Stickstoffdioxid-Messung - Berliner Senat zieht positive Bilanz beim Tempo-30-Modellprojekt

Do 30.12.21 | 19:16 Uhr
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Eine Geschwindigkeitsbegrenzung zum Zweck der Luftreinhaltung, aufgenommen in Berlin, 27.10.2020. (Quelle: dpa/Florian Gaertner)
Audio: Inforadio | 30.12.2021 | Tobias Schmutzler | Bild: dpa/Florian Gaertner

Auf fünf Berliner Straßen wurde getestet, welche Auswirkungen Tempo 30 auf die Luftqualität hat. Nun steht das Ergebnis fest. Und der Senat zeigt sich zufrieden: An allen fünf Straßen sei weniger Stickstoffdioxid gemessen worden - bis auf einer.

Die Tempo-30-Anordnung hat auf vier der fünf Teststrecken in Berlin zu einer verbesserten Luftqualität geführt. Das teilte die Senatsverwaltung für Umwelt und Mobilität am Donnerstag mit, basierend auf der finalen Auswertung des Versuchs.

Bis zu 3,8 Mikrogramm pro Kubikmeter weniger Stickstoffdioxid

Untersucht wurde, wie sich die Stickstoffdioxid-Werte in den Jahren 2017 bis 2019 verändert haben - je nachdem, ob eine Höchstgeschwindigkeit von 50 oder 30 km/h auf der jeweiligen Strecke erlaubt war.

Die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h war im Rahmen eines Modellprojekts auf folgenden fünf Strecken angeordnet worden:

  • Leipziger Straße, zwischen Markgrafenstraße und Potsdamer Platz
  • Potsdamer Straße, zwischen Potsdamer Platz und Kleistpark
  • Hauptstraße, zwischen Kleistpark und Innsbrucker Platz
  • Tempelhofer Damm, zwischen Alt-Tempelhof und Ordensmeister Straße
  • Kantstraße, zwischen Amtsgerichtsplatz und Savignyplatz

Laut Verkehrsverwaltung hat die Auswertung ergeben, dass Tempo 30 die Stickstoffdioxid (NO2)-Belastung im Jahr um maximal 3,8 μg/m³ (Mikrogramm pro Kubikmeter) Außenluft verringert habe. Dieser Wert sei bereits um andere mögliche Einflüsse wie die technische Entwicklung der Fahrzeuge oder Wettereffekte bereinigt.

Keine bessere Luft auf der Potsdamer Straße

Nur auf der Potsdamer Straße habe Tempo 30 die Luftqualität nicht maßgeblich verbessert. Als Grund sieht die Senatsverwaltung, dass der Verkehr bereits zuvor schleppend lief und das durchschnittliche Tempo durch die neue Höchstgeschwindigkeit nicht mehr stark reduziert wurde.

Kritik an dem Modellversuch übt die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus. Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, sagte dem rbb, die Auswertung jetzt sei "die typische Hurra-Strategie, Tempo 30 im Nachhinein positiv zu bewerten". Aus Sicht von Friederici sei "der wirkliche Sinn von Tempo 30 nie bewiesen“ worden. Die Anordnung der Höchstgeschwindigkeit auf den fünf Strecken sieht der CDU-Politiker als "Klientelpolitik" der Grünen.

Tempo 30 bleibt bestehen

Die Kosten für das Projekt lagen auf Seiten der Senatsverwaltung für Umwelt und Mobilität bei rund 850.000 Euro. Seitens der BVG fielen jährliche Mehrkosten von rund 620.000 Euro an, um trotz der längeren Fahrzeiten die Bustakte auf den Untersuchungsstrecken einzuhalten.

Auch nach Projektende bleiben die Geschwindigkeitsbegrenzungen an allen fünf Straßenabschnitten ganztägig bestehen. Die Verkehrsverwaltung begründet das mit den Vorhaben, die Luft reinzuhalten und vor Lärm zu schützen. Für die Potsdamer Straße empfiehlt die Verwaltung für die Zukunft noch weitergehende Maßnahmen, ohne jedoch ins Detail zu gehen.

