Ihnen kann ich aber auch nur wünschen, dass Sie diesen äußerst differenzierten und qualifizierten Kommentar in mindestens leicht angetrunkenem Zustand verfasst haben – und da nüchtern vielleicht doch noch ein kleines bisschen mehr dringewesen wäre …

  22. 22.

    Legale drogen werden viel zu teuer sein wie alles was überwacht, gesteuert und BEsteuert wird. Diese Kosten haben illegale Drogen nicht, sodass der illegale Markt weiter existiert. Dort wird eher gestreckt und gepanscht wenn sie in staatlicher Konkurrenz sind.
    Im Grunde wie Benzin, gäbe es das selbe ohne Steuern würden alle das tanken. Um bei Zigaretten zu bleiben, kaufen viele nicht nur in Polen sondern beim vietnamesischem Freund an der Ecke. Also erzählt doch nichts vom Pferd, dass alles besser wird. Eine Phantasie aus der bunten Welt mit den fliegenden Neonelefanten mit Blümchen drauf. Und die kommen mir dann schlenkernd im Dunkeln ohne Licht auf dem Fahrrad entgegen? Klasse.

  23. 21.

    Jetzt stinken die Nachbarn auf dem Balkon, an der Bushaltestelle und vor Supermarkteingängen nicht mehr nur mit Nikotin sondern auch mit Kiff. Na danke auch.
    Bei mir im Haus ist vor kurzem ein Kettenraucher gestorben die Wohnung ist so Nikotinversottet, dass jetzt selbst der Putz abgetragen werden muss. Man bekommt den Nikotingestank mit Farbe alleine nicht heraus. Selbst ein Ozongerät hat nichts gebracht. Das selbe dann also bald auch mit Kiffgestank.
    Wenn ihr sowas frei gebt, dann erleichtert auch das Kündigungsrecht bei Mietwohnungen.

  24. 20.

    Ein wichtiges Projekt von linksgrün, dass von eklatanter Bedeutung für die Gesamtbevölkerung ist. Ich bin dafür, weil es mir völlig egal ist. Die Dinge, die von Bedeutung sind und mir nicht egal sind, weil wichtig für die Zukunft der Gesellschaft, werden nicht angegangen. Bla, bla, bla....

  25. 19.

    Droge bleibt Droge, das ist auch heute noch gültig.
    Hier haben die Grünen im Vorfeld bestimmt zu viel geraucht.

  26. 18.

    In einem Punkt haben Sie Recht: Die Cannabis-Freigabe wird zu mehr Verkehrsunfällen führen. Im Übrigen haben Sie §315c StGB nicht verstanden.

  27. 17.

    Wer heutzutage noch mit Begriffen wie Rauschgift und mit dem Einstiegsdrogenmärchen argumentiert, der kann sich doch seit den 90ern nicht mehr objektiv damit beschäftigt haben (mindestens bissel googeln) . Es gibt viele tatsächlich gute Pro Argumente aber kein einziges wirklich evidenzbasiertes Contra Argument. Für Leute die durch Cannabis Psychosen ausbilden ist Alkohol auch keine gute Idee. Also liegt es an ihnen selbst und nicht an einer Pflanze die unverarbeitet aus der Natur verwendet wird

  28. 15.

    In verschiedenen Ländern durchgeführte Studien belegen, dass die Entkriminalisierung von Cannabis nicht zu einem nennenswerten Anstieg des Konsums geführt hat – wohl aber zu einer Verringerung des Konsums anderer, gefährlicherer Drogen.

    https://www.bundestag.de/resource/blob/675688/4ba9aed6de8e9633685a1cdc2d823525/WD-9-072-19-pdf-data.pdf

    (unter „3. Niederlande“ auf Seite 8)

    Wer nach dem Konsum von Cannabis beim Autofahren erwischt wird – oder gar einen Unfall verursacht – wird genauso bestraft und darf eine MPU machen, wie jemand, der betrunken gefahren ist. Was Sie da behaupten ist also Quatsch.

