Interview | Flüchtlinge im Grenzgebiet - "Uns graut vor dem Winter"

Do 18.11.21 | 14:50 Uhr
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Migranten campen in Belarus am Punkt "Brusgi" an der neuerdings mit Stacheldraht verstärkten Grenze zu Polen. Die Menschen hoffen darauf, dass die Grenze in die EU für sie geöffnet wird. (Quelle: dpa/Ulf Mauder)
dpa/Ulf Mauder
Audio: Inforadio | 18.11.2021 | Dörthe Nath im Gespräch mit Axel Grafmanns | Bild: dpa/Ulf Mauder

Tausende Menschen sitzen im polnisch-belarussischen Grenzgebiet fest und übernachten unter freiem Himmel. Die Lage der Flüchtlinge ist dramatisch, berichtet Axel Grafmanns von der Hilfsorganisation "Wir packen's an" aus Bad Freienwalde.

rbb: Herr Grafmanns, was hören Sie derzeit von Ihren Kontakten über die Situation vor Ort und über die neuesten Meldungen, dass Flüchtlinge von den belarussischen Behörden von dort weggebracht werden?

Axel Grafmanns: Das Problem ist immer noch, dass dort eine Sperrzone existiert. Das heißt, da dürfen keine Journalisten oder Aktivisten rein, um sich ein Bild zu machen. Wir sind also auf die Berichte angewiesen, die uns Migranten per Whatsapp oder über ähnliche Nachrichtendienste übermitteln. Es gibt keine validen Überprüfungen von Informationen. Uns wird berichtet, dass die Gewalt nach wie vor sehr groß ist, dass Hunde auf die Menschen gehetzt werden, dass sie geschlagen werden – übrigens auf beiden Seiten der Grenze.

Sie waren gerade dort und sind am Montag erst zurückgekommen. Nächste Woche fahren Sie wieder hin. Was haben Sie erlebt und gesehen? Was können Sie uns über die Lage dort berichten?

Die Lage der Menschen, die wir im Wald gefunden haben, ist miserabel. Die waren in einem katastrophalen Zustand. Da war zum Beispiel ein Mann, der hatte Diabetes. Das kann natürlich unter diesen Umständen nicht behandelt werden. Ich habe gebrochene Knochen und Bisswunden von Hunden gesehen. Ich habe bei den Menschen Schnittwunden gesehen. Da war auch ein Junge, der war unterkühlt und wurde mit Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht. Wie uns polnische Aktivistinnen und Freunde dann berichteten, sollte er wieder abgeschoben werden.

Wie genau helfen Sie mit Ihrem Verein dort den Menschen? Wie finden Sie die Menschen überhaupt?

Wir beliefern die Hilfsorganisation, die entlang des Grenzgebietes, des Sperrgebietes, der sogenannten Red Zone, aktiv sind. Da kommen relativ viele Menschen durch. Im Oktober waren das circa 6.000, also eine hohe Zahl. Das sind erstmal nur die Menschen, die in Deutschland ankommen. Noch nicht mitgerechnet sind die Menschen, die in Polen Asyl gestellt haben oder die weiterwollten. Wir beliefern die Hilfsorganisation mit allem, was die benötigen: Powerbanks, Schuhe, Rettungsdecken etc. Wir haben eine genaue Liste und hoffen, die örtlichen Strukturen zu unterstützen.

Bei so einer Aktion waren Sie ja auch dabei. Wie reagieren die Menschen, wenn man denen dann zum Beispiel Schuhe in die Hand drückt?

Die sind ausgesprochen dankbar. Auch als Nicht-Psychologe würde ich sagen, sie sind schwer traumatisiert von den Erfahrungen, die sie gemacht haben. Ein Mann weinte fürchterlin und sagte: Du, ich mach das doch nur für meine Kinder. Der kam aus Syrien und beschrieb mir dann auch den Bombenterror, den er dort erlebt hat. Und dass er eben jetzt für seine Kinder ein besseres Leben will. Ich finde, das ist ein ganz plausibler Grund.

