Reaktionen auf CDU-Wahl - Landeschefs begrüßen Entscheidung für Merz

Fr 17.12.21 | 19:32 Uhr
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Friedrich Merz (r-l), Norbert Röttgen und Helge Braun, die drei Kandidaten für den CDU Vorsitz, stellen sich am 01.12.2021 in einer Townhall-Veranstaltung im Konrad-Adenauer-Haus den Fragen der Parteimitglieder. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)
Video: Brandenburg aktuell | 17.12.2021 | Markus Woller | Bild: dpa/Michael Kappeler

Die Berliner und Brandenburger CDU-Chefs haben die Wahl von Friedrich Merz zum neuen Vorsitzenden der Partei begrüßt. Besonders freue ihn, dass Merz mit dem Berliner Ex-Senator Mario Czaja als CDU-Generalsekretär einen "profilierten Großstadtpolitiker" in sein Team hole, sagte der Berliner CDU-Chef Kai Wegner am Freitag im rbb.

Er sei davon ausgegangen, dass Merz "im ersten Wahlgang gewählt wird". Der 66-Jährige habe "einen ganz großen Rückenwind bekommen". Mit Merz werde die CDU ihr Profil schärfen und die Oppositionsrolle annehmen, so Wegner.

Er habe Merz schon bei seinen ersten beiden Anläufen, zum CDU-Chef gewählt zu werden, unterstützt. "Aller guten Dinge sind drei."

Auch Wegners Brandenburger Kollege Michael Stübgen gratulierte Merz: Der habe "die Abstimmung gewonnen, der Sieger ist aber die gesamte Partei", teilte Stübgen am Freitag in Potsdam mit. "Die CDU hat mit dieser Mitgliederbefragung ein klares, ein starkes Zeichen gesetzt. Unsere Mitglieder zeigen, dass sie Lust auf christdemokratische Politik haben. Mit diesem Rückenwind starten wir in das neue Jahr." Er danke allen drei Kandidaten.

Laut Stübgen wurde Merz in der CDU Brandenburg bisher bereits favorisiert. Bei der Wahl des Parteichefs im Januar 2021 hatte sich der Landesvorstand für Merz' Vorgänger Armin Laschet ausgesprochen.

Absolute Mehrheit im ersten Wahlgang

Die CDU-Mitglieder hatten Friedrich Merz am Freitag zum neuen Parteivorsitzenden und Nachfolger von Laschet gewählt. Merz muss offiziell bei einem digitalen Parteitag am 21. und 22. Januar gewählt und anschließend per Briefwahl bestätigt werden.

Der 66-jährige Merz bekam 62,1 Prozent der Stimmen bei der Mitgliederbefragung zur Wahl des neuen Parteichefs. Da er über die Hälfte der etwas mehr als eine viertel Million abgegebenen Stimmen bekam, war eine Stichwahl nicht mehr notwendig. Der Außenpolitiker und ehemalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen kam mit 25,8 Prozent auf Platz zwei. 12,1 Prozent der Mitglieder votierten für den ehemaligen Kanzleramtschef Helge Braun.

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.12.2021, 14 Uhr

26 Kommentare

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  1. 26.

    Gewisse Kreise zetern und geifern darüber, dass sich die Masse der CDU-Basis und ihrer legitimierten Vertreter für Merz entschieden hat. Dann haben die ja vermutlich alles richtig gemacht.
    Leider kommt der Schritt zu spät. Die Möglichkeit etwas zu ändern entfällt jetzt erstmal. Aber man hat dann Zeit zu nachdenken, was angesichts der gegenwärtigen Lage der Christdemokraten auch nicht schaden kann. Mal sehen was dabei rauskommt?

  2. 25.

    Ihnen ist entgangen, dass Merkel seit den letzten beiden Wahlperioden die CDU massiv dezimiert hat.

