Landesparteitag - Kubitzki zieht Kandidatur für AfD-Landesvorsitz zurück

Di 09.11.21 | 16:46 Uhr
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Steffen Kubitzki (r, AfD) spricht während der 19. Sitzung des Brandenburger Landtages (Bild: dpa/Soeren Stache)
Audio: Antenne Brandenburg | 09.11.2021 | O-Ton von Steffen Kubitzki | Bild: dpa/Soeren Stache

Der AfD-Landtagsabgeordnete Steffen Kubitzki hat seine Kandidatur für den Landesvorsitz der Brandenburger AfD zurückgezogen. Nach intensiven Gesprächen mit dem AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer habe er sich entschlossen, dessen Kandidatur zu unterstützen, teilte Kubitzki am Dienstag auf Anfrage mit. "Ich habe immer schon gesagt, sollte jemand Besseres ausm Gebüsch springen, dann ziehe ich zurück", sagte Kubitzki. Nun sei das Springer, der kein "Flügel"-Mann sei und im Bundestag eine "super Arbeit" mache, so Kubitzki, der zum gemäßigten Lager der Brandenburger AfD gezählt wird.

"Es wird höchste Zeit, mit einer stringenten strategischen Arbeit unsere Wachstumsziele zu verwirklichen und die Gründe für den jüngsten Vertrauensverlust beim Wähler endlich abzustellen", sagte Kubitzki mit Blick auf die Verluste der AfD in Brandenburg bei der Bundestagswahl gegenüber der Wahl 2017. Er wolle sich beim anstehenden Landesparteitag am 20. und 21. November um das Amt des stellvertretenden Landesvorsitzenden bewerben.

Springer und Bessin kandidieren um Landesvorsitz

René Springer hatte am vergangenen Mittwoch seine Kandidatur für den Landesvorsitz erklärt. Der 42-Jährige war Büroleiter des Ehrenvorsitzenden der Brandenburger AfD, Alexander Gauland, und ist Sprecher für Arbeit und Soziales der AfD-Bundestagsfraktion.

Ebenfalls am vergangenen Mittwoch hatte auch die Landtagsabgeordnete und Vizechefin der Landespartei Birgit Bessin ihre Bewerbung für den Landesvorsitz bekannt gegeben. Sie galt als Vertraute des Ex-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz, dessen Parteimitgliedschaft im vergangenen Jahr erst vom AfD-Bundesvorstand und dann vom AfD-Bundesschiedsgericht aufgehoben worden war, weil er eine Mitgliedschaft in einer rechtsextremen Organisation verschwiegen haben soll. Bessin gehörte zu den ersten Unterzeichnern der "Erfurter Resolution" des inzwischen aufgelösten rechtsnationalen "Flügels" der Partei rund um den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke.

Sendung: Brandenburg aktuell, 09.11.2021, 19:30 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Die Mitgliedschaft ist zweifellos bewiesen, auch wenn hier Sympathisanten das Gegenteil behaupten. Oder dachten sie man kann an einem HJ Zeltlager einer rechtsextremistischen Vereinigung, die sich als Nachfolger der "Wiking-Jugend" sah, einen Schnupperkurs belegen?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Kalbitz#Heimattreue_Jugend_/_Heimattreue_Deutsche_Jugend

  2. 3.

    "weil er eine Mitgliedschaft in einer rechtsextremen Organisation verschwiegen haben soll. " Vielleicht sollte RBB mal recherchieren, ob so eine Mitgliedschaft jemals existiert hat. Denn gerichtsgeklärt ist da nichts.

  3. 1.

    "Nach intensiven Gesprächen mit dem AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer habe er sich entschlossen, "

    Aka klassische Hinterzimmergespräche....

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