Wie verhält sich die Polizei?

Ich würde sagen: ambivalent. Also es gibt natürlich diese Straßensperren mit vermummten Polizisten. Das kennen wir aus Deutschland nicht. Auf der anderen Seite wird uns berichtet, dass die Grenzpolizei in dem Gebiet der größte Arbeitgeber ist. Das heißt, es sind viele lokale Menschen mit dabei. Und die haben auch zum Teil Hemmungen, dann Kinder wieder zurück über die Grenze zu werfen. Das passiert ja mit großer Gewalt. Vor zwei Wochen ist eine schwangere Frau über den Grenzzaun geworfen worden, aus dem Kongo. Die hat dann ihr Kind verloren. Es sind nicht alle so, die diese Gewalttaten vollstrecken – viele Polizisten haben auch Hemmungen.

Jetzt werden die Temperaturen ja noch weiter sinken. Der Winter kommt. Was heißt das für die Menschen in den Wäldern?

Um es mal mit dem Zitat einer polnischen Aktivistin zu sagen: Uns graut es vor dem Winter. Allein der Regen ist schon grauenhaft. Wir versuchen, die Menschen dort mit synthetischen Socken zu versorgen, was nicht eigentlich nicht die erste Wahl ist. Baumwolle nehmen wir nicht, weil es einfach nicht trocknet. Wenn jetzt noch Schnee dazukommt, wird es ganz fürchterlich. Dann droht eine humanitäre Katastrophe nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Und was erwarten Sie da von der deutschen Politik?

Wir haben drei Forderungen: Die erste Forderung wäre ein humanitärer Korridor. Herr Schäuble hat das gestern angedeutet, dass die paar Tausend Menschen noch aufgenommen werden können. So hoffen wir, dass auch Herr Scholz und Herr Maas in diese Richtung einschlagen. Punkt zwei wäre, dass die großen Hilfsorganisationen endlich aktiv werden. Ich frage mich die ganze Zeit wo ist denn das UNHCR? Und Punkt drei wäre eben, dass Rechtsstaatlichkeit wieder einzieht, dass die völkerrechtlichen Abmachungen und Verpflichtungen dort von der polnischen Regierung eingehalten werden. Das ist alles illegal, was da gerade passiert.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Dörthe Nath, Inforadio.

Sendung: Inforadio, 18.11.2021, 07:05 Uhr

48 Kommentare

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  1. 48.

    Ich hatte vor einer Woche geschrieben "Wer die polnische Armee und ihre Tradition kennt weiß, dass die Grenze sicher ist. Auf der Westerplatte (Gedenkstätte) haben polnische Soldaten den Fachisten noch die Stirn geboten, als die schon fast in Russland waren."
    Ich lebe und arbeite viele Jahre in Deutschland und habe viele Freunde. Alle haben gesagt, dass sie stolz auf Polen sind. Auch ich bin stolz Pole zu sein und deutsche Freunde zu haben.


  2. 47.

    Der von Lukaschenko angestrebte Krieg gegen die EU /Deutschland, als Vergeltung für Sanktionen, geht weiter. Er versucht jetzt die Vormachtstellung aufgrund der Öldurchleitung auszunutzen.
    Quelle "Welt online"
    "Nach dem Schleusen von Migranten startet Lukaschenko den nächsten Angriff: Er drosselt Öllieferungen nach Polen – und damit auch nach Deutschland. Was ihm in die Hände spielt: Ausgerechnet der neue Anlauf der Ampel-Koalitionäre in Berlin, die Pipeline Nord Stream 2 zu stoppen."
    Abwarten was Putin macht und ob die neue Koalition das Problem und die Bedeutung von Nord Stream 2 erkennt.

  3. 46.