    Merkel hinterlässt CDU in Trümmern.

    https://www.dw.com/de/meinung-merkel-hinterl%C3%A4sst-cdu-in-tr%C3%BCmmern/a-59309713

  3. 24.

    Eine normale Erscheinung. Auch Stübgen war schon immer ein entschiedener Anhänger von Merz. Als CDU Hinterbänkler saß Stübgen er 20 Jahre als Hinterbänkler im Bundestag der Merkel-CDU und hat dort alles selbstverständlich mit abgesegnet, was Merkel halt so wollte.

  4. 23.

    Ach ja, und wenn Sie die Medien erwähnen: die Wahlniederlage der Union ist zu einem nicht unerheblichem Teil auf eine maßlose Kampagne gegen Armin Laschet zurückzuführen, in deren Rahmen kleinste Fehler ins übermäßige aufgebläht wurden.

  5. 22.

    Dass die Wahlerfolge von Frau Dr. Merkel von „stetig sinkenden Wahlergebnissen vergiftet“ wurden, stimmt so nicht. 2013 konnte die Union Ihr Wahlergebnis auf 33.8 auf 41.5 % steigern. Bleiben Sie bitte bei der Wahrheit. Und Angst muss derzeit nur die AFD haben, während die SPD unter dem Kanzler Scholz nun hoffen kann, die politische Mitte längerfristig an sich zu binden. Dies setzt freilich eine erfolgreiche Legislaturperiode voraus.

  6. 21.

    Soviel zu den Ansichten aus der rechtsextremen Ecke, denen Merkel schon zu sozialistisch war. Wie gesagt, selbstverständlich freut sich die Fanbase der rechtsextremen AfD, wenn die cDU nach ganz weit rechts abdriftet.

    Man kann der rechtsextremen AfD kein "Paroli" bieten, wenn man deren Positionen übernimmt und teilweise sogar noch verschärft.

    "Aufsehen und Kritik erregte Merz auch mit einem Interview nach dem ausländerfeindlichen Anschlag in Hanau 2020, in dem er über „rechtsfreie Räume“, „illegale Einwanderung“ und den „Schutz der Grenzen“ sprach, und schließlich auf die Nachfrage eines Journalisten „Schließe ich daraus richtig, dass Ihre Antwort auf das Problem des Rechtsradikalismus die stärkere Thematisierung von Clan-Kriminalität, Grenzkontrollen und so weiter ist?“ mit „Ja“ antwortete. Der Tagesspiegel warf Merz vor, er adele die Motive der Rechtsradikalen und verkenne die Realität des Rassismus."

  7. 20.

    Was geht denn das den schwarzen Block an? Bei Aldi gibts die Woche Kohlenanzünder im Angebot. Ist das für euch nicht wichtiger?

  8. 19.

    Gewisse Kreise zetern und geifern darüber, dass sich die Masse der CDU-Basis und ihrer legitimierten Vertreter für Merz entschieden hat. Dann haben die ja vermutlich alles richtig gemacht.
    Leider kommt der Schritt zu spät. Die Möglichkeit etwas zu ändern entfällt jetzt erstmal. Aber man hat dann Zeit zu nachdenken, was angesichts der gegenwärtigen Lage der Christdemokraten auch nicht schaden kann. Mal sehen was dabei rauskommt?

  9. 18.

    Aber auch nur, weil die Medien knädig mitgespielt und Merkels Kurs nie hinterfragt haben. Diese "gewonnenen Wahlen" waren zudem mit stetig sinkenden Wahlergebnissen vergiftet. Am Ende wussten die CDU-Wähler schlicht nicht mehr, wofür ihre Partei eigentlich steht, sie hat die Partei inhaltlich entkernt und die Positionen beliebig gemacht. Die Wahlschlappe dieses Jahr war die logische Folge. Wenn jemand die CDU aufräumen und auf Kurs bringen kann und nebenbei der AfD damit Paroli bieten kann, dann ist es im Moment Merz. Die Angst der politischen Gegner ist ja schon zu greifen, so wie die Gift und Galle spucken. Und ja, Merz wird gesellschaftliche Härten fordern, diskutieren und vorschlagen, realisieren könnte er sie selbst in der Regierungsrolle oder als Kanzler so nicht und das weiß er auch. Der Mann ist nicht doof und er weiß, wie man verhandelt.

