Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst - Berliner Landesbeschäftigte versammeln sich zu erstem Warnstreik

Di 09.11.21 | 21:01 Uhr
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Symbolbild: Streikende bei einem Demonstrationszug am Alexanderplatz in Berlin Mitte. (Quelle: dpa/B. Jutrczenka)
Audio: Inforadio | 05.11.2021 | Weber | Bild: dpa/B. Jutrczenka

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes ist es auch in Berlin zu ersten Warnstreiks gekommen. Vor dem Rathaus Tempelhof versammelten sich am Dienstagvormittag Beschäftigte von Berliner Kita-Eigenbetrieben, aus der Sozialarbeit und aus Bezirksämtern zu einer zentralen Kundgebung. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi.

Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld

Mehrere Gewerkschaften verhandeln seit rund vier Wochen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), bisher ohne Ergebnis. Sie fordern für die Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich. Auszubildende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die TdL wies die Forderungen als unrealistisch zurück. Ende November soll weiterverhandelt werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte am Freitag ebenfalls zum Warnstreik aufgerufen, allerdings für Donnerstag. Dann soll eine Demonstration um 10 Uhr am Hansaplatz in Berlin-Mitte starten und zum Brandenburger Tor führen, wie die GEW in Berlin am Freitag mitteilte. Dort ist am Platz des 18. März gegen 11 Uhr eine Kundgebung geplant.

Sendung: Abendschau, 09.11.2021, 19:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Streiken ohne Ende...Und die, die nicht.streiken dürfen sind.wieder einmal die dummen...Bekommen die dann auch mehr Geld ? Nee stimmt.ja die.sind ja nicht so wichtig....

  2. 4.

    Das ist ja eine schwache Forderung der Gewerkschaften!
    Das heißt zum Schluss bleibt der Abschluss unterhalb der Inflationsrate und die Beschäftigten zahlen drauf?

  3. 3.

    Die TdL bzw die Landesregierungen sind mit dafür verantwortlich, das es kaum Nachwuchs im ÖD gibt, so unattraktiv wie die Gehaltseinstufungen für Fachkräfte ab 2022 vorgenommen werden ist für jeden gut ausgebildeten Arbeitnehmer ein Witz. In der freien Wirtschaft verdienen diese gut das 2 bis 3-fache, bei steigender Inflation und in Zukunft weiterhin steigenden Mieten usw. möchten diese Fachkräfte auch neben Miete und Lebensmittel sich auch noch einen Urlaub mit der Familie leisten können.
    Ich befürworte jeden Streik, während der Pandemie wurde den Personen im ÖD alles versprochen und nun sind diese Versprechen wieder vergessen die Politiker leben in Ihrer rosaroten Welt weit weg von der Realität. Sollen sich doch mal die Politiker nur 1 Monat von dem Geld welches Erzieher bekommen ernähren, mal gucken wie weit diese dann kommen.

    Es ist einfach nur traurig wie schnell in der heutigen Politik Versprechungen gemacht werden um diese 3 Monate später wieder zu kassieren.

  4. 2.

    Wofür noch streiken?
    Ums nackte Überleben?
    Die Taschen der Steuervermeider sind prall gefüllt,doch da will natürlich keiner rütteln. Angst vor der Systemfrage. Ob Pflege, Pädagogik,Pullshit.
    Keine Kohle ,keine Miete - obdachlose Gesellschaftsträger. Oder nur 5% mehr für den Vermieter. Alles hält sich Waage.

  5. 1.

    Hat der Senat von Berlin sein Intetesse am sozialen Frieden in der Stadt verloren ?.Keine Lust, die schwarzen-Corona-Sonder-Kassen zu öffnen ? Für die Leute in den Ämtern, Die die Corona-Nachverfolgung stemmen sollen ? Für Amtsärzte, Amtstierärzte, OA-Personal ?

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