    Wenn das so klar und eindeutig ist, wieso dementiert Horst Seehofer in Warschau und nicht Merkels Regierungssprecher Seibert in Berlin? Polen wurde übrigens von Merkel nicht über die Telefonate von Merkel mit Lukaschenko substantiell informiert, beschweren sich die Polen. Obwohl es schließlich um die polnische Grenze ging. Seibert sagt nicht das was Seehofer sagt, sondern bringt UNHCR, IOM und Europäische Kommission ins Spiel. die verantwortlich wären, mit denen man zusammenarbeiten wolle. Mit diesen Gremien hatte Merkel ohne Parlamentsinformation übrigens auch die "Resetelment-Programme" verhandelt. Zur Gesichtswahrung wird ein kleiner Teil in der Tat weitergeleitet. Dass die Weitergeleiteten dann schlussendlich im Rahmen der Sekundärmigration doch in Deutschland landen, darf man annehmen.

  4. 45.

    Ich bin total ergriffen von der Geschichte.

    Nun, wer Schleppern sein ganzes Erspartes in den Rachen wirft und sonstigen Rattenfängern hinterher läuft, muss das Europa nicht ausbaden.
    Die Europäische Union tut gut daran, Polen im Kampf gegen die illegale Einwanderung von Asylanten zu unterstützen und keine neuen türkische Verhältnisse zu schaffen.
    Wie sagte die Ex-Kanzlerin? "Es wird kein neues 2015 geben" - gut, was Plitiker versprechen , Baden wir Bürger aus.

  5. 44.

    Ich bin überrascht (und erfreut) über die klaren Worte zu den „verbotenen“ Rückschiebungen („Pushbacks“) von illegalen Eindringlingen. Sie werden nicht geleugnet, sondern begründet.
    Und tatsächlich kann ihr Verbot auch nur legitim sein gegenüber tatsächlichen Flüchtlingen, Menschen, derem Leben bedroht und die existenziell verfolgt sind.
    Sobald es sich mehrheitlich um Invasoren, Aggressoren und Sozialwanderer handelt, ist dieses Verbot nicht mehr zu halten – es sei denn, man will untergehen.
    Leider trifft das manchmal auch Leute, die es nicht verdient haben, aber die müssen dann andere Wege suchen – keine gewaltsame Grenzverletzung.
    Es war ja mal erdacht worden, um solche Vorkommnisse wie an der Schweizer Grenze, wo Juden aus Deutschland in die sichere Vernichtung zurückgewiesen wurden, zu verhindern.
    Heute handelt es sich um ganz anderes, und das Recht muß daher angepaßt werden.
    Sowas kann aber nur ein Staat tun, der souverän ist und überleben will.

  6. 43.

    Die Situation an der polnischen Grenze ist nicht einfach . Es stehen dort nicht nur Flüchtlinge und Migranten sondern auch Muslime .

  7. 42.

    Das ist ein ernstes Thema. Auf den Seiten dess Vereins findet man den Hinweis, dass der Vorsitzende, dass ist der mit der Vollstelle, von der "Seebrücke" kommt.
    Ein "Flüchtlingsaktivist" wechselt sein Tätigkeitsfeld und verschafft sich dort ein wirtschaftliches Standbein. Seine Lebensgefährtin hat eine halbe Stelle, ebenfalls in diesem "Verein".
    Der Verein hat sich ausschließlich auf die internationale "Betreuung" und, nach Auffassung der italienischen Justiz im Zusammenhang mit der vergleichbaren Seebrücke, auch Schleusung von Migranten spezialisiert. Eine Absichtserklärung im Zusammenhang mit Lieferungen lag vor. Getarnt als NGO mit "humanitärer Zielstellung" ist er vermutlich noch nicht im Focus der deutschen Justiz, wobei die Betonung auf noch nicht liegt.
    15:58/17:55

  8. 41.

    WELT berichtet, dass die britische Regierung "weitere Soldaten nach Polen zur Unterstützung" schicken will, ebenso der Baltenstaat Estland, der 100 Soldaten entsenden will, wie beide Länder mitteilten.

