Märkisch-Oderland - Kreisverband verhindert Kandidatur Buders für CDU-Vorsitz

Di 16.11.21 | 21:07 Uhr
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Sabine Buder wurde bei der Bundestagswahl am 26.09.2021 als Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis 59 in Brandenburg gewählt. (Quelle: Marco Riedel)
Audio: Antenne Brandenburg | 17.11.2021 | Ronald Schleif | Bild: Marco Riedel

Die Brandenburger CDU-Politikerin Sabine Buder ist mit ihrem Versuch gescheitert, sich als Kandidatin für den Bundesvorsitz aufstellen zu lassen.

Der erweiterte Vorstand des CDU-Kreisverbands Märkisch-Oderland lehnte ihren Antrag mit 7 Nein-, 4 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen ab. Das teilte die Kreisvorsitzende Kristy Augustin am Dienstagabend dem rbb mit.

Als einzige Frau gegen Merz, Röttgen und Braun

Buder wäre die bisher einzige Frau gewesen, die für den Vorsitz kandidiert hätte. Die Bewerbungsfrist für den CDU-Vorsitz läuft am Mittwoch ab.

Zuvor galt Buder als Unterstützerin des Kandidaten Friedrich Merz, der gegen den Außenpolitiker Norbert Röttgen und den geschäftsführenden Kanzleramtschef Helge Braun antritt.

Dem "Spiegel" sagte die Tierärztin und vierfache Mutter, sie halte zwar alle drei Kandidaten für geeignet. Dennoch wolle sie auch zeigen, dass es Frauen gebe, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

Bei der Bundestagswahl im September hatte sie eines der besten Ergebnisse der CDU-Direktkandidaten in Brandenburg erzielt. Ein Direktmandat konnte sie aber nicht erringen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 16.11.2021, 19:30 Uhr

31 Kommentare

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  1. 31.

    Ich glaube auch, dass Merz und Maaßen bei der Wahl insgesamt mehr geschadet als genützt hat. Die Union hat noch deutlich mehr Stimmen an SPD und Grüne als an FDP verloren.

    Mit einem Rechtsruck in der Partei dürfte man diese Wähler nicht zurück gewinnen und der Kernwählerschaft der AfD wird die Union eh nie rechts genug sein.

  2. 30.

    Hallo Sven, das müssen Sie mir natürlich nicht erklären.
    Aber Herr Merz und seinTeam lieferten den, tja, wie nun, komisch-furiosen Auftritt, und zeigte damit eine seiner "bemerkenswerten Kompetenzen", wenn Sie und --da war noch jemand im Forum, der mich aufklären wollte, das schon wissen.... Aber stöbern Sie mal im Netz, vielleicht hat ein User das mal reingestellt... Mir schien aber, dass dieser Versprecher, ihn als Person zutreffender nicht hätte charakterisieren können, wenn ich so seine Fernsehauftritte Revue passieren lasse. -- Mir liegt es fern, Rundumschläge zu verteilen. Aber es ging durch die Nachrichten, haben Sie das nicht mitbekommen? Die CDU-Kollegen aus den Landstrichen östlich von Elbe und Werra haben die (schr-ö-ckliche) Wahl, sich entweder verar.... zu fühlen oder gar gebauchpinselt.... Das kann ich und will ich nicht beurteilen.

  3. 29.

    Wo haben Sie das den her Estrel in Ostberlin? Liegt immer noch in Westberlin in Neukölln.iegt vielleicht am Film Sonnenallee der die 5 Prozent der Straße im Osten betrifft.

  4. 28.

    Die alte Leier der Rechtsextremen hier im Forum. Man hofft auf die Rechtsableger in der CDU weil man genau weiß, dass die AfD keine Zustimmung bekommt. Merz und Maaßen fischen am dunkelbraunen Rand und stehen für eine Politik, der die Wähler eine Absage erteilt haben.

    Mit Merz und Maaßen weiß man genau woher die rechtsextreme AfD stammt. Der Rechtsruck der CDU und der wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass Kurs von Laschet ist der CDU auf die Füße gefallen.

    Hätte Laschet diesen Rechtsablegern eine klare Absage erteilt, wäre das Ergebnis nicht so desaströs ausgefallen. Warum wohl hat die FDP so viele Stimmen bekommen? Weil die Partei so innovativ ist? Weil man wirtschaftsliberal und konservativ wählt aber mit diesen Leuten nicht zu tun haben will.

  5. 27.

