Brandenburg - Springer und Bessin kündigen Kandidatur für AfD-Landesvorsitz an

Mi 03.11.21 | 14:50 Uhr
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René Springer (l) und Birgit Bessin (r) von der AfD Brandenburg (Bild: dpa/Soeren Stache/Britta Pedersen)
Bild: dpa/Soeren Stache/Britta Pedersen

Nach Steffen Kubitzki haben sich nun auch Birgit Bessin und René Springer für den Brandenburger Landesvorsitz der AfD beworben. Beide wollen Andreas Kalbitz nachfolgen. Die Entscheidung fällt auf dem Parteitag am 20. November.

Die AfD-Landtagsabgeordnete Birgit Bessin und auch der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer wollen für den Brandenburger Landesvorsitz ihrer Partei antreten. Das teilten sie am Mittwoch mit.

Die bisherige Vize-Landeschefin kündigte am Morgen auf einer Pressekonferenz in Potsdam ihre Kandidatur für die Vorstandswahl bei einem Landesparteitag am 20. und 21. November in der Uckerseehalle in Prenzlau (Uckermark) an. Bessin bewirbt sich damit um die Nachfolge des früheren Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz, dessen Parteimitgliedschaft erst vom AfD-Bundesvorstand und dann vom AfD-Bundesschiedsgericht im vergangenen Jahr aufgehoben worden war. Seitdem hatten Bessin und der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Freiherr von Lützow die Landespartei als Vize-Vorsitzende geleitet.

Die 43 Jahre alte Bessin gilt als Vertraute von Kalbitz und steht ebenso wie er für den Rechtsaußen-Kurs der AfD. Sie wolle aus der AfD die stärkste Partei im Land Brandenburg machen und sie raus aus der Opposition führen, erklärte Bessin. "25 Prozent plus X - das sollte unser Ziel sein", sagte sie. Zudem strebe sie realpolitische Gestaltungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene an.

Springer schreibt Offenen Brief an Mitglieder

Nach Bessin machte am Mittwochmittag auch Springer seine Bewerbung um den Vorsitz in der Brandenburger Landespartei öffentlich. Er gab seine Kandidatur auch in einem Offenen Brief an die Mitglieder bekannt und mahnte mehr Geschlossenheit in der Partei an. Die Verluste bei der Bundestagswahl gegenüber der Wahl 2017 müssten ein Warnsignal sein, schrieb er.

"Mehr noch, bei vielen Mitgliedern ist eine innere Abkehr zu beobachten, die ihre Ursache im Lagerdenken und im persönlichen Umgang miteinander hat", hieß es in dem Schreiben weiter. "Der oftmals harte und unversöhnliche Ton untereinander treibt einst sehr aktive Mitglieder in die Resignation."

Auch Kubitzki will den Vorsitz übernehmen

Bereits Anfang des Jahres hatte auch der AfD-Landtagsabgeordnete Steffen Kubitzki seinen Hut für den Vorsitz in den Ring geworfen. Diese Kandidatur werde er zunächst aufrechterhalten, sagte Kubitzki am Mittwoch auf Nachfrage. Er wolle darüber aber noch mit Springer sprechen, sagte er.

Der Landesparteitag sollte zunächst im Frühjahr stattfinden, musste wegen der Corona-Pandemie aber verschoben werden. Die Vorstandswahl sei bei dem Mitglieder-Parteitag am 20. November vorgesehen, sagte Bessin. Auf dem Parteitag sollen auch Delegierte für den AfD-Bundesparteitag im Dezember und für das Landesschiedsgericht gewählt werden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 3.11.2021, 19:30 Uhr

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