Landesparteitag der SPD - Woidke erneut zum SPD-Landeschef gewählt

Sa 20.11.21 | 13:45 Uhr
  10
Dietmar Woidke, Landesvorsitzender der Brandenburger SPD und Ministerpräsident von Brandenburg, spricht beim Landesparteitag der SPD Brandenburg. (Quelle: dpa/M. Skolimowska)
Audio: Inforadio | 20.11.2021 | T. Sydow | Bild: dpa/M. Skolimowska

Dietmar Woidke ist neuer, alter SPD-Landesvorsitzender in Brandenburg. Der 60-Jährige erhielt mit 84,4 Prozent ein relativ starkes Ergebnis. Unter den Gratulanten war auch der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz.

Der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke ist als SPD-Landesvorsitzender mit 84,4 Prozent wiedergewählt worden. Der 60-Jährige erhielt am Samstag beim Landesparteitag der SPD Brandenburg in Schönefeld (Dahme-Spreewald) 81 Ja-Stimmen von 96 gültigen Stimmen.

13 Delegierte stimmten gegen ihn, 2 enthielten sich. Damit bekam er ein besseres Ergebnis als auf dem vorangegangenen Landesparteitag im November 2018, als er 80,8 Prozent erhielt. Der Lausitzer führt die Partei seit 2013, seitdem ist er auch Chef der Landesregierung. Der Parteitag findet wegen der Corona-Pandemie unter strengen Auflagen statt.

Hübner und Lange bleiben Stellvertreterinnen

Die Wahl des Vorsitzenden war nicht die einzige Aufgabe der Delegierten in Schönefeld. David Kolesnyk wurde mit 85,6 Prozent (83 Ja, 12 Nein, 2 Enthaltungen von 97 gültigen Stimmen) offiziell zum Generalsekretär gewählt. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner mit 81,6 Prozent (80 Ja, 14 Nein, 4 Enthaltungen von 98 gültigen Stimmen) und die Finanzministerin Katrin Lange mit 80 Prozent (76 Ja, 16 Nein, 3 Enthaltungen von 95 gültigen Stimmen) in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Schatzmeister ist Frank Steffen, der bisherige Schatzmeister Harald Sempf trat nicht mehr an. Er hatte eine Doppelspitze aus Frau und Mann für die SPD gefordert.

Aufruf zur Beschleunigung der Impfkampagne

Zum Auftakt des SPD-Landesparteitages in Schönefeld (Dahme-Spreewald) hat Woidke die Brandenburger und Brandenburgerinnen noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Nur Impfen führe aus der Corona-Pandemie, nur Impfen verhindere akute Notlagen, sagte er am Samstag. Impfen sei gelebte Mitmenschlichkeit und Solidarität, so Woidke. Je mehr Menschen sich impfen ließen, desto eher kehre das normale Leben zurück.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, der als Gast in Schönefeld auftrat, dankte in seinem Grußwort der Brandenburger SPD für die Anstrengungen im Wahlkampf. Die Sozialdemokraten hätten bei der Bundestagswahl im September alle Wahlkreise im Land gewonnen, dies sei eine "tolle Leistung", so Scholz. Nun müssten alle Kräfte gebündelt werden, um in der Corona-Pandemie die Impfkampagne voranzubringen. Darum gehe es jetzt zuallererst. Diejenigen, die noch Zweifel hätten, müssten überzeugt werden - das sei ein großer, gemeinsamer Auftrag.

In Brandenburg sind 62 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft.

Sendung: Inforadio, 20.11.2021, 12:40 Uhr

10 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 10.

    Um mich dieser Wahl zu stellen, müsste ich in der SPD sein. Und das kann ich mit meinem Gewissen leider nicht vereinbaren. Und meine Kinder haben sich nur über ihre Geburtstagsfeiern beschwert. Aber wahrscheinlich sprechen Sie in diesem Punkt aus eigener Erfahrung?
    Und noch eins, warum hat sich Herr Woidke gegen eine Doppelspitze ausgesprochen? Weil er Konkurrenz fürchtet? Oder weil er sich für unfehlbar hält?

  2. 9.

    Bin ich nicht!!!! Aber wollen sie solche Leute wie 1bis 4 fragen?? Das können sie doch wohl nicht ganz ernst meinen.

  3. 8.

    Job erledigt. Dann kann er jetzt ja wieder abtauchen.

  4. 6.

    Nur gut das die bisherigen Kommentatoren nicht zur Wahl standen. Dann wäre uns Land völlig im Arsch. Nur die große Klappe, aber selbst keinen Kindergeburtstag organisieren können.

  5. 4.

    Seit fast 2 Jahren verspricht uns Woidke die Rückkehr ins normale Leben, erst waren es die Masken, dann die Kontaktbeschränkungen und nun das Impfen. Der Sommer ist verstrichen und die Regierung hat sich zurückgelehnt. Keine Filter in den Schulen, keine vorbeugenden Maßnahmen getroffen, alles wie gehabt. Und nun hat er ohne Gegenkandidat die Wahl erfolgreich hinter sich gebracht. Aber er wurde ja durch seine Genossen gewählt, die zum großen Teil für den Schlamassel mit verantwortlich sind.

  6. 3.

    Dieses Ergebnis war zu erwarten. Nun hoffe ich, dass aus den Worten "...wir müssen.." auch sichtbare Taten folgen.

  7. 2.

    Es ist völlig wurscht...
    Brandenburg braucht eine Macher und Könner-Regierung um endlich von den letzten Plätzen, in nahezu allen Rankings, wegzukommen. Wer da die SPD führt ist egal...
    Wenn man immer die „Versagensliste“ anführt, der Platz hier nicht ausreicht, dies aufzuzählen, dann ist die Sehnsucht nach Veränderungen und Erfolg groß...es sei denn, man ist „satt“...

  8. 1.

    So, so... der Parteitag fand unter strengen Auflagen statt... Ginge auch online... Das braucht das Land jetzt: Parteitage, Fußballspiele mit "22000" Zuschauern usw. usw. ... Ich höre auf mit den Aufzählungen. Wie wäre es, Herr Woidke, sich um den Ernst der Lage zu kümmern? Geht auch ohne Wahl... Übrigens: mein Wohnort spielt keine Rolle ;-) beziehen Sie meinem Kommentar auf das gesamte Land...

Nächster Artikel