  9. 40.

    "Tausende Menschen sitzen im polnisch-belarussischen Grenzgebiet fest " Zunächst gibt es kein "polnisch-belarussisches Grenzgebiet". Die Migranten haben sich zunächst auf belarussischer Seite aus freien Stücken selbst "festgesetzt", um auf eine güstige Gelegenheit des illegalen Grenzdurchbruchs zu warten. Sie werden laut belarussischer Seite auch dort nicht festgehalten, sondern sind dort witterungsbedingt jüngst dort in eine große Halle umtransportiert worden. Von dort können sie problemlos die Rückreise antreten, wie dies ja auch schon etliche hundert Migranten getan haben.

  10. 39.

    "Das ist alles illegal, was da gerade passiert." Meines Erachtens ist da nichts illegal, gemeint sind wohl die Sicherheitsmaßnahmen der polnischen Regierung, einen gewaltsamen massenhaften Sturm von Migranten auf die polnische EU Aussengrenze abzuwehren. Hierzu gibt es in der Sache eine Entscheidung von einem europäischen Obergericht, welches Spanien das Recht gibt, gewaltsam eingedrungene Migranten auf ihren nordafrikanischen Aussenposten direkt wieder nach Marokko zurück zu schicken. Desweiteren ist nur das Parlament in Polen für die Sicherung der polnischen Grenze zuständig, und dies hat ausdrücklich den Rechtsrahmen in der Forme einer Geesetzesänderung für die aktuellen Maßnahmen geschaffen.

  11. 38.

    Das ist ein ernstes Thema. Auf den Seiten dieses Vereins habe ich den Hinweis gefunden, dass der Vorsitzende, dass ist der mit der Vollstelle, von der "Seebrücke" kommt.
    Ein "Flüchtlingsaktivist" wechselt sein Tätigkeitsfeld und verschafft sich dort ein wirtschaftliches Standbein. Seine Lebensgefährtin hat eine halbe Stelle, ebenfalls in diesem "Verein".
    Der Verein hat sich ausschließlich auf die internationale "Betreuung" und, nach Auffassung der italienischen Justiz im Zusammenhang mit der vergleichbaren Seebrücke, auch Schleusung von Migranten spezialisiert. Getarnt als NGO mit "humanitärer Zielstellung" ist er vermutlich noch nicht im Focus der deutschen Justiz, wobei die Betonung auf noch liegt.

  12. 37.

    Wem glauben sie? Der Pressesprecherin eines Diktators, der international nicht anerkannt wurde oder der Aussage eines legetimierten Regierungsmitgliedes, der im Auftrag der Kanzlerin und nach nochmaliger Rücksprache mit ihr, die Entscheidung der Bundesregierung bekannt gegeben hat?

    Geht das jetzt schon wieder weiter, nachdem man erst kürzlich demokratische Regierungen (Polen/Schweiz) und ranghohe Bundesbedienstete als rechtsextrem bezeichnet hat?

  13. 36.

    Unsinn. Die Pressekonferenz ist noch in der Mediathek. Seehofer hat wörtlich gesagt, dass er nochmal Rücksprache mit Merkel genommen hat. Wieso sprechen sie ihm die Kompetenz ab, im Autrag der Kanzlerin die Entsceidung der Bundesregierung bekannt zu geben? es gibt weder einen Korridor noch Busse. Das sind Fakenews.

  14. 35.

    "Es gibt seitens der Bundesregierung die klare Aussage, dass man keine Geflüchteten aufnehmen wird ". So klar wohl wieder nicht. Die Aussagen von Lukaschenkos Pressesprecherin „Die Europäische Union schafft einen humanitären Korridor für die 2000 Flüchtlinge, die sich im Lager befinden“ wurde von Merkels Sprecher Seibert nicht dementiert. Sein Verweis auf "Unterstützung von UNHCR und IOM und in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission" ist kein Dementi der Minsker Angaben. Seehofer ist als Innenminister für die Beziehungen zum Ausland nicht zuständig, vom zuständigen Aussenminister war nichts zu hören.

