Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst - Polizisten, Lehrer und Erzieher demonstrieren für höhere Löhne

Mi 17.11.21 | 13:48 Uhr
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Warnstreik der Gewerkschaft GEW in Berlin (Quelle: imago/Christian Ditsch)
Audio: Antenne Brandenburg | 17.11.2021 | Ronald Schleif | Bild: imago/Christian Ditsch

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind am Mittwoch in Berlin für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 5.500 Menschen an einem Protestzug zum Brandenburger Tor teil.

Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt

Berliner Beschäftigte des öffentlichen Dienstes waren zuvor am Mittwochmorgen in einen weiteren Warnstreik getreten. Gewerkschaften hatten Angestellte der Bürger- und Ordnungsämter und der Polizei sowie angestellte Lehrkräfte, Erzieher, Erzieherinnen und Hochschulbeschäftigte aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Seit dem 8. Oktober verhandeln mehrere Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Sie fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem sollen Auszubildende und Praktikanten monatlich 100 Euro mehr bekommen.

Weitere Warnstreiks zu erwarten

Die TdL wies die Forderungen bisher als unrealistisch zurück. Ende November soll weiterverhandelt werden. Bis dahin sind bundesweit weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst zu erwarten.

In Berlin hatten bereits am Dienstag Erzieherinnen und Erzieher in öffentlichen Kitas sowie Mitarbeiter in acht Bezirksämtern und an Schulen die Arbeit niedergelegt. Wie viele Angestellte dem Aufruf nachkamen, konnte die Gewerkschaft Verdi nicht genau sagen. An einer Demonstration am Vormittag vom Berliner Dom zum Brandenburger Tor nahmen laut Verdi rund Tausend streikende Menschen teil.

In der vergangenen Woche waren angestellte Lehrer und Erzieher in den Ausstand getreten. Lehrer, die nicht angestellt, sondern verbeamtet sind, dürfen dagegen nicht streiken. Das gilt auch für Beamte in der Verwaltung.

Sendung: rbb24, 16.11.2021, 16 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Beamte dürfen nicht während ihrer Dienstzeit "streiken", wohl aber während ihrer Freizeit. Auch Beamte haben Meinungsfreiheit.

    Im übrigen könnte die Überschrift hinsichtlich des Begriffes LOHN falsch sein.
    Die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst werden in der Regel GEHALT beziehen.
    Den Unterschied hätte man bei der Recherche auch googeln können.

  2. 3.

    Wir dürfen mal nicht vergessen, dass Angestellte der Bürger- und Ordnungsämter und der Polizei sowie angestellte Lehrkräfte, Erzieher, Erzieherinnen und Hochschulbeschäftigte, diejenigen sind, die unsere Gesellschaft stabil halten und u.a. auch dafür sorgen, dass sie so bleibt. Das kann man nicht hoch genug anerkennen.

  3. 2.

    Wenn man keine Ahnung hat..

    Ber der Polizei Berlin gibt es auch sehr viele Tarifangestellte. Diese dürfen sehr wohl streiken.

  4. 1.

    Polizisten sind Beamte und dürfen nicht streiken, also die Überschrift falsch. Aber das macht der rbb jedesmal falsch, dachte irgendwann merkt sich die Redaktion dieses.

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