    Ja, eben, da haben Sie echt `was verpasst.
    Ich dachte, ich hör nicht richtig. Aber Herr Merz "glänzte" halt mit `Fachwissen`. Haben Sie seit gestern kein Radio mehr gehört?

  6. 26.

    Sie haben aber genaue Ortskenntnisse.Ich dachte immer, dass Neukölln im alten Westberlin liegt.

  7. 25.

    Grottenschlechte Entscheidung der MOL-CDU.
    Erinnert mich ein bißchen an die Zeit der 70-er Jahre in der BRD. Damals entschieden die Männer noch, ob ihre Frauen arbeiten gehen durften.

  8. 24.

    Jenseits der Gendern-müssen-Blase umfasst das generische Maskulinum sämtliche biologischen Geschlechter, ohne diese in sich bekämpfende Einzelgruppen zu trennen.
    Davon ab ist die Entscheidung des Kreisverbandes im Grunde nachvollziehbar. Es ist jetzt nicht Zeit für die CDU mit unbekannten Kandidaten irgendwelchen Geschlechts zu experimentieren. Die Partei braucht jetzt erst mal ein bekanntes Gesicht an der Spitze, der sie neu ausrichtet und wieder mit Inhalten füllt, damit CDU-Wähler wieder wissen, was sie wählen. Unter Frau Merkel ist das verloren gegangen und fällt der Partei nun nicht ohne Ansage auf die Füße.

  9. 22.

    Besteht der Kreisverband nur aus Männern? Das habe ich dem Text nicht entnehmen können. Dem Text ist zu entnehmen, dass die Kreisvorsitzende Frau Kristy Augustin ist.

  10. 21.

    Laut Website hat der Kreisvorstand der CDU Märkisch-Oderland 6 Frauen. Die Vorsitzende gehört dazu.

    Auch, wenn die Nominierung nicht erfolgte, so ist das Signal eindeutig. Ich kenne viele patente Frauen in unserer Partei, die können auch "1. Reihe".

  11. 20.

    Die Gründe des Scheiterns sind mir nicht bekannt. Aber, nun wäre es schlüssig, wenn Frau Buder sich für Herrn Merz einsetzt und Herr Merz sich diese aktive junge Frau mit in sein erweitertes Team holt. Jung, Mutter, gebildet und beruflich erfolgreich, engagiert, aus den NBL.....
    So ein Gesicht würde der Bundes-CDU gut stehen!

  12. 19.

    Da denkt man, Herr Merz hätte ausgedient, aber da kommt er wieder, wie der Kai aus der Kiste: Immerhin meldete er sich auf der Pressekonferenz aus dem Hotel Estrel in Ostberlin.
    Na, wenn das kein tougher Neustart für die CDU ist?
    Schade, dass der Kreisverband MOL - etwas hinterwäldlerisch offenbar, einer energischen Frau neuen Schwung in die Partei zu bringen versagt hat.
    Alles Gute für sie, dennoch!

  13. 18.

    Merkwürdig, legt man nicht sonst im Osten so einen großen Wert darauf dass es kein Ost und West mehr gäbe?

  14. 17.

    Vielleicht kann die Frauen-Union das noch korrigieren.

  15. 16.

    Die CDU hat offenbar großes Interesse Frauen in Führungspositionen zu bringen. Wurde ja vor kurzem auch von der Kanzlerin und anderen Führungsgremien verlautbart. Sehr Schade!

  16. 15.

    Diese merkwürdige Satzung einer mittlerweile unfähigen Partei lässt es zu, dass 7 alte weiße Männer die mögliche neue Parteivorsitzende von vorn herein abwürgen dürfen. Das kann doch wohl nicht wahr sein. Intelligenter wäre es, wenn diese Kandidatenaufstellung eine reine Formsache wäre. Oder hat diese Kandidatin so viel Negatives, dass die 7 alten weißen Männer die Partei unbedingt in vorbeugendem Gehorsam vor ihrer Wahl schützen müssen?

  17. 14.

    "Wenn das die satzungsgemäßen Entscheider waren ... " - "Entscheider" - also keine einzige Frau dabei????

  18. 13.

    Genau: Das nach 30 Jahren noch immer bestehende Lohngefälle ist ja auch nur Einbildung, ne? - Gruß Richtung Bonn!
    https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/loehne-ost-west-102.html

  19. 12.

    Muss eine Frau unbedingt besser sein? Ich verstehe nicht, warum die Geschlechterzugehörigkeit überhaupt neuerdings so oft erwähnt wird. Die Qualität der Politik wird doch am Handeln und der fachlichen Kompetenz erkennbar.

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