Land soll übernehmen - Rot-Grün-Rot will Bund von Verkauf der S-Bahn an Berlin überzeugen

Sa 20.11.21 | 16:29 Uhr
  59
Archivbild: S-Bahnhof Berlin Hackescher Markt, S-Bahn Zug der Berliner S-Bahn, S7, Richtung Ahrensfelde. (Quelle: imago images/R. Wölk)
Audio: Inforadio | 20.11.2021 | T. Gabriel | Bild: imago images/R. Wölk

Das S-Bahn-Netz gehört dem Bund, die designierte Berliner Landesregierung aus SPD, Grünen und Linken will das ändern: Um "stressige" Ausschreibungen zu verhindern, soll das Land Berlin die S-Bahn übernehmen.

Die voraussichtlich künftige rot-grün-rote Koalition in Berlin will beim Bund dafür werben, dem Land die S-Bahn zu verkaufen. Der Linken-Verhandler Klaus Lederer sagte am Samstag, darauf hätten sich SPD, Grüne und Linke bei ihren Koalitionsgesprächen verständigt. Dies wolle man tun, um auf Ausschreibungsprozesse zu verzichten, die "viel Stress und Ärger" machten.

Während die Berliner SPD-Chefin Franziska Giffey auf Lederers Äußerungen spontan verhalten reagierte und erklärte, dass man darüber noch sprechen werde, bestätigten SPD-Quellen dem rbb, dass es tatsächlich eine solche Verständigung gab. Allerdings bedeute dies nicht, die derzeit laufenden Ausschreibungsverfahren abzubrechen, hieß es von SPD-Seite.

Plan in jedem Fall: landeseigenes Eisenbahnunternehmen

Von den Linken war dagegen zu hören, auch ein Abbruch der aktuellen Vergabeverfahren bleibe eine Option. Das wäre dann der Fall, wenn sich Berlin und der Bund bereits in den nächsten Monaten auf eine Kommunalisierung der S-Bahn einigen könnten. In Fachkreisen wird dies allerdings als wenig wahrscheinlich angesehen, da die Bahn bislang einen Verkauf ihres Tochterunternehmens immer abgelehnt hatte. Ob sich diese Haltung unter einer neuen Bundesregierung ändert, gilt derzeit als offen.

Nach rbb-Informationen einigten sich SPD, Grüne und Linke am Samstag außerdem darauf, einen Plan festzulegen, um in jedem Falle ein landeseigenes Eisenbahnunternehmen zu gründen. Dieses könnte sich gegebenenfalls an künftigen Vergaben beteiligen. Außerdem wolle man beim Bund dafür werben, das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen zu ändern, so dass bei besonderen Netzen wie dem der S-Bahn in Berlin auch Direktvergaben ohne Ausschreibung möglich wären.

Sendung: Inforadio, 20.22.2021, 16:30 Uhr

59 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 59.

    Cool. Würde die Bundespolizei entlasten.

  2. 57.

    Auch nicht schlecht, diesmal mit dem Pseudo Verkehrsfreund unterwegs :)

  3. 56.

    Hindert sie wer hierzubleiben? Auf Nimmerwiedersehen! Ich bin das Berlin-Bashing soo leid und erst recht die dahinter stehen.

  4. 55.

    Na, die mit Wechselstrom betriebenen Strecken um Potsdam sind ja bereits vorhanden und werden für die Regionalbahn genutzt.

  5. 53.

    Die S7 fährt von Ahrensfelde über Berlin Hbf. bis Potsdam Hbf. Und das alles mit Gleichstrom? Auch in Brandenburg?

  6. 52.

    Das ist eine sehr gute Idee! Berlin schafft auch S-Bahn! :D

  7. 51.

    Weiter zu Kommentar " Björn" Brandenburg ist nicht besonders interessiert an S - Bahnen, da sie nicht soweit in das Flächenland hineingehen können. Das Bundesland möchte gern und verständlicherweise mehr Regiozüge Richtung Berlin. Also wenn die S - Bahn Berlin gehören würde müsste Brandenburg ihre Fahrten in Berlin bestellen und weiter ändert sich nichts.

  8. 50.