    Warum halten Sie sich nicht einfach mit dem Kommentieren von Themen, von denen Sie ja ganz offensichtlich herzlich wenig Ahnung zu haben scheinen, zurück? Nur mal so, als Anregung …

  29. 14.

    Ich bin da leidenschaftslos und nicht besonders fachkundig. Wenn die Polizei die Sache kritisch sieht, ist das ein schwergewichtiges Argument. Die Kompetenz der Grünen halte ich nicht für besonders hoch. Aber so eine Aussage eines Jugendrichters hat auch Gewicht.
    Unter dem Strich kommt es doch darauf an, wie hoch die gesamtgesellschaftlichen Kosten beider Varianten sind.

  30. 13.

    Die wahre Einstiegsdroge ist Bier. Oder war es Kaffee?

  31. 12.

    "Cannabiskonsumenten kriminalisieren sich selbst durch die Verletzung von Gesetzen."

    Ah, die selbe Argumentation wie unsere damalige Drogenbeauftragte. Cannabis sei verboten, weil es illegal ist. :)

  32. 11.

    „Cannabiskonsumenten werden nicht kriminalisiert.
    Cannabiskonsumenten kriminalisieren sich selbst durch die Verletzung von Gesetzen.
    Völlige Verdrehung des Sachverhalts durch die Berliner Verwaltung.“

    Eben genau durch die aktuelle Gesetzgebung werden Cannabiskonsumenten kriminalisiert. Durch die nun geplante – und übrigens längst überfällige – Änderung dieser kriminalisierenden Gesetze, werden sie entkriminalisiert. Die Leute konsumieren es sowieso, da es nicht allzu schwer – nur eben illegal – zu bekommen ist. Warum also nicht für eine kontrollierte Qualität sorgen, dem organisierten Schwarzhandel (was nicht selten wirklich kriminelle Strukturen sind, die auch noch auf anderen Gebieten tätig sind) eine Einnahme wegnehmen, Arbeitsplätze schaffen und gleich noch Steuern damit einnehmen?

  33. 10.

    Das Stimmt so einfach nicht. Wenn man nach Kanada schaut dann sieht man daß die Legalisierung dort keinen Einfluß auf die Unfallzahlen im Straßenverkehr hatte.
    https://www2.unbc.ca/newsroom/unbc-stories/study-finds-no-increase-traffic-injuries-after-cannabis-legalization

  34. 9.

    Das Thema hatten wir schon mal. Wieso bringt man neuerdings immer Wiederholungen? Ist ja wie im Fernsehen.
    Ich hatte jetzt meinen alten Kommentar gesucht, aber nicht gefunden. Egal, kriege ich noch zusammen.

    1. Für die Polizei und die Justiz ist es insofern eine Entlastung, dass man bei "Eigenbedarf" in der Hosentasche nict gleich das volle Programm fahren muss.
    2. Die Grenze von kleineren zu größeren Mengen ist fließend. Es kann die Hemmschwelle sinken lassen und Dealern u.U. die Arbeit erleichtern.
    3. Um 2. zu verhindern, muss man das Monopol (Handel) konsequent in die Hand des Staates geben und u.U. Apotheken mit der Umsetzung betrauen. Damit besteht die Chance, das dealen etwas trocken zu legen.
    4. Es ist und bleibt aber trotzdem eine Einstiegsdroge und damit insgesamt eine Gradwanderung.

  35. 8.

    Eine legalisierte Abgabe in kontrollierter Qualität ist nur zu begrüßen, damit Konsumenten nicht illegalisiert werden und gezwungen sind, sich ihr Gras oder Hasch (in eventuell fragwürdiger Qualität) beim Dealer zu besorgen, der dann vielleicht auch gleich noch andere Drogen im Angebot hat. Dadurch lässt sich also eher verhindern, dass Konsumenten, die eigentlich nur gemütlich einen Feierabendjoint rauchen wollen, in Kontakt mit härteren Drogen kommen.

