Plakat-Aktion - Innensenatorin Spranger startet Kampagne gegen Antisemitismus

Mo 10.01.22 | 13:49 Uhr
Sigmount A. Königsberg (M), Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, spricht bei der Präsentation der Plakatkampagne "Das ist Antisemitismus" neben einem Plakat mit der Aufschrift "Hinsehen Erkennen Handeln" in Anwesenheit von Iris Spranger (SPD,r), Innensenatorin in Berlin, und Ingo Siebert, Leiter der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Audio: Inforadio | 10.01.2022 | Birgit Raddatz | Bild: dpa/Annette Riedl

Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat am Montag eine Plakat-Kampagne gegen Antisemitismus vorgestellt. Sie enthüllte am U-Bahnhof Klosterstraße in Mitte vier Plakatmotive.

Darauf ist unter anderem der Schriftzug "Das ist Antisemitismus und kein Witz" zu lesen. Die Stadt stehe für Toleranz und Offenheit und kämpfe gegen jede Form von Antisemitismus, teilte die Senatsverwaltung für Inneres mit. Antisemitismus komme in vielen Facetten vor. Nicht immer sei er auf den ersten Blick zu erkennen.

Zahl antisemitischer Vorfälle deutlich gestiegen

Der Beauftragte gegen Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Sigmount Königsberg, sagte dem rbb, er hoffe, dass die Plakate Menschen zum Nachdenken anregen. Außerdem hoffe er, dass sie dafür sorgen, dass die Leute hinschauen und dadurch auch sensibler für das werden, was in der Stadt passsiere.

Er lobte die Berliner Politik: Das Thema werde nicht mehr, wie noch vor 10 oder 15 Jahren totgeschwiegen, sondern offensiv angegangen, so Königsberg. Trotzdem würden Jüdinnen und Juden jeden Tag antisemitisch angegriffen.

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Berlin ist deutlich gestiegen. Allein zwischen Januar und Ende Juni 2021 wurden mehr als 500 Vorfälle bekannt.

Sendung: Inforadio, 10.01.2022, 13:00 Uhr

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