    Entschuldigen Sie, Björn. Das ist Nonsens. Schon heute wird der Betrieb mit Brandenburg abgesprochen und die S - Bahn und die BVG sowie DB Regio sind auch heute schon im VBB vereint. Brandenburg bestimmt ( bestellt ) wieviel S - Bahnzüge mit wieviel Wagen in ihr Bundesland fahren sollen und bezahlen dafür. Raten Sie doch mal warum die Züge der S8 nur mit 4 Wagen unterwegs sind! Weil Brandenburg auf ihrer Strecke von Schönfließ bis Birkenwerder nur sogenannte Halbzüge ( 4 Wagen ) bestellt.

  9. 49.

    Das könnte ja dann Brandenburg oder die DB mit dem Teil S-Bahn ändern, der nicht auf dem Hoheitsgebiet von Berlin liegt. Dann kann der Senat sein S-Bahn-Netz in Berlin betreiben und Brandenburg baut mit der Bahn sein eigenes S-Bahn-Netz um Potsdam und Richtung BER bzw. vielleicht sogar bis FüWa (war schon mal angedacht) aus mit der üblicheren Wechselstrombetriebsart (16 2/3 Hz?). Alternatiiv: Das S-Bahn-Netz wird mit der BVG unter die gemeinsame Verwaltung mit Brandenburg im VBB gestellt und Brandenburg erhält Anteile und natürlich Mitspracherechte. Ist natürlich überzogen, aber der Senat verkennt, daß das mit Brandenburg abzustimmen ist, wenn es nicht nur die Strecken auf Berliner Gebiet betreffen soll.

  10. 48.

    RGR ja nicht, sondern möchte über den Verkauf verhandeln. Und eine Umstellung auf Oberleitung ist nicht ohne weiteres möglich, da z.B. das Profil des Nord-Süd-Tunnels hierfür nicht ausreicht. Der letzte Satz Ihres Beitrages entlarvt Ihre ideologische Grundeinstellung.
    Unabhängig davon kann ich mir allerdings nicht vorstellen, wie Berlin die S-Bahn bezahlen will.

  11. 47.

    Es ist durchaus sinnvoll, Regionalbahnlinien ins Zentrum durchzubinden. Erst so entsteht ein schnelles und komfortables Angebot, das möglichst viele Personen zum Wechsel von PKW auf Bahn motiviert. Umsteigen am Stadtrand in die langsame S-Bahn ist zeitraubend und unattraktiv, viele werden dann lieber den PKW nutzen.

  12. 46.

    Die Berliner S-Bahn ist wegen des Gleichstrombetriebes ein Sonderfall. Daher ist die Übernahme durch das Land durchaus sinnvoll.

  13. 45.

    Sie glauben ernsthaft, der Berliner Senat möchte den Bund enteignen? In der Meldung ist von Kauf die Rede. Eine derartige Diskreditierung von RGR ist inhaltlich falsch und völlig unangemessen.

  14. 44.

    Soll es doch so bleiben wie es ist. Dieses hin
    Und her mit den ausschreibungen das, kommt
    Uns auf Dauer auch zu teuer. Die S Bahn ist ein
    Berliner unternehmen, und sollte es auch bleiben. Das ewige rumgebastele mit der privatesierung bringt auf dauer keine punkte.
    Man sieht es ja aus den 90er jahren, wie die
    Staats eigenden Wohnheuser an spekulanten
    , verschleudert" wurden. Mfg. Bernd.H

  15. 43.

    Die BVG kauft Loks? Für welche Züge denn? Ich glaube, Sie verwechseln da etwas.

    Und ja, es gibt bei der BVG Probleme mit dem Fahrzeugbestand. Diese sind jedoch in erster Linie auf einen jahrelangen Sparkurs zurückzuführen. Da wurde (und wird vielleicht immer noch) die Bestellung neuer Fahrzeuge lieber aufs nächste Jahr verschoben, um die Bilanz des laufenden Jahres hübsch zu halten. Dabei kommt dann raus, dass trotz allem Gerede von einem Angebotsausbau heute auf einigen U-Bahnlinien (v.a. U9 und U2) weniger Züge unterwegs sind als noch vor sieben Jahren.

    Ist aber eben eher eine Frage des Geldes, das halt auch irgendwoher kommen muss. Ich sag nur 10 Euro pro Jahr für einen Anwohnerparkausweis...

  16. 42.