Sendung: Abendschau, 30.12.2021, 19:30

50 Kommentare

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  1. 49.

    Nach meiner Beobachtung haben die meisten Menschen die Grundlage des geforderten Tempos überhaupt nicht verstanden: Tempo 30 ist der Standard, was nicht etwa heißt, dass keine anderen Tempi mehr möglich sein sollten oder könnten, wohl aber mehr oder minder als Abweichung gut begründet werden müssen. Mithin verändert sich die Begründungspflicht. Die ist in der Stadt in der Tat grundlegend anders als über Land.

    Über Land gibt es an sehr wenigen Stellen Ein- und Ausbiegerverkehre, in der Stadt sind sie hingegen die Regel, deshalb auch das Argument der hohen und geringen Geschwindigkeitsdifferenzen. Alles Weitere finden Sie in der Tat in meinen Beiträgen 11 und 27.

  2. 48.

    Hat schon mal einer geprüft in wie weit der Verkehr auf Nebenstraßen ausweicht und wie groß die Verkehrsdichte vor Tempo 30 und nach Tempo 30 in den ausgewiesenen Bereichen war/ist?
    Ich denke in der Auswertung fehlt ein wichtiger Wert der verschwiegen un unterschlagen wird!!!!!

  3. 47.

    Dumm nur, dass sich ein vergleichbares Bild überall in Deutschland zeigt ohne das etwas geändert wurde. Autos wurden und werden immer sauberer. Allein 350.000 neue reine E-Autos nur dieses Jahr bringen zusätzlich was. Das aauf Tempo 30 zu schieben ist naiv oder man will die Leute für d... verkaufen.

  4. 46.

    "Da Tempo 30 dann aber bei vielen Fahrzeugen mit dem zweiten Gang gefahren werden muss (sofern man seinen Motor liebt), ..."

    Das ist technisch gesehen völliger Humbug, wird aber immer wieder gerne als Ausrede benutzt. Es gibt keine technische Notwendigkeit, es sei den sie fahren ein Fahrzeug Bj. 1950 und früher.

  5. 45.

    Sie können Autofanatikern nicht mit Fakten und Physik kommen, das blenden die einfach aus. Deswegen sind eben Verbote notwendig, an die Vernunft wurde lange genug appelliert.

    https://tempo30.vcd.org/argumente.html

  6. 44.

    Das machen Sie mit Ihrem goldenen Fahrradkalb ja nicht anders. Nur mit gegenseitiger Polemik bringt man die Debatte nicht voran, vor allem beim Schüren geliebter Feindbilder.

  7. 43.

    Diese Testergebnisse von der Leipziger Straße sollten zur Zeit des Berufsverkehrs einmal veröffentlich werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass bei 30km/h und Dauerstau auf dieser Straße unter Berücksichtigung des Zeitfaktors das Ergebnis zustande kommen kann. Ein zügiges Durchfahren bei Grüner Welle ergäbe andere Werte.

  8. 42.

    Das Problem sind nicht 30er Zonen, sondern vom Senat systematisch betriebene Verkehrssabotage. Statt 10 Minuten unterwegs, läuft der Motor nun für dieselbe Strecke 30 Minuten im Stop-and-Go. 20 Minuten sinnlos Motor laufen, weil der Senat alles tut, dass man nicht vorwärtskommt, von roter Ampel zu roter Ampel fährt, Fußgängerzonen, Fahrradstraßen, Betonpoller, Findlinge und Sitzecken umfahren muss und dann am Ziel einen von RGR noch nicht zerstörten Parkplätze zu finden.
    Auf dem Weg dort hin drängen sich die Autos auf eine Spur reduzierte Fahrbahnen, weil auf der anderen alle 20 Minuten ein Bus fährt, den Rest der Zeit aber brach liegt. Auch bei Radwegen: für 50 Radfahrer die Stunde, müssen sich 800 Autos auf 1 Spur quetschen, die Grünphasen bleiben aber gleichlang... Stau, Stau, Stau und selbst da grätschen Vorrangschaltungen in den Verkehrsfluss. Die Staus in denen Busse stehen produzieren sie durch ihre Extrawürste selber. Klimafreundlich ist so eine Politik nicht.

