Berlin - Jörn Oltmann zum Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg gewählt

Mi 17.11.21 | 21:28 Uhr
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Jörn Oltmann, Stellvertretender Bürgermeister und Stadtrat des Bezirks Tempelhof-Schöneberg (Quelle: imago images/M. Popow)
Bild: imago images/M. Popow

Der Grünen-Politiker Jörn Oltmann ist zum neuen Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg gewählt worden. Damit besetzt die Partei in dem Berliner Bezirk erstmals dieses Amt. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wählte Oltmann in ihrer zweiten Sitzung seit der Wahl am Mittwochabend.

Bisher war Oltmann Stadtrat für Stadtentwicklung und Bauen, nun erhält er die Aufsicht über Finanzen, Personal und Wirtschaftsförderung im Bezirk.

Die Fraktionen von Grünen und SPD hatten zuvor eine sogenannte Zählgemeinschaftsvereinbarung für die BVV Tempelhof-Schöneberg unterzeichnet.

Schöttler wird Oltmanns Stellvertreterin

Zudem wurden die fünf weiteren Mitglieder des Bezirksamts gewählt.

Oltmanns Stellvertreterin wird die SPD-Politikerin Angelika Schöttler, ihr wird zudem die Verantwortung für die Ressorts Stadtentwicklung und Facility Management zugeteilt. Die SPD wird unter Oliver Schworck auch das Gesundheitsamt und den Geschäftsbereich Jugend leiten.

Die Grünen übernehmen mit Saskia Ellenbeck außerdem den Vorsitz über das Ordnungsamt sowie das Straßen- und Grünflächenamt. Stadtrat für Soziales und Bürgerdienste wird Matthias Steuckardt (CDU), sein Parteikollege Tobias Dollase wird das Schul- und Sportamt führen.

Bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung hatten die Grünen mit 23,6 Prozent die meisten Stimmen erhalten, nur knapp vor der SPD mit 23,5 Prozent. In der BVV haben beide jeweils 15 Sitze. Die CDU wurde drittstärkste Kraft mit 20,8 Prozent. Auf Platz 4 folgten die Linke mit 8,8 Prozent vor der FDP (7,0 Prozent) und der AfD (5,8 Prozent).

Sendung: Fritz, 17.11.2021, 20 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    (II.)

    Schaue ich mir die Gemengelage um das Schöneberger Gasometer an und sein faktisches Verschwinden innerhalb des zurzeit laufenden Hochhausbaus, so werden mir immer wieder die völlig unterschiedlichen ökologischen Verständnisse dabei deutlich:

    Das eine, das kurzfristige, das darauf ausgelegt ist, dass Hauptsache "grün" ist, was hinten rauskommt und hart an der Grenze zum Green-Washing ist. Das andere, das langfristige, umfassendere Verständnis, das Stadtbildprägendes mit beinhaltet und ggf. nicht immer so ganz geschäftsträchtig ist

    Wer um die Rolle Oltmanns weiß, ahnt zugleich auch, in welche Richtung die Bündnisgrünen in Tempelhof-Schöneberg gehen werden.

    Wie ich bereits schrieb: Ich hoffe, dass ich Unrecht behalte.

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