    Nein, denn die Berliner S-Bahn hat im Gegensatz zu S-Bahnen in anderen Städten durchgehend eigene Gleise. Nirgends verkehrt sie auf Gleisen, die auch von Regional- und Fernverkehrszügen genutzt werden.

    Wenn Sie Ihr Argument zu Ende denken würden, müssten Sie auch fordern, dass die DB alle Berliner U-Bahn- und Straßenbahngleise unterhält.

  17. 41.

    Wenn man diese Strategie konsequent auf ganz D weiterdenkt, würde das Bahnnetz wieder in einzelne Ländernetze zerfallen. Damit wären wir auf dem Stand vor der Gründung der Reichsbahn angekommen. Ist das wirklich sinnvoll?

  18. 40.

    Man hat den Eindruck, dass Berlin im Geld schwimmt. Immobilien teuer zurückkaufen, teure Vorkaufsrechte wahrnehmen und jetzt auch noch die S-Bahn kaufen wollen? Wo soll das Geld eigentlich herkommen???

  19. 39.

    #rbb24: Warum ist eine Ausschreibungs-Mühe ein Grund zu kaufen? Da geht noch mehr...weil das Folgen hat, die hier rein gehören...

  20. 38.

    Bitte bitte lasst es sein, ihr könnt es einfach nicht!
    Wenn es genauso schlecht geführt wird wie alle anderen Verwaltungen des Berliner Senats dann ist das Chaos vorprogrammiert und die Leidtragenden sind die Fahrgäste.

  21. 37.

    Staat bleibt Staat, aber die Berliner Landesregierung und der Bund sind ja zwei verschiedene Systeme. Es macht schon oft Sinn, dass man Entscheidungen, die die Lokalpolitik betreffen nicht in die Zuständigkeit des Bundes gibt (der ja in diesem Fall formal auch nochmal getrennt ist von Bahn, es ist ja nicht so dass die Regierung der Bahn ins Tagesgeschäft redet, oder etwa das Parlament entscheidet!)

  22. 36.

    Berlin bekommt so schon nicht auf die Reihe. Was will man denn da mit der S-Bahn. Die BVG versinkt im Chaos. Bahnhöfe werden völlig verplant Saniert. Siehe Yorckstraße. Die BVG Verantwortlichen sind vollkommen überfordert. Wenn die Öffentlichkeit wüsste was da alles im Hintergrund schief läuft. Fehlkäufe von Loks. Versagen beim Immobilien Management u.s.w.

  23. 35.

    So das mit der S-Bahn jetzt noch chaotischer werden?

  24. 34.

    Lesen und verstehen: Es geht um den Kauf der S-Bahn Berlin GmbH, von DB Netz ist nirgends die Rede.

    Tatsächlich hätte der RBB genauer darlegen können, was die Idee hinter der Kaufabsicht ist. Es geht nicht in erster Linie darum, sich die Ausschreibungen zu sparen, die nach einer Kommunalisierung der S-Bahn nicht mehr nötig wären. Vielmehr soll die Zerschlagung der S-Bahn verhindert werden, die droht, wenn die verschiedenen Strecken im Netz (im Rahmen von Ausschreibungen) auf unterschiedliche Betreiberfirmen aufgeteilt werden.

  25. 33.

    Ich halte das Proj. rechtlich für sehr problematisch und auch in finanzieller Hinsicht eigentlich aussichtslos. Ich meine, Berlin hat ja auch Anteile am Flughafen BER. Und das ist ja eine Baustelle im wahrsten Sinne des Wortes. Leider ließen sich die Beteiligten wie eine Weihnachts-gans ausnehmen und so manche "Fachfirma" kassierte ungeniert Gelder für bestimmt fachgerecht ausgeführte Baupositionen. -- Daher: Da der Plan ganz schön ins Auge gehen kann, bitte erst mal auf das Machbare konzentrieren. Berlin ist ein zentraler Knotenpunkt des Schienen-verkehrs dieses Landes D, also möchte doch der Bund für sein Eigentum doch auch etwas beitragen, oder? --Ich denke, dass das genauso schnell geschossen ist, wie das "Enteignungsprojekt Wohnungen". Gut gemeint, bestimmt, aber der völlig falsche Weg. Nur sind wir Diskutanten alles kleine Lichter. Der Senat muss die "Beraterschaft" durchsieben, den Richtigen finden und seine "Mäuse" echt mal "zusammenhalten".