  9. 41.

    Tut mir leid, aber Temporeduzierung mit Fahrbahnverengung produziert viele unnötige Staus und Umweltbelastung!
    Wie ist das auf der Autobahn von Richtgeschwindigkeit 130 auf 80 in Baustellen??? Oder zwei Hauptstraßenspuren mit 50 auf 30 und Verengung zu einer Ampelwarteschlange ??? Kriechtempo und Abgase.
    Zu viele Autos gibt es in der Tat:
    Lieferwagen wegen online Bestellungen; Drittwagen und zum Vierten umweltbelastende E-Autos!

  10. 40.

    "Die Luft ist definitiv nicht besser geworden wegen Tempo 30 und hier sollen Fakten geschaffen werden die überhaupt nich wahr sind. Schickt endlich die Grünen zurück in Ihre Dörfer!"

    Wie logisch und faktenbasiert! In anderen Ländern ist Tempo 30 längst Standard und bewährt sich. Nur hier tanzt man weiter um das Goldene Kalb.

  11. 39.

    Ich kann auch mit dem ersten Gang von meinem Fahrzeug durch solche 30-iger Lärmschutzzone fahren. Ich überschreite nicht die Höchstgeschwindigkeit und keiner könnte mir was. Nee mal im Ernst. Einfach in einem höheren Gang
    mit den innerorts erlaubten 50 km/h durch diesen Bereich durch und gut ist.

  12. 38.

    Sie sind ja ein starker Verfechter von Tempo 30. Ist vollkommen in Ordnung. Nur was sollte sich denn tatsächlich ändern, wenn die Grünen wie gefordert Tempo 30 als Standard durchsetzen? Faktisch haben wir diesen Zustand doch schon lange. Lediglich Hauptstraßen sind noch mit Tempo 50 befahrbar, sobald man in Nebenstraßen und Wohngebiete abbiegt, ist das doch ohnehin fast immer eine Tempo-30-Zone. Hauptstraßen auf Tempo 30 zu belassen, wäre abseits von Gefahrenschwerpunkten kaum begründbar, würde Fahrtzeiten unnötig und unsinnig verlängern und damit wirtschaftliche Schäden nach sich ziehen, ohne einen besonderen Nutzen zu haben. Das Tempolimit ist nun mal ein gesellschaftlicher Kompromiss, wo neben Umweltschutz und Sicherheit auch andere Faktoren einfließen müssen und Berlin ist nun mal eine Metropole und kein zu groß geratenes Dorf wie Zürich. Viel schlimmer ist doch, dass man sowohl in Berlin, wie auch in Potsdam faktisch immer mittendurch muss, wenn man ans andere Ende will.

  13. 37.

    Die Beschleunigung können Sie aber vollkommen ausblenden. Ihre "Theorie" wäre nur valide, wenn die Beschleunigung in einem festen Gang erfolgen würde. Tut sie aber nicht, es erfolgen bei Tempo 50 mindestens zwei Gangwechsel, bei Tempo 30 nur einer und auch die Beschleunigungszeit ist viel zu gering bei heutigen Motoren. Egal, auf welche Geschwindigkeit beschleunigt wird, bleibt die Drehzahl des Motors im gleichen Bereich. Da Tempo 30 dann aber bei vielen Fahrzeugen mit dem zweiten Gang gefahren werden muss (sofern man seinen Motor liebt), ist dort die Drehzahl fast immer konstant höher als bei Tempo 50, welches man mindestens im dritten Gang, bei konstanter Fahrt auch locker im vierten fahren kann. Generell führt aber das Ausbremsen des Verkehrs durch rote Wellen und nicht abgestimmte Ampelschaltungen immer zu erhöhten Schadstoffwerten. Das ist aber politisch gewollt. Subjektiv hat die Zahl der grünen Wellen in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen.

  14. 36.

