Berlin - Senat schafft weitere Unterbringungen für Geflüchtete

Mo 10.01.22 | 14:00 Uhr
Archivbild: Ein Richtkranz hängt im August 2020 vor der Fassade der modularen Unterkunft für Geflüchtete am Osteweg in Lichterfelde. (Quelle: Paul Zinken/dpa)
Audio: Inforadio | 10.01.2022 | Sebastian Schöbel | Bild: Paul Zinken/dpa

Sozialsenatorin Kipping will in Berlin mehr Platz für Geflüchtete schaffen. Aktuell fehlen ihren Angaben zufolge 500 Unterbringungsplätze. Im blick sind eine Kaserne, Hotels und Hostels.

Um die steigende Zahl von Flüchtlingen in Berlin unterzubringen, prüft der Senat aktuell weitere Optionen. Dazu gehört die ehemalige Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau, wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Soziales dem rbb bestätigte. Auch die Unterbringung in Hotels oder Hostels werde weiter geprüft. Zuvor hatte Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) der "Tageszeitung" erklärt, Berlin habe im ersten Quartal des neuen Jahres ein Defizit von über 500 Unterbringungsplätzen für Geflüchtete.

Neue Plätze im Aufbau

Anfang Februar soll laut Senatsverwaltung für Soziales der erste Abschnitt des Containerdorfes auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Betrieb genommen werden. Hier sollen rund 280 Unterkunftsplätze entstehen. Ebenfalls im Februar soll ein Containerdorf in der Pankower Groscurthstraße bezugsfertig sein, mit rund 200 Plätzen. Dazu kommen zwei Modulare Unterkünfte in der Brabanterstraße und der Fritz-Wildung-Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf, mit 200 beziehungsweise 155 Plätzen.

Mehr Neuankömmlinge als freie Unterbringungsplätze

Nach Angaben des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) sind aktuell in den Aufnahme- und Gemeinschaftsunterkünften rund 740 Plätze frei. Demgegenüber stehen rund 1.000 Neuankömmlinge, zuletzt vor allem aus Afghanistan, Georgien und Moldau. Über über Belarus und Polen seien hingegen zuletzt keine Menschen mehr gekommen, so der Sprecher des LAF.

Sendung: Inforadio, 10.01.2022, 14:20 Uhr

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