  26. 32.

    Die DB schafft zu viele Regionalgleise, die S-Bahn steht daher oft wegen Umbauten. Das muss sich ändern. Die Pendler brauchen nicht durch Berlin fahren. Die Können z.B. in Spandau in die S-Bahn steigen, anstatt zum Zoo durchgeleitet zu werden... Erst sollten Berliner mit ausreichend Gleise versorgt werden, und dann die Gäste. Aber selbst mit einem Kauf der S-Bahn hat Berlin den Nachteil, denn die Anlagen samt Wartung sind mit von der Partie.
    Genauso die Stromnetz-Übernahme werden die Berlin-Strom-Kunden (Transmission Stromnetz Berlin) noch merken. Das Preislocken hat bald ein Ende, und dann werden rote Zahlen geschrieben. Ebenso wird es nach einer S-Bahn nur rote Zahlen geben. Das Resultat wird eine weitere strauchelnde Bittsteller-BVG sein.
    PS: ABER - Hauptsache der Senat bezahl mir mein Gehalt pünktlich, und das tat er bis jetzt, der Rest ist mir sch*egal.

  27. 31.

    Ganz einfach, enteignen so wie die Wohnungsbaugesellschaften und die Mauer wieder hochziehen. Nur diesmal rechtzeitig bekanntgegeben damit man verschwinden kann. Raus aus dieser Pleite Stadt.

  28. 30.

    Die DB Netz ist genau wie die S-Bahn Berlin GmbH eine 100% Tochter der Deutsche Bahn Aktiengesellschaft. Die Aktien hält zu 100% der Bund.
    Richtig ist, dass die S-Bahn wie jeder andere Nutzer auch, für die Benutzung des Netzes bezahlen muss.
    Sollte die DB AG / S-Bahn Berlin GmbH getrieben durch den Aktienmehrheitsinhaber... dem Bund (jetzt Ampel) nun gezwungen werden das Netz zu verkaufen, dann wird es verkauft. Allerdings muss dies durch eine Ausschreibung passieren. All das ändert nichts an der Tatsache, dass jedes zugelassene Eisenbahnverkehrsunternehmen (ca. 600) zu den selben Bedingungen wie jedes andere, dieses Netz "mieten" kann. Wie ein Vorredner bereits schrieb unterliegt das strengen Regeln der Bundesnetzagentur. Was der Senat da wieder ausheckt weil die Ausschreibung nicht nach seinem Willen verläuft ist abenteuerlich. Die S-Bahn ist da, erfüllt alle Bedingungen.. mal sehen ob der Senat das auch schafft.

  29. 29.

    Die Dummheit der Politik lässt mal wieder Grüßen.......

  30. 28.

    Was will Berlin da nun kaufen? Das Verkehrsunternehmen S-Bahn Berlin GmbH, die zur Deutschen Bahn AG gehört? Oder die Infrastruktur aus Strecken samt Sicherungstechnik, Stromversorgung und Bahnhöfen, die ebenfalls der Deutschen Bahn AG gehören? Oder beides?
    Und was soll das bringen? Die Deutsche Bahn AG ist ein Staatsbetrieb, der zwar keine Behörde mehr ist, sondern als Aktiengesellschaft organisiert ist - aber nie privatisiert wurde. Staat bleibt Staat. Ein überflüssiger Kuhhandel ist die Idee

  31. 27.

    Ich wollte nur kurz anmerken, dass die Stationen der DB Station und Service gehören.

  32. 26.

    Ick denk ENTEIGNUNG ist hier bei RRG GANZ GROßES THEMA?! Wieso muss man da den Eigentümer, und sei es der Bund, von etwas ÜBERZEUGEN?

  33. 25.

    Ich wollte nur kurz anmerken dass das Schienennetz und die Bahnhöfe nicht der S-Bahn, sondern der DB-Netz gehören und die S-Bahn für die Benutzung zahlen muss.
    Das heißt, wenn das Land Berlin die S-Bahn übernimmt, bleibt die Infrastruktur trotzdem bei der Deutschen Bahn und Berlin zahlt.
    Wie dumm muss man sein?

  34. 24.