    Sehe ich auch so. Hier wird wieder mal Korrelation mit Kausalität gleichgesetzt. Dabei ist bekannt, dass die Stickoxidwerte im Straßenverkehr bereits seit Jahren aufgrund modernerer Motoren rückläufig sind. Hinzu kommt, dass der Verkehr während der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen ist, was zwangsläufig auch weniger Schadstoffe bedeutet. Eine solche Studie ist zudem ohne aussagefähige Vergleichsgruppe vollkommen unbrauchbar und wird daher rein politisch gedeutet. Statt des künstlichen Ausbremsens des Verkehrs, von dem letztlich auch der ÖPNV betroffen ist, sollte der Senat sich endlich mal darauf konzentrieren, sinnvolle Alternativen und kostenneutrale Umstiegsmöglichkeiten für Pendler am Stadtrand zu schaffen. Nur mit besseren Alternativen steigen die Menschen auch auf den Nahverkehr um. Anderenfalls nehmen sie höchstes murrend die etwas längeren Fahrtzeiten im PKW, die eh nur Minuten ausmachen, in Kauf, nicht aber die oft krasse Verlängerung beim Umstieg auf Bus und Bahn.

  15. 35.

    Bremsweg: s = v * v / 2 * a s= Bremsweg, v= Geschwindigkeit, a= Verzögerung.
    Daraus ergibt sich, dass sich der Bremsweg bei 50 km/h zu dem bei 30 km/h wie 25 zu 9 verhalten.
    Anders gesagt:
    Bei 50 km/h ist der Bremsweg mehr als doppelt so lang wie der bei 30 km/h.
    Dass dadurch die Unfallhäufigkeit sinkt, dürfte klar sein. Und durch die geringere Geschwindigkeit sind die Schäden auch geringer, falls es doch mal knallt.

  16. 34.

    Eine 900 Quadrat-Kilometer große Stadt mit vielen Hauptverkehrsadern mit Tempo 30 zu belegen? Na, dann "gute Nacht".

  17. 33.

    hr Einwohner von Berlin wollt ihr nach der Mauer schon wieder in Eurer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden???"
    Also ich so als Einwohner Berlins fühle mich durch eine Geschwindigkeitsregel so gar nicht in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Würde ja bedeuten, so ganz ohne Geschwindigkeitsregelung wäre die Freiheit am größten. Mag für einen kleinen Teil derjenigen, die sich über Hubraum definieren, zutreffen. Für die Mehrheit der Berliner, und die sind nun mal keine Autofahrer, trifft dies eher nicht zu.

  18. 32.

    ???????
    Dann bitte auch Tempo 8 für Radfahrende. Ist einfach sicherer als Grundgeschwindigkeit....

  19. 31.

    Potsdam und die Dörfer um Berlin werden Eingemeindet (zu Berlin) und schon hat Berlin Flächenmäßig eine gute Umweltbilanz (smiley) und Berlin braucht dann keinen grünen Verkehrssenat der so und so nur alles verbieten will.

  20. 30.

    Staus entstehen nicht durch Tempolimits, sondern durch zuviele Autos gleichzeitig.

  21. 29.

    Na dann Messungen mit Tempo 40 wiederholen und nicht Ergebniss verkünden als wäre es die Erfindung des Rads. Politik bah.

  22. 28.

    Verkehr heißt in Bewegung sein... doch die Mill. Einwohner Berlins werden ausgebremst. Wenn das Fahrzeug im zweiten Gang durch die Straße stottert und nicht mal die Ampelphase über die Kreuzung erreicht, ist genau das eine Erhöhung der Abgase und des Anwohnerlärms. Warum wird Laufender Motor mit Bußgeld belegt und im Stau pustet das stehende Auto munter Abgase in die Luft? Diese "Verkehrsverwaltung" verdreht die Tatsachen und macht aus "Zukunftshauptstadt" die Stau-Stadt... ein Desaster! Ihr Einwohner von Berlin wollt ihr nach der Mauer schon wieder in Eurer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden??? Alles "begründet" sich mit Statistik: ein Ranking belegte Stauzeit für Pendler in Großstädten auf 2-3 Wochen= der gesamte Jahresurlaub wird im Stau verbracht! Wo ist der Umweltschutz?!