  10. 17.

    Mit Frau Dr. Merkel an der Spitze ist die Union immerhin aus vier Wahlen in Folge als stärkste Kraft hervorgegangen, “Die Linke” wurde marginalisiert und die SPD auf 20 % gedrückt. Statt zu spalten wurde vermittelt. Nun können wir nur noch hoffen, das die „Ampel“ ihre Sache gut macht.

  11. 16.

    Selbstverständlich freut sich die Fanbase der rechtsextremen AfD, wenn die cDU nach ganz weit rechts abdriftet. FJS und Kiesinger lassen grüßen.

  12. 15.

    "Eine echte "Finanzheuschrecke" also an die Spitze der CDU gewählt- Chapeau! "

    Es scheint als hätte die cDU Basis den kollektiven politischen Selbstmord beschlossen, indem man nach der Wahlklatsche die neoliberale Rolle rückwärts in die 90er gewählt hat.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz#Politische_Positionen,_Kontroversen_und_Kritik

  13. 14.

    "Nie wieder CDU"

    Als ob jemand wie Sie jemals CDU gewählt hätte. Aber mit dem Spruch simulieren, es würden sich bisherige CDU-Wähler (oder wegen Merkel in die Wahlabstinenz Geflüchtete) wegen Merz von der CDU abwenden...

  14. 13.

    Wenn man die Erfolgschancen von Friedrich Merz prognostizieren will, lohnt sich ein Blick in die Geschichte der KPdSU, insbesondere während der Jahre 1982 bis 1990. Denn die Defizite sind strukturell die gleichen: Ignoranz gegenüber Realitäten, Schönfärberei, das Sonnen im milden Licht der Vergangenheit und ein verkrusteter Apparat.

  15. 12.

    Genau darum hat die CDU die Wahl verloren...weil man nach links gerutscht ist. Jetzt wird es wieder aufwärts gehen. Alles gute Herr Merz

  16. 11.

    Vielleicht sollte man den Namen ändern. Das Christliche in das Wirtschaftliche abändern. Die WPD, die Partei der Wirtschaft, Partei der Lobbyisten, der Spenden und die Partei des Kapitals und der alten Führungskräfte. Partei der Macht und der Übernahme fragwürdiger Argumente der AfD. Nie wieder CDU.

  17. 10.

    "Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben haben, werden wir uns Frau Dr. Merkel noch zurückwünschen."
    Das mag ja für sie zutreffen aber das würde ich nicht verallgemeinern.
    Wie unterschiedlich die Meinungen z.B. zwischen Vorstand und Basis sind sieht man ja am gestrigen Wahlergebnis!

  18. 9.

    Herr Merz wäre mir als Kanzler 100x lieber gewesen als Laschet, Söder oder der Cum/Ex Scholzomat. Aber den Bock hat wohl die "graue Eminenz" Schäuble geschossen, der Merz nicht wollte und den ungeeignetsten Kandidaten einsetzte. Alles Schiebung. Und die FDP rückt kaum an der Macht von ihren "Prinzipien " ab. Leider ist Merz in 4 Jahren schon recht alt um noch mal für Schwung zu sorgen. Er sollte seinen Vorsitz nutzen um einen geeigneten Kanzlerkandidaten aufzubauen.

  19. 8.

    Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben haben, werden wir uns Frau Dr. Merkel noch zurückwünschen. Sie hat die CDU aus der konservativen Ecke in die politische Mitte geführt. Nun geht es wieder zurück.

  20. 7.

    Werden Sie doch selber Politiker. Aber ne, schlaue Kommentare in die Tasten hauen ist leichter als sich selber einzubringen.

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