    Ich glaube der Senat hat wiedereinmal irgendetwas an der Realität nicht verstanden. Das Netz steht unter der Aufsicht der Bundesnetzagentur. Ähnlich wie bei bei der Telekommunikation muss der Besitzer jedem diskriminierungsfrei Zugang gewähren. Auch der Senat. Das ist kein Ding von dein Eigentum, mein Eigentum. Der Senat handelt momentan ja genau danach und begehrt Zugang zu fremdem Eigentum, so als gehöre ihm das Netz, indem er einfach ausschreibt, erwartet aber nach dem Kauf machen zu können was er will.
    Lustig fände ich, denn der Kauf muss ja ebenfalls ausgeschrieben werden, wenn jemand anderes den Laden kauft ;-)
    Ich bin jedesmal aufs neue Erstaunt, was für unglaublich unbedarfte Menschen ein Amt inne haben können/ von den Bürgern gewählt werden.

  35. 23.

    S-Bahn Berlin GmbH
    ein Tochterunternehmen der DB AG

    Was soll Ihr Beitrag mit der Gründung einer GmbH uns vermitteln? Die gibt es schon, siehe oben.

  36. 22.

    Davor steht aber der Erwerb. Sie reden über den Betrieb. Aber wie soll die Finanzierung gestemmt werden? Das ist das Übliche in Berlin. Geld ausgeben für etwas Vorhandenes statt für Neues. Die BVG muss ausgebaut werden. Da ist das Geld besser angelegt. Wie beim Wohnungsmarkt. Bauen ist wichtiger als Bestand zu kaufen. Es ist Größenwahn, alles kaufen zu wollen,

  37. 21.

    Das war nur ein kurzes Intermezzo. Auch als Berlin geteilt war, war für die S-Bahn im Westteil die Deutsche Reichsbahn zuständig. Mein Opa war deshalb mehrmals mit dem Bauzug auch in Westberlin. Da das politisch nicht so gewünscht war, wurden wohl immer mehr Strecken in Wstberlin damals stillgelegt und mehr der Schwerpunkt auf die BVG-U-Bahn und Busse gelegt (die eigentlich vorhandene Straßenbahn in Westberlin wurde ja auch damals zurückgebaut und wird erst jetzt wieder in den Westteil schrittweise verlängert - btw. es gab in Berlin auch schon einmal O-Busse, das wäre auch nicht neu).

  38. 20.

    Nee, nicht "Die" S-Bahn, sondern der Tel in Berlin West. Aus politischen Gründen hat die BVG den Betrieb durchgeführt. Ich glaub das ging gerade mal 8 Jahre.

  39. 19.

    Zeigt nur das die Damen und Herren noch nie einen BVG Streik erleben mussten….. da wir die S-Bahn wenigstens der Retter in der Not.

  40. 18.

    2RG soll sich lieber um andere wixhrigere Sachen kümmern. Und die DB sollte das S Netzt wie im anderem Bundesland auf O Leitungen setzen und ausbauen. Das wesentlich Flexibilität.
    2RG kann nur fordern anstatt selber mal zu arbeiten. Scheiss Sozis (Rote Socken).

  41. 17.

    Na ja, die S-Bahn soll eigentlich nicht "zur Spekulation freigegeben werden" sondern zu einem "Teil der Stadtwerke" werden, wenn ich das richtig verstanden habe. An sich keine schlechte Idee.
    In Brandenburg hat man nach 2000 bei Landesbehörden viele Leistungen dem "outsourcing" geopfert und rudert vereinzelt jetzt wieder zurück.
    Das setzt aber qualifiziertes Personal voraus, dass zumindest in BB jetzt nicht mehr verfügbar ist. Wie Berlin das mit der S-Bahn klären will weiß ich nicht.

  42. 16.

    Als nächstes kommt vielleicht sogar eine landeseigene Anstalt öffentlichen Rechts, die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen betreibt - was für eine Fantasie aus Wolkenkuckucksheim!

    Ach nee, die BVG war ja schon immer ein landeseigenes Unternehmen.
    Und bevor Sie damit ankommen: Ja, auch viele BVG-Linien fahren auf brandenburgischem Territorium, beispielsweise die zahlreichen Buslinien zum BER.

  43. 15.