  23. 27.

    Bei 50 läuft in der Stadt so gut wie garnichts. Da verwechseln Sie die Gegebenheiten über Land mit den Gegebenheiten in der Stadt, bei denen Ab- und Einbiegen zum Normalfall zählt. Insofern ist die Höhe der Temporeduzierung und -erhöhung das tragende Argument. Je größer diese Differenz, umso stärker der Schadstoffeintrag und das Gefährdungsmoment.

    Nichts wird schneller durch Tempo 50, aber alles wird entspannter und weniger unfallträchtiger durch Tempo 30 als Grundgeschwindigkeit. Das ist dann die Ausgangslage; Abweichungen dazu infolge von Straßen, die wenig Nebenstraßen haben, können und müssen formuliert werden, als dass sie irrtümlicherweise als der Normalfall gelten.

  24. 26.

    „Bis auf eine“ ist richtig, aber nicht in Verbindung mit ALLE. Bei 5 Fällen ist das ALLE hier Blödsinn!

  25. 25.

    Schlechter Beitrag. Keinerlei Bezug zu Vergleichswerten oder Höchstwerten. Was soll man damit anfangen? Journalistisch minderwertige Ware.

  26. 24.

    Tempo 30 wird schon allein wegen der Verkehrssicherheit eingeführt werden müssen. (Siehe meinen Beitrag Nr. 11). Der Stickstoffdioxid-Eintrag ist da allenfalls ein zusätzliches Argument und kein tragendes. Auch bei Elektroenergie muss ein Gefährt mit enormer Schubkraft aufgrund seines Gewichts bei 50 stärker gedrosselt werden müssen als bei 30. Und das nicht nur hin und wieder mal, sondern an jeder zweiten Ein- und Ausmündung.

  27. 23.

    Oder vielleicht einfach weil viele Leute zwar ein Auto haben, es aber lieber hätten weniger darauf angewiesen zu sein? Autos kosten eine Menge Geld, als Geringverdiener hätte ich es schon gerne wenn ich es abschaffen könnte.

  28. 22.

    Da ja im Artikel nur eine maximale Reduzierung von 3,8 µg/m³ angegeben wurde, ohne Bezug auf den vorher gemessenen Wert, scheint mir die Aussage doch recht schwammig. Zur Info, der zulässige Grenzwert ist 40 µg/m³.
    Um wie viel Prozent wurde die Belastung reduziert?
    Zusätzlich würde mich bei der Betrachtung interessieren, wie sich die Belastung n den umliegenden Straßen verändert hat.
    Mich würde auch mal interessieren, was es an Belastung bedeutet, wenn die BVG zusätzliche Busse einsetzen muss, um die den Takt aufrecht zu erhalten.

  29. 21.

    Die Mathematik wird immer seltsamer. Wenn bei Tempo 30 Stau entsteht stoßen die Autos mit Sicherheit mehr Abgase aus als wenn der Verkehr mit Tempo 50 läuft.
    Die Grünen biegen sich die Tatsachen nämlich schon immer so hin wie es in deren Ideologie passt.

  30. 20.

    Vielleicht fahren Sie im falschen Gang? Mein Auto braucht in der Stadt bei 30km/h deutlich weniger Diesel als bei 50, einfach weil mal weniger stark beschleunigt und bremst. Bei 30 komme ich auf ca 3L/100km, bei 50 sind es meist 4,2. Auf freier Strecke ist es freilich anders.

    Mal davon abgesehen ist ja der Stickoxid Ausstoß vom Kraftstoffverbrauch recht unabhängig, nicht in jedem Betriebsmodus entsteht pro Liter Diesel gleich viel Stickoxid.

  31. 18.

    Zudem sei bemerkt, dass Tempo 30 weniger Lärm mit sich bringt, Anwohnern also mehr Lebensqualität bietet und Unfälle mit Sicherheit geringere Schäden erwarten lassen.

  32. 17.