  36. 7.

    Bitte werfen Sie doch einfach mal ein Blick in die USA. Colorado macht es vor wie man gutes Cannabis unter richtigen Bedingungen anbaut. Unter sehr strenger Aufsicht durch die Steuerbehörde. Und nichts mit Kiffen am Arbeitsplatz. Die Produktpalette ist derart vielfältig. Zudem achtet in diesen Bundesstaat die Polizei sehr darauf, dass in der Öffentlichkeit nicht konsumiert, sprich geraucht werden darf. Das ist streng verboten. Ich wiederhole mich hier, Holland ist kein gutes Vorbild was den Ankauf und Vertrieb von Gras und Haschisch aus Marokko betrifft.

  37. 6.

    Ein überfälliger Schritt in die richtige Richtung. Jahrzehntelange wurden Leute für Cannabis in den Knast gesteckt, während Alkohol an jeder Ecke zu haben ist - Alkohol der jedes Jahr allein in Deutschland 75000 Menschen tötet, während man sich mit Cannabis selbst bei größtem Bemühen gar nicht umbringen kann. Diese Politik war falsch, schädlich, ungerecht, ideologisch, und gescheitert. Wer sie heute noch verteidigt, macht sich einfach nur noch lächerlich, und soll endlich seine ideologischen Scheuklappen abnehmen und akzeptieren dass Gesetze auf Tatsachen zu basieren haben.

  38. 5.

    Leider ist die Entscheidung pro Legalisierung offenkundig bereits gefallen. Neben den Gefahren von Cannabis als Einstiegsdroge ist auch der Geruch der gerauchten Substanz sehr unangenehm. Wenn zulassen, dann bitte nur zur oralen Einnahme z.B. als Keks.

  39. 4.

    Gut die Legalisierung hat sicher auch ganz praktikable Gründe: Zugedröhnt erscheinen einen die MONATE nicht so lang die man warten muss damit man beim Amt mal einen Termin bekommt!

  40. 3.

    "Cannabis ist nicht nur eine Einstiegsdroge, sondern eine gefährliche Substanz"

    Sicherlich ist Cannabis nicht gänzlich ungefährlich und kann unter Umständen Psychosen auslösen. Ich habe dazu keine Zahlen, aber bei der Menge an Leuten, die es gelegentlich oder auch regelmäßig konsumieren, kann das nur einen eher geringen Teil der Konsumenten betreffen, die vielleicht ohnehin schon eine Neigung dazu haben. Durch Cannabis-Konsum verursachte Todesfälle sind jedoch nicht belegt. An den Folgen von Alkoholkonsum hingegen sterben in Deutschland jährlich – je nach Zählweise – zwischen 20.000 und 80.000 Menschen.

    Und zum Thema „Einstiegsdroge“, was ja – wie im Artikel erwähnt – bereits durch Studien widerlegt ist: Wer erstmals an einem Joint zieht, dürfte sich vorher wohl schon das ein oder andere Mal an der gesellschaftlich vollkomen akzeptierten und überall erhältlichen Droge Alkohol berauscht haben – womit Alkohol also eindeutig „die“ Einstiegsdroge schlechthin ist.

  41. 2.

    Na Hauptsache die wissen auch, dass es mehr Unfälle mit Autos und Co. geben wird, Leute ums Leben kommen und die Schuldigen wegen Drogen eine verminderte Schuldfähigkeit zugesprochen bekommen. Ein Freischein ist das Quasi. Ansonsten ist ja bekannt aus anderen Ländern, dass es den Schwarzmarkt leider in keinster Weise auch nur annähernd eingrenzt.

  42. 1.

    Cannabiskonsumenten werden nicht kriminalisiert.
    Cannabiskonsumenten kriminalisieren sich selbst durch die Verletzung von Gesetzen.
    Völlige Verdrehung des Sachverhalts durch die Berliner Verwaltung.

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