  15. 34.

    " Man hat in Warschau vielmehr Unterstützung und Solidarität zugesagt". Nicht Merkel dementiert die Meldungen über einen Flüchtlingsdeal mit Lukaschenko, sondern Innenminister Seehofer. Die Bundesregierung hielt es auch nicht für nötig, über dieses Telefonat konkret zu informieren. In dieser Hinsicht zeigte sich Lukaschenko „transparenter“, denn er informierte nicht nur darüber, dass das Telefonat stattgefunden hatte, sondern ließ seine Version der Ergebnisse durch seine Pressesprecherin bekannt geben: „Die Europäische Union schafft einen humanitären Korridor für die 2000 Flüchtlinge, die sich im Lager befinden.“ Unter Europäische Union ist in diesem Fall wohl allein Deutschland zu verstehen. Ihre hoffnungsvollen Worte in Gottes Ohr.

  16. 33.

    Erste Patienten aus Bayern wurden nach Italien verlegt, für mich das gravierende Thema.

  17. 32.

    "Ein mieser Drecksplanet ist das. Ich habe überhaupt kein Mitleid" - Prostetnik Vogon Jeltz, verantwortlich für die Sprengung der Erde bei Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis". So ähnlich fühle ich es auch, wenn ich die mitleidslosen Kommentare mancher Mitbürger lese. What goes around comes around.

  18. 31.

    Ich hatte mich letztmalig hier am 16.11. zum Thema geäußert (#12 https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/11/bundespolizeipraesident-romann-fluechtlinge-irak-belarus.html) und stelle fest, dass es offensichtlich immer noch grundsätzliche Unklarheiten zur Problematik gibt und Vorwürfe zu Publikationen.
    Es gibt seitens der Bundesregierung die klare Aussage, dass man keine Geflüchteten aufnehmen wird und dass Nachrichten, wonach Deutschland Busse nach Belarus schickt um 2000 Menschen abzuholen, Falschnachrichten sind. Man hat in Warschau vielmehr Unterstützung und Solidarität zugesagt.

    Was ich hier in der Berichterstattung vermisse, ist eine Erläuterung der Hintergründe. In anderen Medien steht das im Mittelpunkt. Ich hatte letztens auf gemeinsame Militärmanöver Russlands mit Belarus verwiesen. Russland versucht/e offenbar einen Grenzkonflikt durch Belarus mit der EU zu provozieren. Ob die Gefahr gebannt ist wissen wir noch nicht.
    Zeitstempel 19.11.2021, 12:20

  19. 30.

    Wann verschwindet Merkel endlich aus der Politik, ehe sie noch mehr Schaden anrichtet?

  20. 29.

    Der polnische Premier Morawiecki ieß keinen Zweifel daran, dass er die „Flüchtlingspolitik“ von Merkel für gescheitert hält. Merkel habe auf diesem Politikfeld „absolut versagt“: „Ich denke, dass die Politik von vor fünf bis sechs Jahren keine angemessene Politik war. Sie hat die Souveränität vieler europäischer Staaten gefährdet und schuf einen künstlichen Multikulturalismus. Das war eine gefährliche Politik für Europa und für die Welt.“
    Merkel solle sich schnellstmöglichst aus der Politik zurückziehen.
    Der Premier; "Wenn wir unsere Grenzen in Europa nicht entschieden schützen und verteidigen, werden Hunderte Millionen aus Afrika oder dem Mittleren Osten versuchen, nach Europa und insbesondere nach Deutschland zu kommen. Ich glaube, dass die Menschen in Deutschland darüber nicht glücklich wären, weil sie ihren Lebens-Standard halten wollen. Sie wollen ihre Kultur behalten.“ Man müsse folglich „alles tun, um unsere Grenzen am Mittelmeer und im Osten zu schützen vor Zuwanderung“.

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