    Ideologie ist eben auch, wenn man dem Medien wie auch den Grünen unterstellt,, aus ideologischen Gründen auf Tempo 30 zu beharren. Derweil werden z. B. in Zürich demnächst alle Straßen auf Tempo 30 reduziert - ausgenommen sind nur Zubringer von Autobahnen und ähnliche Trassen ( wie es in Berlin vielleicht Adlergestell oder Heerstraße wären).
    Die meisten Schadstoffe entstehen bei inhomogener Verbrennung, also beim Beschleunigen, Schalten o. ä. So etwas geschieht eben häufiger bis 50 als bis 30.

  33. 16.

    Glaube keiner Statistik die Du nicht selber in Auftrag gegeben hast oder? In dem Fall natürlich Messergebnissen.

  34. 15.

    Bin letztens in Karlshorst gefahren. Autos wegen Lärmschutz ab 22:00 30 km/h, die Tram (lauter als Autos) in der Mitte kann die ganze Nacht weiter mit 60 oder 70 brettern. Jo, so geht Leute veräppeln.
    Ich wohne auch an einer Kreuzung, wo die halbe Nacht Diesel-Busse zum und vom Depot fahren. Da hätte ich auch gerne 30 km/h für die Busse, denn die PKW hört man im Gegensatz zu den Tonnenschweren Bussen ja kaum.
    Kommentar 14 finde ich gut. Wenn man wegen Abgasen 20 km/ weniger fahren muss, dann müsste man ohne Abgase 20 km/h schneller fahren können. Also 70 km/h. Da sieht man mal, wie verlogen diese Ökopolitik ist.
    Aber naja, da sind die über 60 % Haushalte mit zugelassenem PKW, die Carsharingfahrer und Hier-wohner mit woanders gemeldeten Fahrzeugen oder Firmenfahrzeugen die zentral woanders zugelassen sind, wohl nicht sorgsam mit Ihrer Wahlstimme umgegangen. Vielleicht auch, weil die SPD vor der Wahl konservativ geblinkt und nach der Wahl dreist links/grün abgebogen ist.

  35. 14.

    Ich frage mich, ob man, wenn Tempo 30 nur wegen der Luftreinheit gilt, mit seinem Elektroauto dann weiterhin Tempo 50 fahren darf. Schließlich entfällt dort der Grund für Tempo 30. Ähnlich wie man an Schulen teilweise nur während der Schul-und Hortzeit Tempo 30 fahren muss.

  36. 13.

    "alle, bis auf eine" ist eine korrekte sprachliche Formulierung. Im Englischen gibt es sowas auch "all but one".
    Logisch ist es auch, weil es keine Doppeldeutigkeit gibt.

  37. 12.

    Beschleunigung vergessen, dadurch ist die Rechnung hinfällig. Ich habe noch nie jemanden in der Stadt gesehen, der konstant mit 50 km/h von Punkt A nach Punkt B fährt. Durch die ständige Beschleunigung auf 50 und wieder runter, erzeugt letztlich der 50 km/h Fahrende mehr Stickoxide. Komisch, dass man diese Tatsache als Dipl. Ing. ausblendet.

  38. 11.

    Die beste Lösung ist selbstverständlich das grundsätzliche Tempo 30 in den Städten, verbunden mit der Auflage, anderweitige Tempi nach oben und nach unten spezifisch begründen zu müssen. Für die Potsdamer Chaussee in Berlin-Zehlendorf dürfte das kein Problem sein, auch nicht für die Karl-Marx-Allee. Für die Potsdamer Straße in Schöneberg und für die Karl-Marx-Straße in Neukölln dagegen schon.

    Nicht nur aus Gründen des Stickstoffdioxids, vor allem wegen der Tatsache, dass da, wo ständig ein- und abgebogen wird, Tempo 30 sinnvoller ist, als aus einem überhöhten Tempo 50 erst einmal runterzudrosseln, dürfte das naheliegend sein.

    Alles andere als solche "praktische Gemengelage" halte ich für Ideologie, derzufolge nicht sein kann, was nicht sein darf.

  39. 10.

    Hier schmückt sich jemand mit Lorbeer und Ruhm ohne etwas substanzielles dazu beigetragen zu haben. Pfui teufel. Und dem Volk wird vorgegaukelt Grün ist die Farbe des Sieges.