    Bisher kenne ich keine Privatisierungen, die Vorteile gebracht haben. Siehe privatisierte Krankenhäuser, Wohnungen sind besonders zur Mieterabzocke geworden, Strom ist in Deutschland der teuerste in Europa. Und nun soll die S Bahn zur Spekulation frei gegeben werden.
    Gute Nacht soziale Gesellschaft.

  44. 14.

    Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Unsere Regierung wird von Jahr zu Jahr unfähiger. Wüsste gerne ob die sich noch allein die Schuhe zubinden können. Aber Geld ausgeben,das können sie.

  45. 13.

    Die Märchentruppe aus Berlin schlägt wieder um sich.

  46. 12.

    In den 80er Jahren bis in die 90er hinein hat die S-Bahn schon einmal unter BVG-Regie gestanden und es hat funktioniert, wenn ich mich recht erinnere. Also zumindest organisatorisch wäre das bestimmt machbar.

  47. 11.

    die S-Bahn soll wieder Gmbh werden

  48. 10.

    Wird wahrscheinlich durch den Länderfinanzausgleich finanziert. RRG kennt sich schließlich bestens aus von anderen zu nehmen anstatt mal was zu geben.

    Gut das man so sozial tut.

  49. 9.

    Auf diese Ankündigung, muss ich erstmal einen Joint ziehen, sonst komme ich aus dem Machen nicht heraus.
    Schulen marode, Straßen kaputt, öffentliches wLAN ein Witz, uvm. Da will man die S-Bahn kaufen?
    Und tausende Wohnungen?
    So langsam verstehe ich, warum die Master- und Doktorarbeit kopiert wurde.
    Ich hoffe inständig, dass es zu Neuwahlen in Berlin kommt.

  50. 8.

    "Kann sich der zukünftige Senat bitte mal auf Machbares konzentrieren?"
    Keineswegs. Es hätte sich sehr schnell gezeigt wo die Grenzen eigener Kompetenz liegen und wo die Ohnmacht beginnt. Das kann ein Politiker unmöglich wollen. Es ist bequemer große Pläne zu schmieden derer Realisierung in die nächste Legislaturperiode fällt.

  51. 7.

    Na klar, Berlin druckt Geld und kauft alles. Kann sich der zukünftige Senat bitte mal auf Machbares konzentrieren?

  52. 6.

    Und dann sind alle technischen Probleme der S-Bahn am Tag der Übergabe beseitigt?
    Was sagt man beim VBB und in Potsdam dazu? Diverse Endhaltestellen liegen auf brandenburgischem Boden. Expansion in diese Richtung ist ja geplant bzw. gefordert.
    Vielleicht kann man sich auf ein ähnlich „erfolgreiches“ Konstrukt wie FBB einigen.

  53. 5.

    Das ist nach geplanten Immobilienkäufen jetzt die nächste Hammeraktion.
    Hat Berlin bzw. Frau Giffey im Lotto gewonnen oder eine Erbschaft in Aussicht?
    Bisher wurde immer der Eindruck einer verarmten "Nehmer" Kommune vermittelt.

  54. 4.

    Mal abgesehen von der Sinnhaftigkeit. Wovon will Berlin die gesamte S-Bahn (Streckennetz, Fahrmaterial, Werkstätten, Personal) bezahlen?

  55. 3.

    Die bekommen ja nicht mal ihre Stadt sauber und dann noch S-Bahn spielen wollen; eine Idee vom Stuhlkreis der Blondinen aus dem letzten Urlaub auf dem Ponyhof. Einfach nur gruselig.

  56. 2.

    Ein "landeseigenes Eisenbahnunternehmen"? Was kommt als nächstes?
    Zollgrenzen zu Brandenburg? Abspaltung Berlins von der Bundesrepublik?

    Auf der einen Seite in die Zukunft mit Globalisierung, auf der anderen zurück in die Kleinstaaterei vor 1870!

    In welche Richtung will RGR diese Stadt lenken?

  57. 1.

    Wir kaufen alles, koste was es wolle. Wir wollen aber keine VEB's.
    Denn die BVG rafft es auch nicht dass, die M-Linien Bullshit waren. Durch M-Linien fahren andere Linien rund um die Uhr überhaupt nicht mehr. Will der Senat S-Bahn M-Linien einführen, na dann gute Nacht Berlin.

Nächster Artikel