  40. 9.

    An allen fünf Straßen sei weniger Stickstoffdioxid gemessen worden - bis auf einer.
    Ich befürworte solche Maßnahmen prinzipiell! Aber dieser Textteil hat mich veranlasst zu kommentieren! Ich weiß: deutsche Sprache schwere Sprache! Aber JournalistInnen sollten sie doch beherrschen und nicht so unlogische Sätze schreiben! Entweder ALLE oder BIS AUF EINE!!!! Bitte lest noch mal bevor Ihrr publiziert!

  41. 8.

    Die Datenerhebung fand 2017 bis 2019 statt, die Auswertung bis Ende 2021!
    Respekt.
    Nun nach BER, der Kanzlerbahn, dem Humboldt-Forum, der Wahl in Berlin uvm. eine beachtliche Leistung.
    Und, natürlich melden sich die unvermeidlichen Schwätzer.

  42. 7.

    Die Datenerhebung fand 2017 bis 2019 statt, die Auswertung bis Ende 2021!
    Respekt.
    Nun nach BER, der Kanzlerbahn, dem Humboldt-Forum, der Wahl in Berlin uvm. eine beachtliche Leistung.
    Und, natürlich melden sich die unvermeidlichen Schwätzer.

  43. 5.

    Nur zur Richtigstellung: Wenn ein Auto 5 l/100 km verbraucht, dann stößt es eine Menge X an Sickoxiden aus, egal ob es mit 30 km/h oder mit 50 km/h unterwegs ist. Das heißt, es emittiert auf einer bestimmten Strecke exakt das Gleiche, unabhängig vom Tempo.

    Nur verbrauchen die meisten Fahrzeuge bei Tempo 30 mehr Sprit pro 100 km als bei Tempo 50. Dagegen muss gerechnet werden, dass eine Straße bei Tempo 50 theoretisch mehr Verkehr aufnehmen kann, als bei Tempo 30.

  44. 4.

    Richtig, mein Auto braucht bei 30km/h mehr Kraftstoff auf 100km als bei 50km/h. Und dabei soll es weniger Abgas ausstoßen? Seltsame Rechnung, aber vielleicht auch nur grüne Ideologie.

  45. 3.

    Viele fahren dort auch schon nicht mehr lang... weil sie sonst im Stau stehen. Diese Werte stimmen doch nicht und jetzt sollen die Teststrecken dauerhaft bleiben aber das war mir von vornherein klar. Die Grünen machen doch nichts rückgängig.... trotz versprechen.

  46. 2.

    Es wirklich unglaublich. Als ich vor Jahren zum ersten Mal diese Schilder sah, musste ich innerlich sehr schmunzeln und war überzeugt davon, dass keine Techniker bei der “Erstellung” dabei gewesen sein können. Ich fühlte mich stark veräppelt:

    Der Kraftstoffverbrauch von KfZ mit Verbrennungsmotor ist im um unteren Geschwindigkeitsbereich - wie man ihn im normalen Stadtverkehr (ohne Autobahn) vorfindet - nicht proportional zur Geschwindigkeit. Kann sogar sein, dass bei 30 in einen kleineren Gang geschaltet werden muss und der Motor infolge höherer Drehzahl weniger effektiv arbeitet. Selbst wenn dieser Effekt vernachlässigbar wäre, wird jedes Kind wohl verstehen, dass ein Fahrzeug mit 30 Stundenkilometer bei einem Momentanverbrauch von 5 Litern/100 km länger durch eine Strecke fester Länge unterwegs ist, als ein Fahrzeug mit 50 km/h (bei ebenso 5 Liter/ 100 km Momentanverbr.). Nämlich fast doppelt so lange! Folglich: doppelte Schadstoffmenge erzeugt!

    Dipl. Ing. Alexxx

  47. 1.

    Die Luft ist definitiv nicht besser geworden wegen Tempo 30 und hier sollen Fakten geschaffen werden die überhaupt nich wahr sind. Schickt endlich die Grünen zurück in Ihre Dörfer!

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